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Die jenische Sprache

Anmerkungen.

Reading edition

b) Bossert = Fleisch (auch speziell „Wellfleisch“), Braten, erscheint sehr beliebt in allerlei Zusammensetzgn. (oder Verbindgn.) und zwar bes.: α) ans Ende gesetzt, so: aa) für die Fleischarten nach den verschiedenen Tieren, wie: Babingbossert = Gänsefleisch (gesicherter Strohbutzerbossert = Gänsebraten), Kibe(n)bossert = Hundefleisch, Stupflengbossert = Igelfleisch, Schmalerbossert = Katzenfleisch, Horbogebossert = Kuh- oder Rindfleisch, Hornikelbossert = Ochsenfleisch, Trabertbossert = Pferdefleisch, Groenikelsbossert = Schweinefleisch; ferner bb) für die Art der Zubereitung: eingespronktes Bossert = Pökelfleisch, Hitzlingbossert = Rauchfleisch, Spronkertbossert = Salzfleisch, Schwäzlingbossert = Schinken, Schmunkbossert = Speck, Rondlingbossert = Wurstfleisch; cc) für menschl. Körperteile: Näpflingbossert = Zahnfleisch; dd) auch im übertragenen Sinne: Koelebossert = „Teufelsbraten“; β) am Anfang der Zusammensetzg. stehend; aa) für Gerätschaften, wie Bossertschottel = Fleischbüchse, Bossertnolle = Fleischhafen; bb) für gewisse Speisen: Bossertblättling = Gulasch (eigtl. „Fleischsalat“), Bosserträsling = Leberkäse; cc) Bossertschei, d. h. eigtl. „Fleischtag“ = Sonntag (s. d. betr. die Übereinstimmung mit d. Zigeunerischen, vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 18). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkreise): Dolm. der Gaunerspr. 92, 99 (Boser = Fleisch, Speck); Pfulld. J.-W. B. 339, 340, 341 (Bosert = Fleisch, Schwarzbosert = geräuchertes Fleisch, B. von einem Horboge = Kalbfleisch); Schwäb. Gauner- u. Kundenspr. 69, 75 (Bossert = Fleisch, Schmunkbossert = Speck); Schwäb. Händlerspr. 480 (Bosset, Bôser od. Bôßert = Fleisch; dazu noch in Pfedelb. [209, 213] bes. Graunikels-, Hobuchen-, Trappertbossert = Schweine-, Kuh-, Pferdefleisch u. Schmunkbossert = Speck sowie in Lütz. [213]: Flūse-bosert = Ente). Zur Etymologie (vom hebr. bâsâr, jüd. bôsôr = „Fleisch“) sowie über weitere Belege im Rotw. (seit d. 15. Jahrh.) s. Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 10 u. Anm. 2; vgl. auch Weber-Günther, S. 154 u. Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 1316.

c) Mass (im wesentl. gleichbed. mit Bossert gebraucht) erscheint nicht ganz so beliebt in Zusammensetzgn., doch findet es sich z. B. (am Ende) in verschiedenen Bezeichnungen von Fleischarten nach Tieren, wie Babingmass = Gänsefleisch (gesicherter B. = Gänsebraten), Tschuggel-, Stupfleng-, Horboge-, Trabertmoss = Hunde-, Igel-, Kuh-, Pferdefleisch. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkreise); Dolm. der Gaunerspr. 92, 99 (Mas = Fleisch, Speck); W.-B. des Konst. Hans 245 (Mass); Pfulld. J.-W.-B. (nur in gewiss. Zusammensetzgn., z. B. [343] Horboge-Maß = Ochsenfleisch); Schwäb. Händlerspr. 480 (Maß; Maßfetzer = Metzger; in Pfedelb. [214]: Mast = Wurst). Vgl. auch Metzer Jenisch 216 (Mās = Fleisch). Zur Etymologie: Am wahrscheinlichsten ist es, daß das Wort ins Rotwelsch und die verw. Geheimsprachen unmittelbar aus der Zigeunersprache eingedrungen ist (vgl. „Einleitg.“ S. 30), welche mas od. (in Deutschl.) mass (schon altind. māsa) in gleicher Bedeutung kennt (s. die Angaben in Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 257 unter „Masengero“ und dazu noch Finck, S. 72); doch mag auch das tschechische, ebenfalls gleichbed. maso mit eingewirkt haben. Über das (auf die gleiche indogerm. Wurzel zurückgehende) früher gemein-germanische, jetzt im wesentl. veraltete Mass = „Speise“ („zugemessene, ausgeteilte Kost für die Hausgenossen“, schon ahd. u. mhd. maz [vgl. Lexer, Mhd. Hand-W.-B. I, Sp. 2063], got. mats, angels. mete, engl. meat) s. Näh. bes. bei Grimm, D. W.-B. VI, Sp. 1721; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1517 (unter „Mass“ II, Nr. 1 u. 2).

Das (in der Verbindg. grandich[er] Flederling enthaltene) Adj. grandich (oder grandig) hat außer der häufigsten und allgemeinsten Bedeutung „groß“ noch folgende: bedeutend, begütert, dick, erwachsen, gewichtig, hoch, hochherzig, lang, mächtig, prächtig, reich, viel, voll, vorzüglich, endlich auch noch „wütend“ (doch geht es in diesem Sinne wahrscheinl. auf einen anderen Stamm zurück; s. d. Näh. unten bei der „Etymologie“ a. E.); mit vorgesetzter Verneinung (nobis grandich) ist es = wenig, winzig, als Adverb gebraucht bedeutet es: oft (häufig), als Subst. (Grandich): Gewalt, Höhe. Der Komporat. grandicher kommt nicht nur für „größer“, sondern auch für „mehr“ („mehrfach“, „vielmals“) vor. In Verbindungn. erscheint grandich: a) zuweilen mit einem Zeitw., so grandiche pflanzen (eigtl. etwa „den Großen spielen“) = hoffärtig (aufgeblasen, stolz, übermütig) sein (wogegen grandicher pflanzen nur durch „verlängern“ wiedergegeben ist), viel häufiger aber natürlich: b) mit Hauptwörtern, und zwar in d. R. (und nicht selten in unmittelbarem Anschluß an die Zigeunersprache) als umschreibender Ersatz für Begriffe, für die es im Jenischen keine besonderen selbständigen Bezeichnungen gibt (vgl. „Vorbemerkung“, S. 17ff.), so α) für Sachen im weit. S. (einschl. z. B. Gebäude u. dergl.): grandiche Jahre- od. Krachersäftling (d. h. „große Waldtraube“) = Ananas, grandiche Duft (d. h. „große Kirche“) = Dom (s. d. betr. d. Zigeun.), grandicher Kies (d. h. „großer Stein“) = Felsen (s. d. betr. d. Zigeun.), auch Quaderstein, grandiche Kitt (d. h. „großes Haus“) = Hof, grandiche Kolbekitt (d. h. „großes Pfarrhaus“) = Kloster (s. d. betr. d. Zigeun.), grandiche Schoflerei (d. h. „großes Gericht“) = Kreis- (Land-, Kriminal-) Gericht (s. betr. d. Zigeun. unter „Kreis-“ u. „Kriminalgericht“), grandicher Sins-Obermann (d. h. etwa „des großen Herrn- [des Landesherrn] Hut“) = Krone (s. d. betr. d. Zigeun.), grandiche Lobekitt (d. h. „großes Geldhaus“) = Münze, Münzwerkstätte, grandiche Hegerle (d. h. „große Knödel“) = Nudeln, grandiche Kaflerkitt (d. h. „großes Metzgerhaus“) = Schlachthaus, grandiche Schrende (d. h. „große Stube“) = Saal (s. d. betr. d. Zigeun.), grandicher Spraus (d. h. „großes [langes] Holz“) = Stange (s. d. betr. Analog. im Zigeun.); ferner β) auch für — mehr od. weniger — abstrakte Begriffe; so: grandich Flu(h)te (d. h. „großes“ [od. größtes] Wasser) = Meer (vgl. schon oben S. 36, Anm. 126), grandich Ulma (d. h. „viele Leute“) = Menge, grandich Lanenger („viele Soldaten“) = Heer (s. d. betr. d. Zigeun.), ferner grandicher Funk (d. h. „großes Feuer“) = Feuersbrunst (s. d. betr. d. Zigeun.), grandich Bogelo (d. h. „großer Hunger“) = Heißhunger, grandich Begerisch (d. h. „großes [schweres] Siechtum“) = Schwindsucht, grandich Schure od. Sore (d. h. „viele Dinge“) = Reichtum, Überfluß, Vermögen; sodann γ) für Tiere: so (außer grandich[er] Flederling noch); grandiche Gachne (d. h. „großes Huhn“) = Hahn, grandich Jerusalemsfreund (d. h. „großes Schaf [Hammel]“) = Schafbock, grandich Babing od. Strohbuzer (d. h. „große Gans“) = Schwan (s. d. betr. d. Zigeun.); endlich δ) für Menschen, und zwar: aa) nach deren Eigenschaften, wie grandicher Kaffer (d. h. „großer Mann“) = Riese (s. d. betr. d. Zigeun.) bezw. nobis grandicher Kaffer = Zwerg; zu vgl. auch die (wohl als partes pro toto für die Personen selbst gebräuchl.) Bezeichngn. grandicher Rande = Dickbauch, grandicher Ki(e)bes = Dickkopf oder Starrkopf u. grandicher Giel (Grandichergiel) = Großmaul (wobei noch zu erwähnen, daß solche Verbindungen auch als Adjektive gebraucht vorkommen, s. z. B. grandicher Rande = beleibt, wohlbeleibt, bes. auch schwanger, trächtig, grandicher Muffer = großnasig; vgl. auch grandich Sore (s. oben) = vermögend; bb) nach dem Stande od. Beruf, wie z. B. grandicher Sins (d. h. „großer Herr“) = Amtmann, Richter (s. d. betr. d. Zigeun.), aber auch Fürst, Herrscher u. dgl. m. (s. d. betr. d. Zigeun.), grandicher Feberer (d. h. „großer Schreiber“) = Schriftgelehrter u. a. m. Auf die weiteren Beispiele dieser Art ist — um Wiederholungen zu vermeiden — ausführlicher erst in der Anm. zu dem Worte „Bischof“ eingegangen, da dort Wittichs Bemerkung über die in seinem Jenisch eigentümliche Art steht, die Steigerung von Rangstufen durch Hinzufügung von grandicher (als Komparativ) u. grandich (als Superlativ) vorzunehmen (vgl. S. 101). Als bloße wörtl. Übersetzungen unserer deutsch. Bezeichnungen erscheinen natürlich Grandicher-Patres u. Grandichemamere = Großvater, -mutter. — Zu vgl. betr. grandich (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 256, 259 (grandig = gewaltig, stark); Schöll 271 (grandig = groß, stark, viel); Pfulld. J.-W.-B. 339, 340, 342, 344, 345 (grandig = groß, grandiger Kanoffer od. Gschor = „Erzdieb“, grandiges Schuberle od. Balderle = Gespenst, grandig Flotte = Meer, grandige Kehr = Schloß [Gebäude], grandige Duft [od. Kangeri (aus dem Zigeun.)] = Tempel); Schwäb. Händlerspr. 481 (grandig = groß); auch dem Metzer Jenisch (216) bekannt. Der Etymologie nach geht das (schon zu Beginn des 17. Jahrh. im Rotw. auftretende) Wort wohl unmittelbar auf roman. Ursprung, und zwar noch eher auf das italien. grande als auf das französ. grand, zurück. S. Näh. in Groß’ Archiv Bd. 38, S. 270 (unter „Sens“) u. dazu noch Weber-Günther, S. 173 (unter „garant“) sowie Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 790. Nur in dem Sinne „wütend“ — wozu das bes. in der bayr. Mundart allgemeiner gebräuchl. grandig = „mürrisch, verdrießlich, übel aufgelegt“ u. dergl. zu vergleichen ist — dürfte es wohl auf einen anderen Stamm zurückgehen. S. dazu d. Näh. bei Fischer, a. a. O. unter u. zu „grandig“, Nr. 2, c verbd. mit Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 1003 (unter „Grand“) sowie Sp. 999 (unter „grennen“).

Das zweite (in der Zus. Schwächerlemamere enthaltene) Wort, Mamere = Mutter, findet sich auch noch in der Verbindg. Patres (d. h. Vater) und Mamere = Eltern (s. d. betr. d. Zigeunerspr., die ebenfalls kein eigenes Wort für „Eltern“ hat [vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 17, Anm. 44]) sowie in den folgenden Zus.: a) am Anfang stehend: Mamereglied, das drei Bedeutgn. hat, nämlich α) Oheim (als „Mutterbruder“), β) Tante (als „Mutterschwester“), γ) Neffe (v. mütterl. Seite her; vgl. zu α u. β betr. die Überstimmg. mit d. Zigeun. Näh. unter „Oheim“ u. „Tante“), weiter Mameregroenikel = Mutterschwein; b) ans Ende ges.: Grandichemamere = Großmutter, Kittmamere = Hausmutter, Schoflemamere (eigtl. „schlechte Mutter“) = Stiefmutter. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Mamaire = Mutter), Schöll 271 (Mammere); Pfulld. J.-W.-B. 342 (Mamere); Schwäb. Händlerspr. 484 (wie Schöll). Zur Etymologie: Nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1432 ist das (auch sonst noch im Rotw. vorkommende) Wort — wie übrigens auch schon Schöll 271 vermutet hat — wohl ohne Bedenken herzuleiten vom französ. „mamère“. Eine Heranziehung der Zigeunersprache ist daher nicht nötig, wie denn z. B. auch die Sulzer Zigeunerliste v. 1787 (251) ausdrückl. das rotw. Mammere dem gleichb. zigeun. Mamma (vgl. Finck, S. 71: máma) gegenübergestellt hat.

b) Mit Kracher (das in denselben Bedeutgn. wie Jahre gebraucht wird) sind im wes. auch die gleichen Zusammensetzgn. gebildet worden, so außer Krachersäftling noch Kracherkrächerle (= Haselnuß), Kracherstöber (= Tanne) u. Kracherschure (= Hirsch); dagegen ist neben Jahrestierer (= Rebhuhn) allerdings nur Krachergachne als Synon. angeführt. Auch Kracher bosten hat den gleichen Sinn wie Jahre bosten. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 340, 346 (Krach = Holz, Wald); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 77 (Kracher = Wald sowie die geogr. Bezeichg. Schwarzkracher = Schwarzwald); Schwäb. Händlerspr. 488 (Kracher = Wald). Über weitere rotw. Belege sowie zur Etymologie (von unserem gemeinspr. Zeitw. krachen) s. d. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 11 (u. Anm. 1) u. 12; vgl. auch Weber-Günther, S. 181 (unter „Krachet“) u. Fischer Schwäb. W.-B. IV, Sp. 662 (unter „Krachert“).

Obwohl sonst — wie beim Rotwelsch — Grammatik und Syntax sich auch beim Gebrauch des „Jenischen“ grundsätzlich den allgemeinen Regeln unserer Muttersprache anschließen, enthalten naturgemäß Gespräche, die zwischen Leuten aus dem niederen Volke geführt werden, auch in dieser Beziehung mancherlei Abweichungen von der Schriftsprache.

I. Zunächst seien hierfür zwei (nicht bloß auf einzelne Mundarten beschränkte, vielmehr) wohl durch ganz Deutschland verbreitete Besonderheiten der volkstümlichen Redeweise erwähnt, nämlich:

1. daß „des Nachdrucks halber Verneinungen doppelt (ja dreifach) gesetzt werden können, ohne einander aufzuheben“ (Polle-Weise, Wie denkt das Volk über die Sprache?, 3. Aufl., Leipzig 1904, S. 108; vgl. Näh. noch bei R. Hildebrand, Ges. Aufsätze, Leipzig 1890, S. 214 ff.). Beispiele: in Nr. 20 (... der kemeret nobis keine Stiebe ... = ... der kauft keine Bürsten ...) u. Nr. 25 (... ich spann’ nobis kei Kenem = ... ich sehe keine Laus);

2. die Verwechselung des Dativs u. Akkusativs bei den persönlichen Fürwörtern (also mir statt mich, dir statt dich usw. und umgekehrt). Beispiel: in Nr. 16 (Ich baus’ mir = ich fürchte mich).

II. Folgende Eigentümlichkeiten sind dagegen auf die Mundarten namentl. die süddeutschen (bayr.-schwäb. Dialekt) beschränkt:

1. der Gebrauch des Nominativs statt des Akkusativs bei Hauptwörtern. Während sich für den umgekehrten Fall (also Gebrauch des Akkus. für den Nomin.), der z. B. auch im Schwäbischen vorkommt (s. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 579 unter „ein“ Nr. I: das ist einen guten Mann) m. Wiss. in Wittichs Jenisch kein Beispiel findet, enthält es für die zuerst genannte Besonderheit — außer einigen unsicheren Fällen (in denen der unbestimmte Artikel ein ev. auch als Akkusativ eines Neutrums aufgefaßt werden könnte) — mehrere zweifelsfreie, so z. B. Nr. 11 (... vielleicht bestiebemer ein Schmaler = ... vielleicht bekommen wir eine Katze), Nr. 18 (... spann’ sein dofer Oberman = ... schau seinen schönen Hut), Nr. 24 (... ich schwäch’ ein Stielingsjohle = ... ich trinke einen Birnenmost; ... schwächt ... Gefinkelter = ... trinket ... Branntwein), Nr. 25 (... ich bestieb’ ein Stumpf = ... ich bekomme einen Zorn; ... der Ruch pflanzt ein linker Giel = ... der Bauer macht einen wüsten Mund) usw.; 2) der Gebrauch des relat. räuml. Adv. wo statt des Relativpronomens welcher (-e -es) bezw. der (die das), worüber zu vgl. u. a. v. Schmid, Schwäb. W.-B. S. 536/37 u. Schmeller, Bayer. W.-B. II, Sp. 828 (unter „wo“, lit. c). Beispiele: Nr. 21 (... in dem Mochem, wo man spannt = in dem Dorfe, das man ḍ sieht); Nr. 25 (... Ulme, wo kasperet = Leute, die zaubern).

III. Zum Teil gleichfalls auf die Mundarten beschränkt, zum Teil aber auch allgemein volkstümlich erscheinen gewisse (übrigens nur neben den schriftdeutschen Formen auftretende) Veränderungen (namentlich Kürzungen) verschiedener (kurzer) Wertgattungen) so: 1) des (bestimmten und [häufiger] des unbestimmten) Artikels; s. Nr. 11 (d’ Schmaler = die Katzen); Nr. 18 (in de’ Griffling = in der Hand; auf’em Kiebes = auf dem Kopfe); Nr. 19 (vor’m Jahne = vor einem Jahre); Nr. 25 (s’ Glied = der Sohn; in’s Steinhäufle = in die Stadt); bes. aber (betr. a’ = ein [einer, eine]; vgl. dazu v. Schmid, Schwäb. W.-B., S. 1 u. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 578): Nr. 24 a’ jenisches Model; a’ jenischer Fiesel); Nr. 25 (a’ Schuberle; a’ Schafnas’; a’ Finkelmoss); 2) des adj. Zahlpronomens kein (-ner, -ne) = kei’ (vgl. dazu Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 310); s. Nr. 25 (kei’ Kenem = keine Laus); 3) des besitzanzeigenden Fürworts mein (-ner, -ne) = mei’; s. z. B. Nr. 11 (mei’ Keiluf); Nr. 14 (mei’ Patris); Nr. 15 (mei’ Moss); Nr. 35 (mei’ Kluper); 4) der persönlichen Fürwörter in Verbindung mit Zeitwörtern; vgl. z. B. a) du = d’; s. z. B. Nr. 13 (bis d’ umbohlst = bis du umfällst); b) dir = der; s. Nr. 27 (Schmusder nobis = sag’ dir[’s] nicht); c) dich = te in der (z. B. in Nr. 20, 25 [öfter] begegnenden) Imperativform schupfte (für: schupf dich) = hör’ auf (schweig’ still); d) ihm = (e)m; s. Nr. 20 (ich schmusem’s = ich sage es ihm); e) sie (Nom. u. Akkus.) = s(e); s. z. B. 23 (hauretse ...? = ist sie ...?); Nr. 25 (ich ... bukles’ = ich trage sie); Nr. 28 (schniffse = nimm sie); Nr. 32 (gneistse lore ...?); f) es (Nom. u. Akkus.) = ’s; s. Nr. 8, 9, 18 (s’ schefft od. s’ hauret ein Sins = es ist ein Herr; ich spann’s = ich sehe es; er gneist’s = er merkt es); Nr. 19, 25 (s’ hauret = es ist) u. a. m.; g) man = mer (vgl. dazu v. Schmid, Schwäb. W.-B., S. 382 unter „mer“, Nr. 1; Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1433 unter „man“; auch Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 1642 unter „mir“, lit. c); s. Nr. 22 (... da bestiebtmer nobis = ... da bekommt man nichts); h) wir = mer oder (etwas seltener) mir (vgl. v. Schmid, a. a. O., S. 382 unter „mer“, Nr. 2 u. S. 533 unter „wir“; Fischer, a. a. O. IV, Sp. 1433 unter „man“ a. E.; Schmeller, a. a. O. I, Sp. 1641 unter „mir“, lit. b); Beispiele: α) für mer: Nr. 11 (bostemer = gehen wir; bestiebemer = bekommen wir); Nr. 19 (ruedlemer ...? = fahren wir ...?; buttemer ...? = essen wir ...?); Nr. 25 (Wo schlaunetmer = Wo schlafen wir?) u. a. m.; β) für mir: Nr. 25 (Dann [Jetzt] pfichet mir in Sauft[linge] = dann (jetzt) gehen wir zu Bett; bostet mir = gehen wir; pflanzet mir Blatt = übernachten wir im Freien; bestiebet mir = bekommen wir); i) ihr = er; s. Nr. 25 (durmeter noch nobis? = schlaft ihr noch nicht?); Nr. 27 (haureter? = seid ihr?); k) euch = ich; s. Nr. 25 (schupfetich = seid still; der Koele mussich bukele = der Teufel muß [soll] euch holen). — Oft werden auch die persönl. Fürwörter ganz weggelassen; s. z. B. Nr. 4 (hauerst begerisch? = bist du krank?); Nr. 6 (was sicherst? = was kochst du?); Nr. 13 (in Nolle hauret = im Krug ist er [näml. d. Most]); Nr. 25 (spannst nobis = siehst du nichts; dann scheffte schiebes = dann gehe ich fort; pflanze = mache ich) u. a. m.

IV. Auch allerlei Abkürzungen durch Weglassung der Endsilben (Buchstaben) oder der Anfangssilben — bei Haupt-, Eigenschafts-, Umstands-, namentlich aber Zeitwörtern — stehen (gleich den Fällen unter III) in Übereinstimmung mit der allgemein oder doch mundartlich üblichen Redeweise des Volkes überhaupt. Beispiele: 1) für Kürzung durch Weglassung der Endsilbe -e (-en): a) bei Substantiven: Nr. 25 (a’ Schafnas’); b) bei Adjektiven: u. a. Nr. 16 (die jenisch Moss); Nr. 19 (mit der dof Beizere); Nr. 25 (in die dof Duft; die dof Latt) usw.; c) bei Adverbien: Nr. 11 und öfter (heut’ [Leile] = heute [Nacht]; d) bei Verben: hier ist dieser Sprachgebrauch für die erste Person Präsentis und den Imperativ so häufig, daß er fast als Regel erscheint, immerhin finden sich in diesen Fällen auch noch die volleren Formen, und zwar zuweilen unmittelbar neben den kürzeren; vgl. z. B. (für die 1. Person Präs.) Nr. 16 (Ich boste und beschrenk’ = ich gehe und schließe zu) und (für den Imperativ) Nr. 28 (Pflanz’, doge mir ein Funkerle = Mach’, gib mir ein Streichholz); 2) für Kürzung durch Weglassung der Anfangssilbe (ge-): bei Zeitwörtern (Partizipien): Nr. 17 (’buttet = gegessen); Nr. 25 (ein’bascht = eingekauft; ’pflanzte Sore = gemachte Ware; ’dalft = gebettelt); Nr. 33 (’dogt = gegeben) usw. Den Übergang dazu vermittelt g’ statt ge-; s. z. B. Nr. 24 (g’schallet = gesungen); Nr. 25 (abg’schunde Gleis, g’sprunkt, g’hauret usw.).

V. Eine spezielle (wohl auch auf mundartlichen Einfluß zurückzuführende) Eigentümlichkeit des Wittichschen Jenisch ist endlich noch der Gebrauch der Endsilbe -et statt des im Schriftdeutsch üblichen -en in mehreren Zeitwortformen, nämlich für den Infinitiv, für die erste und für die dritte Person Pluralis des Präsens, wofür sich übrigens mehrfache Beispiele auch schon im W.-B. des Konstanzer Hans („Schmusereyen“) finden, dessen Ähnlichkeiten mit unserem Jenisch ja auch sonst mehrfach auffallen (vgl. schon „Vorbemerkung“, S. 3, Anm. 4, S. 6 u. in dieser Anm. oben S. 73 sowie noch weiter unten die Anm. 2284 zu den „jenischen Schnadahüpfeln“). Beispiele: 1) für den Infinitiv: a) in W.-B. des Konst. Hans: 256 u. 258 (z’ malochet = zu plündern; z’ holchet = zu laufen); 259 (z’ kahlet und z’ schwächet = zu essen und zu trinken); b) in Wittichs Sprachpr.: Nr. 12 (z’ schwächet = zum Trinken [zu trinken]); Nr. 21 (z’ biket und z’ schwächet = zu essen und zu trinken); Nr. 25 (z’ buttet = zu essen; z’ dalfet = zu betteln); 2) für die erste Person Plur. des Präs.: a) im W.-B. des Konstanzer Hans: 256 (Holchet mir ...? = Kommen wir ...?); b) in Wittichs Sprachpr.: Nr. 11 (vielleicht bestiebemer ... und spannet = vielleicht bekommen wir ... und sehen); Nr. 18 (dass wir ... schmuset = daß wir ... sprechen); ebds. (wir pfichet = wir gehen); Nr. 19 (Schwächet und buttemer ...? = Trinken und essen wir ...?); Nr. 20 (Wir zeinet ... und schefften schiebes = wir bezahlen ... und gehen fort); Nr. 25 (wir kemeret = wir kaufen usw.); ebds. ([schon oben unter Nr. III, 3 lit. h als Belege für den Gebrauch von mer und mir = wir angeführt]: Wo schlaunetmer?; Jetzt pfichet mir in Sauft; bostet mir; pflanzet mir Blatt; bestiebet mir); 3) für die dritte Person Plur. des Präs.: a) im W.-B. des Konst. Hans: 256 (... den Kochem, die schiaunet = ... den Dieben, die schlafen; S’e schmuset = sie sagen; Jetzt schwächet s’e = Jetzt trinken sie); 260 (... Grandscharrle schefftet lau und Prinzen schefftet lau schofel = ... Die Hatschier’ sind für nichts, und die Herren sind gar nicht scharf); b) in Wittichs Sprachpr.: Nr. 4 (Buz und Scharle hauret ... dof = Polizeidiener und Schultheiß sind ... gut); Nr. 25 (Durmet die Schrawiner? = Schlafen die Kinder?; herles pfichet Ulme = hier kommen Leute; die Horboge hauret am Kaim = die Kühe gehören dem Juden) u. a. m. — Die sonst noch vorkommenden Abweichungen von der Schriftsprache bedürfen kaum einer besonderen Hervorhebung oder Erläuterung.

Ey lustig seyn Kanofer (die Diebe, Schorne) Dann sia thun nichts als Schofle; Wann sia kenne Rande fülla Und brav mit der Sore springa. Hei ja! Vi va! Grandscharrle, was machst du da?

Zu Kanofer, das auch das Pfulld. J.-W.-B. 338 (Kanoffer = Dieb; vgl. 339, 343, 345) kennt u. das auch sonst im Rotwelsch vorkommt, s. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 193, der das Wort in erster Linie zwar zu jüd. chonef = „Heuchler, Betrüger“, chanufa = „Heuchelei“ gestellt hat (vgl. dazu auch Weigand im „Intelligenzblatt für die Provinz Oberhessen“, Jahrg. 1846, Nr. 74, S. 300 [unter Nr. 13]), jedoch hinzufügt, daß es „doch (auch) wohl nicht ohne Beziehung zu ganfen, stehlen“ sei.

Schicksal, was hot auch der Kochern g’schmußt, Wia er ist abgeholcht von dier? Er hat g’schmußt: Wann er vom Schornen holch, Scheft er gleich wieder zu mier.

Notes in this chapter

Note 1 · Das Zeitw. näpfen bedeutet: beißen, kauen, nagen (daher abnäpfen auch = abnagen), auch jucken. Weitere Zusammensetzgn. damit sind (außer abnNote 2 · Das Zeitw. dalfen bedeutet: betteln (begehren, fordern). Weitere Zus. damit: andalfen = anbetteln; Ableitungen davon: Dalfer = Bettler u. DaNote 3 · Das Zeitw. derchen erscheint im wes. als Synon. zu dalfen (Bedeutg. also bes.: betteln, ferner begehren, bitten (daher abderche auch = abbitNote 4 · Das Zeitw. schurele findet sich nur vereinzelt ohne weiteren Zusatz gebraucht, nämlich für „begatten“ oder „erzeugen“ (wozu der Gebrauch desNote 5 · S. abbetteln.Note 6 · Das Zeitw. funken bedeutet brennen (vgl. funkt = brennend, d. h. eigtl. „[es] brennt“), heizen, zünden; vgl. die Verbindg. g’funktes Gib = MNote 7 · Diese Bezeichnung setzt ein Zeitw. flu(h)ten voraus, das aber (für sich allein) in Wittichs Vokabular nicht vorkommt. Das Stammwort ist das Note 8 · Leile hat die Grundbedeutg. „Nacht“, kommt aber auch spezieller für Mitternacht, sowie ferner (außer für Abend) noch für Dämmerung oder FinsNote 9 · Ratte, für dieselben Bedeutungen wie Leile (also z. B. auch als Adj. für „dunkel“) gebraucht, kommt in Zusammensetzgn. seltener vor, doch fiNote 10 · Das (hier substantivisch gebrauchte) Zeitw. biken bedeutet: essen (kauen, schmausen, verzehren); vgl. dazu: grandich bikt = satt (eigtl. „viNote 11 · Das Zeitw. butten wird in denselben Bedeutungen gebraucht wie biken (daher z. B. auch grandich buttet = satt sowie die Zus. ab-, auf-, ausbuNote 12 · Auch das (hierin substantivierte) Zeitw. kahla (seltener -le) bedeutet „essen, verzehren“; dazu die Zus. ab-, auf-, auskahla. — Mit der AbleNote 13 · Diese Ausdrücke werden wohl alle drei (am häufigsten aber die beiden ersten) als miteinander gleichbedeutend gebraucht, und zwar (außer in dNote 14 · S. Abendessen.Note 15 · Das Zeitw. ruadle(n) (-la, ruedle) = fahren ist auch noch enthalten in den Zus. aus-, darüber-, ein-, heraus-, nach-, um- u. wegruadle(n). ENote 16 · Das Zeitw. bohle(n) (-la) = fallen, werfen (Spr.) kommt noch vor in den Zus. ab-, auf-, einbohlen (= einstürzen), hin-, nach-, nieder-, umboNote 17 · Das einfache dogen (-ga), auch doken, kommt vor in dem Sinne von: a) geben (hergeben); b) beschenken; c) schlagen (hauen, fechten). Zu der BNote 18 · Das Zeitw. bosten (wofür früher holchen gebräuchl. [s. oben „Einltg.“, S. 26]) = gehen, fliehen, folgen, kommen, laufen, spazieren (gehen) kNote 19 · Das Zeitw. pfiche(n) = gehen, folgen findet sich noch in den Zus. auspfichen = ausbrechen, herabpfichen = herabgehen, hinauspfichen = hinausNote 20 · a) Das in dieser Verbindung enthaltene Wort Gleis = Milch kommt auch noch in folgenden Zus. vor: α) am Anfang stehend: in Gleisnolle = MelkfNote 21 · Das Stammwort ist basche(n) = kaufen; vgl. einbaschen (Spr.), verbaschen. Ableitungen davon sind die Subst. Bascher = Käufer, Verbascher = HNote 22 · Stammwort: bikeren = kaufen; Ableitung: das Subst. Bikerer = Käufer. In den verw. Quellen unbekannt, ebenso m. Wiss. auch sonst im Rotw. AucNote 23 · Mit dem Zeitw. greme(n) = kaufen (erkaufen) sind noch gebildet die Zus.: ausgremen = auskaufen und vergremen = handeln. Dazu die AbleitungenNote 24 · Stammwort: kemere = kaufen; vgl. verkemere = verkaufen, handeln. Ableitungen: Kemerer = Käufer, Krämer (Zus.: a) mit K. vorne: Kemererskitt Note 25 · S. abbiegen.Note 26 · S. abgeben.Note 27 · S. abbeißen.Note 28 · Fu(h)lkitt bedeutet (ebenso wie Schundkitt) wörtl etwa „Kothaus“, zu Kitt = Haus u. Fu(h)l = Dreck, Kot (Exkremente), Mist. Weitere ZusammenNote 29 · Der Ausdr. Schmelzkitt gehört zu dem Stamme schmelz- des Zeitworts schmelza = „austreten (schwer)“, d. h. cacare. Eine ähnl. Zus. damit ist Note 30 · S. (betr. Schund) das Näh. schon unter „abgerahmte Milch“.Note 31 · Richtiger dürfte die Bedeutg. wohl durch „sich abschaffen“, volkstüml. für „sich abarbeiten“, wiederzugeben sein, da schenegeln = arbeiten iNote 32 · Mit schnellen = schießen (auch knallen) sind noch zusammengesetzt: herab- und niederschnellen, ferner — als Substantivierung — FläderlingschNote 33 · S. abbiegen.Note 34 · Beschrenken bedeutet auch schließen (oder sperren) schlechthin sowie ver- od. zuschließen (daher b’schrenkt auch = verschlossen); dazu die ZNote 35 · Das Zeitwort febere(n) (-ra) = schreiben oder beschreiben (daher gefebert = schriftlich) kommt noch vor in den Zus.: auf-, aus-, ein-, herauNote 36 · Mit schallen = singen sind noch zusammengesetzt: nach- und vorschallen. Ableitungen: Schaller = Sänger (fem.: -erin, Zus.: SchallerfläderlinNote 37 · S. abgehen.Note 38 · Begeren bedeutet: sterben, umkommen, auch spezieller ersticken. Dazu das Partiz. begert = gestorben, verstorben (entleibt, entseelt, leblos,Note 39 · Mit bugle (-la) od. buk(e)le(n) (-la) = tragen, bringen, holen (Spr.) finden sich noch die Zusammensetzungen: fortbugla = fortbringen, forttNote 40 · Mit pfladere(n) (-ra) = waschen (auch: baden, ferner putzen, reinigen, säubern, wischen) sind noch zusammengesetzt: auf- u. auspfladere(n) (Note 41 · S. Abort.Note 42 · S. abbiegen.Note 43 · Mit pfreimen (-ma) = bezahlen (zahlen), vergüten ist noch zusammenges. auspfreimen = auszahlen; als Subst. gebraucht: Pfreimen = Steuern. AbNote 44 · Mit zaine[n] (od. zeine[n]) = bezahlen (zahlen) sind noch zus. an- u. auszeine[n] (-na). Als Subst. gebraucht ist Zeine = Zahlung. Zu vgl. (Note 45 · S. abbiegen.Note 46 · Grandicher Flederling heißt wörtlich „großer Vogel“, während grandich Flederling = Storch, eigentlich wohl durch „größter Vogel“ (d. h. der Note 47 · S. abbiegen.Note 48 · Über die Adj. ni(e)sich, nillich od. nuschich s. d. Näh. schon oben unter „aberwitzig“. Giel bedeutet: Maul (Schnauze), Mund (Lippe), dann aNote 49 · Als eine Zus. mit Bos = After (Hinterer) könnte vielleicht aufgefaßt werden Boslem = Exkremente (das wäre dann eigtl. — da Lehm auch im WittNote 50 · S. Abort.Note 51 · Dieselbe Ausdrucksweise haben auch die Zigeuner (s. Liebich, S. 139 u. 174: hakko bersch [d. h. „jedes Jahr“] = alljährlich). — Jane od. JahNote 52 · Auch diese Umschreibung ist bei den Zigeunern gebräuchlich (s. Liebich, S. 139 u. 174: hakko diwes [d. h. „jeden Tag“] = alltäglich). — Das Note 53 · Dieselbe Umschreibung kennt auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 145 u. 174 (mangamáskero lowo, d. h. eigtl. „Bettelgeld“ = Almosen). — Note 54 · Auch hiermit (wie schon in der „Vorbemerkung“ S. 18 erwähnt) sachlich übereinstimmend die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 174 (tschutschĭnéngĕrNote 55 · Auch die Zigeunerspr. hat denselben Ausdruck (momĕlin) für Licht (Fackel, Kerze) u. Ampel (Lampe, Leuchter); s. Liebich, S. 147, 174, 196, 2Note 56 · S. unter „absingen“ u. „Adler“.Note 57 · Auch die Zigeunersprache kennt (wie schon in der „Vorbemerkung“, S. 17 erwähnt) diese Umschreibung (eigtl. „großer Herr“ für „Amtmann“ u. deNote 58 · Bu(t)z bedeutet bes. auch noch Büttel, Polizeidiener, Polizist. Eine Verbindung damit ist grandicher Bu(t)z = Polizeiwachtmeister und (als nNote 59 · S. auch unter „Weinbeere“ u. „Weintraube“. Zus. mit dem Worte sind (außer Jahre- od. Krachersäftling, das in gleicher Weise für Brombeere, ENote 60 · a) Mit Jahre = Wald (Forst, Gehölz, auch bes. Fichtenwald) sind (außer Jahresäftling) noch folgende Zus. gebildet worden: Jahrekrächerle = HNote 61 · Mit blible(n) = beten, auch predigen sind ferner noch zusammengesetzt: nach- u. vorblible(n) = nach- u. vorbeten, sodann (mit dem Stamme bliNote 62 · S. abbetteln.Note 63 · S. abbiegen.Note 64 · Über Funk = Feuer s. abbrennen. Das Zeitw. pflanzen (Grundbedeutg.: machen [daher: aufpflanzen = aufmachen (Spr.)], verfertigen) versieht inNote 65 · S. abbiegen.Note 66 · Mit schniffen = anpacken, erfassen, nehmen, holen (Spr.), bes. aber = stehlen (entwenden, rauben, berauben) sind noch zusammengesetzt: aus-,Note 67 · Mit butschen ist zusammengesetzt ausbutschen = ausfragen, ausforschen, forschen. Es ist sonst m. Wiss. in den Geheimsprachen nicht bekannt. Note 68 · S. abbiegen.Note 69 · Das Adj. dof (weit seltener: duft [das in der modern. Gaun.- u. Kundensprache überwiegt]) mit der Grundbedtg. „gut“ (dazu Komparat.: döfer =Note 70 · Ki(e)bes (-bis), eigtl. = Haupt, Kopf, Schädel, auch bes. Hinterkopf, ferner noch = Stirn u. Hals findet sich in der Verbindg. grandicher KiNote 71 · Bauser = Angst (Beängstigung), Entsetzen, Erschrecken, Furcht, Schreck ist vielleicht — ebenso wie das Adj. bauserich = ängstlich, furchtsamNote 72 · S. abbiegen.Note 73 · S. abkaufen.Note 74 · Das Zeitw. kluften scheint in Wittichs Jenisch nur im Zus. üblich zu sein, wie (außer ankluften [wozu nobis ankluftet, d. h. „nicht angekleiNote 75 · S. abgehen.Note 76 · Als Zus. mit schmol(l)en = lachen (kichern) findet sich noch ausschmol(l)en = auslachen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schöll 272 (schNote 77 · Das Adj. g’want hat in Wittichs W.-B. noch folgende Bedeutungen: anständig, artig, behend, brauchbar, fein, flink, geschickt, geschmeidig, gNote 78 · S. anfassen.Note 79 · Das Zeitw. dibere(n) (-ra) = reden, sprechen (erzählen, plaudern, auch spezieller antworten, beantworten) kommt noch vor in den Zus.: nachdiNote 80 · Das Zeitw. schmusen hat im wes. dieselben Bedeutgn. wie diberen. Von Zus. damit finden sich: aufschmusen = aufsagen, ausschmusen = aussagen,Note 81 · Das Zeitw. linzen (od. lenzen) = bedeutet a) blicken, schauen, sehen (auch: beobachten, besehen, besichtigen, betrachten, ersehen, gaffen, gNote 82 · S. abschließen.Note 83 · S. abbiegen.Note 84 · S. angenehm.Note 85 · S. anmutig.Note 86 · S. anreden.Note 87 · S. ansagen.Note 88 · Zu bleisgeren = bezahlen, zahlen (auch als Hauptw.: Bleisgeren = Steuern) s. noch die Zus. ausbleisgeren = auszahlen. In dem verw. QuellenkrNote 89 · S. abzahlen.Note 90 · S. ankleiden.Note 91 · S. abbrennen; vgl. auch anbrennen.Note 92 · Mit Bommerling sind gebildet die Zus. Bommerlingstöber, -kies, -brandling, -jo(h)le = Apfelbaum, -kern, -kuchen, -wein sowie (ans Ende gesetNote 93 · Stöber = Baum (Dimin. Stöberle = Bäumchen) wird auch als Bezeichnung einzelner Baumarten gebraucht, für die keine besonderen jenischen AusdrNote 94 · Kies, eigentl. a) = Stein (Gestein), bes. auch Kieselstein, dann auch b) = Kern, kommt in beiden Bedeutgn. in zahlreichen Verbindgn. u. ZusaNote 95 · Brandling (-leng) = Kuchen erscheint noch in d. folgenden Zus. a) am Anfang stehend: Brandlingschei (= eigtl. „Kuchentag“) = Kirchweihe u. BNote 96 · Jo(h)le = Wein (Rebensaft) kommt noch vor in der Verbdg. gesicherter Jo(h)le = Glühwein, Punsch, und in den folgenden Zusammensetzgn.: Jo(h)Note 97 · Zu Bog(g)elo (od. Bogalo) = Hunger (Appetit) vgl. noch die Verbdg. grandich Bogelo = Heißhunger u. die Ableitung bogelich, das aber im W.-B.Note 98 · Mit Put(t)lak = Hunger (Appetit, auch Gier) ist gebildet die Verbdg. grandich P. (= gr. Bogelo), also = Heißhunger. Zu vgl. (aus d. verw. QuNote 99 · Ruf = Hunger (Appetit) ist m. Wiss. in dem speziell verw. Quellenkr. nicht bekannt, dagegen die Form Roof u. ähnl. (sowie d. Adj. roofig = hNote 100 · Schnurrand od. (besser) Schnurrant hat auch noch die (etwas allgemeinere) Bedeutgn. „Gaukler“ od. „Komödiant“ (Schauspieler). S. dazu die ZuNote 101 · S. abschaffen.Note 102 · Betr. Kitt s. Abort.Note 103 · Betr. Bich s. Almosen.Note 104 · Das Adj. lenk (mundartl. = link [so bei Wittich nur in d. Spr. u. vereinzelt in einer Zus.] = arg (Grundbed.: falsch) umfaßt (ähnlich wie seNote 105 · Das Adj. schofel (auch schoffel) hat im wes. die gleichen Bedeutgn. wie lenk. Es fehlt nur unter „gemütlos“ u. „wüst“ (wohl bloß versehentliNote 106 · Zu Stumpf (auch = Entrüstung, Trotz, Zorn) gehören als Ableitungen: a) das Adj. stumpfich oder (seltener) stämpfich) = ärgerlich, empfindlicNote 107 · S. Aas.Note 108 · S. arg.Note 109 · S. abbetteln.Note 110 · Über Dercher- s. abbetteln. — Ulma (-me) = Leute kommt noch vor: a) in den Zusammensetzungen: Schniffer- od. Schorerulma = Diebesbande, FehtNote 111 · S. abbetteln u. Abort.Note 112 · S. Aas, vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36 (subst. Partiz.).Note 113 · Dofes ist im W.-B. auch durch „Gefängnis, Gewahrsam, Haft“ u. „Kerker“ wiedergegeben; dazu: im Dofes = gefangen sowie die Zusammensetzg. DofNote 114 · S. Abort.Note 115 · Lek hat dieselben Bedeutgn. wie Dofes u. außerdem noch insbes. die von „Zuchthaus“ (s. oben i. Text); vgl. dazu: im Lek = gefangen; Zus.: LeNote 116 · S. angenehm.Note 117 · S. anmutig.Note 118 · S. absterben und Amtmann.Note 119 · S. abgerahmte Milch.Note 120 · Schottel (plur.: Schottle) = Schüssel, Büchse (Gefäß, „Gelte“, Geschirr, Korb, Kübel, Schale, Tasse, Teller, Wanne) ist beliebt in zahlreichNote 121 · Sprate hat auch die allgemeinere Bedeutung von „Stecken“ od. „Stock“. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 99 (Sprade = Note 122 · Stenz heißt ebenfalls eigentlich „Stock“ („Stecken“), bedeutet dann aber auch (die damit ausgeteilten) Prügel (auch im plur. Stenze = SchlägNote 123 · Kritzler hat noch die Bedeutgn.: Brief, Dokument, Schreiben oder Schrift, Urkunde, Zettel. Dazu folgende Zusammensetzgn.: a) mit Kr. vorne: Note 124 · S. abbiegen.Note 125 · S. (betr. alle drei Ausdr.) Abendessen.Note 126 · S. abfallen.Note 127 · Das einfache schnüren = erhängen, hängen (henken) ist schon dem ältesten Rotwelsch (so z. B. dem Lib. Vagat [55: schnuren]) bekannt gewesen.Note 128 · Die Aufforderung schupf dich (od. schupf dich auf) ist auch wiedergegeben durch „sei ruhig“, „schweig still“ od. „halts Maul“ (für letzteresNote 129 · S. abbiegen.Note 130 · S. abgehen.Note 131 · S. anbrennen.Note 132 · Mit stichle(n) = nähen ist ferner noch zusammengesetzt ei’stichle = einnähen. Ableitungen: Stichler = Schneider (vgl. dazu Stichlersmoss = SNote 133 · S. angenehm.Note 134 · S. ansagen.Note 135 · Weitere Zus. mit guffe(n) (-fa) = schlagen (prügeln, auch fechten) sind noch: einguffen = einhauen, einschlagen, niederguffa = niederschlageNote 136 · S. abschreiben.Note 137 · S. anschauen.Note 138 · Das einfache nikle(n) (-la) hat die doppelte Bedeutung von a) = tanzen u. b) = „spielen“, d. h. musizieren (daher auch vornikle = a) vortanzNote 139 · S. abbiegen.Note 140 · Das Zeitw. durme(n) bedeutet: schlafen, (schlummern), dann auch: liegen, ruhen; daher: aufdurme eigtl. wohl = „aufhören zu schlafen“; weiterNote 141 · S. abwaschen.Note 142 · Wörtl. Übersetzg. aus dem Deutschen in Übereinstimmg. auch mit der Zigeunerspr. (s. Liebich, S. 140 u. 178). Mit Schei(n)ling = Auge (Blick)Note 143 · Mit Strauberts = Haar(e), (Borsten) sind noch folgende Zus. gebildet worden: a) am Anfang stehend: Straubertsschure = Haarnadel, Haaröl u. KNote 144 · Betr. Flu(h)te s. abbrühen.Note 145 · S. abbeißen.Note 146 · S. anbrennen.Note 147 · S. abgehen.Note 148 · S. abbrennen, vgl. anzünden.Note 149 · S. abbiegen.Note 150 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 151 · S. abfahren.Note 152 · S. anfragen.Note 153 · S. anschauen.Note 154 · S. abgeben.Note 155 · S. abgehen.Note 156 · S. ankleiden.Note 157 · Stammwort: sicheren = kochen (braten); vgl. dazu: gesichert (= gekocht, gebraten) in den Verbindgn. gesicherter Babingermass od. StrohbutzerNote 158 · S. anlachen.Note 159 · Was hier unter „auslassen“ zu verstehen ist, ergibt sich aus der deutlicheren Bezeichnung bei Kapff in seinen Ergänzungen zur schwäb. HändleNote 160 · Zu dieser Redensart s. (betr. schmusen) das Näh. unter „ansagen“.Note 161 · S. abgehen.Note 162 · S. abbiegen.Note 163 · S. ansagen.Note 164 · S. Ärger.Note 165 · S. aufwachen.Note 166 · Das Zeitw. schlanne(n) (-na) entspricht in seinen Bedeutgn. (schlafen [schlummern], liegen, ruhen) ganz dem Syn. durme(n), so auch in den ZuNote 167 · S. abschreiben.Note 168 · S. anschauen.Note 169 · S. anlachen.Note 170 · S. ansagen.Note 171 · S. abwaschen.Note 172 · S. anfassen.Note 173 · Das Zeitw. schoren (z’schore [Spr.]) = stehlen (entwenden), (be)rauben), findet sich noch in d. Zus.: herausschoren = herausstehlen u. wegscNote 174 · S. (zu beiden Ausdr.) Abort.Note 175 · S. abgerahmte Milch.Note 176 · Das Zeitw. flös(s)le(n) od. flessle bedeutet (außer: „harnen“, „pissen“) auch noch „regnen“ (Spr.) u. dementsprechend das Subst. Flösle = a)Note 177 · S. Amme.Note 178 · Zu glemse(n) (-sa) = weinen (beweinen), heulen, jammern, schreien (als Subst. Glemsen = Tränen, Ableitung: Glemserei = Heulerei) vgl. (aus dNote 179 · S. anzahlen.Note 180 · S. (zu beiden Ausdr.) abzahlen.Note 181 · S. Ärger.Note 182 · S. ankleiden.Note 183 · Dazu das Diminutiv Doberle = Beil. In den verw. Quellen m. Wiss. unbekannt u. desgl. wohl im älteren Rotwelsch (denn in der Sulzer ZigeunerlNote 184 · Betr. Fläderling s. Adler.Note 185 · Der Ausdruck jenisch ist hier, wie die nachfolgenden Bemerkungen Wittichs im Text zeigen, in dem Sinne von „zu den fahrenden Leuten gehörig“Note 186 · Bestätigt ist dieser Ausdruck auch von Liebich, S. 156, 165 u. 180 u. Finck, S. 92 (rómeno tširklo), die jedoch beide keine Erklärung hinzugNote 187 · S. aufhören.Note 188 · Lehm (od. [seltener] Lechem) = Brot kommt auch noch in folgenden Zusammensetzgn. vor: a) im Anfang stehend: Lehmschottel = Brotbüchse, LehmrNote 189 · Mit Hitzling = Ofen (am Anfang) sind noch folgende Zus. gebildet: Hitzlingschwä(t)zling = Ofenruß (s. d. betr. Schwetzling [wohl für SchwärzNote 190 · S. (betr. Kittle) Abort u. (betr. Kies) Apfelkern; vgl. dazu auch „Vorbemerkg.“, S. 19, Anm. 48 sowie die Anm. zu „Ziegelstein“ im W.-B.Note 191 · S. abbrühen.Note 192 · S. abwaschen.Note 193 · Mit Rutsch = Bahn, Eisenbahn sind zusammengesetzt: Rutschschenegler = Eisenbahnarbeiter u. Rutschrädling = Eisenbahnwagen. Zu vgl. (aus dem Note 194 · Sitzleng (-ling) = Bank (Kanapee) oder Stuhl (Schemel, Sessel) kommt auch vor in den Zus. Leile- od. Schundsitzleng = Nachtstuhl u. SchoflerNote 195 · S. Almosen u. Abort.Note 196 · Vgl. dazu die Verbindg. grandiche Lobekitt = Münze, Münzwerkstätte. — Lobe = Geld, Geldstück, Münze (ferner Barschaft, Gehalt, Sold, Summe) Note 197 · S. Almosen und Amtmann.Note 198 · Mit Kies = Geld, Geldstück, Münze sind ferner noch zusammengesetzt: a) am Anfang: Kiesreiber = Beutel, Geldbeutel (-tasche), Säckel, KiesschNote 199 · S. Bank u. Amtmann.Note 200 · Bochdam bedeutet auch allgemeiner Leinwand od. Tuch. Zus. damit sind: a) am Anfang: Bochdampflanzer = Leinenweber od. Tuchmacher; b) am EndeNote 201 · S. Almosen.Note 202 · Gore hat ungefähr dieselben Bedeutgn. wie Bich, Kies u. Lobe, also (außer Barschaft noch) bes. Geld (Geldstück, Münze), auch Gehalt, ist abeNote 203 · S. Bank.Note 204 · Die Bedeutung von Rande = Bauch (Wanst) ist erst eine Begriffsübertragung, denn ursprünglich ist der Ausdr. so viel wie: Beutel, Sack (BündeNote 205 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 206 · Mit Ruch = Bauer (Landmann) sind zusammengesetzt: Rucheg’fahr = Bauerndorf (vgl. dazu die folgende Anm.), Ruchamoss = Bauernfrau (vgl. S. 37Note 207 · Für G’fahr (Gefahr) = Dorf (Ortschaft) war früher im Jenischen Palar gebräuchlich (s. „Einleitung“, S. 27); über d. Synon. Mochum (-am) bzw.Note 208 · Moss od. (seltner) Mos bedeutet: a) Frau (Frauensperson, Frauenzimmer), Weib, sodann enger b) entsprechd. der Bedtg. von Kaffer unter b): EhNote 209 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 210 · S. (betr. Ulme) arme Leute.Note 211 · S. Apfelbaum.Note 212 · Spraus = Holz hat auch noch die engeren Bedeutgn.: Block, Dorn, Pfahl, Pflock, Prügel, Scheitholz, Stab, Stecken, Stock; dazu das Dimin. SprNote 213 · Die Bezeichnung des Eichhörnchens als Stöberschmaler, d. h. „Baumkatze“, ist sicher aus der Zigeunersprache übernommen, in der das Tier sachNote 214 · S. Angst.Note 215 · S. anreden.Note 216 · S. ansagen.Note 217 · S. abbetteln.Note 218 · S. Adler.Note 219 · S. Aas; vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 36 (Substantivierung eines Partizips).Note 220 · S. Ärger.Note 221 · S. anschauen.Note 222 · S. Angst.Note 223 · Das Zeitw. bodera (-re) od. budera (-re) = begatten (erzeugen), als Subst. gebr. = Begattung (Beischlaf) ist m. W. nicht nur in dem verw. QuNote 224 · Das Zeitw. kirme(n) (mit gleicher Bedeutg. u. Verwendung wie bodera) kommt für „Unzucht treiben“ auch in der schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. (7Note 225 · Das Zeitw. schnirgla (-le) — ebenfalls gleichbed. m. bodera — ist m. Wiss. sonst in den Geheimsprachen nicht bekannt. Etymologisch darf man Note 226 · S. abbiegen.Note 227 · S. abbetteln.Note 228 · S. Adler.Note 229 · S. anmutig.Note 230 · Diese Vokabel setzt ein Zeitw. verfinkeln = behexen voraus, das aber im Vokabular nicht angeführt ist, ebenso wie ein einfaches finkeln (im Note 231 · S. Axt.Note 232 · Buxa (-e), plur. Buxen = Beinkleid, Hose kommt auch vor in Zus., nämlich Buxeschmelzer = Feigling (vgl. dazu schon Bd. 63, S. 132, Anm. 293 Note 233 · Mit Kopel (plur. Kopla) = Beinkleid, Hose zusammengesetzt ist nur Kopelrande (= Buxerande). In dem verw. Quellenkr. ist der Ausdr. unbekanntNote 234 · Lubne hat im W.-B. auch die Bedeutgn.: Hure (Dirne [Buhldirne], Freudenmädchen), Ehebrecherin, Kebsweib (Mätresse). Dazu die Zus. Lubnebenk Note 235 · Über schofel s. unter „arg“. — Schof(e)le Model (auch Schoflemodel) ist im W.-B. auch noch durch „Dirne“, „Freudenmädchen“ u. „Hure“ wiedergNote 236 · S. abbeißen.Note 237 · S. ankleiden.Note 238 · Bestieben heißt auch noch spezieller: erwischen od. fangen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 89, 90, 92 (bestieben =Note 239 · S. Adler und Bauch.Note 240 · S. angenehm.Note 241 · S. (betr. schmusen) ansagen.Note 242 · Das Zeitw. ko(h)len = belügen, erlügen (während es für das einfache „lügen“ — wohl nur versehentlich — im W.-B. fehlt), ferner verleugnen u.Note 243 · S. anschauen.Note 244 · S. angenehm.Note 245 · S. anfassen.Note 246 · S. ausstehlen.Note 247 · Bei dambes = berauscht liegt offenbar der Fall eines adjektiv. Gebrauchs eines Substantivs (Dambes = Rausch [Spr.]) vor; vgl. „Vorbemerkung“Note 248 · S. Amme.Note 249 · Molum = berauscht kommt (gleichsam als Gegenstück zu dem ursprüngl. Subst. Dambes für „berauscht“) auch als Hauptw. — für „Rausch“ — gebraucNote 250 · Auch hierbei handelt es sich (wie bei d. Syn. dambes) um den adjektiv. Gebrauch eines Substantivs, Schwächer = Rausch (vgl. „Vorbemerkung“, Note 251 · S. abschaffen.Note 252 · S. abgeben.Note 253 · Ste(c)ken hat (gleich dogen) auch die allgemeinere Bedeutung von „geben“ (so z. B. Fehma oder Grifling ste[c]ken = die Hand geben), dann abeNote 254 · S. Ärger.Note 255 · S. abgerahmte Milch.Note 256 · S. abschreiben.Note 257 · S. anschauen.Note 258 · Kochem hat im W.-B. noch folgende Bedeutungen: gelehrt, gescheit, klug, schlau, vernünftig, verschlagen, verschmitzt, verständig. In dem verNote 259 · Komparativ zu dof; s. angenehm.Note 260 · Ein danach zu erwartender Infin. strupfen = strafen ist im W.-B. nicht angeführt. Dagegen findet sich noch das (wohl als Stamm zu betrachtenNote 261 · S. anbeten.Note 262 · S. anschauen.Note 263 · S. Amme.Note 264 · Kasperei = Betrug (bes. auch Wahrsagen) u. Kasperer = Betrüger (Wahrsager, Zauberer [Spr.]), fem. Kaspere = Wahrsagerin sind Ableitungen vonNote 265 · S. belügen.Note 266 · Fehlinger findet sich schon in den verw. Quellen des 18. Jahrh., jedoch in dem engeren Sinne von „Betrüger mit falschen Arzneien“ (so: Dolm.Note 267 · Sauft (wohl auch im Sing. Säuftleng, argum.: plur. Säuftling [vgl. „Vorbemerkg.“, S. 13, Anm. 30]) = Bett (Federbett), Lager, auch Kissen erNote 268 · S. abbetteln u. Attest.Note 269 · S. (betr. Lehm) Bäcker.Note 270 · Fi(e)sel = Bube (Jüngling) bedeutet auch noch spezieller: Freund, Kamerad, Kollege sowie ferner: Bräutigam, Geliebter, Liebhaber; dazu das DNote 271 · S. (zu beiden Ausdr.) abbetteln.Note 272 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 273 · S. (betr. Ulma) arme Leute.Note 274 · S. (betr. Model) Beischläferin.Note 275 · S. (betr. Kaffer) Bauer.Note 276 · Zu manga (dial. = mange[n]) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 330, 338 (mangölen = abbetteln, betteln, Mangöler = Bettler); Note 277 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 278 · S. (betr. Stenz) Ast.Note 279 · S. Bett u. Aschenbecher.Note 280 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 281 · S. Angst.Note 282 · Kiesreiber bedeutet eigentl. spezieller Geldbeutel, Geldbörse (Börse, Säckel), zus. aus Kies = Geld u. dgl. (s. Näh. unter „Bankier“) u. ReiNote 283 · S. Bauch.Note 284 · S. ausweinen.Note 285 · Mit plotze[n] (-za) = werfen (bewerfen), schmeißen sind zusammengesetzt: einplotza = einwerfen (oder einfallen), herab-, hin-, nach-, niederNote 286 · Zu bereimen = bezahlen (auch vergüten) s. die Wendung Strupf bereimen = Strafe bezahlen (vgl. oben unter „bestraft“). Auch Bereime = ZahlungNote 287 · S. anzahlen.Note 288 · S. (zu beiden Ausdr.) abzahlen.Note 289 · S. angenehm.Note 290 · Mit Blamb ist zusammengesetzt nur Blambglansert (s. d. W.-B.), das auch unter „Schoppenglas“ angeführt ist. Zu vgl. (aus dem verw. QuellenkrNote 291 · Mit Glansert = Glas (Humpen, Schoppen) aber auch Flasche („Bouteille“, „Pulle“) finden sich ferner noch folgende Zus.: Gefinkelter- oder SorNote 292 · S. abbiegen.Note 293 · S. alles Nähere unter „Apfelbaum“.Note 294 · Mit Stieling = Birne ist ferner noch zusammengesetzt Stielingkies = Birnenkern. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 90 Note 295 · S. (betr. Kies) Apfelkern.Note 296 · Vgl. auch Hoherpriester. Mit Kolb = Geistlicher, Pfarrer (Prediger, Priester) finden sich folgende Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Kolbekitt Note 297 · Auch die Zigeunersprache kennt die Umschreibung „großer Pfarrer“, bāro rašai (raschai), für „Bischof“ oder „Superintendent“ (s. Finck, S. 82Note 298 · Diese merkwürdige Art der Steigerung, bei der grandicher als eine Art Komparativ erscheint (wie es denn auch zuweilen zur Erklärung dabei auNote 299 · S. abbeißen.Note 300 · S. abbetteln.Note 301 · S. abschreiben u. abbiegen; vgl. dazu auch, „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 48.Note 302 · S. Augapfel.Note 303 · S. anschauen.Note 304 · S. aberwitzig.Note 305 · S. abbiegen.Note 306 · Zu Rat = Blut (Geblüt) gehören die Ableitungen ratich = blutig u. verratten = verbluten. In dem verw. Quellenkr. ungebräuchlich u. auch sonsNote 307 · Diese Wendung, die m. Wiss. sonst nirgends bekannt ist, bleibt auch etymologisch unklar.Note 308 · Keif = Borg(en), Kredit, aber auch Schulden kommt noch vor in der Verbindg. Keif pflanzen (eigtl. „Schulden machen“) = borgen, leihen u. in Note 309 · Betr. pflanzen s. anbrennen. — Bomma (od. Bomme[r]) = Schulden kommt außerdem noch vor in der Zus. Bommerkitt = Syn. zu Keifkitt (s. Anm. 42Note 310 · S. Beutel; vgl. Bankier.Note 311 · S. Augenbrauen.Note 312 · S. (zu beiden Ausdr.) arg.Note 313 · Mit Goi (= Frau, Weib) kommt noch vor die Verbindg. schofle Goi = Kebsweib (also mit engerem Sinne als lenke Goi, während sonst die Adj. lenNote 314 · S. Bauernfrau.Note 315 · Um was für „böse Sachen“ es sich bei dieser Redensart wohl speziell handelt, dürfte daraus zu entnehmen sein, daß sie auch gleichbedeutend mNote 316 · S. Bauer.Note 317 · S. Bettelbube.Note 318 · Gof (plur. Gofa) = böses Kind (Dim. Göfle [Gefle (Spr.)] ist in gleicher Bedeutg. auch der schwäb. Händlerspr. bekannt (483: Gôf = böses KinNote 319 · S. Bierglas.Note 320 · S. abbrennen.Note 321 · Zusammengesetzt hiermit sind a) am Anfang: Gefinkelterglansert = Branntweinpulle (-flasche) u. b) am Ende: Blauhanzegefinkelter = „ZwetschgeNote 322 · Mit Katschete sind im W.-B. keine Zus. gebildet worden, auch fehlt es in dem verw. Quellenkreise und kommt auch sonst im Rotw. nur selten voNote 323 · Soruf erscheint in gleicher Weise in Zus. verwendet wie Gefinkelter (Sorufglansert, Blauhanzesoruf). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): PfuNote 324 · S. (betr. Glansert) Bierglas.Note 325 · S. auskochen.Note 326 · S. (zu beiden Wörtern) Aas.Note 327 · a) Schmunk bedeutet soviel wie: Schmalz (Fett, Mark, „Schmer“), in Zus. auch Butter, wofür sonst spezieller dofer Schmunk, d. h. „gutes (od.Note 328 · S. angenehm.Note 329 · S. anmutig.Note 330 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 331 · Benges od. Benk = Bube, Bursche, Jüngling, dann auch: Freund, Kamerad, Kollege, ferner: Geliebter, Liebhaber (Bräutigam), endlich noch: SohnNote 332 · S. Bettelbube.Note 333 · S. Bauer.Note 334 · Galm = Kind, plur. Galme (od. -ma) = Kinder (Nachkommen), Dimin. Gälmle (Kindlein [Spr.]) findet sich noch in der Verbdg. dofer Galm = braveNote 335 · Schrabiner od. Schrawiner = Kinder, Nachkommen (nur im Plural) scheint weniger gebräuchlich zu sein als Galme (-ma), auch in Verbdgn. u. ZusNote 336 · S. Beischläferin.Note 337 · S. brauchbarer Bursche.Note 338 · S. Bettelbube.Note 339 · S. angenehm.Note 340 · S. brauchbares Kind.Note 341 · S. abbiegen. Ob es sich bei Schure = Bremse um die Tierbezeichnung oder um das gleichnamige Werkzeug handelt, ist nicht ersichtlich.Note 342 · S. abbrennen.Note 343 · S. Attest.Note 344 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 345 · S. (betr. -buckler) abtragen.Note 346 · S. anschauen.Note 347 · S. Ananas.Note 348 · S. Bäcker.Note 349 · Maro = Brot (seltener als Lechem od. Lehm) kommt im W.-B. nur in einer Zus. vor, Lanengermaro (eigtl. „Soldatenbrot“) = Kommißbrot (s. d. beNote 350 · S. Bäcker.Note 351 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 352 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 353 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 354 · Betr. Flu(h)te s. abbrühen. — Das Wort Sore nimmt eine ähnliche Aushilfsstellung ein wie (das auf denselben Stamm zurückzuführende) Schure (Note 355 · Glied bedeutet demnach: Bruder, Schwester (Geschwister) bzw. Sohn, Tochter. Dazu die Zusammensetzgn.: Kafferglied = Mannesschwester (SchwägeNote 356 · S. abbrühen.Note 357 · S. Amme.Note 358 · S. brauchbarer Bursche.Note 359 · S. Bettelbube.Note 360 · S. abbiegen.Note 361 · S. Apfelbaum.Note 362 · S. Aschenbecher.Note 363 · Klass = Büchse (Flinte, Gewehr [Schießgewehr], Muskete) findet sich nur in zwei Zus., näml. Klasspflanzer = Büchsenmacher und Klasskitt = ScNote 364 · S. abschießen.Note 365 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 366 · S. Bauch.Note 367 · S. Beischläferin.Note 368 · S. arg.Note 369 · Hornikel od. Hornigel = Ochse (Bulle, Stier) findet sich in den folgenden Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Schmunkhornikel = Mastochse; b) am Note 370 · Kritsch = Bürgermeister (Ortsvorsteher, Schultheiß, Ratsherr) ist schon dem Dolm. der Gaunerspr. 98, 101 bekannt gewesen (Kritsch = Schulz, Note 371 · Schar(r)le (Synon. zu Kritsch) kommt in dieser Form und Bedeutung im Dolm. der Gaunerspr. noch nicht vor, vielmehr findet sich hier (93) nurNote 372 · S. (betr. jenisch) Bachstelze, (betr. Benges od. Benk) brauchbarer Bursche u. (betr. (Fi[e]sel) Bettelbube.Note 373 · Stiepa (plur. Stiebe [Spr.]) = Bürste (Kehrbesen [Besen]) — u. dazu die Zus. Stiepenpflanzer = Bürstenbinder (Spr.) — ist dem verw. QuellenkNote 374 · In Rutscherschure (sonst m. Wiss. nirgends bekannt) gehört der erste Bestandteil natürlich zu unserem Zeitw. rutschen (= „sich gleitend beweNote 375 · S. abbiegen.Note 376 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 377 · S. Amtsdiener.Note 378 · S. angenehm und Bratkartoffeln; vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 49.Note 379 · S. (betr. Lehm) Bäcker.Note 380 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 381 · S. (betr. Gleis) abgerahmte Milch.Note 382 · Strade = Straße (Chaussee, Pfad, Weg) findet sich auch in einer Reihe von Zusammensetzgn. (nur am Anfang), nämlich: Stradeschenegler = ChausNote 383 · S. (betr. -schenegler) abschaffen.Note 384 · S. (betr. Bich) Almosen.Note 385 · S. (betr. Gore) Barschaft.Note 386 · S. (betr. Lobe) Bank.Note 387 · Zu her(r)les od. her(r)lem = hier, da (daher, daneben, danieder) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93 (herles = hier odeNote 388 · S. (betr. bosten u. pfichen) = abgehen.Note 389 · Das Zeitwort schef(f)ten hat mehrfache Bedeutungen, nämlich: a) die ganz allgemeine von „sein“ (s. weiter unten im Vokabular: das schef[f]t Note 390 · S. Amtmann u. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 391 · S. Abend.Note 392 · S. da.Note 393 · S. abbetteln.Note 394 · S. abfahren.Note 395 · S. abgehen.Note 396 · S. unter „daher“ a. E.Note 397 · Lore (lore) = nichts, nicht, auch wohl: nein (Spr.) ist sonst m. Wiss. in den Quellen nicht anzutreffen. Wahrscheinlich liegt hier aber nur Note 398 · S. Bauer.Note 399 · Grif(f)leng (-ling) = Hand (Faust, auch Finger und spezieller Daumen) findet sich auch in der Wendung Grif(f)leng steken = die Hände geben sNote 400 · Schiebes (davon, fort, weg) kommt in Wittichs W.-B. nur vor in den Wendungen schiebes bosten, pfichen od. schef(f)ten = davongehen (fortgeheNote 401 · S. abgehen.Note 402 · S. unter „daher“ a. E.Note 403 · S. (betr. bukle) abtragen.Note 404 · S. abbiegen.Note 405 · Latt = Degen, Säbel (Hirschfänger) kommt auch vor in der Zus. Lattenkarle = Gendarm (s. darüber Näh. unter diesem Worte) u. Lattenpflanzer =Note 406 · S. angenehm u. Apfelkern. Eine etwas abweichende Umschreibung für „Diamant“ kennt die Zigeunersprache, nämlich dikkapáskĕro parr, d. h. „durNote 407 · S. Adler.Note 408 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 409 · S. (betr. Ki[e]bes) Angesicht.Note 410 · S. anfassen.Note 411 · S. ausstehlen.Note 412 · S. (betr. Ulma) arme Leute.Note 413 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 414 · Zopferei = Diebstahl ist eine Ableitung von dem Zeitw. zopfen, das für „stehlen“ — nach Wittichs „Einleitung“ (S. 28) — jetzt veraltet sein Note 415 · S. abschaffen.Note 416 · S. angenehm.Note 417 · Glitschin, eigtl. = Schlüssel, dann auch Dietrich findet sich — außer in der Verbindg. nobes dofer Glitschin, ebenfalls = Dietrich (s. oben)Note 418 · Eine ähnliche Umschreibung kennt auch die Zigeunersprache, wenigstens nach Liebich, S. 189, der tschi tschātschi glitin, d. h. „kein rechterNote 419 · S. abbiegen.Note 420 · S. Brücke.Note 421 · S. Beischläferin.Note 422 · S. arg. u. Beischläferin.Note 423 · S. alltäglich u. abbiegen.Note 424 · S. absterben u. Amtmann.Note 425 · Mit Scharfling (od. Scharpflengl = Messer (auch spezieller: Federmesser od. Rasiermesser), Dolch ist nur die Zus. Scharflingpflanzer = MesseNote 426 · Duft = Kirche (Gotteshaus, Kapelle, Tempel) erscheint auch noch in der Verbindg. Duft halten = Gottesdienst halten sowie in den Zus.: DuftnoNote 427 · Dieselbe Umschreibung kennt auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 189 (bari kangri = Dom).Note 428 · S. Bauerndorf. — Über das frühere (jetzt veraltete) Synon. Palar s. „Einleitung“, S. 27 u. Anm. 79.Note 429 · Die dritte Form (Mochum [Dim. Mochumle (Spr.)]) soll nach der „Einltg.“, S. 27 — gleich den früheren, jetzt veralteten Mokem u. Mogumle — auNote 430 · Die Vokabel ist im obigen Sinne sonst nirgends bekannt; herangezogen werden könnten ja allenfalls (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der GaunNote 431 · S. abbiegen.Note 432 · S. Baumholz.Note 433 · Stupfle = Dorn, Stachel ist in dem verw. Quellenkr. zwar nicht bekannt, dagegen findet sich hier das Zeitw. stupfen = stechen, zu dem das HaNote 434 · S. Abort.Note 435 · S. abgerahmte Milch.Note 436 · S. Ärger.Note 437 · S. angenehm u. Aas.Note 438 · S. aberwitzig.Note 439 · Hegelei ist — ebenso wie das Adj. hegelich = unverständig — eine Ableitung von Hegel = Dummkopf (dummer Mensch), Einfaltspinsel, Geck, Narr;Note 440 · S. Abend; vgl. über den Gebrauch des Substantivs als Adjektiv: „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38 a. E.Note 441 · S. abbetteln.Note 442 · S. Amme.Note 443 · Balo = Schwein, Sau (Eber, Hauer, auch Ferkel) findet sich (in dem verw. Quellenkr.) schon bei Schöll 271, während das Pfulld. J-W.-B. 343, Note 444 · Groanikel od. (häufiger) Groenikel, Syn. zu Balo, findet sich auch in verschied. Zusammensetzgn. (während solche mit Balo nicht gebildet sinNote 445 · S. angenehm.Note 446 · S. anmutig.Note 447 · S. Amtmann.Note 448 · Es liegt hier wohl vor der Fall des Gebrauchs eines Partizips (vergrönt = verheiratet [ehelich], von dem Zeitw. vergrönen od. vergröneren = Note 449 · S. Beischläferin.Note 450 · S. arg u. Bauernfrau.Note 451 · S. Bauer.Note 452 · S. angenehm.Note 453 · Der Plural Bäzeme bedeutet auch: „Hoden“. Ebenso handelt es sich bei dem — nach Wittich (im Manuskript) mit Unrecht davon scharf gesondertenNote 454 · S. Apfelbaum.Note 455 · S. abbiegen.Note 456 · S. (betr. Brandleng) Apfelkuchen.Note 457 · S. arg.Note 458 · S. abbrennen.Note 459 · S. abfahren.Note 460 · S. bewerfen.Note 461 · S. aberwitzig.Note 462 · S. Dummheit.Note 463 · S. aufschlagen.Note 464 · S. (zu beiden Ausdr.) abkaufen.Note 465 · S. (zu beiden Ausdr.) Arrest.Note 466 · S. abgehen.Note 467 · S. aufnähen.Note 468 · S. abgerahmte Milch.Note 469 · Das Zeitw. einspronken (s. dazu die Verbdg. eingespronkter Bossert = Pökelfleisch) ist ebenso wie das einfache spronkere = salzen (richtigerNote 470 · S. aufwachen.Note 471 · S. ausschlafen.Note 472 · S. abbiegen.Note 473 · S. abschreiben.Note 474 · S. abfallen.Note 475 · S. bewerfen.Note 476 · S. Bahn.Note 477 · S. (betr. Schenegler) abschaffen.Note 478 · Rädling (-leng) = Fahrzeug (auf dem Lande), Wagen findet sich noch in der Verbindg. dofer Rädling (d. h. „schöner Wagen“) = Kutsche sowie inNote 479 · Das Adj. biberisch (bibrisch [Spr.]) = kalt (eisig, frostig), das auch als Subst. (= Kälte, Frost) gebracht wird, ist eine Ableitung von demNote 480 · S. (betr. Flu[h]te) abbrühen.Note 481 · S. arg.Note 482 · Das Zeitw. hauren hat (ähnl. wie schef[f]ten) die doppelte Bedeutg. von: a) sein u. b) sitzen (niedersitzen). S. zur ersteren Bedeutg. noch Note 483 · S. Adler.Note 484 · S. (betr. Stämpf-) Ärger.Note 485 · Übereinstimmend hiermit auch die Zigeunersprache. S. Liebich, S. 118, 164 u. 193 u. Finck, S. 92 (tšingerpáskero tširklo = Elster, eigtl. deNote 486 · Patris od. Patres = Vater findet sich auch in folgenden Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Patrisglied (das — gleich Mamereglied [s. dazu oben uNote 487 · S. Amme.Note 488 · Nach Liebich, S. 131 u. 193 umschreiben auch die Zigeuner den Begriff „Eltern“ in gleicher Weise (o dad te i dai, d. h. Vater u. Mutter); vgNote 489 · S. Ärger.Note 490 · S. anschauen.Note 491 · Lacha- od. Lachepatscher = Ente (s. dazu die Zus.: Lachepatscherstritt u. -stenkert = Entenfuß, -stall sowie das Dimin. Lachepatscherle = „KNote 492 · Tritt = Fuß (auch Fußstapfe, Fußtritt), Ferse, Schenkel, ferner (bei Tieren) Pfote sowie auch Schuh kommt noch vor in der Verbindg. unterkünNote 493 · Mit Stenkert od. (seltener) Stenker = Stall (Käfig) sind noch folgende Zusammensetzgn. gebildet: Strohbutzerstenkert = Gänsestall, GachnesteNote 494 · S. davongehen; vgl. (betr. bosten): abgehen u. (betr. schef[f]ten): daher a. E.Note 495 · S. ankleiden.Note 496 · S. absterben.Note 497 · S. (betr. schiebes) Anm. 615 u. (betr. pfichen) abgehen.Note 498 · S. Ärger.Note 499 · S. Angst.Note 500 · S. anfassen.Note 501 · S. ausstehlen.Note 502 · S. arg.Note 503 · S. absterben.Note 504 · S. Affengesicht.Note 505 · S. Brücke.Note 506 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 507 · S. Bratkartoffeln.Note 508 · Diese Vokabel ist im W.-B. nicht zu Verbindgn. od. Zusammensetzgn. verwendet worden. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der GaunersprNote 509 · S. Ananas.Note 510 · S. anfassen.Note 511 · S. abbetteln.Note 512 · S. anschauen.Note 513 · Der Ausdruck bedarf keiner Erläuterung, ist aber sonst im Rotw. u. in den Geheimspr. nicht gebräuchlich; vgl. jedoch bei Karmayer 95 die BezNote 514 · S. aufhängen.Note 515 · S. abkaufen.Note 516 · Das Zeitw. kneisen od. gneis(s)en bedeutet: erkennen (kennen), merken, aber auch: können (wissen, verstehen); dazu die Umschreibung gneis noNote 517 · S. belügen.Note 518 · Das Zeitw. deisen kommt vor für: ermorden (morden), erschlagen, töten (totmachen, totschlagen [Spr.]), unterbringen, vernichten, dann auch sNote 519 · S. abschießen.Note 520 · S. Angst.Note 521 · S. anschauen.Note 522 · S. absterben.Note 523 · S. Adler.Note 524 · S. aufwachen.Note 525 · S. ausschlafen.Note 526 · S. bekommen.Note 527 · S. Diebstahl.Note 528 · S. ermorden.Note 529 · S. ansagen.Note 530 · S. anreden.Note 531 · S. (zu allen drei Ausdr.) begatten.Note 532 · S. abbiegen.Note 533 · Das oben unter „begabten“ nicht als Syn. angeführte Zeitw. fuchsa kommt sonst m. Wiss. in den Geheimspr. nicht vor. Es ist ein (ziemlich selNote 534 · S. Ärger.Note 535 · S. arg.Note 536 · Von dem Zeitw. achila, achile(n) = essen (kauen, schmausen, verzehren) ist abgeleitet das Hauptw. Achilerei = (das) Essen (Frühstück, Kost, Note 537 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 538 · S. Abend u. Adler. — Übereinstimmende Bezeichnung der Eule (als rattjakro tschirkulo, d. h. gleichfalls „Nachtvogel“) auch in der ZigeunerspNote 539 · S. Amme.Note 540 · Das Adj. gril(l)isch od. (seltener) kril(l)isch = evangelisch (protestantisch) erscheint auch als Substantivierung Gril(l)ischer = ProtestanNote 541 · S. After u. Bäcker.Note 542 · S. Abort.Note 543 · S. abgerahmte Milch.Note 544 · S. belügen.Note 545 · S. alltäglich.Note 546 · S. abbiegen.Note 547 · S. abfahren.Note 548 · S. Bachstelze u. arme Leute.Note 549 · Krattler ist eine mundartliche, besonders in Bayern allgemein übliche Bezeichnung für die „fahrenden Leute“, zunächst eigtl. für „die TiroleNote 550 · S. Eisenbahnwagen.Note 551 · S. abfallen.Note 552 · S. absterben.Note 553 · S. arg.Note 554 · S. Dietrich; vgl. auch (betr. Bich) Almosen, (betr. Kies) Bankier, (betr. Lobe) Bank u. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 555 · S. bekommen.Note 556 · S. aberwitzig u. alltäglich. In gleicher Weise wird Fastnacht auch bei den Zigeunern bezeichnet; s. Liebich, S. 169 (narbuléngĕro diwes, d. Note 557 · S. (btr. Brandling) Apfelkuchen.Note 558 · S. Affengesicht.Note 559 · S. (betr. nobis) Dietrich u. (betr. schenegla) abschaffen.Note 560 · S. Daumen.Note 561 · S. abgeben.Note 562 · S. aufschlagen.Note 563 · S. beschenken.Note 564 · S. Bett.Note 565 · S. Dolch.Note 566 · Hamore = Streit (Fehde, Gefecht, Geschrei, Gezänk, Handgemenge, Kampf, Prügelei, Schlägerei) erscheint in Wittichs W.-B. gewissermaßen als SNote 567 · S. Ast.Note 568 · Mit Weisleng (-ling) = Sonntag (Feier-, Festtag) sind folgende Zus. gebildet worden: Brandlingweisling (d. h. eigtl. „Kuchensonntag“ = KirchNote 569 · S. Beinkleid u. Abort.Note 570 · S. angenehm u. anmutig.Note 571 · S. angenehm u. Abort.Note 572 · S. Bauch.Note 573 · S. Adler u. Apfelkern. — Dieselbe Umschreibung kennt auch die Zigeunersprache; s. Liebich S. 196 (bāro parr, d. h. „großer Stein“ [od. pessoNote 574 · Zusammengesetzt damit ist nur Feneterglansert = Fensterglas. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 258 (Fenette [fem. geNote 575 · S. alltäglich.Note 576 · S. (betr. Glansert) Bierglas.Note 577 · S. (zu beiden Ausdr.) Eber.Note 578 · S. Entenfuß.Note 579 · Trittleng (-ling) bedeutet (ähnlich wie Tritt) Fuß (Ferse), aber besonders auch Schuh od. Stiefel. Zusammensetzgn. damit sind: a) im Anfang:Note 580 · S. Bratkartoffeln.Note 581 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 582 · S. abbrühen.Note 583 · S. abbrennen.Note 584 · S. Adler u. abbrennen. — Auch die Zigeuner haben keinen besonderen Ausdruck für Feuersbrunst, sondern sagen dafür bāro jāk, d. h. gleichfallNote 585 · S. (betr. Kies) Apfelkern.Note 586 · S. abbrennen.Note 587 · S. Apfelbaum.Note 588 · S. (zu beiden Ausdr.) Ananas.Note 589 · Mit Kenem (= Laus, Filzlaus, plur. Keneme = Ungeziefer) sind zusammengesetzt: a) am Anfang: Kenemebenges, -benk od. -fi(e)sel = „Lausbub“; bNote 590 · S. Daumen.Note 591 · Oberman(n) = Hut (Haube, Kappe, Mütze) kommt auch noch in folgenden Zus. vor: a) am Anfang: Oberman(n)pflanzer = Hutmacher (Kappenmacher) odNote 592 · Reifling = Ring (Fingerring) kommt (in übertrag. Bedeutg.) auch noch vor in der Zus. Flösselreifling (d. h. eigtl. „Wasserring“) = RegenbogeNote 593 · S. Abend.Note 594 · Flössling wird (ähnlich wie Flederling = Vogel für bestimmte Vogelarten) auch für einzelne Fischarten verwendet, so z. B. für den Karpfen unNote 595 · Flotscher (od. Pflotscher) erscheint weniger gebräuchlich als die Synon. Flössling u. Schwimmerling, auch in Zus., von denen nur SpronkertflNote 596 · Matsche kommt (gleich Flössling) ebenfalls in der spezielleren Bedeutg. „Karpfen“ vor. Zus. damit: Matschebutterei = Fischessen; AbleitungenNote 597 · Auch Schwimmerling kommt (gleich Flössling u. Matsche) noch spezieller für „Karpfen“ vor. Für andere Fischarten erscheint es in der VerbindgNote 598 · Dieses Wort (mit dem die Zus. Bogeiepflotschert = Fischbeinschirm [s. oben Anm. 716] gebildet ist) hat auch die schwäb. Händlerspr. 480 (BogNote 599 · S. Fischbein u. Fisch (oben. S. 158, Anm. 716).Note 600 · S. Fisch (oben S. 159, Anm. 717).Note 601 · S. Fisch u. essen.Note 602 · S. (betr. Bikus) Abendessen.Note 603 · S. (zu allen drei Ausdr.) Fisch und Abendessen.Note 604 · S. (betr. Flederling) Adler.Note 605 · S. abbrennen.Note 606 · S. Bierglas.Note 607 · S. abbetteln.Note 608 · S. Aas.Note 609 · (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 610 · Mit Kafler = Fleischer (Metzger, Schlächter) finden sich folgende Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Kaflerkitt = Metzgerhaus (u. dazu die weiteNote 611 · Nolle ist eine beliebte Bezeichnung für ein „Gefäß“ verschiedener Art, insbs. Topf (Hafen, Tiegel), auch Kessel u. Napf (in Zus.), ferner KaNote 612 · S. abschaffen.Note 613 · S. anbrennen.Note 614 · S. abgehen.Note 615 · S. davongehen.Note 616 · Das Zeitw. naschen (= fliehen, auch wohl gehen, kommen) findet sich in dem verw. Quellenkr. m. Wissens nur im Pfulld. J.-W.-B. (342) für „laNote 617 · Zu dem Zeitw. tschanen = fliehen (auch wohl gehen, kommen) ist zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 340 (tschanen = herumzieNote 618 · S. angenehm.Note 619 · S. anmutig.Note 620 · S. Büchse.Note 621 · S. abschießen.Note 622 · Die gleiche Bezeichnung (nur im Sing.) kennt auch die schwäb. Händlerspr. 481 (Hase = Floh). Es handelt sich hier jedenfalls um eine der aucNote 623 · S. Ärger.Note 624 · Zu Grünleng = Jäger, Flur-od. Feldschütz vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 341 (Gründing = Jäger, das nach Fischer, Schwäb. Note 625 · S. abbrühen.Note 626 · S. abbetteln.Note 627 · S. angenehm u. Fisch. Über die abweichenden Bezeichnungen in d. Zigeunerspr. s. Näh. unter „Hering“.Note 628 · S. anfragen.Note 629 · S. anschauen.Note 630 · S. über die Rangsteigerung Grünwedel = Forstmann (-wart), grandicher Gr. = Förster, grandich Gr. = Oberförster schon oben unter „Bischof“. ZNote 631 · S. abtragen.Note 632 · S. abfahren.Note 633 · S. davongehen; vgl. (betr. bosten u. pfichen) abgehen u. (betr. schef[f]ten) unter „daher“ a. E.Note 634 · S. böse Frau.Note 635 · Zu Mogel od. Mokel = Frau (Frauensperson, Frauenzimmer), Weib vgl. Schwäb. Händlerspr. 481, 484 (Mockel = Frau, Mokel = Mutter). Die EtymoloNote 636 · S. Bauernfrau.Note 637 · Zu Romane = Frau vgl. (aus d. verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 69, 72 (Rumie = Frau, femin. zu Romno = Mann u. Schwäb. HändleNote 638 · S. Bachstelze, Bauernfrau u. Beischläferin.Note 639 · S. Bauernfrau.Note 640 · S. (betr. Klufterei) ankleiden.Note 641 · Malfes (neuere Form für das ältere Mahlbosch [vgl. „Einleitung“, S. 27]) = Rock (Jacke, Kittel, Kutte, Überrock) ist verwendet in folgenden Note 642 · Zu Fürflamme = Schürze vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 99 (Vorflam = Schürz); Pfulld. J.-W.-B. 344 (Flamme = Schürze).Note 643 · S. böse Frau.Note 644 · S. Beischläferin.Note 645 · S. Frau.Note 646 · S. Bauernfrau.Note 647 · Mit Schrende = Stube (Gemach, Zimmer) sind gebildet die Verbdgn. grandiche Schrende = Saal) (s. d. betr. Übereinstimmg. m. d. Zigeun.) sowieNote 648 · S. Amtmann u. Beischläferin.Note 649 · S. arg.Note 650 · Zu Freier = Fremder (auch Herr, Jüngling) s. das Dimin. Freierle = Junge, Knabe, auch Sohn, die Verbindungen dofer Freier = Junker u. schoflNote 651 · S. (zu beiden Ausdr.) Beischläferin.Note 652 · S. brauchbarer Bursche.Note 653 · S. Bettelbube.Note 654 · S. angenehm.Note 655 · S. eisig.Note 656 · S. anbeten u. arme Leute.Note 657 · Vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 658 · Gib (= Frucht, bedeutet bes. auch Getreide sowie — noch spezieller — Weizen und wohl auch Gerste (wie aus der Verbdg. g’funktes Gib [„gebranNote 659 · Auch Kupfer = Frucht, dann Getreide (Korn), auch Futter kommt (gleich Gib) noch spezieller für einzelne Getreidearten vor, nämlich für HaferNote 660 · S. essen.Note 661 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 662 · S. Eisenbahnwagen u. Bauer.Note 663 · Trabertle ist Dimin. zu Trabert od. Trapert = Pferd (Roß, auch [mehr verächtl.] Gaul, Klepper, Mähre sowie spezieller: Hengst, Rappe u. SchiNote 664 · S. Entenstall; vgl. auch die vorige Anm.Note 665 · S. Angst.Note 666 · S. (betr. nobis) Dietrich.Note 667 · S. Adler u. Amtmann; vgl. Bischof.Note 668 · S. auslassen.Note 669 · S. (betr. schmusen) ansagen.Note 670 · S. Entenfuß.Note 671 · S. Ferse.Note 672 · Streifleng (-ling, plur. -linge), eigtl. = Strumpf findet sich auch noch in folgenden Zusammensetzgn.: a) am Anfang: Streiflingschure = StruNote 673 · Übereinstimmende Umschreibung des deutschen Ausdrucks auch bei den Zigeunern; s. Liebich, S. 199 (telstūno pīro [d. h. „der untere Fuß“] = FNote 674 · S. (betr. Grif[f]leng) Daumen. — Auch diese Umschreibung findet sich nach Liebich, S. 199 u. 262 (unter „Zehe“) bei den Zigeunern (näml.: beNote 675 · S. Frucht.Note 676 · Zusammensetzgn. hiermit sind: a) am Anfang; Furschetfläderling (d. h. eigtl. „Gabelvogel“) = Schwalbe (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. ZigNote 677 · Mit Stichling ist nur zusammengesetzt: Fu[h]lstichling = Mistgabel (Syn. zu Schundfurschet). Auch Stichling = Gabel ist in dem verw. QuellenNote 678 · S. anschauen.Note 679 · Zu dem Zeitw. spannen = sehen (gaffen, gucken) vgl. (aus dem vorw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 337, 343 (spannen = ausschauen aussehen, scNote 680 · Mit Babing (plur. Babinger) sind gebildet die Verbindg. grandich Babing (d. h. etwa [„sehr] große Gans“ [vgl. oben unter „Bischof“]) = SchwaNote 681 · Mit Strohbutzer (Dimin. Strohbutzerle = „Küchlein“, d. h. Gänschen) sind gebildet die Verbindung grandich Strohbutzer = Schwan (s. dazu die Note 682 · S. (betr. gesichert) auskochen u. (betr. Bossert u. Mass) Aas.Note 683 · S. (betr. Bäzeme) Ei.Note 684 · S. (betr. Bossert u. Mass) Aas.Note 685 · S. (betr. Tritt) Entenfuß.Note 686 · S. Abendessen.Note 687 · S. Entenstall.Note 688 · S. Dietrich u. angenehm.Note 689 · S. arg.Note 690 · S. Abort.Note 691 · Zu Beiz oder (seltener) Beizerei = Gasthaus, Wirtshaus (Kneipe, Schenke) gehört die Zusammensetzg. Lanengerbeiz = Soldatenwirtschaft und dieNote 692 · Zu Kober od. (seltener) Koberei, Synon. zu Beiz (Beizerei) s. d. Zusammensetzgn. Lanengerkober (= Lanengerbeiz) u. die Ableitung Koberer = WNote 693 · S. Bauer.Note 694 · S. Bauernfrau.Note 695 · S. Äquilibrist.Note 696 · S. Füllen.Note 697 · S. Entenfuß.Note 698 · Dieselbe Umschreibung ist auch bei den Zigeunern üblich nach Liebich, S. 153 u. 200 (praldūno mui, d. h. „das Obermaul“, = Gaumen; vgl. „VorNote 699 · S. anfassen.Note 700 · S. ausstehlen.Note 701 · Zu Deislere = Wöchnerin („Kindbetterin“) s. die Weiterbildg. Deislerei = Geburt u. die (zu dem Stamme (Deis[e]l- gehörige) Zusammensetzg. DeNote 702 · S. Abort.Note 703 · S. abgeben.Note 704 · S. beschenken.Note 705 · S. anbeten.Note 706 · S. Amtmann.Note 707 · S. abbeißen.Note 708 · S. Blut.Note 709 · S. gebären.Note 710 · S. absterben.Note 711 · S. Dummheit.Note 712 · S. aberwitzig.Note 713 · S. angenehm.Note 714 · Substantivierung der entsprechd. Adjektive (s. arg); vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. mit S. 7, Anm. 16.Note 715 · S. Arrest.Note 716 · S. Abort.Note 717 · S. (betr. Bu(t)z) Amtsdiener.Note 718 · S. Fleischhafen.Note 719 · S. Aschenbecher.Note 720 · S. Fehde.Note 721 · S. arg.Note 722 · S. Almosen.Note 723 · S. Barschaft.Note 724 · S. Bank.Note 725 · S. aufhängen.Note 726 · S. (zu beiden Ausdr.) abgehen.Note 727 · S. (zu beiden Ausdr.) fliehen.Note 728 · S. (zu beiden Ausdr.) Ananas.Note 729 · Mit Schuberle = Geist (Gespenst, Spuk) ist gebildet die Verbindg. bliblischer Schuberle = heiliger Geist u. die Zusammensetzg. SchuberlescheNote 730 · S. aberwitzig.Note 731 · Mit Gal(l)ach = Geistlicher (Pfarrer, Prediger, Priester) sind gebildet die Verbdg. grandicher Gal(l)ach = Hoherpriester (betr. d. Syn. gr. Note 732 · S. Bischof.Note 733 · S. Abendessen.Note 734 · S. Bankier.Note 735 · S. Beutel.Note 736 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 737 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 738 · S. besonnen.Note 739 · S. Beischläferin; vgl. angenehm.Note 740 · S. brauchbarer Bursche.Note 741 · S. Bettelbube.Note 742 · S. Aschenbecher.Note 743 · S. Frauenstube.Note 744 · S. Bauer.Note 745 · S. Bauernfrau.Note 746 · S. arg.Note 747 · Mit Groanert od. Groenert = Gemüse, dann (auch spezieller) Kohl, Kraut (Sauerkraut) sind zusammengesetzt: a) am Anfang: Groanertblättling = Note 748 · S. angenehm.Note 749 · S. aberwitzig.Note 750 · Lolo od. Loli = Gendarm findet sich zwar nicht in dem bes. verwandten Quellenkr., dagegen kennt das Metzer Jenisch (216) die Bezeichg. in faNote 751 · Zu Schuker s. die (schon oben unter „Bischof“ näher besprochenen) Gradsteigerungen grandicher Schuker = Wachtmeister (Obergendarm) u. grandiNote 752 · Diese (einen beliebten Eigennamen zum Gattungsbegriff erhebende) Verbindung dürfte wohl aufzufassen sein als eine Weiterbildung des synon. ANote 753 · Bei dieser (zu Karle, südd. Dim. zum Eigennamen Karl, gehörigen, also sprachlich der vorigen Umschreibung gleich zu beurteilenden) BezeichnuNote 754 · S. angenehm.Note 755 · S. essen.Note 756 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 757 · S. anreden.Note 758 · S. ansagen.Note 759 · S. Ärger.Note 760 · S. arg.Note 761 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 762 · S. Frucht.Note 763 · S. Aas; vgl. „Vorbemkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 764 · S. einsalzen.Note 765 · S. absingen.Note 766 · S. abschaffen.Note 767 · S. besonnen.Note 768 · S. anmutig.Note 769 · S. Aschenbecher.Note 770 · S. (zu beiden Ausdr.) Fehde.Note 771 · S. Bruder.Note 772 · S. Affengesicht.Note 773 · S. Angesicht.Note 774 · S. abschaffen.Note 775 · S. Geist.Note 776 · S. anreden.Note 777 · S. ansagen.Note 778 · S. Aas.Note 779 · Hertling hat im W.-B. zwei verschiedene Bedeutungen, nämlich: a) Stein (Gestein) u. noch spezieller Kieselstein; b) Messer. Zusammensetzgn. Note 780 · S. Apfelkern.Note 781 · S. absterben.Note 782 · S. abbetteln.Note 783 · S. angenehm.Note 784 · S. Amme.Note 785 · S. (zu beiden Ausdr.) Frucht.Note 786 · S. (zu beiden Ausdr.) Arrest.Note 787 · Substantivierung des Adj. grandich (s. Adler); vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38.Note 788 · S. arg.Note 789 · S. ankleiden.Note 790 · S. Bauer u. Frauenrock.Note 791 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 792 · S. angenehm.Note 793 · S. anmutig.Note 794 · S. abbrühen.Note 795 · S. Büchse.Note 796 · S. abschießen.Note 797 · S. abschaffen.Note 798 · Zu Flebbe (das auch noch „Paß“ bedeutet) gehört als Ableitung das Zeitw. flebben od. fleppen für „(die Papiere) kontrollieren“ od. „(den PaßNote 799 · S. Adler.Note 800 · S. (zu beiden Ausdr.) Fehde.Note 801 · S. Appetit.Note 802 · S. Abendessen.Note 803 · S. abbiegen.Note 804 · S. Bierglas.Note 805 · S. anbeten.Note 806 · Die Bemerkung Wittichs, die hierzu im Text hinzugefügt gewesen, daß man nämlich die Vokabel nicht verwechseln dürfe mit Bäzam od. Bäzem = EiNote 807 · Der Ausdruck (der sonst m. Wiss. in den Geheimsprachen nicht vorkommt) dürfte aufzufassen sein als die Kurzform des Eigennamens Dietrich, deNote 808 · Zu Garo (-ri) vgl. in der schwäb. Händlerspr. (484) Anglersgâre = „membrum virile“. Ohne Zusatz ist Gari (-ro) in gleichem Sinne in einzelneNote 809 · Zu G(e)schmu(i) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 72 (Schmoi = „membr. fem.“); Schwäb. Händlerspr. (in Lütz. [21Note 810 · Substantivierung des Adj. dof (s. angenehm); vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. mit S. 7, Anm. 16.Note 811 · S. auskochen u. Apfelwein.Note 812 · S. abbrennen.Note 813 · Zu Fuchs (Dimin. Füchsle [od. Goldfüchsle] = Goldstück, Zus.: Fuchsschwimmerling = Goldfisch) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des KonNote 814 · S. Fisch.Note 815 · S. absterben u. abbiegen.Note 816 · S. Dom.Note 817 · S. arg.Note 818 · absterben u. Apfelkern.Note 819 · S. Frucht.Note 820 · Wohl Substantivierung des Adj. bauserich = ängstlich (s. Angst); vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38.Note 821 · S. Bauer.Note 822 · S. Adler.Note 823 · S. abschaffen.Note 824 · S. Augapfel.Note 825 · S. Amtmann.Note 826 · S. Aas.Note 827 · S. borgen.Note 828 · S. Bauer.Note 829 · S. Angesicht.Note 830 · S. Bauer.Note 831 · S. Affengesicht.Note 832 · S. Amtmann u. Abort.Note 833 · S. Amme.Note 834 · S. Eltern.Note 835 · S. Frucht.Note 836 · S. anschauen.Note 837 · S. gaffen.Note 838 · Blättling (= Salat) findet sich auch noch in folgenden Zus. (nur vorne): Schureblättling = Gurkensalat, Spronkertflösslingblättling = HeringNote 839 · S. abbiegen.Note 840 · S. angenehm.Note 841 · S. brauchbarer Bursche.Note 842 · S. Bettelbube.Note 843 · S. Fremder.Note 844 · S. Beischläferin.Note 845 · S. böse Frau.Note 846 · S. Bauernfrau.Note 847 · S. Augenbrauen.Note 848 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 849 · S. Abendessen.Note 850 · S. abgeben und abbiegen. — Auch die zigeun. Vokabel für Hacke (dawmáskeri) soll nach Liebich, S. 206 eigtl. soviel wie ein „Hauding“ bedeuteNote 851 · S. Frucht.Note 852 · Zu Spitzling = Hafer vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Händlerspr. 481 (Spitzling [od. (seltener) Spitz] = Hafer; Nebenbdg. [488]: WeNote 853 · S. Fleischhafen u. anbrennen.Note 854 · S. Arrest.Note 855 · S. Abort.Note 856 · Diese Bezeichnung ist den Zigeunern (die sonst ja ähnliche Umschreibungen wohl kennen [s. z. B. bāri pāpin (jen.: grandich Babing), d. h. „(Note 857 · S. Ferse.Note 858 · S. ermorden.Note 859 · S. Amme; vgl. berauscht.Note 860 · S. Angesicht.Note 861 · Mit Schlang = Kette, Leine (Spr.) sind noch folgende Zus. gebildet (nur am Ende): Loslingschlang (eigtl. „Ohrkette“) = Ohrring, BlibelschlanNote 862 · S. aufhören.Note 863 · Mit Jerusalemsfreund = Schaf (Hammel) sind gebildet die Verbdgn. grandich Jerusalemsfreund = Schafbock u. folgende Zus.: JerusalemsfreundbenNote 864 · Fehma = Hand (Hände) ist demnach doch im Jenisch noch nicht völlig veraltet (vgl. „Einleitung“, S. 25, Anm. 61), jedoch erscheint es außer iNote 865 · S. Daumen.Note 866 · S. abschaffen.Note 867 · S. (betr. ste[c]ken) beschenken.Note 868 · S. (zu allen drei Ausdr.) abkaufen.Note 869 · Das Zeitw. verkitschen = handeln, verkaufen (s. dazu die Ableitg. Verkitscher = Verkäufer) findet sich (in dem verw. Quellenkr.) auch in derNote 870 · S. abkaufen.Note 871 · S. (betr. Benk) brauchbarer Bursche.Note 872 · S. Bettelbube.Note 873 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 874 · S. (betr. Model) Beischläferin.Note 875 · S. (betr. Kaffer) Bauer.Note 876 · S. Fehde.Note 877 · S. Daumen u. Ferse. — Synon. wohl auch Grif(f)lingstritt, wie aus der Zus. Grif(f)lingstrittpflanzer = Handschuhmacher zu schließen.Note 878 · Vgl. die vor. Anm. a. E.; betr. -pflanzer s. anbrennen.Note 879 · Zu Konde od. Kunde (= Handwerksbursche) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 340 (Talfkunde = Handwerksbursche [zugleich wohl eNote 880 · S. aufhängen.Note 881 · S. aufspielen u. abbiegen.Note 882 · S. austreten (leicht) u. (betr. Flu[h]te) abbrühen.Note 883 · S. arg.Note 884 · Zu Langohr = Hase, auch Kaninchen (Zus.: Langohrbikus = Hasenessen) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93 (Grünspreit-LanNote 885 · S. (betr. Bikus) Abendessen.Note 886 · Betr. Jahre od. Kracher = Wald s. Ananas. — Mit Krächerle = Nuß (Nüsse) sind auch noch gebildet die Zusammensetzgn.: Krächerlestöber (i. d. Note 887 · S. Fingerhut.Note 888 · S. abgeben.Note 889 · S. beschenken.Note 890 · S. Ast.Note 891 · S. Eber.Note 892 · S. Adler.Note 893 · S. Angesicht.Note 894 · S. (betr. Strauberts) Augenbrauen.Note 895 · S. dazu auch die Bemerkgn. in d. Anm. zu „Bischof“. — Lanenger = Soldat (Krieger, Kriegsmann), plur. Lanengere = Soldaten (Militär, Truppen)Note 896 · S. Abort.Note 897 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau; vgl. auch die Anm. zu „Hauswirt“.Note 898 · S. Bauer.Note 899 · Mit Keiluf = Hund, auch spezieller Pudel, sind noch folgende Zusammensetzgn. gebildet: a) im Anfang: Keilufkitt = Hundehütte, KeilufstenkertNote 900 · Mit Kip oder (häufiger) Kib (plur. Kibe, Dimin. Kible [Spr.]), Synon. zu Keiluf (daher auch = Pudel), sind noch mehr Zusammensetzgn. gebildeNote 901 · Betr. bosten u. pfichen s. abgehen. — Zu schenzieren = hausieren finde ich keinen Beleg in anderen Quellen. Dagegen kennt das Metzer JenischNote 902 · S. (betr. Schenegler) abschaffen.Note 903 · S. Amme.Note 904 · S. Dietrich.Note 905 · S. Eltern.Note 906 · Betr. Kaffer s. Bauer. — Mit Fehte = Herberge (Quartier, Wohnung) sind (außer Fehtekaffer, das auch durch „Herberggeber“, „Herbergsvater“ unNote 907 · S. gebären und Bauernfrau.Note 908 · Kaim = Jude (Hebräer), fem.: Kaime, plur.: Kaimen, erscheint noch in der Zus. Kaimkolb (d. h. „Judengeistlicher“) = Rabbiner (s. d. betr. ÜbNote 909 · S. Hauptmann u. vgl. Bischof. — Dieselbe Umschreibung kennt nach Liebich, S. 207 auch die Zigeunerspr. (but lūrde, d. h. „viel Soldaten“ = HNote 910 · S. arg.Note 911 · S. Ananas.Note 912 · S. (betr. Brandling) Apfelkuchen.Note 913 · S. angenehm u. daher (a. E.).Note 914 · S. anbeten.Note 915 · S. (betr. Schuberle) Geist.Note 916 · S. angenehm.Note 917 · S. Ehe.Note 918 · S. Adler u. Appetit.Note 919 · S. abbrennen.Note 920 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 921 · S. alltäglich; über schei als Adj. gebr. vgl. auch „Vorbemerkg.“ S. 15, Anm. 38 a. E.Note 922 · S. Hauptmann u. Fingerhut.Note 923 · Diese Vokabel findet sich in ganz gleicher Form und Bedeutung in der Schwäb. Händlerspr. in Degg. (215), während für Lütz. (214) die SchreibNote 924 · Für Staud = Hemd sind aus dem verw. Quellenkr. anzuführen: Pfullend. J.-W.-B. 340 und Schwäb. Händlersprache 482 (neben Hanfstaude [s. oben Note 925 · S. Füllen.Note 926 · S. (betr. Kaffer) Bauer; vgl. Stute (= Trabertmoss, d. h. eigtl. „Pferdeweib“, „weibliches Pferd“). — Auch bei den Zigeunern heißt nach LiebNote 927 · S. aufhängen.Note 928 · Über diese (im W.-B. unter „Huhn“ nicht angeführte) Vokabel, die m. Wiss. sonst nirgends in den Geheimsprachen vorkommt, vermochte ich auch Note 929 · Mit Stenzel = Henne (Huhn) sind gebildet die Zusammensetzgn.: Stenzeltritt = Hühnerfuß, Stenzelkitt = Hühnerhaus u. Stenzelkib = Hühnerhund.Note 930 · Stierer, Syn. zu Stenzel, kommt nicht nur in denselben Zus. wie dieses vor (also: Stierertritt, -kitt u. -kib), sondern auch noch in einigenNote 931 · S. anschauen.Note 932 · S. abgehen.Note 933 · S. abschießen.Note 934 · S. bewerfen.Note 935 · S. abfahren.Note 936 · S. abgeben.Note 937 · S. abschreiben.Note 938 · S. anfassen.Note 939 · S. ausstehlen.Note 940 · S. Diebstahl.Note 941 · S. abtragen.Note 942 · S. Hauswirt.Note 943 · Diese Zusammensetzung bedeutet wörtlich „Schlafhaus“, zu Schlummer = Schlaf (das in Wittichs Vokab. nicht angeführt ist) bezw. dem Zeitw. scNote 944 · S. Hauswirt und Bauer.Note 945 · S. (betr. Ulme) arme Leute.Note 946 · S. Backofen.Note 947 · S. einsalzen und Fisch.Note 948 · S. (betr. Begert-) absterben. — Während die Umschreibung „salziger (od. gesalzener) Fisch“ (lon̄do mādscho [od. lon̄di mādschin]) für den HeNote 949 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 950 · S. (betr. Blättling) Gulasch.Note 951 · S. Fremder.Note 952 · S. Amtmann.Note 953 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 954 · S. (betr. Schrende) Frauenstube.Note 955 · S. (betr. Mos(s)) Bauernfrau.Note 956 · S. Adler u. Amtmann, vgl. Bischof. Dieselbe Art der Umschreibung für Herrscher (näml. baro rai) kennen auch die Zigeuner nach Liebich, S. 20Note 957 · S. anschauen.Note 958 · S. abfahren.Note 959 · S. aufwachen.Note 960 · S. ausschlafen.Note 961 · S. aufspielen.Note 962 · S. abtragen.Note 963 · S. Aas.Note 964 · S. arg.Note 965 · S. Amme.Note 966 · S. angenehm.Note 967 · S. Frucht.Note 968 · S. arg u. brauchbarer Bursche.Note 969 · S. (betr. Fi[e]sel) Bettelbube.Note 970 · S. (betr. Freier) Fremder.Note 971 · S. (betr. Kaffer) Bauer.Note 972 · S. ausweinen.Note 973 · S. Frucht u. Füllen.Note 974 · S. Frucht und Adler.Note 975 · S. behext und Bauernfrau.Note 976 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 977 · S. aufschlagen.Note 978 · S. da.Note 979 · S. unter „elend“.Note 980 · S. Ananas.Note 981 · S. abgehen.Note 982 · S. abfallen.Note 983 · S. After.Note 984 · S. Abort.Note 985 · S. Angesicht.Note 986 · S. bewerfen.Note 987 · S. Ananas u. abbiegen.Note 988 · S. Degen.Note 989 · S. Hammel und abbiegen.Note 990 · S. Adler.Note 991 · S. angenehm.Note 992 · S. Ehe.Note 993 · S. (betr. Bikus) Abendessen.Note 994 · S. Ei.Note 995 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 996 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 997 · S. (betr. pflanzen) anbrennen.Note 998 · S. Substantivierung des Adjektives grandich; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38.Note 999 · S. Geistlicher.Note 1000 · S. Bischof.Note 1001 · S. abtragen.Note 1002 · S. anfassen.Note 1003 · S. Baumholz.Note 1004 · S. (betr. Kaffer) Bauer.Note 1005 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 1006 · S. aufhören.Note 1007 · S. (zu beiden Ausdr.) Beinkleid.Note 1008 · S. Adler, absterben u. Abort.Note 1009 · S. Füllen und Ferse.Note 1010 · S. Hahn.Note 1011 · S. (zu beiden Ausdr.) Henne.Note 1012 · S. (betr. Tritt) Entenfuß.Note 1013 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1014 · S. (betr. Keiluf u. Kib) Haushund.Note 1015 · S. (betr. Stenkert) Entenstall.Note 1016 · S. Bierglas.Note 1017 · S. Fleischhafen.Note 1018 · Im Gegensatz zu dem Synon. Keiluf u. bes. Kib, die mehrfach in Zusammensetzgn. erscheinen, tritt Tschuggel bloß in der Zus. Tschuggelmass = Note 1019 · S. (betr. Bossert u. Mass) Aas.Note 1020 · S. Fleischer.Note 1021 · S. (betr. Schwächerle) Amme.Note 1022 · S. (zu allen drei Ausdr.) Appetit.Note 1023 · S. Abendessen.Note 1024 · S. (zu beiden Ausdr.) Beischläferin, vgl. arg.Note 1025 · Schüx, früher wohl auch Schücksel (= Mädchen; vgl. „Einleitung“, S. 28) ist natürlich nur eine mundartl. gefärbte Nebenform zu den im Rotw. Note 1026 · S. unter „böse Sachen machen“; vgl. auch anbrennen.Note 1027 · S. (betr. Benges) brauchbarer Bursche.Note 1028 · S. Bettelbube.Note 1029 · S. Fremder.Note 1030 · S. Bauer.Note 1031 · Die Vokabel findet sich (in der Form Stratze als sing. für „Kind“ schlechthin) auch in der Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71, sonst aber m. WiNote 1032 · S. anmutig.Note 1033 · S. Hauptmann.Note 1034 · S. FingerhutNote 1035 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1036 · S. dazu die Zusammensetzgn.: Stupfelbikus = Igelessen, Stupfelmass od. Stupflengbossert = Igelfleisch, Stupfelkib = Igelhund (Spr.), StupfelNote 1037 · S. (betr. Bikus) Abendessen.Note 1038 · S. (betr. Mass u. Bossert) Aas.Note 1039 · S. Haushund.Note 1040 · S. Fleischer.Note 1041 · S. Bauch.Note 1042 · S. Hauptmann.Note 1043 · S. Ärger.Note 1044 · S. abbrühen u. Apfelkern. — Ähnlich heisst bei den Zigeunern (nach Liebich, S. 149 u. 212) die Insel paninjākri montaia, d. h. „Wasserberg“ Note 1045 · S. aberwitzig.Note 1046 · S. Dummheit u. Abort.Note 1047 · Vgl. Anm. 1166 u. 1167 a. E.Note 1048 · S. Geist u. alltäglich. — Ähnlich ist die Bezeichnung des Irrlichts bei den Zigeunern, näml. muléskĕri momelin, d. h. eigtl. „Totenlicht“ (SNote 1049 · Vgl. dazu (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71 (kenn = ja, kenn Mathilde = ganz richtig); Schwäb. Händlerspr. 481, 48Note 1050 · S. Frauenrock.Note 1051 · S. Ananas u. abgehen.Note 1052 · S. Flurschütz.Note 1053 · S. alljährlich.Note 1054 · S. (betr. Schei) alltäglich.Note 1055 · S. ausweinen.Note 1056 · S. abbeißen.Note 1057 · S. Hebräer.Note 1058 · Zu Dibolde = Juden gehören die Zusammensetzg. Dibolde-Gallach (d. h. „Judenpriester“) = Rabbiner (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.)Note 1059 · S. brauchbarer Bursche.Note 1060 · S. Bettelbube.Note 1061 · S. Fremder.Note 1062 · S. Beischläferin.Note 1063 · S. Bauernfrau.Note 1064 · S. Bauer.Note 1065 · S. (betr. nobis vergröntes) Dietrich u. Ehe.Note 1066 · S. Amtmann.Note 1067 · S. Aas.Note 1068 · Süs(s)leng (od. -ling) bedeutet außer Kaffee (Zichorie) auch noch: Tee, Zucker u. allgem. Süßigkeit. Dazu folgende Zusammensetzgn.: Süs(s)leNote 1069 · S. (betr. Nolle) Fleischhafen.Note 1070 · S. Aschenbecher.Note 1071 · S. Abort.Note 1072 · S. Entenstall.Note 1073 · S. Dietrich u. Augenbrauen,Note 1074 · S. (betr. Ki[e]bes) Angesicht.Note 1075 · Horbögle (= Kalb) ist Dimin. zu Horboge (-boga) oder (abgekürzt in der Form der Aphärese) bloß Boga = Kuh, Rind. Von Zusammensetzgn. mit dieNote 1076 · S. abbeißen und abgerahmte Milch. — Dieselbe Umschreibung (näml. danterpaskĕro tschikk) kennt auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 131, Note 1077 · S. eisig; über Biberisch als subst. Adj. vgl. auch „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 1078 · S. brauchbarer Bursche.Note 1079 · S. Bettelbube.Note 1080 · S. Augenbrauen und abbiegen.Note 1081 · S. (betr. -pflanzer [pflanzen]) anbrennen.Note 1082 · S. Fehde.Note 1083 · S. Bank.Note 1084 · S. absingen u. Adler.Note 1085 · S. Hase.Note 1086 · S. Fleischhafen.Note 1087 · S. Dom.Note 1088 · S. Fingerhut.Note 1089 · S. Ei u. alltäglich. — Auch in der Zigeunersprache heißt der Karfreitag (aber auch wohl das Osterfest) jāréngĕro (od. jāríngĕro) diwes, d. iNote 1090 · S. Fisch. Das Synm. Flotscher ist hier nicht angeführt.Note 1091 · S. Eisenbahnwagen.Note 1092 · S. abfahren.Note 1093 · S. Bratkartoffeln; vgl. abgerahmte Milch.Note 1094 · S. Erdäpfel.Note 1095 · S. Gulasch.Note 1096 · S. Aschenbecher.Note 1097 · Zu Girall s. die Zus. Girallbrandleng = Käskuchen. Die Vokabel ist sonst m. Wiss. in den Geheimsprachen nicht bekannt. Der Etymologie nach sNote 1098 · Mit Räsleng ist (außer Räslengbrandleng = Girallbrandleng) noch zusammengesetzt: Bosserträsleng (eigtl. „Fleischkäse“) = Leberkäse. Zu vgl. Note 1099 · S. (betr. Brandleng) Apfelkuchen.Note 1100 · Wo(h)nischer ist Substantivierung des Adj. wo(h)nisch = katholisch (Gegens. nobis wo[h]nisch = ungläubig [vom Standpunkt der Katholiken aus]Note 1101 · S. Baumkatze.Note 1102 · S. (betr. Bossert) Aas.Note 1103 · S. Bauch.Note 1104 · S. essen.Note 1105 · S. Abendessen.Note 1106 · S. abbeißen.Note 1107 · S. abkaufen.Note 1108 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1109 · S. absterben u. Adler. — Zu vgl. dazu bei Karmayer 122: Pegerfletterl = Nachteule oder Kauz. In derselben Weise umschreiben (nach Liebich, SNote 1110 · S. Beischläferin.Note 1111 · S. arg u. böse Frau bezw. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 1112 · S. abbiegen, vgl. auch Bürste.Note 1113 · S. Bürste.Note 1114 · S. Dom u. Fleischhafen.Note 1115 · S. erkennen.Note 1116 · S. Arrest.Note 1117 · Zu Gadscho = Kerl, auch Landmann (dagegen nicht unter „Bauer“ angeführt) — im Plural Gadsche od. Gasche = Leute, Dim. Gaschele = Kinder — geNote 1118 · S. Bauer.Note 1119 · S. Apfelkern.Note 1120 · S. alltäglich.Note 1121 · S. Fleischhafen.Note 1122 · Zu Russling = Kessel (Pfanne, Tiegel) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 94 (Rusling, hier = Kamin); Pfulld. J.-W.-B. 343Note 1123 · S. Fleischhafen u. anbrennen.Note 1124 · S. Halskette.Note 1125 · S. angenehm.Note 1126 · S. anlachen.Note 1127 · S. Gestein.Note 1128 · S. (betr. Strade) Chaussee; vgl. Meilenstein.Note 1129 · S. brauchbares Kind.Note 1130 · Gof wird besonders für ein unartiges Kind, jedoch auch in allgemeinerem Sinne gebraucht; s. böses Kind.Note 1131 · S. Hurenkind.Note 1132 · S. gebären.Note 1133 · S. brauchbares Kind (am Ende).Note 1134 · S. aberwitzig.Note 1135 · S. (betr. Model) Beischläferin.Note 1136 · S. Dom.Note 1137 · S. (betr. Glitschin) Dietrich.Note 1138 · S. Apfelkuchen u. alltäglich.Note 1139 · S. (betr. Weisling) Feiertag.Note 1140 · S. (betr. Stöber) Apfelbaum. — Scharrisele = Kirsche (nur als Dimin. gebräuchl. [vgl. „Vorbemerkg.“, S. 13, Anm. 33 a. E.]) findet sich nochNote 1141 · S. (betr. Kies) Apfelkern.Note 1142 · S. (betr. Brandling) Apfelkuchen.Note 1143 · S. Bett.Note 1144 · S. Frauenrock.Note 1145 · S. aufspielen u. abbiegen.Note 1146 · S. Frucht.Note 1147 · S. ankleiden.Note 1148 · S. Füllen.Note 1149 · S. Für Lomel = Klinge, Messerschneide finde ich im Rotw. u. i. d. sonst. Geheimspr. keine Belege. Das Wort soll (nach Wittichs „Einleitg.“, Note 1150 · S. Adler, Bischof u. Abort. — Dieselbe Umschreibung (die etwa „großes Haus für Geistliche [Mönche]“ bedeutet) findet sich auch bei den ZigeuNote 1151 · S. Baumholz.Note 1152 · S. besonnen.Note 1153 · S. brauchbarer Bursche.Note 1154 · S. Bettelbube.Note 1155 · S. Fremder.Note 1156 · S. abschießen. Vgl. dazu das rotw. knallen = schießen (Belege in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 54).Note 1157 · S. Appetit.Note 1158 · S. abschaffen.Note 1159 · S. (zu beiden Ausdr.) Gasthaus.Note 1160 · Hegesle (nur als Dimin. gebr.) bedeutet Knödel u. insbes. „Knöpfle“ u. „Spätzle“, beides mundartl. Bezeichnungen für südd., bes. schwäb. knöNote 1161 · S. abkochen vbd. mit brauchbarer Bursche, Bettelbube u. Bauer.Note 1162 · S. Gemüse.Note 1163 · S. abbrennen u. Baumholz.Note 1164 · S. brauchbarer Bursche.Note 1165 · S. Bettelbube.Note 1166 · S. abgehen.Note 1167 · S. Hauptmann u. Bäcker.Note 1168 · S. (betr. Maro) Brot.Note 1169 · S. Äquilibrist.Note 1170 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1171 · S. (betr. Nikel-) aufspielen.Note 1172 · S. (betr. Kritzler) Attest.Note 1173 · S. Adler u. Amtmann; vgl. Bischof.Note 1174 · S. erkennen.Note 1175 · Vergondert ist ein substantiviertes Partizip (vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 36) von vergondere = verpfänden, das etymolog. gehört zu gemeiNote 1176 · S. Aas. — Auch Vermuft ist substantiv. Partizip (s. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 36); vgl. Armut u. Bedrängnis.Note 1177 · S. Gewerbeschein.Note 1178 · S. Angesicht.Note 1179 · S. (betr. Strauberts) Augenbrauen.Note 1180 · S. Aschenbecher.Note 1181 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1182 · S. Frucht.Note 1183 · S. essen (Essen).Note 1184 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 1185 · S. angenehm.Note 1186 · S. Abort.Note 1187 · S. abgerahmte Milch.Note 1188 · S. abkaufen.Note 1189 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1190 · S. absterben.Note 1191 · S. (betr. Sauft) Bett.Note 1192 · S. abbeißen.Note 1193 · S. Gemüse.Note 1194 · S. (betr. Blättling) Gulasch.Note 1195 · S. Borg (auf —).Note 1196 · S. Adler u. arg.Note 1197 · S. Hauptmann.Note 1198 · Auch bei den Zigeunern heißt (nach Liebich, S. 217) das Kriminalgericht bāri grisni, d. h. „großes, hohes Gericht“, das Kreisgericht bāri zeNote 1199 · S. Adler, Amtmann u. Fingerhut; vgl. Bischof u. König. — Dieselbe Umschreibung für „Krone“ kennt auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 21Note 1200 · Diese Vokabel fehlt sowohl in dem verw. Quellenkr. als auch sonst in d. Geheimsprachen (falls nicht etwa Belly [= Bauch?] in d. Rotw. Gramm.Note 1201 · S. Fleischhafen.Note 1202 · S. arg u. brauchbarer Bursche bzw. Bettelbube.Note 1203 · S. Aschenbecher.Note 1204 · S. abkochen.Note 1205 · S. Apfelkuchen.Note 1206 · S. (betr. Glitschin) Dietrich.Note 1207 · S. Hahn.Note 1208 · S. Ente.Note 1209 · S. Gans.Note 1210 · S. Adler.Note 1211 · S. Kalb.Note 1212 · S. (betr. Schmunk) Bratkartoffeln.Note 1213 · S. Amme.Note 1214 · S. Aas.Note 1215 · S. Fleischer.Note 1216 · S. Entenstall.Note 1217 · S. arg.Note 1218 · S. Almosen.Note 1219 · Zu Boschert = Kupfergeld (bes. Pfennig) vgl. (aus d. verw. Quellenkr.): Schwäb Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Boscher = Pfennig); Schwäb. HändlersNote 1220 · S. Fingerhut u. anbrennen.Note 1221 · S. angenehm u. Eisenbahnwagen.Note 1222 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1223 · S. Frauenrock.Note 1224 · S. anlachen.Note 1225 · S. Bett.Note 1226 · S. absterben.Note 1227 · S. (betr. bosten) abgehen.Note 1228 · S. alltäglich.Note 1229 · S. Adler u. Amtmann; vgl. Bischof.Note 1230 · S. Adler u. arg; vgl. die Anmkgn. zu „Kriminalgericht“.Note 1231 · S. Abort.Note 1232 · S. Kerl.Note 1233 · S. (zu beiden Ausdr.) Bauer.Note 1234 · S. Adler.Note 1235 · S. aberwitzig.Note 1236 · S. (betr. Giel) Affengesicht.Note 1237 · S. abtragen.Note 1238 · S. arg.Note 1239 · S. Ärger.Note 1240 · S. (betr. Flu[h]te) abbrühen.Note 1241 · S. Filzlaus.Note 1242 · S. (betr. Benges [Benk] u. Fi[e]sel) brauchbarer Bursche u. Bettelbube.Note 1243 · S. Hauptmann, absterben u. Abort; vgl. Krankenhaus.Note 1244 · S. Aas u. Käse.Note 1245 · Mit Rondling = Rundling (im Sinne von „Wurst“ schlechthin) sind folgende Zus. gebildet: Rondlingachilerei od. -bikus = Wurstessen, RondlingbNote 1246 · S. Kaffee und Apfelkuchen. — Eine ähnliche Umschreibung für den Lebkuchen kennt auch die Zigeunersprache, nämlich gūlo maro, d. h. „süßes BrNote 1247 · S. absterben.Note 1248 · S. After.Note 1249 · Zu jannen = lecken vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (janne mich = „lecke mich im Hintern“). Zur Etymologie s. FischeNote 1250 · S. Dietrich u. Ehe.Note 1251 · S. (betr. Benges) brauchbarer Bursche.Note 1252 · S. belügen.Note 1253 · S. Ei u. Hahn.Note 1254 · S. (betr. Stierer) Henne.Note 1255 · S. abgerahmte Milch.Note 1256 · S. brauchbares Kind u. aufschlagen.Note 1257 · Mit Plauderer sind zusammengesetzt: Plaudererskitt = Lehrershaus (auch: Schule) u. Plauderersmalfes, Lehrersrock. Eine Ableitung davon ist PNote 1258 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1259 · S. Frauenrock.Note 1260 · S. absterben; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36 u. 38.Note 1261 · S. Kerl.Note 1262 · S. Bauer.Note 1263 · S. Bett.Note 1264 · S. Bauernfrau.Note 1265 · S. Abendessen.Note 1266 · S. Apfelkern.Note 1267 · S. Barchent.Note 1268 · S. aufspielen u. abbiegen.Note 1269 · S. borgen u. Borg (auf —).Note 1270 · S. Halskette.Note 1271 · Barchent u. anbrennen.Note 1272 · Zu Rawine vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Revine = Leiter); W.-B. des Konst. Hans 253, 258 (Rawine); Pfulld. J.-W.Note 1273 · S. Kerl.Note 1274 · S. arme Leute.Note 1275 · S. angenehm.Note 1276 · Zu Jak = Licht vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Fak = Licht [doch wohl = Jak, wenn nicht = Funk]); W.-B. des Konst.Note 1277 · S. alltäglich.Note 1278 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1279 · S. Bettelbube.Note 1280 · S. Beischläferin.Note 1281 · S. brauchbarer Bursche.Note 1282 · S. aufwachen.Note 1283 · S. ausschlafen.Note 1284 · S. Herberge.Note 1285 · S. Brücke.Note 1286 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 1287 · S. Affengesicht.Note 1288 · S. Attest.Note 1289 · S. angenehm u. anreden.Note 1290 · S. (betr. schmusen) ansagen.Note 1291 · S. Augenbrauen u. Angesicht.Note 1292 · Zu vgl. dazu (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Schnabel[-lapp] = Löffel, Kesurener Schnabel = silberne Löffel); Pfulld. JNote 1293 · S. abschaffen u. Almosen bezw. Bankier u. Bank.Note 1294 · S. abbrennen u. anbrennen.Note 1295 · Mit Schmelemer = Zigeuner sind noch zusammengesetzt: Schmelemerfi(e)sel u. -model = Zigeunerbursche u. -mädchen, Schmelemerkib = ZigeunerhunNote 1296 · Bestätigt ist dies auch schon von Liebich, S. 86; vgl. ebds. (im Vokab.) S. 147 u. 220.Note 1297 · S. Aas.Note 1298 · S. belügen. — Das Zeitw. kohlen = lügen fehlt hier wohl nur aus Versehen.Note 1299 · S. anbrennen.Note 1300 · S. Adler.Note 1301 · S. (betr. nobis) Dietrich.Note 1302 · S. Beischläferin.Note 1303 · Zu vgl. dazu (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91 u. 101 (Tschai = Weib; Grünt’schaj = Ehefrau); Schwäb. Händlerspr. (U. 214:Note 1304 · S. (betr. jenisch) Bachstelze; vgl. „Vorbemerkung“, S. 4, 5, Anm. 6 ff.Note 1305 · S. abschaffen.Note 1306 · S. essen.Note 1307 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 1308 · S. Füllen.Note 1309 · S. abbrennen u. Frucht. — Betr. die Übereinstimmg. mit der Zigeunerspr. (vgl. „Vorbemerkung“, S. 17) s. Liebich, S. 130 u. 220: chadschēdo gNote 1310 · S. abbetteln; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38.Note 1311 · S. Bauer.Note 1312 · S. Kerl u. Frauenrock.Note 1313 · S. Ei.Note 1314 · S. (zu beiden Ausdr.) Glied (männliches).Note 1315 · S. abbiegen.Note 1316 · S. (betr. Kluft[erei]) ankleiden.Note 1317 · S. (betr. Glied) Bruder.Note 1318 · S. Bratkartoffeln.Note 1319 · Zu vgl. zu dieser Vokabel (aus dem verw. Quellenkr.): nur W.-B. des Konst. Hans 254, 259 (Beta = Jahrmarkt, Markt, grandig beta = Messe). DaNote 1320 · Die Vokabel ist u. a. bekannt auch in der schwäb. Händlerspr., S. 484 (Flachs, Flächsle [in Pfedelb. (210) auch Flucks od. Flux] = Mark). ÜbNote 1321 · S. dazu die Verbdgn. drei Räp(p)le = Taler. Räpple = Mark ist auch der schwäb. Händlerspr. in U. (214) bekannt. Zur Etymologie (Dimin. von RNote 1322 · Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Schuk = Mark); Schwäb. Händlerspr. 484 (ebenso); s. auch Metzer JenischNote 1323 · S. aberwitzig u. Affengesicht.Note 1324 · S. Bratkartoffeln u. Bulle.Note 1325 · Mit Kuiete = Pulver ist zusammengesetzt Kuieterolle u. -roller = Pulvermühle, -müller. Das Wort, das m. W. im Rotw. usw. nicht vorkommt, staNote 1326 · S. Bierglas u. Fleischhafen.Note 1327 · S. Beischläferin.Note 1328 · S. arg u. Beischläferin.Note 1329 · S. Affengesicht.Note 1330 · S. aufhören.Note 1331 · S. Adler u. abbrühen; vgl. Bischof.Note 1332 · S. (betr. Kupfer) Frucht.Note 1333 · S. Eber.Note 1334 · S. hierzu die Zusammensetzgn.: Staubertsäftling = Mehlbeere (-stöber = Mehlbeerbaum), Staubertschottel = Mehlschüssel, Staubertrande = MehlsNote 1335 · S. (betr. Säftling) Ananas.Note 1336 · S. Apfelbaum. — Bemerkt sei hierzu beiläufig, daß der Mehlbeerbaum (zig. jarriéngĕro rukk, zu jár[r]o = Mehl [s. Liebich, S. 140 u. 221]) beNote 1337 · S. Aschenbecher.Note 1338 · S. Bauch.Note 1339 · S. Adler.Note 1340 · S. Chaussee u. Gestein.Note 1341 · S. (betr. Kies) Apfelkern. — Auch bei den Zigeunern wird der Meilenstein wohl bezeichnet als troméskĕro parr (d. h. „Wegstein“) od. auch alsNote 1342 · S. abgerahmte Milch u. Fleischhafen. — Dieselbe Ausdrucksweise kennen die Zigeuner; s. Liebich, S. 221 vbd. m. S. 162 (thūteskĕri pīri, d. hNote 1343 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher. — Auch hiermit fast übereinstimmend das Zigeunerische; s. Liebich, S. 221 u. 162 (thūteskĕri turdli[n], d.Note 1344 · S. Adler u. arme Leute; vgl. auch Bischof. — Die Zigeuner sagen für „Menge“ būt kettenè, d. h. „viele zusammen“; s. Liebich, S. 221.Note 1345 · S. erkennen.Note 1346 · S. Dolch.Note 1347 · Zu vgl. dazu (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Tschuri = Messer); Pfulld. J.-W.-B. 342, 345 (ebenso [u. dazu TschuripflanNote 1348 · S. Gestein.Note 1349 · S. Klinge.Note 1350 · S. (betr. -planzer) anbrennen.Note 1351 · S. anbeten u. Bauer.Note 1352 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 1353 · S. arme Leute.Note 1354 · S. Abort.Note 1355 · S. (betr. Kaflerei u. ä.) Fleischer. — Mit Schnall = Suppe sind ferner noch zusammengesetzt: Gleisschnall = Milchsuppe (Dimin.: GleisschnällNote 1356 · S. Affengesicht.Note 1357 · S. abgerahmte Milch.Note 1358 · Zu Kechelte = Brötchen (Semmel, Weck) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91, 95 (gehechelter Lechem, Lehm od. Marum = weiNote 1359 · S. (betr. Glansert) Bierglas.Note 1360 · S. Fleischhafen.Note 1361 · S. Aschenbecher.Note 1362 · S. Hauptmann.Note 1363 · S. Abort.Note 1364 · S. abgerahmte Milch.Note 1365 · S. (betr. Stichling u. Furschet) Gabel.Note 1366 · S. (betr. Flederling) Adler.Note 1367 · S. Dietrich, angenehm u. alljährlich — Auch die Zigeuner haben die sachlich gleiche Umschreibung (kek ladscho bersch) für „Mißjahr“; s. LiebNote 1368 · S. abtragen.Note 1369 · S. (zu beiden Ausdr.) Abend.Note 1370 · Diese eigenartige Metapher ist auch bekannt der schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 74 (Bedtg.: Rüben) sowie der schwäb. Händlerspr. (in Pfedelb. [Note 1371 · Zu vgl. hierzu (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 72 (Frosch od. Fröschchen = Monat) u. Schwäb. Händlerspr. 484 (FröscNote 1372 · S. Abend u. alltäglich. — Bei den Zigeunern heißt der Mond — ähnlich — die „Nachtsonne“, rattiskĕro kamm (s. Liebich, S. 141 u. 223).Note 1373 · S. Hauptmann u. ankleiden. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunersprache (s. Näh. bei Liebich, S. 223).Note 1374 · S. ermorden.Note 1375 · Zu Grabagautschert od. Grabegautschert = Most (u. s. Zus. Gr.-glansert, Gr.-nolle = Mostglas, Mostkrug) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): SchNote 1376 · S. Bierglas.Note 1377 · S. Fleischhafen.Note 1378 · Mit Rolle sind zusammengesetzt: a) im Anfang: Rollehertling oder -kies = Mühlstein; b) am Ende: Kuieterolle = Pulvermühle u. Flu(h)terolle =Note 1379 · S. Gestein.Note 1380 · S. Apfelkern.Note 1381 · S. Affengesicht.Note 1382 · S. Almosen u. abschaffen.Note 1383 · S. (betr. Kies) Bankier, (betr. Lobe) Bank u. (betr. -pflanzer) anbrennen. Nicht erwähnt ist hier Bichpflanzer als Synon., auf dessen VorkomNote 1384 · S. Barschaft.Note 1385 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1386 · S. (betr. grandich) Adler.Note 1387 · S. (betr. Sins) Amtmann.Note 1388 · S. aufspielen.Note 1389 · S. Büchse.Note 1390 · S. Amme.Note 1391 · S. (betr. Glied) Bruder.Note 1392 · S. Eber.Note 1393 · S. Fingerhut.Note 1394 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1395 · S. anbeten.Note 1396 · S. abfahren.Note 1397 · S. abfallen.Note 1398 · S. abgehen.Note 1399 · S. (zu beiden Ausdr.) brauchbares Kind.Note 1400 · S. abschießen.Note 1401 · S. Dietrich; vgl. angenehm.Note 1402 · S. abschreiben.Note 1403 · S. anschauen.Note 1404 · S. absingen.Note 1405 · S. anreden.Note 1406 · S. ansagen.Note 1407 · S. Abend.Note 1408 · S. (betr. Schenagel) abschaffen.Note 1409 · S. essen.Note 1410 · S. (zu beiden Ausdr.) Abendessen.Note 1411 · S. Abort u. Fleischhafen.Note 1412 · S. (betr. Schein) alltäglich.Note 1413 · S. Bank.Note 1414 · S. (betr. Schund) abgerahmte Milch.Note 1415 · S. austreten (leicht).Note 1416 · S. Bauer.Note 1417 · S. brauchbarer Bursche.Note 1418 · S. bewerfen.Note 1419 · S. (zu beiden Ausdr.) ankleiden.Note 1420 · S. aufnähen.Note 1421 · S. abbeißen.Note 1422 · S. Dummheit.Note 1423 · S. aberwitzig.Note 1424 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1425 · S. Aas.Note 1426 · S. (betr. Horboga) Kalb. — Auch die Zigeuner bezeichnen das Nashorn als (baro) nakkésk(ĕ)ri gurumni, d. h. „(groß)nasige Kuh“; s. Liebich, SNote 1427 · S. abbrühen.Note 1428 · Wenn nicht im Vokabular vielleicht doch zu lesen ist: Nässe, Flu(h)te, naß, flu(h)tich, würde es sich bei Flu(h)tich = Nässe handeln um die Note 1429 · S. Eltern u. Bruder.Note 1430 · S. (betr. Mamere) Amme.Note 1431 · S. anfassen.Note 1432 · S. Dietrich.Note 1433 · S. „das ist nichts.“Note 1434 · S. alljährlich.Note 1435 · S. Dietrich u. angenehm.Note 1436 · S. (betr. g’want) mutig.Note 1437 · S. (zu beiden Ausdr.) arg.Note 1438 · S. anschauen.Note 1439 · S. abbrennen.Note 1440 · S. abfallen.Note 1441 · S. gebären.Note 1442 · S. Bett u. abgehen.Note 1443 · S. aufwachen.Note 1444 · S. ausschlafen.Note 1445 · S. Fleischer.Note 1446 · S. abschießen.Note 1447 · S. aufschlagen.Note 1448 · S. Ast.Note 1449 · S. abschreiben.Note 1450 · S. arg; betr. das Subst. Schofel vgl. „Vorbemerkg.“ S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 7, Anm. 16.Note 1451 · S. bewerfen.Note 1452 · S. angenehm.Note 1453 · S. abbetteln (vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 1454 · S. Adler und Knödel.Note 1455 · Sachlich übereinstimmend damit auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 226 (tschi, d. h. „nichts“ = Null).Note 1456 · S. Haselnuß.Note 1457 · S. (betr. Stöber) Apfelbaum.Note 1458 · S. Apfelkern.Note 1459 · S. anmutig.Note 1460 · S. Abort.Note 1461 · S. Gaumen.Note 1462 · S. Adler u. Forstmann; vgl. Bischof.Note 1463 · S. Adler u. Gendarm; vgl. Bischof.Note 1464 · S. Adler u. Amtmann; vgl. Bischof. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 227.Note 1465 · S. abbeißen.Note 1466 · S. Apfelbaum u. abbiegen.Note 1467 · S. (betr. Sore) Brücke.Note 1468 · S. Bulle.Note 1469 · S. (betr. Schmunk) Bratkartoffeln.Note 1470 · S. Aas.Note 1471 · S. Affengesicht u. Gulasch.Note 1472 · S. (Schottel) Aschenbecher.Note 1473 · S. Fleischer.Note 1474 · S. Entenstall.Note 1475 · S. Backofen.Note 1476 · Schwä(t)zling (od. Schwetzling) = Ruß kommt noch vor in der Zusammensetzg. Schwä(t)zlingbossert = Schinken (d. h. eigentl. „Ruß- od. RauchflNote 1477 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1478 · S. abschaffen.Note 1479 · S. Hauptmann vbd. m. Adler u. angenehm; vgl. Bischof.Note 1480 · S. Adler.Note 1481 · S. Eltern u. Bruder.Note 1482 · S. (betr. Mamere) Amme. — Auch von den Zigeunern wird für „Oheim“ unterschieden dādéskĕro und dākro prāl, d. h. „väterlicher (des Vaters)“ uNote 1483 · Zus. damit: Loslingschlang = Ohrring. Zu vgl. (aus dem. verw. Quellenkr.): Schwäb Händlerspr. 484 (Loser = Ohr; vgl. [482] losere [in PfedelNote 1484 · S. (betr. Schlang), Halskette.Note 1485 · Bei dieser (m. Wiss. im Rotw. u. in d. sonstigen Geheimsprachen nicht bekannten) eigentümlichen Redensart ist Käfferle wohl nicht (wie bei KNote 1486 · S. Dom u. Almosen.Note 1487 · S. (betr. Lobe u. Kies) Bank u. Bankier.Note 1488 · S. Bauerndorf.Note 1489 · S. (zu beiden Ausdr.) Bürgermeister.Note 1490 · S. Ei u. Feiertag. — Auch bei den Zigeunern kommt wohl jāréngĕro gurko (d. h. „Eiersonntag“) für Ostern vor, doch scheint dafür jetzt jāréngNote 1491 · Eine Deutung des Wortes Laich in dieser Verbdg. vermag ich nicht zu geben.Note 1492 · S. Degen.Note 1493 · S. ansagen u. Adler. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr. (rak[k]erpáskĕro tschirkulo [tširklo], d. h. etwa „der gesprächige VogNote 1494 · S. Attest u. Almosen.Note 1495 · S. (betr. Lobe) Bank.Note 1496 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1497 · S. Adler u. Bischof. Ebds. (S. 391, Anm. 116) auch betr. die Zigeunersprache.Note 1498 · S. Gewerbeschein.Note 1499 · S. Geistlicher.Note 1500 · S. Chaussee.Note 1501 · S. Baumholz.Note 1502 · S. Kessel.Note 1503 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1504 · S. angenehm u. Adler. — Bei den Zigeunern kommt für den Pfau (neben pōno od. pōni [s. Pott II, S. 362; Liebich, S. 152 u. 228; Finck, S. 79]Note 1505 · S. dazu das Zeitw. dämpfe(n) = (Tabak) rauchen sowie die weitere Ableitung Dämpfere od. Dämpfete (Spr.) = Zigarre (u. dazu die Zus. DämpfereNote 1506 · Mit Toberich (= a) Tabak; b) Pfeife [Tabakspfeife]) sind mehrere Zusammensetzgn. gebildet worden, u. zwar: a) in der ersten Bedeutg.: ToberiNote 1507 · S. (betr. Schure) abbiegen.Note 1508 · S. Angesicht.Note 1509 · S. Brücke.Note 1510 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 1511 · S. Kupfergeld.Note 1512 · S. Füllen.Note 1513 · S. (betr. Schwäche[rle]) Amme.Note 1514 · S. Aas.Note 1515 · S. Entenfuß.Note 1516 · S. Augenbrauen.Note 1517 · S. (zu beiden Ausdr.) abkaufen.Note 1518 · S. Fleischer.Note 1519 · S. Entenstall.Note 1520 · S. Geist u. Feiertag. — Die Beziehung auf die Ausgießung des heiligen Geistes in diesem Ausdrucke tritt noch deutlicher hervor in dem gleichNote 1521 · S. Apfelkern u. Bankier.Note 1522 · S. Chaussee u. Almosen.Note 1523 · S. zu diesem (natürlich von „blau“ hergeleiteten) Worte die Zus. Blaulingstöber u. -kies = Pflaumenbaum u. -kern. Zu vgl. (aus dem verw. QueNote 1524 · S. (betr. Stöber) Apfelbaum.Note 1525 · S. Apfelkern.Note 1526 · S. Baumholz.Note 1527 · S. Entenfuß.Note 1528 · S. austreten (leicht) u. (betr. Flu[h]te) abbrühen.Note 1529 · S. abschießen.Note 1530 · S. ansagen u. Affengesicht.Note 1531 · S. anreden.Note 1532 · S. ansagen.Note 1533 · S. Fleischhafen.Note 1534 · S. einsalzen u. Aas.Note 1535 · S. Amtsdiener.Note 1536 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1537 · S. (betr. grandich) Adler; vgl. Bischof.Note 1538 · S. (zu beiden Ausdr.) Haushund.Note 1539 · S. Brücke.Note 1540 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 1541 · S. Dummheit.Note 1542 · S. Attest u. abtragen.Note 1543 · S. (betr. Rädling) Eisenbahnwagen.Note 1544 · S. angenehm; vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 7, Anm. 16.Note 1545 · S. anbeten.Note 1546 · S. Geistlicher.Note 1547 · S. Bischof.Note 1548 · S. (betr. Malfes) Frauenrock.Note 1549 · S. evangelisch.Note 1550 · S. Baumholz.Note 1551 · S. aufschlagen.Note 1552 · S. Ast.Note 1553 · S. Fehde.Note 1554 · S. beschenken.Note 1555 · S. Bierglas.Note 1556 · S. Mastpulver.Note 1557 · S. (betr. Rolle[r]) Mühle.Note 1558 · S. abkochen u. Apfelwein.Note 1559 · S. abbiegen.Note 1560 · S. abwaschen.Note 1561 · S. arg, absterben u. Amtmann. — Bei den Zigeunern findet sich der Begriff negativ umschrieben durch tschi tschātscho (od. ladscho) radíngĕroNote 1562 · S. Adler u. Apfelkern.Note 1563 · S. Hauswirt.Note 1564 · S. (betr. Fi[e]sel u. Freier) Bettelbube u. Fremder.Note 1565 · S. Bauer u. Amtmann.Note 1566 · S. Bauernfrau u. Amtmann.Note 1567 · S. Beischläferin.Note 1568 · S. abbrühen.Note 1569 · S. Bauch.Note 1570 · S. Jude u. Geistlicher.Note 1571 · S. Hebräer u. Bischof.Note 1572 · Die gleiche Umschreibung (bipoldéngĕro raschai, d. h. „Judenpriester“) kennen auch die Zigeuner; s. Liebich, S. 128 u. 230.Note 1573 · S. arg u. Adler; vgl. „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 49.Note 1574 · S. abgerahmte Milch.Note 1575 · S. Füllen.Note 1576 · S. Dolch.Note 1577 · S. Messer.Note 1578 · S. dazu die Zusammensetzgn. Sturmkittglitschin u. -gluber = Rathausschlüssel u. -uhr sowie Sturmkittsins = Ratsherr. Zu vgl. (aus dem verw. Note 1579 · S. (betr. Glitschin) Dietrich.Note 1580 · Mit Gluber (auch Gluper od. Kluper od. — am richtigsten wohl — Luber) = Uhr sind auch noch zusammengesetzt (am Anfang): Luberkitt = UhrgehäuNote 1581 · S. (betr. Sins) Amtmann.Note 1582 · S. (zu beiden Ausdr.) Bürgermeister.Note 1583 · S. anfassen.Note 1584 · S. ausstehlen.Note 1585 · S. (zu beiden Ausdr.) Pfeife.Note 1586 · S. Backofen u. Aas.Note 1587 · S. abbeißen.Note 1588 · S. berauscht; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. mit S. 7, Anm. 16.Note 1589 · S. Amme.Note 1590 · S. Apfelwein.Note 1591 · S. Ananas u. Henne bezw. Hahn.Note 1592 · Die sachlich gleiche Ausdrucksweise kennen auch die Zigeuner; s. Liebich, S. 152 u. 231 (porréskĕri kachnin = Rebhuhn, eigtl. „Busch- od. WaNote 1593 · S. anreden.Note 1594 · S. ansagen.Note 1595 · S. austreten (leicht).Note 1596 · S. (betr. Reifling) Fingerring. — Auch bei den Zigeunern heißt der Regenbogen brschindéskĕri gusterin, d. i. „Regenring“ od. deweléskĕri (anNote 1597 · S. alltäglich.Note 1598 · S. abbrühen.Note 1599 · S. Adler.Note 1600 · S. (betr. Ruch) Bauer.Note 1601 · S. (betr. Sins) Amtmann; vgl. auch Bischof.Note 1602 · S. (betr. Schure) abbiegen u. (betr. Sore) Brücke; vgl. Bischof.Note 1603 · S. abwaschen.Note 1604 · S. angenehm.Note 1605 · Über die sachlich gleiche Bezeichnung (bāro rai) für den Richter bei den Zigeunern s. Näh. bei Liebich, S. 232; vgl. auch schon „VorbemerkunNote 1606 · S. arg u. Bank.Note 1607 · S. Aas.Note 1608 · S. Adler u. Bauer. — Sachlich übereinstimmende Ausdrucksweise auch in der Zigeunersprache; s. Liebich, S. 232 (bāro dschēno od. gādscho, d. Note 1609 · S. Kalb.Note 1610 · S. (betr. Schmunk) Bratkartoffeln.Note 1611 · S. Entenstall.Note 1612 · S. Aschenbecher.Note 1613 · S. Fleischer.Note 1614 · S. Fingerring.Note 1615 · S. Frauenrock.Note 1616 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 1617 · S. Frucht.Note 1618 · S. anbeten u. Halskette. — Sachlich übereinstimmend hiermit auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 153 u. 233 u. Finck, S. 95 (pris[s]ermáNote 1619 · S. arg.Note 1620 · S. aufwachen.Note 1621 · S. ausschlafen.Note 1622 · S. Ofenruß.Note 1623 · S. Adler u. Frauenstube. — Sachl. übereinstimmend auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 234 (bāri [od. buchli] tattin [od. isma], d. h. „Note 1624 · S. Degen.Note 1625 · S. Brücke.Note 1626 · S. Bauch.Note 1627 · S. Beutel; vgl. Bankier.Note 1628 · S. abgerahmte Milch.Note 1629 · S. Gulasch.Note 1630 · S. einsalzen.Note 1631 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 1632 · S. (betr. Schwimmerling) Fisch.Note 1633 · S. (betr. Bossert) Aas.Note 1634 · S. Fleischhafen.Note 1635 · S. angenehm.Note 1636 · S. absingen.Note 1637 · S. absterben u. Abort. — Auch bei den Zigeunern kommt für den Sarg muléskĕro ker, d. h. „Totenhaus“, vor neben muléskĕri kistari, d. h. „TotNote 1638 · S. dazu die Zusammenstzgn.: Koelebossert = „Teufelsbraten“, Koeleklettert = „Teufelstisch“ (?) u. Koelesgroenert (d. h. eigtl. „TeufelskrautNote 1639 · S. Adler u. Abendessen; vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 1640 · S. Eber.Note 1641 · S. abwaschen.Note 1642 · S. Gemüse.Note 1643 · S. Amme.Note 1644 · S. (betr. Benk) brauchbarer Bursche u. (betr. Schure) abbiegen.Note 1645 · S. Entenstall.Note 1646 · S. Angesicht.Note 1647 · S. Hammel.Note 1648 · S. (betr. grandich) Adler; vgl. auch Bischof.Note 1649 · S. Anm. 1765 a. E.Note 1650 · S. Haushund.Note 1651 · S. Bauernfrau.Note 1652 · S. abschaffen.Note 1653 · S. Glied (weibliches).Note 1654 · S. arg.Note 1655 · S. anschauen.Note 1656 · S. Äquilibrist u. Abort.Note 1657 · S. Baumholz.Note 1658 · S. Ärger.Note 1659 · S. Bank.Note 1660 · S. (zu beiden Ausdr.) Gasthaus.Note 1661 · S. Entenfuß.Note 1662 · Zu Schaffel = Scheune (Schuppen, Speicher, Tenne), Dimin.: Schaffelle (Spr.), vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 344 (SchaffeNote 1663 · S. abschießen.Note 1664 · S. Büchse.Note 1665 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1666 · S. Mastpulver.Note 1667 · S. abbrühen u. Frucht.Note 1668 · S. Füllen.Note 1669 · S. Ofenruß u. Aas — An das in Schwär(z)ling steckende „schwarz“ erinnert auch die Ausdrucksweise der Zigeuner, die den Schinken (nach LiebicNote 1670 · Zu Dächle = (Regen-)Schirm s. die Zus.: Dächlespflanzer(in) = Schirmflicker(in) (u. dazu Dächlespflanzerulma = Schirmflickerleute) u. DächleNote 1671 · S. Fisch.Note 1672 · S. (betr. -pflanzer[in]) anbrennen.Note 1673 · S. (betr. Ulma) arme Leute.Note 1674 · S. Bauch.Note 1675 · S. ermorden.Note 1676 · S. Fleischer.Note 1677 · S. (betr. Kitt) Abort; vgl. Metzgerhaus.Note 1678 · S. aufwachen.Note 1679 · S. ausschlafen.Note 1680 · S. abgeben.Note 1681 · S. aufschlagen.Note 1682 · S. Ast.Note 1683 · S. dazu verkobere = verhauen. — Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 337, 343, 345 (koberen = auspeitschen, prügeln, schlageNote 1684 · S. Fehde.Note 1685 · S. abbrühen u. Abort bezw. abgerahmte Milch. — Bei den Zigeunern wird der Schlamm (nach Liebich, S. 164 u. 236 durch sāno tschikk, d. h. „düNote 1686 · S. besonnen.Note 1687 · S. arg.Note 1688 · S. abschließen.Note 1689 · S. Dietrich u. anbrennen.Note 1690 · S. angenehm u. Abort.Note 1691 · S. ausweinen.Note 1692 · S. aufwachen.Note 1693 · S. ausschlafen.Note 1694 · S. Dietrich.Note 1695 · S. (zu beiden Ausdr.) arg; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 8, Anm. 20.Note 1696 · S. Ärger.Note 1697 · S. Bratkartoffeln.Note 1698 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 1699 · S. essen.Note 1700 · S. Aas.Note 1701 · S. bewerfen.Note 1702 · S. abgerahmte Milch.Note 1703 · S. Affengesicht.Note 1704 · S. aufnähen.Note 1705 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 1706 · S. Pfeife u. Aas. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 160, 238 u. 244 (me sungāwa tuwăli, d. h. „ich rieche TabNote 1707 · S. angenehm.Note 1708 · S. Bierglas.Note 1709 · S. Fleischhafen.Note 1710 · S. Angst.Note 1711 · S. abschreiben; betr. gefebert = schriftlich vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36.Note 1712 · S. Attest.Note 1713 · Mit Klettert (= Tisch [Tafel]) sind weiter noch zusammengesetzt: a) im Anfang: Klettertpflanzer = Tischler; b) am Ende: Koeleklettert = „TeuNote 1714 · S. ausweinen.Note 1715 · S. (betr. grandich) Adler; vgl. Bischof.Note 1716 · S. Entenfuß.Note 1717 · S. Ferse.Note 1718 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1719 · S. borgen.Note 1720 · S. Borg (auf —)Note 1721 · S. Lehrer u. Abort.Note 1722 · S. brauchbares Kind u. aufschlagen; vgl. Lehrer.Note 1723 · S. (zu beiden Ausdr.) Bürgermeister.Note 1724 · S. Scheune.Note 1725 · S. Frauenschürze.Note 1726 · S. Aschenbecher.Note 1727 · S. Ferse, anbrennen u. Bauernfrau.Note 1728 · S. aberwitzig.Note 1729 · S. Gabel u. Adler. — Sachl. übereinstimmend auch die Zigeunerspr. (forschettākro tschirkŭlo, d. h. „Gabelvogel“, — neben forschettākri porinNote 1730 · S. Adler u. Gans; vgl. Bischof. — Dieselbe Art der Umschreibung kennen die Zigeuner; s. Liebich, S. 239 (bāri pāpin, d. h. „große Gans“ = ScNote 1731 · S. Adler u. Bauch.Note 1732 · S. (betr. bosten) abgehen.Note 1733 · S. arg u. Bäcker.Note 1734 · S. behext u. Bauer.Note 1735 · S. ansagen.Note 1736 · S. aufhören.Note 1737 · S. (zu beiden Ausdr.) Eber.Note 1738 · S. (betr. Bossert) Aas.Note 1739 · S. abkaufen.Note 1740 · S. Fleischer.Note 1741 · S. Amme.Note 1742 · S. Augenbrauen.Note 1743 · S. Degen.Note 1744 · S. Bruder.Note 1745 · S. Beischläferin.Note 1746 · S. Adler u. absterben; vgl. Bischof; s. auch (betr. die Substantivierung des Adj) „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 38.Note 1747 · S. abbrühen u. abgehen. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunersprache; s. das Näh. schon in der „Vorbemerkg“, S. 17, Anm. 44 a. E. vbdNote 1748 · S. (betr. Kib) Haushund.Note 1749 · S. anschauen.Note 1750 · S. Äquilibrist.Note 1751 · S. Milchbrötchen.Note 1752 · S. Frucht u. Brücke. — Im Zigeun. heißt (nach Liebich, S. 164 u. 240) die Sense kasséskĕri tschinamáskĕri, d. h. „ein Heuschneideding“ (zu kNote 1753 · S. Bank.Note 1754 · S. absterben.Note 1755 · S. Affengesicht.Note 1756 · S. absingen.Note 1757 · S. (betr. Fläderling) Adler.Note 1758 · S. aberwitzig.Note 1759 · S. angenehm.Note 1760 · S. elend.Note 1761 · S. daher (a. E.)Note 1762 · S. Bauer u. Fußlappen.Note 1763 · S. brauchbarer Bursche.Note 1764 · S. Bettelbube.Note 1765 · S. Fremder.Note 1766 · S. Bruder.Note 1767 · S. Almosen.Note 1768 · S. Bank.Note 1769 · S. abzahlen.Note 1770 · S. Hauptmann.Note 1771 · S. (betr. Mos[s]) Bauernfrau.Note 1772 · S. Fingerhut.Note 1773 · S. Gasthaus.Note 1774 · S. Aas u. alltäglich. — Auch die Zigeuner kennen für Sonntag (neben dem einfachen gurko) die Umschreibung más(s)elo diwes, d. h. ebenfalls „Note 1775 · S. Feiertag.Note 1776 · S. Angst.Note 1777 · S. anschauen.Note 1778 · S. Knödel.Note 1779 · S. (betr. Schnall) Metzelsuppe.Note 1780 · S. abgehen.Note 1781 · S. Bratkartoffeln u. Aas.Note 1782 · S. Scheune.Note 1783 · S. essen.Note 1784 · S. abschließen.Note 1785 · S. anreden.Note 1786 · S. ansagen.Note 1787 · S. Gespenst.Note 1788 · S. Adler.Note 1789 · S. Dorn; vgl. Igel.Note 1790 · S. Entenstall.Note 1791 · S. Apfelbaum u. Baumholz. Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunersprache; s. Liebich, S. 242 (rukkéskĕro gascht, eigtl. etwa „Baumholz“, Note 1792 · S. (betr. grandich) Adler; vgl. Bischof. — Vgl. i. d. Zigeunerspr.: bāro sāno gascht, d. h. „großes (langes) dünnes Holz“, = Stange; s. LiebNote 1793 · S. absterben. — Vgl. auch im Zigeun.: mulo (eigtl. „tot“) = starr (Liebich, S. 242).Note 1794 · S. betr. (Ki[e]bes) Angesicht. — Vgl. im Zigeun.: pesso schēro, d. h. „Dickkopf“, = Starrkopf (Liebich, S. 242).Note 1795 · Zu dupfen = stechen (auch als Subst. Dupfen = Stich, das Stechen) s. d. Zus. Dupfsins = Wundarzt. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. Note 1796 · S. arg u. Attest.Note 1797 · Vgl. (betr. Spraus) Anm. 1909. — Es handelt sich hierbei um ein Wortspiel, indem man das „Steck-“ in Steckbrief als „Stecken“ (= Stock, HolzNote 1798 · S. Chaussee.Note 1799 · S. anfassen.Note 1800 · S. ausstehlen.Note 1801 · S. Gestein.Note 1802 · S. Apfelkern.Note 1803 · S. absterben u. Adler; betr. die Übereinstimmung mit d. Zigeunern s. Käuzchen.Note 1804 · S. (betr. -guffer) aufschlagen.Note 1805 · S. (betr. Sauft) Bett.Note 1806 · S. ankleiden.Note 1807 · S. Abend u. alltäglich.Note 1808 · S. (betr. Schund) abgerahmte Milch.Note 1809 · S. anzahlen.Note 1810 · S. abzahlen. — Beide Ausdr. bedeuten eigentl. nur „das Bezahlen“; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 35. Sachlich übereinstimmend auch die ZigNote 1811 · S. stechen; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 35.Note 1812 · S. Entenfuß.Note 1813 · S. arg u. brauchbares Kind.Note 1814 · S. (betr. Mamere) AmmeNote 1815 · S. Eltern.Note 1816 · S. Bulle.Note 1817 · S. Aas.Note 1818 · S. Angesicht.Note 1819 · S. Baumholz.Note 1820 · S. (zu beiden Ausdr.) Ast.Note 1821 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1822 · S. (betr. grandiche) Adler.Note 1823 · S. Adler; vgl. Bischof.Note 1824 · S. bestraft.Note 1825 · S. (betr. bereimen) bezahlen.Note 1826 · S. Chaussee.Note 1827 · S. (betr. Schenegler) abschaffen.Note 1828 · S. brauchbarer Bursche.Note 1829 · S. Fehde.Note 1830 · S. arg.Note 1831 · Zu Rauschert = Streu, Stroh (Zus.: Rauschertsauft = Streu- od. Strohlager, Strohbett) vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. Note 1832 · S. (betr. Sauft) Bett.Note 1833 · S. abbrühen.Note 1834 · S. Fußlappen.Note 1835 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1836 · S. Frauenstube.Note 1837 · S. Bank.Note 1838 · S. Dietrich u. anreden bezw. ansagen.Note 1839 · Ähnlich auch in der Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 244 (unter „stumm sein“: me naschti rakkerwāwa, d. h. „ich kann nicht reden“).Note 1840 · S. anbeten u. Bauernfrau.Note 1841 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1842 · S. arme Leute.Note 1843 · S. Bauer.Note 1844 · S. Füllen u. Bauernfrau. — Betr. Analogie in der Zigeunerspr. s. schon oben unter „Hengst“.Note 1845 · S. Almosen.Note 1846 · S. Bank.Note 1847 · S. Metzelsuppe.Note 1848 · S. Kaffee.Note 1849 · S. Pfeife.Note 1850 · S. Aas; vgl. schnupfen; daselbst auch über die Zigeunersprache.Note 1851 · S. Bauch.Note 1852 · S. Beutel.Note 1853 · S. abbiegen.Note 1854 · S. Schreibtisch.Note 1855 · S. alltäglich.Note 1856 · S. Abend.Note 1857 · S. Mark.Note 1858 · S. Dietrich. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr. nach Liebich, S. 244 (Tschi, d. h. „nichts“, = Tand).Note 1859 · S. Ananas u. Apfelbaum; vgl. dazu auch über die Zigeunerspr. „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 48.Note 1860 · S. Eltern u. Bruder.Note 1861 · S. (betr. Mamere) Amme. — Auch von den Zigeunern wird für „Tante“ unterschieden dadéskĕri pēn u. dākri pēn, d. h. „väterliche (des Vaters)“ Note 1862 · S. aufspielen.Note 1863 · S. Bauch.Note 1864 · S. (betr. Schnurrant) Äquilibrist.Note 1865 · S. Aschenbecher.Note 1866 · S. Adler.Note 1867 · S. angenehm.Note 1868 · S. anmutig.Note 1869 · S. abbrühen.Note 1870 · S. Dom.Note 1871 · S. Scheune.Note 1872 · S. Satan.Note 1873 · S. (betr. Bossert) Aas.Note 1874 · S. (betr. Klettert) Schreibtisch.Note 1875 · S. Kaffee.Note 1876 · S. Fleischhafen.Note 1877 · S. Kessel.Note 1878 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1879 · S. Beischläferin.Note 1880 · S. Bruder.Note 1881 · S. (betr. Galm) brauchbares Kind.Note 1882 · S. Bauer.Note 1883 · S. Bettelbube.Note 1884 · S. aberwitzig u. Abort.Note 1885 · S. (betr. Ki[e]bes) Angesicht.Note 1886 · S. absterben; vgl. „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 36.Note 1887 · S. ermorden.Note 1888 · S. (betr. Sore) Brücke.Note 1889 · S. Bett.Note 1890 · S. Aas.Note 1891 · S. Bauer.Note 1892 · S. Attest.Note 1893 · S. ankleiden.Note 1894 · S. Adler u. Bauch.Note 1895 · S. abtragen.Note 1896 · S. ausweinen; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 35.Note 1897 · S. Amme.Note 1898 · S. Ananas.Note 1899 · S. arg.Note 1900 · S. angenehm.Note 1901 · S. (betr. nobis) Dietrich.Note 1902 · S. (betr. Glansert) Bierglas.Note 1903 · S. Fleischhafen.Note 1904 · S. Aschenbecher.Note 1905 · S. aberwitzig.Note 1906 · S. Ärger.Note 1907 · S. abgerahmte Milch.Note 1908 · Vgl. dazu „Vorbemerkung“ S. 15, Anm. 38 vbd. m. S. 7, Anm. 16.Note 1909 · S. Hauptmann.Note 1910 · S. Barchent.Note 1911 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 1912 · S. anmutig.Note 1913 · S. Affengesicht.Note 1914 · S. Adler u. abbiegen bezw. Brücke; vgl. Bischof.Note 1915 · S. Adler u. anbrennen.Note 1916 · S. Hauswirt.Note 1917 · In dem verw. Quellenkr. m. Wiss. unbekannt; dagegen kennt die Wiener Gaunerspr. nach Pollak 207 Blatt machen = „unter freiem Himmel schlafenNote 1918 · S. Frauenrock.Note 1919 · S. abschreiben.Note 1920 · S. anschauen.Note 1921 · S. Rathausuhr.Note 1922 · Zu Gengle = Uhr (u. dazu die Zus. Genglespflanzer = Uhrmacher) zu vgl. in der schwäb. Händlerspr. (487) Gängling = Uhr und Gänglingpflanzer Note 1923 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1924 · S. Halskette.Note 1925 · S. Dietrich.Note 1926 · S. Bauch.Note 1927 · S. ermorden.Note 1928 · S. abfahren.Note 1929 · S. abfallen.Note 1930 · S. abgehen.Note 1931 · S. aufspielen.Note 1932 · S. abtragen.Note 1933 · S. absterben.Note 1934 · S. Dietrich.Note 1935 · S. arg.Note 1936 · S. (betr. ankluftet) ankleiden.Note 1937 · S. (betr. gneis) erkennen; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36 a. E.Note 1938 · S. (betr. dof) angenehm.Note 1939 · S. abgerahmte Milch.Note 1940 · S. abkochen.Note 1941 · S. Filzlaus.Note 1942 · S. Katholik.Note 1943 · S. evangelisch.Note 1944 · S. Jude.Note 1945 · S. (betr. Fläderling) Adler.Note 1946 · S. unter „elend“; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36 a. E.Note 1947 · S. aberwitzig.Note 1948 · S. Satan u. Gemüse. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich 127 u. 249 vbd. mit Finck, S. 55 (bengéskĕro [od. -ri] trābNote 1949 · S. absterben.Note 1950 · S. abgerahmte Milch.Note 1951 · S. Kalb bezw. Bulle u. Bratkartoffeln.Note 1952 · Vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36 a. E. sowie auch bei den Zigeun.: nāno merēla (d. h. „stirbt nicht“) = unsterblich; s. Liebich, S. 249.Note 1953 · S. Fußsohle.Note 1954 · S. abgehen.Note 1955 · S. (betr. Kluft) ankleiden.Note 1956 · S. Frauenrock.Note 1957 · S. abschreiben.Note 1958 · S. anreden.Note 1959 · S. ansagen.Note 1960 · Sachl. übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 154, 250, 252 (putschäpenn, d. h. „die Frage, Fragerei“, = Verhör, UntersuchungNote 1961 · S. Ehe.Note 1962 · S. Dummheit.Note 1963 · S. Ärger.Note 1964 · S. unter „elend“.Note 1965 · S. austreten (leicht).Note 1966 · S. (betr. Flu[h]te) abbrühen.Note 1967 · S. Bierglas.Note 1968 · S. Fleischhafen.Note 1969 · S. Attest.Note 1970 · S. Eltern.Note 1971 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 1972 · S. Stadt.Note 1973 · S. abbetteln.Note 1974 · S. Blut.Note 1975 · S. abbrennen.Note 1976 · S. bezahlen.Note 1977 · S. abzahlen.Note 1978 · Vgl. dazu auch in der Zigeunerspr.: pleisserpenn, d. h. „Bezahlung, Lohn“, = Verdienst; s. Liebich, S. 251 vbd. mit S. 152.Note 1979 · S. Aas.Note 1980 · S. anbrennen.Note 1981 · S. aufschlagen.Note 1982 · S. schlagen.Note 1983 · S. Ast.Note 1984 · S. anreden; vgl. (betr. die Zigeunerspr.) oben Anm. 2087.Note 1985 · S. (zu allen drei Ausdr.) abkaufen.Note 1986 · S. handeln.Note 1987 · S. ankleiden.Note 1988 · S. anlachen.Note 1989 · S. abbetteln.Note 1990 · S. Adler u. anbrennen.Note 1991 · S. abgehen.Note 1992 · S. belügen.Note 1993 · Vgl. (betr. den Gebrauch des Subst. als Adj.) „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 38 E.Note 1994 · S. abbrennen.Note 1995 · S. Adler u. abbiegen bezw. Brücke.Note 1996 · S. ermorden.Note 1997 · S. besonnen.Note 1998 · S. Konkurs.Note 1999 · Substant. Partiz. von verdibern; vgl. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36.Note 2000 · S. arg.Note 2001 · S. aberwitzig.Note 2002 · S. angenehm.Note 2003 · S. abschließen.Note 2004 · S. Ärger.Note 2005 · S. absterben.Note 2006 · S. Amme.Note 2007 · S. essen.Note 2008 · S. (zu allen drei Ausdr.) Abendessen.Note 2009 · S. Brücke.Note 2010 · S. Mastpulver.Note 2011 · S. Adler.Note 2012 · S. Gewerbeschein.Note 2013 · S. (betr. Kitt) Abort.Note 2014 · S. Entenstall.Note 2015 · S. Ei.Note 2016 · S. Fleischhafen.Note 2017 · S. abschießen.Note 2018 · S. anbeten.Note 2019 · S. Entenfuß.Note 2020 · S. Angesicht.Note 2021 · S. abbeißen.Note 2022 · S. alljährlich.Note 2023 · S. belügen.Note 2024 · S. anreden.Note 2025 · S. ansagen.Note 2026 · S. abgeben.Note 2027 · S. abschreiben.Note 2028 · S. absingen.Note 2029 · S. aufspielen.Note 2030 · S. Stadt.Note 2031 · S. alltäglich.Note 2032 · S. Abend u. Abort.Note 2033 · S. Adler u. Gendarm; vgl. Bischof.Note 2034 · S. (betr. Schrende) Frauenstube.Note 2035 · S. Degen u. anbrennen.Note 2036 · S. Eisenbahnwagen.Note 2037 · S. abfahren.Note 2038 · S. Betrug.Note 2039 · S. (zu beiden Ausdr.) Ananas.Note 2040 · S. Haselnuß.Note 2041 · S. Aschenbecher.Note 2042 · S. Bauch.Note 2043 · S. Aas u. Filzlaus; — Bei den Zigeunern wird (nach Liebich, S. 258 vbd. m. S. 166) die Wanze durch platti tschūw od. lōli tschuw, d. h. „plaNote 2044 · S. Brücke.Note 2045 · S. (betr. Pflader- [pfladeren]) abwaschen.Note 2046 · S. Bauernfrau.Note 2047 · S. Abort.Note 2048 · S. abbrühen.Note 2049 · S. Hahn.Note 2050 · S. Henne.Note 2051 · S. Fleischhafen.Note 2052 · S. Mühle.Note 2053 · S. Metzelsuppe.Note 2054 · S. Adler.Note 2055 · S. daher a. E. u. davongehen.Note 2056 · S. Chaussee.Note 2057 · S. (betr. Bich) Almosen.Note 2058 · S. abfahren.Note 2059 · S. abgehen.Note 2060 · S. abbeißen.Note 2061 · S. anschauen.Note 2062 · S. anfassen.Note 2063 · S. ausstehlen.Note 2064 · S. abtragen.Note 2065 · S. böse Frau.Note 2066 · S. Frau.Note 2067 · S. Bauernfrau.Note 2068 · S. Amme.Note 2069 · S. (betr. Malfes) Frauenrock.Note 2070 · S. Frucht u. Apfelbaum.Note 2071 · S. Flurschütz.Note 2072 · S. ApfelweinNote 2073 · S. Ananas.Note 2074 · S. (betr. Sore) Brücke.Note 2075 · S. ausweinen.Note 2076 · S. Bierglas.Note 2077 · S. Abort.Note 2078 · S. Fleischhafen.Note 2079 · S. Baumholz.Note 2080 · S. Apfelbaum.Note 2081 · S. angenehm u. Bäcker.Note 2082 · S. (zu beiden Ausdr.) Frucht.Note 2083 · S. (zu beiden Ausdr.) Aas.Note 2084 · S. Dietrich u. Adler.Note 2085 · S. bewerfen.Note 2086 · S. abfallen.Note 2087 · S. brauchbares Kind u. Bett. — Vgl. bei den Zigeunern (nach Liebich, S. 260): tschawéskĕro schukklepenn, d. h. etwa „Kinderschaukel“, = WiegNote 2088 · S. (zu beiden Ausdr.) Gasthaus.Note 2089 · S. abwaschen.Note 2090 · S. Aas.Note 2091 · S. gebären.Note 2092 · S. (betr. begerisch) absterben.Note 2093 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 2094 · S. Hauswirt.Note 2095 · S. Abort.Note 2096 · S. Hammel u. Augenbrauen. — Sachlich übereinstimmend auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 261 (bakoréngere balla, d. h. „Schafhaare“, = WolNote 2097 · S. Ärger.Note 2098 · S. absterben u. Amtmann.Note 2099 · S. (betr. Dupf-) stechen.Note 2100 · S. Leberwurst.Note 2101 · S. (betr. Achilerei) essen.Note 2102 · S. Abendessen.Note 2103 · S. Aas.Note 2104 · S. Brücke.Note 2105 · S. Metzelsuppe.Note 2106 · S. arg.Note 2107 · S. bezahlen; vgl. auch „Vorbemerkg.“, S. 15, Anm. 35 (Bereime [u. Zeine] wohl = subst. Infinitive).Note 2108 · S. (zu beiden Ausdr.) abzahlen; vgl. (betr. Zeine) auch die vor. Anm. a. E.Note 2109 · S. abbeißen.Note 2110 · S. (betr. Sins) Amtmann.Note 2111 · S. Aas.Note 2112 · S. behext.Note 2113 · S. Betrug.Note 2114 · S. Amme.Note 2115 · S. Entenfuß u. Daumen.Note 2116 · Diese merkwürdige Bezeichnung findet sich schon in dem Dolm. der Gaunerspr. 93 (in der Form Schofnase u. mit der Bedeutg. „Groschen“); sonstNote 2117 · S. (betr. Linz-) anschauen.Note 2118 · S. Attest.Note 2119 · S. Kaffee.Note 2120 · S. (betr. Schottel) Aschenbecher.Note 2121 · S. abbrennen u. Apfelkern. — Sachlich übereinstimmend damit auch die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 262 (chadschēdo parr, d. h. „gebrannter StNote 2122 · S. Pfeife.Note 2123 · S. Pfeife u. abbiegen.Note 2124 · S. (betr. Reiber) Beutel.Note 2125 · S. (betr. Rande) Bauch.Note 2126 · S. Löwenzahn.Note 2127 · Zu Sende = Zigeuner vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Sulzer Zigeunerliste 1787 (252: die Sende = die Zigeuner); W.-B. des Konst. Hans 257 (dNote 2128 · S. (betr. Fi(e)sel) Bettelbube.Note 2129 · S. Haushund.Note 2130 · S. Beischläferin.Note 2131 · S. Eisenbahnwagen.Note 2132 · S. Frauenstube.Note 2133 · S. (betr. -pflanzer) anbrennen.Note 2134 · Zu Rochus vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 77 (Roches od. Broches = Zorn); Schwäb. Händlerspr. 488 (hier nur daNote 2135 · Nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1519, Nr. 2 bedeutet massig im Schwäbischen (ähnlich wie auch in anderen südd. Mundarten, z. B. im ElsaßNote 2136 · S. Arrest; vgl. Gefängnis.Note 2137 · S. arg u. Abort; vgl. Arrest sowie „Einleitung“, S. 28 u. S. 25, Anm. 61.Note 2138 · S. (betr. Lehm) Bäcker.Note 2139 · S. Fingerhut.Note 2140 · S. abbrühen.Note 2141 · S. abbrennen.Note 2142 · S. (betr. Spreisle) Baumholz.Note 2143 · S. abgehen.Note 2144 · S. anschauen.Note 2145 · S. abgeben.Note 2146 · S. aufschlagen.Note 2147 · S. Ast.Note 2148 · S. abschließen.Note 2149 · S. Dietrich, Adler u. Bauer. — Die Zigeuner umschreiben (nach Liebich S. 264) den Begriff etwas einfacher durch dikkno gādscho, d. h. „kleinNote 2150 · Mit Blauhanze (od. -hanse) sind zusammengesetzt: Blauhanzestöber = Zwetschenbaum, Blauhanzekies, -brandling u. -g’finkelter od. -soruf = ZweNote 2151 · S. (betr. Stöber) Apfelbaum.Note 2152 · S. Apfelkern.Note 2153 · S. Apfelkuchen.Note 2154 · S. (zu beiden Ausdr.) Branntwein; vgl. (betr. G’finkelter) auch behext.Note 2155 · S. Brücke.Note 2156 · Schon in meiner „Vorbemerkung“ (S. 3) habe ich erwähnt, daß die „Sprachproben“ — aus dort näher angegebenen Gründen — nicht unwesentlich gekNote 2157 · Nach dem Wörterbuch bedeutet ni(e)sich und nillich sowohl dumm als auch verrückt.Note 2158 · Das hier in Verbindung mit „wo“ (für „woher“) vorkommende Wort schureles habe ich nicht ins jenisch-deutsche Wörterbuch eingestellt, weil esNote 2159 · Eine wörtliche Übersetzung dieser Redensart erscheint nicht gut möglich. Ins W.-B. ist sie deshalb nicht mit eingetragen worden.Note 2160 · Wittich hat hierzu in einer Anmerkung bemerkt, daß er von einer Übersetzung dieser „Schnadahüpfel“ abgesehen habe, weil teils ihr Sinn sich Note 2161 · Die Nummern 1 u. 2 (bezw. 4) der „Schnadahüpfel“ stimmen (wie schon in der „Vorbemerkg.“, S. 3, Anm. 4 erwähnt) auffälligerweise dem InhalteNote 2162 · Zu dieser Nummer (sowie auch zu Nr. 4) vgl. die folgende Fassung beim „Konstanzer Hans“:
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