Note 2262 — Anmerkungen.
Reading edition
Nach Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1519, Nr. 2 bedeutet massig im Schwäbischen (ähnlich wie auch in anderen südd. Mundarten, z. B. im Elsaß) so viel wie: unzuverlässig, störrisch (von Menschen u. Tieren, z. B. Pferden, gebr.), eigensinnig, zornig, wütend, ungestüm, wild, derb, grob, mürrisch, widerwärtig, zänkisch u. a. m. und wird auch als Subst. für „roher, derber Mensch“ gebraucht. Seiner Etymologie nach gehört der Ausdruck wohl zu dem neuhebr. mazziq = „böser Geist, verderbenbringendes Wesen“ (vom hebr. Stamm nâzaq [vgl. A.-L., S. 410 unter „Nĕsack“]), das als Massig od. Massik = Teufel ins Rotwelsch eingedrungen sowie (in der Form Massing und mit gleicher Bedeutg.) auch der schwäb. Händlerspr. bekannt ist. S. Dolm. der Gaunerspr. 100 (Massig = Teufel); Pfulld. J.-W.-B. 345 (Massik); Schwäb. Händlerspr. 487 (Massing). Vgl. Fischer, a. a. O.