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Die jenische Sprache

Note 403 — Anmerkungen.

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Kiesreiber bedeutet eigentl. spezieller Geldbeutel, Geldbörse (Börse, Säckel), zus. aus Kies = Geld u. dgl. (s. Näh. unter „Bankier“) u. Reiber = Beutel, das jedoch in Wittichs W.-B. nicht für sich allein vorkommt, sondern nur in gewiss. Zus. wie (außer Kiesreiber) noch Toberichreiber = Tabaksbeutel u. Dämpferereiber = Zigarrenbeutel. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93, 98 (Reipert = Sack) Megesreipert = Geldbeutel [wozu betr. Meges = Geld zu vgl. Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 257, Anm. 2, lit. b u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 572: zu hebr. mäkäs = „Abgabe“]); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Kiesreiber = Geldbeutel); Schwäb. Händlerspr. 481 (Kîsreiber, Bedtg. ebenso). Über weitere Belege im Rotw. — seit dem 16. Jahrh. (s. schon Lib. Vagat. 54 [Rippart = „Säckel“]) — u. die Etymologie (wohl zu unserem Zeitw. reiben, mhd. rîben) s. Näh. bes. bei Weber-Günther, S. 179; vgl. auch Pott II, S. 34, 35; A.-L. 591 (unter „Reiber“); Stumme, S. 24.

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