← Table of contents
Die jenische Sprache

Note 351 — Anmerkungen.

Reading edition

Diese Vokabel setzt ein Zeitw. verfinkeln = behexen voraus, das aber im Vokabular nicht angeführt ist, ebenso wie ein einfaches finkeln (im Rotw. für „kochen [sieden, braten]“ usw. bekannt) fehlt, während als Ableitungen von letzterem die Subst. Finkler = Zauberer, Schwarzkünstler, Finklere = Zauberin, Finklerei = Hexerei, Zauberei u. als Zus. mit dessen Stamm finkel-: Finkelmoss = Hexe, Finkelkaffer = Hexenmeister u. Finkelkitt = Hexenhaus erscheinen. Über das — gleichfalls zu diesem Zeitw. gehörige — Subst. Gefinkelter = Branntwein s. Näh. unter diesem Ausdr. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schöll 270 (Fenkel Caspar = Betrug mit Hexerei); Pfulld. J.-W.-B. 340 (Fingelschize = Hexe); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70 (Finkelmos = Hexe); Schwäb. Händlerspr. (in Pfedelb. [210]: Finkelmoß = Hexe, Finkelschütz = Hexenmeister). — Das einfache Finckel = Hexe kannte die Scharfrichtersprache v. 1813 (308). Zur Etymologie: Den Übergang von der Bedeutg. des — zu dem Stammwort Funk u. ähnl. = Feuer (vgl. Bd. 63 S. 35 u. Anm. 125) gehörenden — Zeitw. finkeln od. fünkeln = kochen usw. (s. schon Lib. Vagat [53]: fünckeln = sieden od. braten u. dann öfter) zu den Begriffen Finklerei = Hexerei, Finklere od. Finkelmoss = Hexe usw. haben höchstwahrscheinlich Ausdrücke wie „Teufelsbraten“ u. „Hexenküche“ (u. überhaupt die Vorstellung von dem Zubereiten [Kochen] von allerlei Zaubertränken durch die Hexen) vermittelt; s. dazu Pott II, S. 34; vgl. auch Groß’ Archiv, Bd. 50, S. 350 (unter „Fingelmusch“).

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings