Note 448 — Anmerkungen.
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a) Schmunk bedeutet soviel wie: Schmalz (Fett, Mark, „Schmer“), in Zus. auch Butter, wofür sonst spezieller dofer Schmunk, d. h. „gutes (od. besseres) Fett (Schmalz)“, gebraucht wird. Die Zusammensetzgn. sind: α) mit Schm. voran (außer Schmunkbolle noch): Schmunklehm = Butterbrot Schmunkschure = Butter-(od. Schmalz-)faß, Schmunkgleis = Buttermilch Schmunkschottel = Fettbüchse, Schmunkhornikel = Mastochse, Schmunkbossert = Speck; β) mit Schm. am Ende: Bogaschmunk = Kuhbutter, Hornikelschmunk = Ochsenfett, auch Unschlitt (s. d. betr. Übereinstimmg. mit der Zigeunerspr.), Horbogeschmunk = Rindsfett sowie ebenfalls Unschlitt. Eine Ableitg. ist das Zeitw. schmunken = schmälzen (schmelzen). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91, 98 (Schmunk = Butter, Schmalz); W.-B. des Konst. Hans 253 (Form: ebenso, Bedtg.: Schmalz), Pfulld. J.-W.-B. 344 (ebenso, dazu: schmunkig = schmutzig); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 74, 75 (Schmunke = Schmalz; Zus.: Schmunkbossert = Speck); Schwäb. Händlerspr. 486 (Schmunk = Schmalz; dazu in Pfedelb. [209, 213]: Rindschmunk = Butter u. Schmunkbossert = Speck); s. auch Pleißlen der Killertaler 436 (Schmoñg = Schmalz) u. Metzer Jenisch 216 (Schmunk = Butter). Über weitere Belege im Rotw. usw. sowie die Etymologie des Wortes (das nach richtiger Ansicht deutsch. Ursprungs ist) s. das Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 210 (unter „Schmunk-Buckeler“); vgl. auch Weber-Günther, S. 180. — b) Bolle (-la) bedeutet — ebenso wie die Zus. Schundbolla (s. dazu Näh. schon unter „abgerahmte Milch“) —: Kartoffeln (Erdäpfel). Zwei andere Zus. damit sind noch (nach den Spr.) Bolleblättling = Kartoffelsalat u. Bolleschottel = Kartoffelschüssel. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93 (Schompollen = „Grundbieren“ (d. h. Grundbirnen, schwäb. = Kartoffeln); Pfulld. J.-W.-B. 341 (Bolle = Kartoffeln); Schwäb. Händlerspr. 482 (Bolle od. Schunbolle = Kartoffeln). Zur Etymologie s. bes. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 1274 (unter „Bolle“, Nr. 5, bes. lit. b), wonach Bolle im allgem. einen „runden Körper, Klumpen, Kugel“, weiter eine „rundliche (knorpelige) Frucht“ u. bes. die Kartoffel bedeutet; vgl. dazu auch Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 298 (betr. Bolle = a) Zwiebel, b) Taschenuhr) sowie bes. über die Form Schundbolle u. ä. A.-L. 605 u. Groß’ Archiv, Bd. 59, S. 263, 265, 283. Über die Verwandschaft von Bolle mit d. mhd. Zeitw. boln (ahd. bolôn) = „rollen, wälzen, werfen, schleudern“ u. dgl. s. Kluge, W.-B., S. 64 u. Weigand, W.-B. I, Sp. 265; vgl. auch schon oben (unter „abfallen“) betr. das jenische Zeitw. bohlen.