Note 334 — Anmerkungen.
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Die Bezeichnung des Eichhörnchens als Stöberschmaler, d. h. „Baumkatze“, ist sicher aus der Zigeunersprache übernommen, in der das Tier sachlich ganz ebenso heißt (näml. [nach Liebich 156, 181, 191] rukkéskri od. rukkengĕri mádschka od. [nach Finck 72] rakéskeri mátška, d. h. etwa die sich auf Bäumen aufhaltende Katze, zu ruk(k) = Baum u. mátška (madschka) = Katze [s. Liebich, S. 156, 181, 214 u. Finck, S. 72, 82]); vgl. auch schon „Vorbemerkung“, S. 18. Ein Synon. damit ist auch romésk(e)ri mátška, d. h. „Zigeunerkatze“ (s. Liebich, S. 156 u. 191 u. Finck, S. 72), wie denn das Eichhörnchen neben dem Igel und dem Fuchs (sowie dem Federvieh) zu den „Leckerbissen“ der Zigeunerküche gehört (s. Liebich, S. 85). — Neben Schmaler = Katze (auch Kater; Dimin.: Schmalerle = Kätzchen) findet sich im Jenischen auch die gleichbd. Form Schmaleng (plur. Schmaling [vgl. „Vorbemerkung“, S. 13, Anm. 30). Mit Schmaler sind zusammengesetzt noch Schmalerbossert = Katzenfleisch und Schmalerrande = Katzensack. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 341 (Schmaling = Katze); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71 (Gschmaling); Schwäb. Händlerspr. 482/83 (Schmâle [in Pfedelb. (211): Gschmale], Schmâling [in Pfedelb. (211): Schmarling] oder Gschmâling [in Pfedelb. (211): auch Gschmarling] = Katze); s. auch Pfälz. Händlerspr. 438 (Schmalert) u. Regensb. Rotwelsch 489 (Schmali u. a. m.). Der Dolm. der Gaunerspr. (98) kennt das Synon. Schmalfus, das schon im W.-B. von St. Georgen 1750 (207) verzeichnet ist und sich — gleich den Formen Schmaler (zuerst dial.: Schmola bei Schintermicherl 1807 [289]) u. Schmaling — bei den Gaunern bzw. Kunden bis in die Neuzeit erhalten hat (vgl. z. B. Groß 491 u. Ostwald [Ku.] 133). Der Etymologie nach gehören alle diese Ausdrücke gewiß zu unserem Adj. schmal; s. Pott II, S. 23; Wagner bei Hersig, S. 249; Günther, Rotwelsch, S. 57 u. 63, Anm. 64; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 481 (unter „G[e]schmaling“).