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Die jenische Sprache

Note 176 — Anmerkungen.

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Auch die Zigeunersprache kennt (wie schon in der „Vorbemerkung“, S. 17 erwähnt) diese Umschreibung (eigtl. „großer Herr“ für „Amtmann“ u. dergl. (s. Liebich, S. 127 u. 174: bāro rai; vgl. auch Jühling, S. 225 [= „Bezirksamtmann“]), desgl. für die Bedeutgn. „Richter“, „Herrscher“ u. „Oberherr“ (s. d. Vork. im W.-B.), während für die weiteren Bedeutgn. „Fürst“ u. „Landesherr“ bes. Benennungen bestehen. Über grandich Sins = König (fem. grandich Sinse) — wobei grandich als Superlativ zu betrachten — s. d. Näh. noch unter „Bischof“; vgl. auch schon „Vorbemerkung“, S. 17, Anm. 42. Zusammensetzgn. mit Sins (od. Sens) = Herr (Edelmann, Gebieter [vgl. fem. Sinse od. Sense = Herrin (Dame, Edeldame) u. d. Dimin. Sinsle = Junker]) sind: a) im Anfang: Sinsekitt = Herrenhaus, Herrschaftshaus u. Sinseschrende = Herrenzimmer, während in Sinsemoss = Herrin (Dame, Edeldame) und Sinsemodel = Fräulein doch wohl eher das fem. Sinse steckt; b) am Ende (beliebt bes. als Berufsbezeichngn.): Begersins = Arzt (Doktor), Wundarzt (u. dazu schofler Begersins = Quacksalber, vgl. auch oben S. 98, Anm. 157), Bich-, Kies-, Lobesins = Bankier (Bichsins auch = Münzmeister), Fehtesins = Quartierherr (fem. -sinse = Quartierfrau), Sturmkittsins = Ratsherr, Dupfsins = Wundarzt, Näpflingsins = Zahnarzt. Zu vgl. (aus d. verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 254, 259 (Sinz = Herr, Sinst = der regierende Herr); Schöll 272 (Sens = Herr); Pfulld. J.-W.-B. 338, 340, 341 (Sens = Herr, Obersens = Beamter, Senserei = Herrschaft, Kanzlei); Schwäb. Händlerspr. 482 (Sens = Herr, in U. [213] = Amtsrichter [in Pfedelb. (208) dafür: Seetzer] u. Senserei = Amtsgericht). Über weitere Belege im Rotw. seit d. 15. Jahrh. (woraus hier bes. erwähnt sei, daß grandiger Sims für „Amtmann“ od. „Edelmann“ schon bei A. Hempel 1687 [168] vorkommt) sowie über die nicht sichere) Etymologie s. ausführl. Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 269ff (unter („Sens“).

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