Note 784 — Anmerkungen.
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Trabertle ist Dimin. zu Trabert od. Trapert = Pferd (Roß, auch [mehr verächtl.] Gaul, Klepper, Mähre sowie spezieller: Hengst, Rappe u. Schimmel), es wird also zunächst ohne Rücksicht auf das Geschlecht oder sonstige Beschaffenheit (z. B. die Farbe) des Tieres gebraucht, jedoch findet sich für „Hengst“ noch spezieller auch Trabertkaffer (d. h. eigtl. „Pferdemann“, männliches Pferd), wozu dann als Gegenstück Trabertmos(s) (eigtl. „Pferdefrau“) = Stute erscheint (vgl. dazu schon oben in d. Anm. zu „Bauer“ u. „Bauernfrau“ sowie weiter unten unter „Hengst“). Weitere Zusammensetzgn. mit Tr. sind noch: a) am Anfang: Trapertstritt = Gaul- od. Pferdefuß, Traperttrittleng = Huf (eigtl. wohl auch „Pferdefuß“), Trabertbossert od. -mass = Pferdefleisch, Trabertstrauberts = Pferdehaare, Trabertkemerer = Pferdehändler, Trabertschenegler = Pferdeknecht, Trabertstenkert = Pferdestall (u. dazu das Dimin. Trabertstenkertle, wofür logischer Trabertlestenkert zu erwarten [s. schon oben unter „Entenstall“]) u. Trabertschwäche = Pferdetränke (wogegen Trabertschwächerle „Pferdeeuter“ bedeutet [vgl. oben unter „Amme“]); b) am Ende: Kupfertrapert = Heupferd (vgl. oben S. 166, Anm. 780). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 97 (Trappert = Pferd); Pfulld. J.-W.-B. 343 (Trappen); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 73 (Trappert u. Trapperle = Pferd); Schwäb. Händlerspr. 485 (Trappert [Treppert, Treppling] u. Traber); s. auch Metzer Jenisch 216 (Trappert). Über weitere rotw. Belege (seit d. 17. Jahrh.) sowie die Etymologie (zu „traben“ bzw. „trappeln“ usw.) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 27 u. Anm. 1 (zu „Trappert-Leininger“).