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Die jenische Sprache

V. Deutsch-jenisches Wörterbuch.

Reading edition

A.

Aas, mufiger Bossert oder mufiger Mass, d. h. stinkendes Fleisch[119]

abbeißen, abnäpfen[120]

abbetteln, abdalfen[121], abderchen[122]

abbiegen, abschurele[123]

abbinden, abschurele

abbitten, abderche[124]

abbrennen, abfunken[125]

abbrühen („abschäumen“), abflu(h)ten[126]

Abend, Leile[127], Ratte[128]

Abendbrot (Abendtisch) s. Abendessen

Abendessen, Leilebiken[129], z’Leilebutten[130], Rattekahla[131]

aberwitzig, nillich, auch ni(e)sich, nu(a)schich[132]

abessen, abbiken, abbutten, abkahla[133]

abfahren, abruadlen[134]

abfallen (abwerfen), abbohlen[135]

abgeben, abdogen (gib’s ab = dog’s ab)[136]

abgehen (abspringen), abbosten[137], abpfichen[138]

abgerahmte Milch, abgeschunde Gleis[139]

abgeschlossen s. abschließen

abkaufen, abbaschen[140], abbikeren[141], abgremen[142], abkemere[143]

ablesen, abschurele[144]

abliefern, abdogen[145]

abmähen, abschurele[144]

abnagen, abnäpfen[146]

Abort, Fu(h)lkitt[147], Schmelzkitt[148], Schundkitt[149]

abpflücken, abschurele[144]

abputzen, abschurele

abreißen, abschurele

abschaffen, abschenegeln[150]

abschießen, abschnellen[151]

abschirren, abschurele[152]

abschließen, beschrenken (abgeschlossen, b’schrenkt)[153]

abschreiben, abfeberen[154]

absingen, abschallen[155]

absondern, abschurele[152]

abspringen, abbosten[156]

absterben, abbegeren[157]

Abt s. Priester,

abtragen, abbugle[158]

Abtritt s. Abort

abwaschen, abpfladeren[159]

abwerfen s. abfallen

Abweichung (Diarrhöe), Fu(h)lete[160], Schmelzede[160]

abwischen, abschurele[161]

abzahlen, abpfreimen[162], abzaine[163]

abziehen, abschurele[164]

Achsel, Schure[164]

Acker, Schure[164]

Adler, grandicher Flederling[165]

Affe, Schure[166]

Affengesicht (Fastnachtsmaske), Ni(e)sichegiel, auch Nilliche- od. Nuschichegiel (d. h. „närrisches Maul“)[167]

After, Bos[168], Schmelzer[169]

albern s. aberwitzig

alljährlich, jedes Ja(h)ne (d. h. jedes Jahr)[170]

alltäglich, jeden Schei (d. h. jeden Tag)[171]

Almosen, Dercherbich (d. h. „Bettelgeld)“[172]

Amme, Schwächerlemamere (d. h. „Brustmutter“)[173]

Ampel, Schei (d. h. mehr das Licht in der Ampel als diese selbst)[174]

Amsel, Schallerfläderling (d. h. eigtl. nur Singvogel; vgl. Kanarienvogel)[175]

Amtmann, grandicher Sins[176]

Amtsdiener, Bu(t)z[177]

Ananas, grandiche Jahresäftling od. gr. Krachersäftling (d. h. „die große Waldtraube“, abzuleiten von Säftling = Traube[178] und Jahre oder Kracher = Wald[179]). Mit Jahre- od. Krachersäftling werden fast alle beerenartigen Früchte bezeichnet (vgl. Anm. 178 im Anf.).

anbeten, anbliblen[180]

anbetteln, andalfen, anderchen[181]

anbinden, anschurele[182]

anblasen, anschurele

anbrennen, den Funk anpflanzen (d. h. das Feuer anmachen)[183]

anfangen, anschurele[184]

anfassen, anschniffen[185]

anfragen (fragen), butschen[186]

Angel, Schure[187]

angenehm, dof, duft[188]

Angesicht, Ki(e)bes (d. h. eigtl. Kopf)[189]

Angst, Bauser[190]

ängstlich, bauserich[190]

anhalten, anschurele[191]

ankaufen, anbaschen, angremen, ankemeren[192]

anklagen, anschurele[191]

ankleiden, a(n)kluften[193]

ankommen, anbosten, anpfichen[194]

anlachen, anschmol(l)en[195]

anmutig, g’want[196]

anpacken, schniffen (daher: schniff’ ihn = pack’ ihn)[197]

anreden, ansprechen, andiberen[198]

ansagen, anschmusen[199]

anschauen, anlinzen[200]

anschließen, anb’schrenke[201]

anschneiden, anschurele[202]

ansehen s. anschauen

ansprechen s. anreden

anständig, dof[203], g’want[204]

Antlitz s. Angesicht u. Gesicht

antworten, diberen[205], schmusen[206]

anwendbar, dof, duft[203]

anzahlen, anbleisgeren[207], anpfreimen[208], anzeinen[208]

anziehen s. ankleiden

Anzug, Kluft, Klufterei[209]

anzünden, anfunken[210]

Apfel, Bommerling[211]

Apfelbaum, Bommerlingstöber[212]

Apfelkern, Bommerlingkies[213]

Apfelkuchen, Bommerlingbrandling[214]

Apfelwein, Bommerlingjo(h)le[215]; s. auch Most

Appetit, Bog(g)elo[216], Putl(t)ak[217], Ruf[218]; s. auch Hunger

Äquilibrist (Seiltänzer), Schnurrand[219]

Arbeit, Schenagel[220]

arbeiten, sch(e)negle(n)[220]

Arbeiter, Schenegler[220]

Arbeitshaus, Schenagelskitt[221]

Arbeitslohn, Schenagelsbich[222], vgl. Lohn

arg, lenk[223], schofel[224]

Ärger, Stumpf[225]

ärgerlich, stumpfich[225]; s. auch zornig

arm (ärmlich, armselig), vermuft[226], auch wohl schofel (Spr.)[227] u. dercherich[228]

arme Leute, Dercherulma (d. h. eigtl. „Bettelleute“)[229]

Armenhaus, Dercherkitt[230]

Armut, Vermuft[231]

Arrest, Dofes[232], Kittle[233], Lek[234]. Eigentlich soll mit Dofes das Gefängnis im e S., mit Kittle der Arrest (Haft) und mit Lek (od. Schofelkitt) das Zuchthaus bezeichnet werden.

artig, dof[235], g’want[236]

Arzt, Begersins[237]

Asche, Schund[238]

Aschenbecher, Schundschottel[239]

Ast (Baumast), Sprate[240], Stenz[241]

Attest, Kritzler[242]

aufbewahren, aufschurela[243]

aufbrechen, aufschurela

aufdecken, aufschurela

aufessen, aufbiken, aufbutten, aufkahla[244]

auffallen, aufbohlen[245]

aufgeblasen sein s. hoffärtig (stolz) sein

aufhängen, aufschnüren[246]

aufheben, aufschurelen[243]

aufhenken s. aufhängen

aufhören, sich (auf)schupfen (bes. als Imperat.: hör’ auf, schupf dich [auf])[247]

aufladen, aufschurelen[248]

auflaufen, aufbosten (-tet)[249]

auflesen, aufschurela[248]

aufmachen, aufschurelen, aufpflanzen (Spr.)[250]

aufnähen, aufstichlen[251]

aufrichtig, dof[252]

aufsagen, aufschmusen[253]

aufschlagen, aufguffen[254]

aufschreiben, auffeberen[255]

aufsehen, auflinzen[256]

aufspielen (zum Tanz), aufnikla[257]

aufsuchen, aufschurele[258]

aufwachen, aufdurme[259]

aufwaschen, aufpfladeren[260]

aufzehren s. aufessen

Augapfel, Scheinlingbommerling[261]

Auge, Scheiling[261]

Augenbrauen, Scheinlingstrauberts[262]

Augenwasser, Scheinlingflu(h)te[263]

ausbeißen, ausnäpfen[264]

ausblasen, auspflanzen[265]

ausbrechen, auspfiche[266]

ausbrennen, ausfunken[267]

ausbürsten, ausschurele[268]

ausessen, ausbiken, ausbutten, auskahla[269]

ausfahren, ausruadlen[270]

ausfegen, ausschurele[268]

ausforschen, ausbutschen[271], auslinzen[272]; vgl. forschen

ausfragen, ausbutchen[271]

ausgeben, ausdogen[273]

ausgehen, ausbosten[274]

ausgekleidet, auskluftet[275]

ausgeschlafen, s. ausschlafen

auskleiden, auskluften[276]

auskochen, aussicheren[275]

auslachen, ausschmol(l)en[277]

auslassen, bremsere[278], Bremser schmusen[279]

auslaufen, ausbosten[280]

auslöschen s. löschen

ausrechnen, ausschurele[281]

aussagen, ausschmusen[282]

ausschalten, ausstämpfen[283]

ausschimpfen, ausstämpfen

ausschlafen, ausdurmen[284], ausschlauna[285]

ausschreiben, ausfeberen[286]

aussehen, auslenzen[287]

ausspotten, ausschmol(l)en[288]

aussprechen, ausschmusen[289]

ausspülen, auspfladera[290]

ausstehlen, ausschniffen[291], ausschoren[292]

austreten (schwer), d. h. cacare, fu(h)la, schmelza[293], schunden[294]

austreten (leicht), d. h. mingere, flösle[295]

austrinken, ausschwächen (trink aus, schwäch [a]uf)[296]

auswaschen s. ausspülen

ausweinen, ausglemsa[297]

auszahlen, ausbleisgeren[298], auspfreima, auszeina[299]

auszanken, ausstämpfen[300]

ausziehen, ausklufta (-ten)[301]

Axt, Dober[302]

B.

Bach, Flu(h)te[303]

Bachstelze, Flu(h)tefläderling[304]. Häufiger ist indessen die Bezeichnung jenischer Fläderling, d. h. „der jenische Vogel“[305]. Dieser Name erklärt sich aus dem Aberglauben der fahrenden Leute, daß sie, wenn sie eine Bachstelze sehen, bald mit ihresgleichen zusammentreffen werden, und daß dies noch sicherer und früher (und mit vielen „Fahrenden“) geschehen werde, wenn es sich um mehrere solche Vögel handelt. Alle jenischen Leute halten felsenfest an diesem Glauben, den sie jedenfalls von den Zigeunern übernommen haben, bei denen die Bachstelze noch eine andere, besondere Bedeutung hat, so daß sie von ihnen ausschließlich als ihr romano tschirklo, d. h. „Zigeunervogel“ angesehen wird[306].

backen, schupfen[307]

Bäcker (Bäckermeister), Lehmschupfer, d. h. eigtl. (genauer) „Brotbäcker“[307][308]

Bäckerei, Schupferei[307]

Bäckerin, Schupferin[307]

Backofen, Lehmschupferhitzling[309]

Backstein, Kittleskies, d. h. „Hausstein“[310]

Bad, Flu(h)te[311]

baden, pfladeren[312]

Bahn, Rutsch[313]

Bank (zum Sitzen), Sitzleng[314]

Bank (= Bankhaus), Bichkitt[315] oder Lobekitt[316]

bankerott vgl. Konkurs

Bankier, Bichsins[317], Kiessins[318] oder Lobesins[319]

Barchent, Bochdam[320]

Barschaft, Bich[321], Gore[322], Lobe[323]

Bauch, Rande[324]

Bauchgrimmen, Randeschure[325]

Bauer, Kaffer[326], Ruch[327]; vgl. auch Landmann

Bauerndorf, Rucheg’fahr[328]

Bauernfrau, Ruchamos(s)[329]

Bauernhaus, Ruchakitt (Dimin.: Ruchekittle [Spr.])[330]

Bauersleute, Rucheulme (Spr.)[331]

Baum, Stöber[332]

Bäumchen, Stöberle[332]

Baumholz, Stöberspraus[333]; vgl. auch Stamm

Baumkatze (d. h. Eichhörnchen), Stöberschmaler[334]

Beängstigung, Bauser[335]

beantworten, dibera[336], schmusen[337]

bedanken, bederchen[338]

bedeutend, grandich[339]

Bedrängnis, Vermuft[340]; vgl. Armut und Konkurs

bedrohen, stämpfen[341]

befragen, lenzen[342]; vgl. fragen

befürchten, bauserich sein[343]

begatten (Begattung), bodera oder budera[344], kirmen[345] schnirgla[346], schurela[347]

begehren, dalfen, derchen[348]

begütert, grandich[349]

behend, g’want[350]

behext, verfinkelt[351]

Beil, Doberle[352]

Beinkleid, Buxa[353], Kopel[354]; vgl. Hose(n)

Beischlaf s. begatten

Beischläferin, Lubne[355], schofle Model (d. h. „schlechtes Mädchen“)[356]

beißen, näpfen[357]

beiwohnen s. begatten

Bekleidung, Klufterei[358]

bekommen, bestieben (als Partiz. bestiebst)[359]

Bekümmernis haben s. befürchten

beleibt, grandicher Rande[360]

beleidigen s. bedrohen

beliebt, dof[361]

beloben, dof schmusen (d. h. „schön reden“)[362]; vgl. loben

belügen, ko(h)len[363]

bemittelt s. begütert

beobachten, linzen[364]

bequem, dof[365]

berauben, schniffen[366], schoren[367]

berauscht, dambes (= Dambes)[368], geschwächt[369], molum[370], schwächer (= Schwächer)[369][371]

Beruf, Schenagel[372]

beschenken, dogen[373], ste(c)ken[374], s. auch schlagen

beschimpfen, stämpfen[375]

beschmutzt, schundich[376]

beschreiben, febera (d. h. eigtl. nur „schreiben“)[377]

besehen, linzen (d. h. eigtl. „sehen“)[378]

Besen s. Kehrbesen; vgl. Bürste

besichtigen, linzen[378]

besonnen, kochem[379]

besser, döfer[380]

bestehlen s. berauben

bestrafen s. schlagen; vgl. auch beschenken

bestraft (gerichtlich), g’strupft[381]

besudelt s. beschmutzt

beten, bliblen[382]

betrachten, linzen[383]

betrinken, beschwächen[384]

Betrug, Kasperei[385], Kohlerei[386]

betrügen, kaspere[385], kohlen[386]

Betrüger, Fehlinger[387], Kasperer[385]

betrunken s. berauscht; vgl. trunken.

Bett, Sauft, plur. Sauften, Säufter oder Säuftlinge (letzteres Spr.)[388]

Bettelbrief, Dercherkritzler[389]

Bettelbrot, derchter Lehm (d. h. „gebetteltes Brot“)[390]

Bettelbube, Dercherfi(e)sel[391]

Bettelei, Dalferei, Dercherei[392]

Bettelfrau, Derchermoss[393]

bettelhaft s. arm; vgl. dürftig

Bettelleute, Dercherulma (-me)[394]

Bettelmädchen, Derchermodel[395]

Bettelmann, Dercherkaffer[396]

betteln, dalfen, derchen[392], manga[397]

Bettelsack, Dercherrande[398]

Bettelstab, Dercherstenz[399]

Bettelweib s. Bettelfrau

Bettler, Dalfer, Dercher (fem. Derchere [Spr.])[392]

Bettschüssel, Sauftschottel[400]

Bettüberzug, Sauftschure[401]

Bettuch, " "

Bettzüge, " "

beunruhigen (sich), bauserich sein[402]

Beutel, Kiesreiber[403], Rande[404]

beweinen, glemsen[405]; vgl. weinen

bewerfen, plotzen[406]; vgl. werfen

bezahlen, bereimen[407], bleisgeren[408], pfreimen, zainen, (zeinen [Spr.])[409]

bieder, dof[410]

Bier, Blamb[411]

Bierglas (-flasche), Blambglansert[412]

Bindfaden, Schure[413]

Binsen, "

Birke, Stöber (d. h. Baum). Damit werden — mit wenigen Ausnahmen — alle Bäume bezeichnet[414]

Birnbaum, Stielingstöber[415]

Birne, Stieling

Birnenkern, Stielingkies[416]

Bischof, grandicher Kolb, d. h. „der große Pfarrer“[417], während der Papst als grandich Kolb, d. h. „der größte Pfarrer“, bezeichnet wird[418]. Im Jenischen wird nämlich mit grandicher immer die nächste höhere Charge, Rangstufe usw. bezeichnet, mit grandich dagegen stets der höchste Rang usw.[419].

bissig, näpfich (-ig)[420]

bitten, derchen[421]

Bittschrift s. Bettelbrief

Bleistift, Feberschure[422]

Blick, Scheileng[423]

blicken, linzen[424]

Block s. Holz

blöde (blödsinnig) s. aberwitzig; vgl. albern

Blödigkeit (Blödsinn), Ni(e)sserei, Nillerei, Nuscherei[425]

Blume, Schure[426]

Blut, Rat[427]

blutig, ratich[427]

Bock, Schure[426]

Bohnen, "

Bohrer, "

Borg (Kredit), auf —, auf den Bengel[428], auf Keif[429]; vgl. auch Schulden

borgen (leihen), Bomma od. Keif pflanzen (d. h. „Schulden machen“)[430]

Börse, Kiesreiber[431]

Borsten, Strauberts[432]

bösartig, lenk, schofel[433]

böse, lenk (link [Spr.]), schofel[433]

böse Frau, lenke Goi[434] od. Moss[435]

böse Sachen (Dinge) machen, lenke od. schofle Falla pflanzen[436]; vgl. huren

böser (Komporativ), lenker, schofler[433]

böser Mann (Mensch), lenker Kaffer[437], Linkfi(e)sel (Spr.)[438]

böses Kind, Gof, plur. Gofa[439]

böses kleines Kind, Göfle (Gefle [Spr.])[439]

Bouteille (Flasche), Glansert[440]

Brand, Funk[441]

Branntwein, Gefinkelter[442], Katschete[443], Soruf[444]

Branntweinpulle (-flasche), Gefinkelterglansert od. Sorufglansert[445]

braten, sicheren[446]

Braten, Bossert, Mass, d. h. „Fleisch“[447]

Bratkartoffeln, Schmunkbolle (Spr.)[448]

brauchbar, duft[449], g’want[450]

brauchbare Frau, dufte Mos(s)[451]

brauchbarer Bursche, dufter Benges, — Benk[452] oder — Fi(e)sel[453]

brauchbarer Mann, dufter Kaffer[454]

brauchbares Kind, dufter Galm[455]; im Plural: dufte Galme oder Schrabiner[456]; vgl. braves Kind

brauchbares Mädchen, dufte Model[457]

Braut, Model[457]

Bräutigam, Benges[458], Fie(s)el[459]

brav, dof[460]

braves Kind, dofer Galm, plur.: dofe Galme oder Schrabiner[461]

Brecheisen, Schure[462]

Brei, "

Bremse, "

brennen; funken[463]

brennend, funkt (d. h. „es brennt“)

Brett, Schurele[462]

Brief, Kritzler[464]

Brieftasche, Kritzlerrande[465]

Briefträger, Kritzlerbuckler[466]

Brille, Linzere[467]

Brombeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[468]

Brot, Lechem od. Lehm[469], Maro[470]

Brotbäcker, Lehmschupfer[471]

Brotbüchse, Lehmschottel[472]

Brötchen s. Semmel (Weck)

Brotsack, Lehmrande[473]

Brotschrank, Lehmschure[474]

Brücke, Flu(h)tesore[475], Schure[474]

Bruder, Glied. Unter Glied versteht man die Kinder (den Sohn, die Tochter) einer Familie, aber auch sonstige Verwandte, z. B. einen Bruder oder eine Schwester (des Vaters oder der Mutter); vgl. Geschwister, Schwester, Sohn, Tochter, ferner Oheim, Tante u. Neffe[476]

Brühe, Flu(h)te[477]

Brust (weibliche), Schwächerle[478]

Bube Benges[479], Fi(e)sel[480]

Buch, Schure[481]

Buche, Stöber[482]

Büchse (als Behältnis), Schottel[483]

Büchse (= Flinte), Klass[484], Schnelle[485]

Büchsenmacher, Klass- od. Schnellepflanzer[486]

Büchsenranzen, Rande[487]

Buhldirne, Lubne[488]

buhlerisch, lenk, schofel[489]

Bulle (= Ochse), Hornikel[490]

Bündel, Rande[487]

Bürgermeister, Kritsch[491], Schar(r)le[492]

Bursche s. Bube; fahrender Bursche, jenischer Benges, Benk oder Fi(e)sel[493]

Bürste, Stiepa, Plural: Stiebe (Spr.)[494], Rutscherschure[495] oder bloß Schure[496]

Bürstenbinder, Schurespflanzer oder Stiepenpflanzer (beides Spr.)[497]

Busen s. Brust

Büttel, Buz[498]; vgl. Polizeidiener

Butter, dofer Schmunk, d. h. „(gutes oder) besseres Fett (Schmalz)“[499]

Butterbrot, Schmunklehm[500]

Butterfaß (Schmalzfaß), Schmunkschure[501]

Buttermilch, Schmunkgleis[502]

C.

Charfreitag s. Karfreitag

Chaussee (Straße, Weg), Strade[503]

Chausseearbeiter (Straßenarbeiter), Stradeschenegler[504]

Chausseegeld (Pflaster-, Wegegeld), Stradebich[505], Stradegore[506], Stradelobe[507]

Cichorie s. Zichorie

Cigarre s. Zigarre

D.

Da (hier), da herum, her(r)les oder her(r)lem[508]

Dachziegel s. Backstein

daher (= hierher), her(r)les[508], komme daher (= hierher), bost’ her(r)lem, pfich’ her(r)les[509], schef(f)t’ her(r)les[510]

Dame, Sense, Sinsemos(s)[511]

dämlich s. aberwitzig; vgl. albern

Dämmerung, Leile, Ratte (eigtl. „Nacht“)[512]

daneben (danieder), her(r)les, her(r)lem[513]

danken (bedanken), bederchen[514]

darüberfahren, darüberruadla[515]

darübergehen (-springen), darüberbosten[516]

das ist nichts, das sche(f)ft[517] Lore (lore)[518], das ist ein Bauer, schef(f)t[517] a Ruch[519]

Daumen, Grif(f)leng[520]

davongehen, schiebes[521] bosten[522], — pfichen[522], — schef(f)ten[523]

davontragen, schiebes bukle[524]

Decke, Schure[525]

Deckel, "

Degen, Latt[526]

Deichsel, Schure[525]

Diamant, dofer Kies[527]

dick, grandich[528]

Dickbauch, grandicher Rande[529]

Dickkopf, grandicher Ki(e)bes[530]

Dieb, Schniffer[531], Schorer[532]

Diebesbande, Schnifferulma, Schorerulma[533]

Diebesherberge, Zschorkitt[534]

diebisch, schniffich[531]

Diebstahl, Schnifferei[531], Schorerei[532], Zopferei[535]

Dienstbote, Schenegler (Knecht), Scheneglere (Magd)[536]; vgl. Gesinde

dienstfertig, dof[537]

Dienstknecht s. Dienstbote

Dienstmagd " " " "

dienstwillig, dof[537]

Dietrich Glitschin[538] oder (genauer) nobes dofer Glitschin, d. h. „kein guter Schlüssel“[539]; vgl. Nachschlüssel

Ding, Schure[540], Sore[541]

Dirne, Lubne[542], schofele Model[543] (bes. ersteres in der üblen Bedeutg. von „Hure“); vgl. Buhldirne.

Docht, Scheischure[544]

Docke s. Puppe

Dohle, Schure[540]

Doktor (Arzt), Begersins[545]

Dokument s. Attest; vgl. Brief

Dolch, Scharfling[546]

Dom, grandiche Duft[547] (d. h. „große Kirche“)[548]

Dorf, G’fahr (Gefahr)[549], Mocham, Mochem (Spr.) od. Mochum[550]

Dörfchen (Dörflein), Heges[551], auch Mochumle (Spr.)[550]

Dorn, Schure[552], Spraus[553], Stupfle[554]

Dose, Schure[552]

Draht, "

Dreck, Fu(h)l[555], Schund od. Schond[556]

dreckig, schundich[556]

Drehorgel s. Leierkasten

drohen, stämpfen[557]

duften, dof muffen (eigtl. „gut riechen“; herles muft’s dof, hier riecht es gut[558]

dumm, ni(e)sich, nillich, nuschich[559]

dummer Mensch s. Dummkopf

Dummheit, Hegelei[560], Ni(e)serei, Nillerei, Nuscherei[559]

Dummkopf, Hegel[560], Ni(e)se, Nille, Nusche[559]

Dünger s. Dreck

dunkel, leile (= Leile), ratte (= Ratte, d. h. Nacht)[561]

dürftig, dercherich (eigtl. „bettelhaft“)[562]

Durst, Schwächerich (subst. Adj.; s. durstig)[563]

dursten, mich durstet, mich schwächert’s[563]

durstig, schwächerich (Spr.)[563]

E.

Eber, Balo[564], Groanikel[565]

echt, dof[566]

edel, dof[566], g’want[567]

Edelmann, Sins, femin. (Edeldame), Sense[568]

Edelstein s. Diamant

Ehe, Vergrönt (= vergrönt, d. h. eigtl. „in der Ehe“, „verheiratet“)[569]; vgl. Heirat u. Hochzeit

Ehebrecherin, Lubne[570] od. schofle Mos(s)[571]

Ehefrau, Mos(s)[571]

ehelich s. Ehe

Ehemann, Kaffer[572]

ehrbar, dof[573]

ehrenhaft, ehrenwert, "

ehrlich, "

Ei, Bäzem, plur. Bäzema (od. -me)[574]

Eiche, Stöber[575]

Eichhörnchen s. Baumkatze

Eid, Schure[576]

Eierkuchen, Bäzemabrandleng[577]

eifersüchtig, lenk, schofel[578]

Eimer, Schure[576]

einblasen, einschurele[576]

einbrechen, "

einbrennen, einfunken[579]

einfahren, einruadla[580]

einfallen, einplotza[581]

einfältig, ni(e)sich, nillich, nuschich[582]

Einfaltspinsel, Hegel[583]

einfangen, einschurele[576]

einfüllen, "

eingeben, "

einhandeln s. einkaufen

einhauen, einguffen[584]

einheizen, einfunken[579]

einkaufen, einbaschen (Spr.), eingreme[585]

einkerkern, eindofema, einleken[586]

einlaufen, ei’bosten[587]

einnähen, ei’stichle[588]

einsalben, einschunde[589]

einsalzen, einspronken[590]

einschlafen, ei’durme (-ma)[591], einschlauna[592]

einschlagen s. einhauen

einschlummern s. einschlafen

einschmieren s. einsalben

einschneiden, einschurelen[593]

einschnüren, "

einschreiben, einfebera[594]

einschütten, einschurelen[593]

einspannen, "

einsperren s. einkerkern

einstecken " "

einstürzen, einbohla[595]

einwerfen, einplotza[596]

Eis, Schure[593]

Eisen, "

Eisenbahn, Rutsch[597]

Eisenbahnarbeiter, Rutschschenegler[598]

Eisenbahnwagen, Rutschrädling[599]

eisig, bib(e)risch (eigtl. „kalt“)[600]

Eiswasser, Biberischerflu(h)te (d. h. eigtl. „kaltes Wasser“)[601]

elend, lenk, schofel[602] (elend daran gewesen, schofel daran gehauret)[603]

Elster, Flederling[604] oder (genauer) Stämpfflederling[605], d. h. „der schimpfende Vogel“[606]

Eltern, Patris[607] und Mamere[608], d. h. „Vater und Mutter“[609]

empfindlich, stumpfich[610]

emporblicken, linzen[611]

Ente, Lachapatscher[612]

Entenfuß, Lachepatscherstritt[613]

Entenstall, Lachepatschersstenkert[614]

entfernen (sich), schiebes bosten od. schef(f)ten, entferne dich, gehe fort, schef(f)te schiebes[615]

entkleiden, ausklufte[616]

entleibt, begeret (d. h. „gestorben“)[617]

entrinnen, schiebes pfichen[618]

entrüstet, stumpfich[619]

Entrüstung, Stumpf[619]

entschlafen s. entleibt

entseelt " "

Entsetzen, Bauser[620]

entspringen, entweichen, schiebes bosten[615]

entwenden (Entwendung), schniffen[621], schornen[622]

entwischen s. entspringen

entzwei, schofel (Spr.)[623]

Epilepsie, Begerisch (subst. Adj.)[624]

erbitten s. bitten

erbittert s. entrüstet; vgl. auch zornig

erbrechen (sich), übergeben (sich), giela (Spr.), auch als Subst.: das Erbrechen, Übergeben, Giela (-le)[625]

Erbsen, Sore[626]

Erbsenschüssel, Soreschottel[627]

Erdäpfel, Bolla[628], Matrele[629]; vgl. Kartoffel

Erdbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[630]

erfassen, schniffen[631]

erflehen, derchen[632]

erforschen s. ausfragen

erfragen (fragen), lenzen[633]

ergrimmt s. entrüstet

erhängen, aufknüpfen[634], schnüren[635]

erkaufen, grema[636]

erkennen, kneisen (gneis[s]en)[637]

erlogen, kohl (eigtl. Kohl = Lüge)[638]

ermorden, deisen (Partiz.: ermordet, deist)[639]

erschlagen, " "

erschießen, verschnellen (erschossen, verschnellt)[640]

Erschrecken (das), Bauser[641]

ersehen (sehen), linzen[642]

ersticken, begeren[643]

erwachsen, grandich (od. -dig)[644]

erwacht, ausdurmt[645], ausg’schlaunet[646]

erwischen, bestieben[647], zopfen[648]

erwürgen, deisen[649]

erzählen, dibere[650], schmusen[651]

Erzählung, Diberei, Schmuserei

erzeugen, bodere (od. budere), kirme, schnirgle[652], schurele[653], auch fuchsa[654]

erzürnt, stumpfich[655], auch wohl lenk od. schof(f)el[656]

essen, achila[657], biken, butten, kahla[658]

Essen (das), Achilerei[657], Bikerei (od. Bikus), Butterei, Kahlerei[658]

Eule, Leile- od. Ratteflederling, d. h. „Nachtvogel“)[659]

Euter, Schwächerle[660]

evangelisch, gril(l)isch od. kril(l)isch (Spr.)[661]

Exkremente (tierische u. menschliche), Boslem[662], Fu(h)l[663], Schond[664]

F.

Fabel, Kohl[665]

Fackel, Schein[666]

Faden, Schure[667]

Fahne, "

fahren, ruadla[668]

fahrende Leute, jenische Ulma[669], Krattler[670]

Fahrzeug (auf dem Lande), Rädleng[671], Ruadel[668]

Falle, Schure[667]

fallen, bohla[672]

fallende Sucht (Fallsucht), Begerisch (subst. Adj.)[673]; vgl. Epilepsie

falsch, lenk, schofel[674]

Falschmünzer, nobis dofer Bich-, Kies- od. Lobepflanzer (d. h. „kein guter Geldmacher“)[675]

fangen, bestieben[676]

Fastnacht, Ni(e)sicheschei od. Nillicheschei (d. h. der „närrische“ oder „Narrentag“)[677]

Fastnachtsküchle, Nillichescheibrandling[678]

Fastnachtsmaske, Ni(e)sichegiel, Nilliche- od. Nuschichegiel (d. h. „närrisches Maul“)[679]

faul s. falsch

faulenzen, nobis schenegla (d. h. „nicht[s] arbeiten“)[680]

Faust, Grif(f)leng[681]

fechten, doga[682], guffa[683], ste(c)ken[684]; vgl. schlagen

Federbett, Sauft[685]

Federmesser, Scharfling od. Scharpfleng[686]

Fehde, Guferei[683], Hamore[687], Stenzerei[688]

Feiertag, Festtag, Weisleng[689]. (Obgleich Weisleng eigentlich Sonntag bedeutet, wird doch auch jeder andere Feiertag damit bezeichnet)

Feigling, Buxeschmelzer (d. h. eigtl. „Hosenscheißer“)[690]

fein, dof, g’want[691]

feines Haus, dofe Kitt[692]; vgl. Schloß

Feldschütz s. Flurschütz

Felleisen, Rande[693]

Felsen, grandicher Kies (d. h. „großer Stein“)[694]

Fenster, Feneter[695], Schei[696]

Fensterglas, Feneter- od. Scheiglansert[697]

Ferkel, Balo, Groanikel[698]

Ferse, Tritt[699], Trittleng[700]

Fett, Schmunk[701]

Fettbüchse, Schmunkschottel[702]

feucht, flu(h)tich[703]

Feuer, Funk[704]

Feuersbrunst, grandicher Funk (d. h. „großes Feuer“)[705]

Feuerstein, Funkkies[706]

feurig, funkich[707]

Fichte, Stöber[708]

Fichtenwald, Jahre, Kracher (d. h. überhaupt „Wald“)[709]

Filzlaus, Kenem[710]

Finger, Grif(f)ling[711]

Fingerhut, Grif(f)lingoberman(n)[712]

Fingerring, Reifling[713]

finster, leile (eigtl. Leile = Nacht)[714]

Finsternis, Leile

Fisch, Flössling[715], Flotscher[716], Matsche[717], Schwimmerling[718]

Fischbein, Bogeia[719]

Fischbeinschirm, Bogeilepflotschert[720]

fischen, matschen[721]

Fischer, Matscher

Fischessen, Flösslingachilerei[722] od. -bikus[723], Flotscherkahlerei, Matschebutterei od. Schwimmerlingbikerei[724]

Fischreiher, Schwimmerlingsflederling[725]

Flamme, Funk[726]

Flasche, Glansert[727]

flehen, derchen[728]

Fleisch, Bossert, Mas(s)[729]

Fleischbüchse, Bossertschottel[730]

Fleischer, Kafler[731]

Fleischhafen, Bossertnolle[732]

fleißig, scheneglich[733]

flicken, pflanzen (Spr.)[734]

fliehen, bosten[735] od. schiebes bosten[736], naschen (geflohen, genascht)[737] od. tschanen[738]

flink, dof[739], g’want[740]

Flinte, Klass[741], Schnelle(r)[742]

Flöhe, Hasa[743]

fluchen, stämpfen[744]

Flurschütz (Feldschütz), Grünleng[745]

Fluß, Flu(h)te[746]

Flut, "

Fohlen s. Füllen

folgen, boste[734], pfichen[734]

folgsam, dof[739]

fordern, dalfen, derchen[747]

Forelle, dofer Schwimmerling (d. h. etwa „schöner [guter] Fisch“)[748]

forschen, ausbutschen[749], auslinzen[750]

Förster, grandicher Grünwedel, d. h. „der größere Forstmann“)[751]

Forstmann, Forstwart, Grünwedel

fortbringen, fortbugla[752]

fortfahren, abruadla[753]

fortgehen, schiebes bosten, — pfichen od. — schef(f)ten[754]

fortschleichen s. fortgehen

forttragen s. fortbringen

fragen, butschen[749], lenzen[750]

Frau, Goi[755], Mogel[756], Mos(s)[757], Romane[758]

Frau, fahrende, jenische Mos(s) od. — Model[759]

Frau, junge, Mössle (das jedoch auch „kleines Mädchen“ u. „alte Frau“ bedeutet)[760]

Frauenkleid, Mos(s)klufterei[761]

Frauenrock, Mos(s)malfes[762]

Frauenschürze, Mos(s)fürflamme[763]

Frauensperson (Frauenzimmer), Goi[764], Model[765], Mogel[766], Mos(s)[767]; vgl. Frau

Frauenstube, Mos(s)schrende[768]

Fräulein, Sinsemodel[769]

frech, lenk, schofel[770]

Freien, im — übernachten s. übernachten

Fremder (d. h. ein Herr, Bursche, Mann, aber kein Bauer), Freier[771]

Freudenmädchen, Lubne, Schoflemodel[772]

Freund, Benges od. Benk[773]; Fi(e)sel[774]

freundlich, dof[775]

friedfertig, "

Friedhof s. Gottesacker

frieren, mich friert’s, mich bibert’s[776]

frisch, dof (Spr.)[775]

fromm, "

fromme Leute, Blibelulma[777]

Frost, Bib(e)risch (subst. Adj.)[778]

frostig, bib(e)risch[776]

Frucht, Gib[779], Kupfer[780]

Frühstück, Achilerei[781], Bikerei od. Bikus, Kahlerei[782]

Fuhrmann, Rädlingskaffer (d. h. „Fuhrwerksmann“)[783]

Füllen (Fohlen), Trabertle (d. h. „Pferdchen“)[784]

Füllenstall, Trabertstenkertle[785]

Furcht, Bauser[786]

fürchten, bausen[786]

furchtlos, nobis bauserich (d. h. „nicht furchtsam“)[787]

furchtsam, bauserich[786]

Fürst, grandicher Sins (d. h. „großer Herr“)[788]

Furz, Bremser[789]

furzen, bremsere[789], Bremser schmusen[790]

Fuß, Tritt[791], Trittleng[792]; vgl. auch Schuh, Stiefel

Fußlappen, Trittlengstreifleng[793]; vgl. Socken

Fußsohle, unterkünftiger Tritt (d. h. „der untere Fuß“)[794]

Fußstapfe, Fußtritt, Tritt[791]

Fußzehe, Trittgrif(f)leng (d. h. eigtl. „Fußfinger“)[795]

Futter, Kupfer[796]

G.

Gabel, Furschet[797], Stichling[798]

gaffen, linzen[799], spannen[800]

Gans, Babing[801], Strohbutzer[802]

Gänsebraten, gesicherter Babingermass od. gesicherter Strohbutzerbossert (d. h. „gekochtes [gebratenes] Gänsefleisch“)[803]

Gänseeier, Strohbutzersbäzeme[804]

Gänsefleisch, Babingerbossert od. -mass oder Strohbutzerbossert[805]

Gänsefuß, Babingerstritt[806]

Gansessen, Strohbutzerbikus[807]

Gänsestall, Strohbutzerstenkert[808]

garstig, nobis dof (d. h. „nicht schön“)[809], auch lenk, schofel[810]

Gartenhaus, Kittle[811]

Gastgeber s. Gastwirt

Gasthaus, Beiz, Beizerei,[812] Kober, Koberei[813]

Gastmahl, Bikerei, Bikus, Butterei, Kahlerei[807]

Gastwirt, Beizer(er)[812], Koberer[813]

Gastwirtin, Beizere[812], Kobere[813]

Gatte, Kaffer[814]

Gattin, Mos(s)[815]

Gaukler, Schnurrant[816]

Gaul, Trapert[817]

Gaulfuß, Traperttritt[818]

Gaumen, oberkünftiger Giel (d. h. etwa „Obermaul“)[819]

Gauner, Schniffer[820], Zschor[821]; vgl. Dieb

gebären, Deislere werden (d. h. eigtl. „Wöchnerin werden“ od. „niederkommen“)[822]

Gebäude, Kitt[823]

geben, dogen[824], ste(c)ken[825]

Gebet, Bliblerei[826]

Gebieter, Sins[827]

Gebiß, Näpfling (d. h. „Zähne“)[828]

Geblüt, Rat[829]

Geburt, Deislerei[830]

gebratene Kartoffeln s. Bratkartoffeln

gebrechlich, begerisch[831]

Geck, Hegel[832], Ni(e)se, Nille, Nusche[833]

geeignet, dof[834]

Gefahr, Lenk, Schofel[835]

gefällig, dof[834]

gefangen, im Dofes[836], im Kittle[837], im Lek[836]

Gefangenwärter, Dofesbu(t)z, Kittlesbu(t)z, Lekbu(t)z[838]

Gefängnis, Dofes[836], Kittle[837], Lek[836]

Gefäß, Nolle (bes. Topf, Hafen)[839] od. Schottel (bes. Schüssel)[840]

Gefecht, Hamore[841]

gefühllos, lenk, schofel[842]

gefühlvoll, dof[834]

Gehalt, Bich[843], Gore[844], Lobe[845]

gehängt, g’schnürt[846]

gehässig, lenk, schofel[842]

geheilt, dof[834]

gehen, bosten, pfichen[847] (wohl auch naschen, tschanen)[848]

gehenkt s. gehängt

Gehölz, Jahre, Kracher[849]

Geist (Gespenst), Schuberle[850]

geistesarm, ni(e)sich, nillich, nuschich[851]

Geistlicher, Gal(l)ach[852], Kolb[853]

geistlos s. geistesarm.

geizig, bikerich[854]

Geld, Bich[843], Gore[844], Kies[855], Lobe[845]; vgl. Kupfergeld

Geldbeutel, Kiesreiber[856]

Geldkasse, Geldkasten, Bichschure, Kies- od. Lobeschure[857]

Geldsack, Bich-, Kies- od. Loberande[858]

Geldstück (Münze) s. Geld

Geldtasche s. Geldbeutel

gelehrt, kochem[859]

Geliebte, dofe Model oder (bloß) Model[860]

Geliebter, Benges[861], Fi(e)sel[862], dofer Benges (od. Benk)

Gelte (Gefäß für Flüssigkeiten), Schottel[863]

Gemach, Schrende[864]

Gemahl, Kaffer[865]

Gemahlin, Mos(s)[866]

gemein, schofel[867]

Gemüse, Groanert[868]

gemütlich, dof[869]

gemütlos, lenk[867]

gemütskrank, ni(e)sich, nil(l)ich[870]

gemütvoll, dof[869]

Gendarm, Lolo od. Loli[871], Schuker[872], auch (humoristisch) August mit dem Ofenrohr[873] od. Lattenkarle[874]

genehm, dof[875]

genießen, achila[876], biken, butten, kahla[877]

Gerät s. Geschirr

Gerede, Diberei od. Gedieber (Spr.)[878], Schmuserei[879]

gereizt, stumpfich[880]

Gericht (= Speise), Bikerei od. Bikus, Butterei, Kahlerei[877]

Gericht (bes. Amtsgericht), Schoflerei[881]

Gerichtsvollzieher, Schoffeleischure (Spr.)[882]

Gerste, wohl durch Gib auszudrücken[883]; vgl. Malz

Geruch, Muffen (d. h. eigtl. „das Riechen, Stinken“)[884]

gesalzen, g’spronkt, gesprunkt[885]

Gesang, Schallerei[886]

Geschäft, Schenagel[887]

gescheit, kochem[888]

geschickt, g’want[889]

Geschirr (als Gerät), Schottel[890]

geschmeidig, dof[875], g’want[889]

Geschrei, Hamore, Morerei[891]

Geschwätz, Diberei[878], Schmuserei[879]

Geschwister, Glied[892]

Gesicht, Giel (d. h. eigtl. „Mund“ od. „Maul“)[893], auch Ki(e)bes (d. h. eigtl. „Kopf“)[894]

Gesinde, Schenegler (Knecht) bezw. Scheneglere (Magd)[895]; vgl. Dienstboten

Gespenst, Schuberle[896]

Gespräch, Diberei[897], Schmuserei[898]

gesprächig, diberich[897], schmuserich[898]

Gestank, Mufferei[899]

Gestein, Hertling[900], Kies[901]

gestorben, begert[902]

Gesuch, Dercherei[903]

gesund, dof[904]

Getränk, Schwächet[905]

Getreide, Gib, Kupfer[906]

getreu, dof[904]

Gewahrsam, Dofes, Lek[907]

Gewalt, Grandich[908]

gewalttätig, lenk, schofel[909]

Gewand, Kluft, Klufterei[910], Kaffermalfes (Gew. für Männer)[911], Mos(s)malfes (für Frauen)[912]; vgl. Männerrock, Frauenrock

gewandt (flink) dof[913], g’want[914]

Gewässer, Flu(h)te[915]

Gewehr, Klass[916], Schnelle[917]

Gewerbe, Schenagel[918]; vgl. Arbeit, Beruf

Gewerbeschein, Flebbe[919]

gewichtig, grandich[920]

gewogen (= wohlgesinnt), dof[913]

Gezänk, Hamore, Morerei[921]

geziemend, dof[913]

Gier, Put(t)lak[922]

gierig, bikerich[923], bogelich[922]

Gitarre, Schure[924]

Glas, Glansert[925]

Glaser, Glansertschenegler[918]

gläubig, bliblich[926]

Glied, männliches (penis), Betzam od. Bezem[927], Dietz[928], Garo od. Gari[929], auch Schure (letzteres in diesem Falle kräftig gesprochen)[924]

Glied, weibliches („Scham“), Geschmu od. G’schmui[930]

Glück, Dof[931]

Glühwein, gesicherter Johle[932]

Glut, Funk[933]

gnädig, dof[913]

Gold, Fuchs[934]

Goldfisch, Fuchsschwimmerling[935]

Goldstück, Füchsle od. Goldfüchsle[934]

Gottesacker, Begerschure[936]; vgl. Friedhof, Kirchhof

Gottesdienst (halten), Duft (halten)[937]

Gotteshaus, Duft[937]; vgl. Kirche

gottlos, lenk, schofel[938]

Grab, Begerschure[936]

Grabstein, Begerkies[939]

Gras, Kupfer[940]

gewaltsam, lenk, schofel[938]

Grausen (das), Bauserich[941]

Greis, Käfferle (d. h. eigtl. etwa „[altes] Männchen“)[942]

grimmig, lenk, schofel[938]

grob, " "

groß, grandich (-dig)[943]

große Arbeit, grandicher Schenagel[944]

große Augen, grandiche Scheiling[945]

große Dame, grandiche Sense[946]

große Kirche, grandiche Duft[937]

große Nase, grandicher Muffer[947]

große Schulden, grandich Bomme[948]

großer Bauer, grandicher Ruch[949]

großer Herr, grandicher Sins[946]

großer Kopf, grandicher Ki(e)bes[950]

großer Mann, grandicher Kaffer[951]

großer Mund, grandicher Giel[952]

großes Herrenhaus, grandiche Sinsekitt[953]

Großmaul, Grandichergiel[952]

Großmutter, Grandichemamere[954]; vgl. Mutter

großnasig; grandicher Muffer[947]

Großvater, Grandicher-Patres[955], vgl. Vater

Gruft s. Grab

Grummet, Kupfer[956]

gucken (schauen, sehen), linzen[957], spannen[958]

Gulasch, Bossertblättling (d. h. eigtl. „Fleischsalat“)[959]

Gurke, Schure[960]

Gurkensalat, Schureblättling[959]

günstig, dof, duft[961]

günstiger Bursche, dufter Benges od. Benk[962], dufter Fi(e)sel[963], — Freier[964]

günstiges Mädchen, dufte Model[965]

Gürtel, Schure[960]

gut, dof[961]

gute Frau, dofe Goi[966], dofe Mos(s)[967]

guter Bursche, dofer Benges (Benk)[962], — Fi(e)sel[963], — Freier[964]

guter Mann, dofer Kaffer[951]

gutes Mädchen, dofe Model[965]

gütig, dof[961]

gutmütig, "

H.

Haar, Strauberts[968]

haarig, straubertsich[968]

Haarnadel, Straubertsschure[969]

Haaröl, "

Haber s. Hafer

habgierig, bikerich[970]

Hacke, Dogschure (d. h. eigtl. ein „Hauding“, zu dogen = hauen)[971]

Häckerling, Häcksel, Kupfer[972]

Hafen s. Toof

Hafer, Kupfer[972], Spitzling[973]; vgl. Futter

Häfner, Nollespflanzer[974]

Haft, Dofes[975], Kittle[976], Lek[975]

Hahn, Grandiche-Gachne (d. h. „große Henne“ od. „großes Huhn“)[977]

Halbstiefel, Halbtrittleng[978]

halbtot, halbdeist[979]

halbtrunken, halbgeschwächt[980]

Hals, Ki(e)bes[981]

Halskette, Ki(e)besschlang[982]

halt das Maul!, schupf dich auf![983]

Hammel, Jerusalemsfreund[984]; vgl. Schaf

Hand, Fehma[985], Grif(f)leng[986]

Handarbeit, Grif(f)lengsschenagel[987]

Hände, die — geben, Fehma od. Grif(f)leng ste(c)ken[988]

handeln, verbaschen, vergremen, verkemeren[989], verkitschen[990]

Handelsbursche, Verbascher, Vergremerer[991], Verkemerers-Benk[992] od. -Fi(e)sel[993]

Handelsfrau (-weib), Verbaschere, Vergremere, Verkemerere[991], Vergremmos(s)[994]

Handelsmädchen, Vergremere[991], Verkemeresmodel[995]

Handelsmann, Verkemerer[991], Vergremerskaffer od. Verkemerskaffer[996]

Handgemenge, Hamore[997]

Handschuh, Grif(f)lengstrittleng[998]

Handschuhmacher, Grif(f)lingstrittpflanzer[999]

Handwerksbursche, Konde od. Kunde[1000]

hängen (= aufhängen, henken), schnüren[1001]

Harfe, Niklengschure (d. h. etwa „Spielding“)[1002]

Harmonika, " " "

Harn (Urin), Flösle, Flösslete, Flösselflu(h)te[1003]

harnen, flössle[1003]; vgl. auch regnen

hartherzig, lenk, schofel[1004]

Hase, Langohr[1005]

Hasenessen, Langohrbikus[1006]

Haselnuß, Jahrekrächerle od. Kracherkrächerle (d. h. eigtl. „Waldnuß“)[1007]

haßartig, lenk, schofel[1004]

Haube, Oberman(n)[1008]

hauen, dogen od. doken[1009], ste(c)ken[1010], stenzen[1011]

Hauer (wilder Eber), Balo, Groanikel[1012]

häufig, grandich[1013]

Haupt, Ki(e)bes[1014]

Haupthaar, Ki(e)besstrauberts[1015]

Hauptmann, Grandicher-Lanenger. Mit Lanenger werden alle Soldaten (ohne Unterschied der Waffengattung) bezeichnet, Offiziere nur unter Hinzufügung der Eigenschaftswörter dof od. grandich, also dofer Lanenger, d. h. eigtl. guter (od. besserer) Soldat, od. grandicher L., d. h. großer, hoher (od. höherer) Soldat[1016]

Haus, Kitt[1017]

Hausfrau, Kittmos(s)[1018]

Hausherr, Kittkaffer[1019]

Haushund, Kittkeiluf[1020] od. Kittkip[1021]

hausieren (gehen), schenzieren (bosten od. pfichen) (Spr.)[1022]

Hausknecht, Kittschenegler[1023]

Hausmagd, Kittscheneglere

Hausmutter, Kittmamere[1024]

Hausschlüssel, Kittglitschin[1025]

Hausvater, Kittpatris[1026]

Hauswirt, Fehtekaffer (Dimin.: -käfferle [Spr.])[1027]; vgl. Herberge

Hebamme, Deiselmos(s) od. Disselmos(s)[1028]

Hebräer, Kaim[1029]; vgl. Juden

Heer, grandich Lanenger (d. h. „[sehr] viele Soldaten“)[1030]

heftig, lenk, schofel[1031]

Heidelbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[1032]

Heidelbeerkuchen, Krachersäftlingbrandling[1033]

heil, dof schef(f)t’s (d. h. „es ist [geht] gut“)[1034]

heilig, bliblich[1035]

heiliger Geist, bliblischer Schuberle[1036]

heilsam, dof[1037]

Heirat, Vergrönerei[1038]

heiraten, vergröneren[1038]

Heißhunger, grandich Bogelo od. grandich Put(t)lak[1039]

heizen, funken[1040]

Heizer, Funkpflanzer[1041]

hell, schei (= Schei)[1042]

Helle, Schei[1042]

Helm, Lanengeroberman(n), d. h. „Soldatenhut“)[1043]

Hemd, Hamfert[1044], Staud[1045]

Hengst, Trapert (-bert)[1046] od. (genauer) Trabert-Kaffer (d. h. eigtl. „Pferdemann“, „männliches Pferd“)[1047]

henken ([auf]hängen), schnüren[1048]

Henne, Brawari[1049], Stenzel[1050], Stierer[1051]

herabblicken, -schauen, herablinzen[1052]

herabgehen, -laufen, herabbosten, -pfichen[1053]

herabschießen, herabschnelle[1054]

herabwerfen, herabplotzen[1055]

herausfahren, herausruadla[1056]

herausgeben, herausdogen[1057]

herausschreiben, herausfeberen[1058]

herausstehlen, herausschniffen[1059], herausschoren[1060], herauszopfen[1061]

heraustragen, herausbukla[1062]

Herberge, Fehte[1063] od. Schlumerkitt[1064]

Herberggeber, Herbergsvater, Fehtekaffer[1065]

Herbergsleute, Fehteulme (Spr.)[1066]

Herd, Hitzling[1067]

hergeben, dogen[1057]

Hering, Spronkert-Flössling, Spronkertflotscher od. -schwimmerling (d. h. „Salzfisch“)[1068] od. auch Begertflössling (d. h. „toter Fisch“)[1069]

Heringsbüchse, Flösslingschottel (d. h. eigtl. nur „Fischbüchse“)[1070]

Heringsalat, Spronkertflösslingblättling[1071]

Herr, Freier[1072], Sens od. Sins[1073]

Herrenhaus (Herrschaftshaus) Sinserkitt[1074]

Herrenzimmer, Sinseschrende[1075]

Herrin, Sinse[1073], Sinsemos(s)[1076]

Herrscher, grandicher Sins (d. h. „großer Herr“)[1077]

herumblicken, herumlinzen[1078]

herumfahren, herumruadla[1079]

herumliegen, herumdurma[1080], herumschlauna[1081]

herumtanzen, herumnikla[1082]

herumtragen, herumbukla[1083]

heruntergekommen, vermuft[1084], verschoffelt[1085]

Herz, Schwächerle[1086]

herzlich, dof[1087]

Heu, Kupfer[1088]

Heuchler, schofler Benk[1089], schofler Fi(e)sel[1090], — Freier[1091], — Kaffer[1092]

heulen, glemsen[1093]

Heulerei, Glemserei

Heupferd (Heuschrecke), Kupfertrabert[1094], Kupferflederling (d. h. eigtl. „Heuvogel“)[1095]

Hexe, Finkelmos(s)[1096]

Hexenhaus, Finkelkitt[1097]

Hexenmeister, Finkelkaffer[1092]

Hexerei, Finklerei[1096]

Hieb(e), Guffes[1098]

hier, her(r)les, her(r)lem[1099] (hier ist er, da hauret er; hier ist es, her[r]les hauret’s)[1100]

Himbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[1101]

hinausgehen, hinausbosten[1102]

hinauskommen, hinauspfichen[1102]

hinfallen, hinbohla[1103]

hinlegen, hindurmen[1080], hinschlaunen[1081]

hinken s. lahmgehen

Hintere (der), Bos[1104], Schmelzer[1105]

Hinterkopf, Ki(e)bes[1106]

hinwerfen, hinplotzen[1107]

Hirsch, Jahreschure od. Kracherschure[1108]

Hirschfänger, Latt[1109]

Hirt, Jerusalemsfreundschure (d. h. zunächst bes. „Schafhirt, Schäfer“)[1110]

hoch, grandich[1111]

hochherzig, dof[1112], grandich[1111]

Hochzeit, Grönerei[1113]

Hochzeitsschmaus, Grönereibikus[1114]

Hoden, Bäzeme (d. h. eigtl. „Eier“)[1115]

Hodensack, Bäzemerande[1116]

Hof, grandiche Kitt (d. h. „großes Haus“)[1117]

hoffärtig sein, grandiche pflanzen (d. h. eigtl. etwa: „den Großen spielen“)[1118]

höflich, dof[1112]

Höhe, Grandich[1111][1119]

Hoherpriester, grandicher Gallach[1120] od. grandicher Kolb[1121]

holen, buk(e)le(n) (Spr.)[1122], schniffen (Spr.)[1123]

hold, dof, duft[1112]

Holz, Spraus[1124]

hölzern, sprausich[1124]

Holzmacher, Sprauskaffer[1125]

Holzsack, Sprausrande[1126]

hör auf, schupf dich[1127]

Hose, Buxe, Kopel (plur.: Buxen, Kopla)[1128]

Hosensack(-tasche) Buxerande, Kopelrande[1126]

Hospital, grandiche Begerkitt[1129]

hübsch, dof, duft[1112]

Huf, Traperttrittleng[1130]; vgl. Gaulfuß

Huhn, Gachne[1131], Stenzel, Stierer[1132]

Hühnerfuß, Gachnetritt, Stenzel- od. Stierertritt[1133]

Hühnerhaus, Gachnekitt, Stenzel- oder Stiererkitt[1134]

Hühnerhund, Gachnekeiluf, Stenzel- od. Stiererkib[1135]

Hühnerstall, Gachne- od. Stiererstenkert[1136]

Humpen, Glansert[1137], Nolle[1138]

humpeln s. lahm gehen

Hund, Keiluf, Kib (Dimin.: Kible [Spr.])[1135], Tschuggel[1139]

Hundefleisch, Kibe(n)bossert, Tschuggelmass[1140]

Hundestätte, Keilufkitt od. Kibekitt[1134]

Hundemetzger, Kibekafler[1141]

Hundestall, Keiluf- od. Kibestenkert[1136]

Hundezitzen, Kibeschwächerle[1142]

Hunger, Bog(g)elo, Put(t)lack, Ruf[1143]

hungern, mich hungert’s, mich bikert’s[1144]

hungrig, bikerich (Spr.)[1144]

Hure, Lubne, schofle Model[1145], schofle Schüx[1146]

huren, lubnen[1145], schofle Falle pflanzen[1147]

Hurenkerl, Lubnebenges[1148], schofler Fi(e)sel[1149], — Freier[1150] od. — Kaffer[1151]

Hurenkind (uneheliches Kind), Stratz (plur.: Stratze). Dieses Wort ist aber auch für Kind im allgem. gebräuchlich[1152]

hurtig, g’want[1153]

Husar, Lanenger (d. h. eigtl. nur „Soldat“)[1154]

Hut, Oberman(n)[1155]

Hutmacher, Oberman(n)pflanzer[1156]

I.

Igel, Stupfel od. Stupfleng (plur.: Stupfling)[1157]

Igelessen, Stupfelbikus[1158]

Igelfleisch, Stupfelmass, Stupflengbossert od. Stupfelbossert (Spr.)[1159]

Igelhund, Stupfelkib (Spr.)[1160]

Igelmetzger, Stupfelkafler[1161]

Igelsack, Stupfel- od. Stupflengrande[1162]

Infanterist, Lanenger (d. h. „Soldat“)[1163]

ingrimmig, stumpfich[1164]

Insel, Flu(h)tekies (d. h. eigtl. „Wasserstein“, als Stein = Gebirge, das aus dem Wasser hervorragt[1165]

irr, irrsinnig, ni(e)sich, nillich, nuschich[1166]

Irrenhaus, Hegelkitt[1167] od. Ni(e)sekitt, Nillekitt, Nuschekitt[1168]

Irrlicht, Schuberleschein (d. h. „Gespensterlicht“[1169]

Irrsinn s. Wahnsinn.

J (= Jod).

ja, kenn[1170]

Jacke, Malfes[1171]

jagen, Jahre od. Kracher bosten (d. h. eigtl. „[in den] Wald gehen [zum Jagen]“)[1172]

Jäger, Grünleng[1173]

Jahr, Ja(h)ne[1174]

Jahrestag, Ja(h)neschei[1175]

jammern, glemsen[1176]

jucken, näpfen[1177]

Jude, Kaim (plur.: Kaimen[1178] od. Dibolde[1179])

Jüdin, Kaime[1178]

jüdisch, diboldisch[1179]

Junge, Bengesle[1180], Fi(e)sele[1181], Freierle[1182]

junges (kleines) Mädchen, Mödele[1183]

Jungfrau, Mössle[1184]

Junggeselle, Käfferle (d. h. eigtl. „Männchen“)[1185] od. (genauer) nobis vergröntes Käfferle (d. h. „nicht verheiratetes Männchen“)[1186]

Jüngling, Benges od. Benk[1180], Fi(e)sel[1181], Freier[1182]

Junker, dofer Benk[1180] od. Fi(e)sel[1181] (d. h. etwa ein „guter [od. besserer] junger Mann“) od. Sinsle (d. h. „Herrchen“)[1187].

K.

Kadaver, mufiger Bossert od. — Maas[1188]

Kaffee, Süs(s)leng (-ling [Spr.])[1189]

Kaffekanne, Süs(s)lengnolle[1190]

Kaffeetasse, Süs(s)lengschottel[1191]

Käfig, Kitt (d. h. „Haus“)[1192], Stenkert (d. h. „Stall“)[1193]; vgl. Vogelbauer

kahl, nobis Strauberts (d. h. „keine Haare“)[1194]

Kahlkopf, nobis Strauberts auf’m Ki(e)bes (d. h. „keine Haare auf dem Kopf“[1195]

Kalb, Horbögle[1196]

Kalk, näpfiger Schund (d. h. „beißender Dreck“)[1197]

kalt, biberisch (bibrisch [Spr.])[1198]

Kälte, Biberisch (subst. Adj.)[1198]

Kamerad, Benges od. Benk[1199], Fi(e)sel[1200]

Kamm, Straubertsschure[1201]

Kammacher, Straubertsschurepflanzer[1202]

kämmen, Strauberts pflanzen (d. h. „die Haare machen“)[1202]

Kampf, Hamore[1203]

Kanapee, Sitzleng[1204]

Kanarienvogel, Schallerfläderling (d. h. „Singvogel“)[1205]; vgl. Amsel

Kaninchen, Langohr[1206]

Kanne, Nolle[1207]

Kapelle, Duft[1208]

Kappe, Oberman(n)[1209]

Kappenmacher, Oberman(n)pflanzer[1202]

Karfreitag, Bäzamaschei (d. h. „Eiertag“)[1210]; vgl. Ostern

Karpfen, Flössling, Matsche, Schwimmerling (d. h. eigentl. nur „Fisch“)[1211]

Karren, Rädleng[1212], Ruadel[1213]

Kartoffeln, Bolla od. Schundbolla[1214], Matrele[1215]

" , gebratene s. Bratkartoffeln.

Kartoffelsalat, Bolleblättling (Spr.)[1216]

Kartoffelschüssel, Bolleschottel (Spr.)[1217]

Käse, Girall[1218], Räsleng[1219]

Käskuchen, Girall- od. Räslengbrandleng[1220]

Kater s. Katze

Katholik, Wo(h)nischer[1221]

katholisch, wo(h)nisch

Kätzchen, Schmalerle[1222]

Katze, Schmaleng (plur. Schmaling) od. Schmaler[1222]

Katzenfleisch, Schmalerbossert[1223]

Katzensack, Schmalerrande[1224]

kauen, achile[1225], biken, butten[1226], näpfen[1227]

kaufen, bascha, bikeren, gremen, kemere[1228]

Käufer, Bascher, Bikerer, Gremer, Kemerer[1228]

Kaufladen, Kemererskitt[1229]

Käuzchen, Begerflederling (d. h. „Totenvogel“)[1230]; vgl. Steineule

Kebsweib, Lubne[1231], schofle Goi od. — Mos(s)[1232]

Kehrbesen, Rutscherschure[1233], Stiepa[1234]

Kelch, Duftnolle[1235]

kennen, gneissen[1236]

Kerker, Dofes[1237], Kittle[1229], Lek[1237]; vgl. Gefängnis

Kerl, Gadscho[1238], Kaffer[1239]

Kern, Kies[1240]

Kerze, Schein[1241]

Kessel, Nolle[1242], Russling[1243]

Kesselflicker, Nollepflanzer[1244]; vgl. Häfner

Kette, Schlang[1245]

keusch, dof[1246]

kichern, schmol(l)en[1247]

Kieselstein, Hertling[1248], Kies[1240]

Kilometerstein, Stradehertling od. -kies (d. h. eigtl. „Straßenstein“)[1249]

Kind, Galm (Dimin. Gälmle [Spr.])[1250], Gof[1251], Stratz[1252]

Kindbetterin, Deislere[1253]

Kinder, Galma[1250], Gaschele (d. h. eigtl. „kleine Leute“)[1244], Schrabiner[1254], Stratze[1252]

Kinderei, Ni(e)serei, Nillerei[1255]

Kindermädchen (-magd), Galmamodel od. Schrabinermodel[1256]

Kirche, Duft[1257]

Kirchenschlüssel, Duftglitschin[1258]

Kirchhof s. Gottesacker

Kirchweih, Brandlingschei (d. h. „Kuchentag“)[1259]

Kirchweihsonntag, Brandlengweisling (d. h. „Kuchensonntag“)[1260]

Kirschbaum, Scharriselestöber[1261]

Kirsche, Scharrisele

Kirsch(en)kern, Scharriselekies[1262]

Kirsch(en)kuchen, Scharriselebrandling[1263]

Kirschenstein s. Kirsch(en)kern

Kissen, Sauft[1264]

Kittel, Malfes[1265]

Klarinette, Nikelschure[1266]

Klavier, "

Klee, Kupfer[1267]

Kleid, Kluft[1268]

kleiden, a’klufte[1269]

Kleidung, Klufterei[1268]

Klepper, Trabert[1269]

Klinge, Lomel[1270]

Kloster, grandiche Kolbekitt[1271]

Kloß s. Knödel.

Klotz, Spraus[1272]

klug, kochem[1273]

Knabe, Bengesle[1274], Fi(e)sele[1275], Freierle[1276]

knallen, schnelle[1277]

knauserig, bogelich[1278]

Knecht, Schenegler[1279]

Kneipe, Beiz, Kober[1280]

Kneipwirt s. Gastwirt; vgl. Wirt.

Knödel („Knöpfle“ [Spr.], „Spätzle“ [Spr.]), Hegesle (nicht zu verwechseln mit Heges = kleines Dorf)[1281]

Koch, Sicherbenk, Sicherfi(e)sel od. -kaffer[1282]

kochen, sichere[1282]

Kohl, Groanert[1283]

Kohle, a’gefunkter Spraus (d. h. „angebranntes Holz“)[1284]

Kohlenbrenner, Köhler, Funker[1284]

Kollege, Benges[1285], Fies(e)l[1286]

kommen, bosten[1287]

Kommißbrot, Lanengerlehm od. -lechem[1288], Lanengermaro[1289]

Komödiant, Schnurrant[1290]

Komödienhaus, Schnurrantekitt[1291], auch Nikelkitt[1292]

Komödienzettel (Programm), Schnurrantekritzler[1293]

König, grandich Sins (d. h. „der größte Herr“)[1294]

Königin, grandich Sinse (d. h. „die größte Dame“)[1294]

können (verstehen, wissen), gneisen (daher z. B.: ich kann’s nicht, ich gneis es nobis)[1295]

Konkurs, Vergondert[1296]

Konkurs, Vermuft[1297] (d. h. eigentlich „im Konkurs“ oder „bankerott“)

kontrolliert, gefleppt[1298]

Kopf, Kie(b)es[1299]

Kopfhaar, Ki(e)besstrauberts[1300]

Korb, Schottel, plur. Schottle[1301]

Korbmacher, Schottel- od. Schottlepflanzer[1302]

Korn, Kupfer[1303]

Kost, Achilerei[1304], Bikus, Butterei, Kahlerei[1305]

kostbar, dof[1306]

Kot, Fuhl[1307], Schond od. Schund[1308]

kotig, schundich[1308]

Krämer, Kemerer[1309]

Krämerladen, Kemererskitt[1310]

krank, begerisch[1311]

Krankenbett, Begerischsauft[1312]

Krankenhaus, Begerkitt[1311][1310]

Krankheit, Begerei[1311]

krätzig, näpfich[1313]

Kraut, Groanert[1314]

Krautsalat, Groanertblättling[1315]

Kredit, auf —, auf den Bengel, auf Keif[1316]

Kreisgericht, grandiche Schoflerei[1317]

krepieren, begere[1311]

Krieger, Kriegsmann, Lanenger[1318]

Kriminalgericht, grandiche Schoflerei[1317][1319]

Krone, grandicher Sins-Oberman(n) (d. h. „des Königs Hut“)[1320]

Kropf, Bellel[1321]

Krug, Nolle[1322]

Krüppel, schofler Benges od. Benk, schofler Fi(e)sel[1323]. (Das schofel soll hier soviel ausdrücken wie: „Der Mann [Bursche] ist übel, schlimm daran“).

Kübel, Schottel[1324]

Küche, Sichere[1325]

Kuchen, Brandleng[1326]

Küchenschlüssel, Sichereglitschin[1327]

Küchlein (als Tierbezeichng.), Gachnele (d. h. „Hühnchen“)[1328], Lachebatscherle (d. h. „Entlein“)[1329], Strohbutzerle (d. h. „Gänschen“)[1330]

Kuckuck, Flederling[1331]

Kuh, Horboga, auch Boga[1332]

Kuhbutter, Bogaschmunk[1333]

Kuheuter, Horbogaschwächerle[1334]

Kuhfleisch, Horbogebossert od. -mass[1335]

Kuhmetzger, Horbogekafler od. Bogakafler[1336]

Kuhstall, Horbogestenkert[1337]

kümmerlich, schofel[1338]

Kupfergeld, Bich[1339], Boschert[1340]

Kürschner, Oberman(n)pflanzer[1341]; vgl. Kappenmacher

Kutsche, dofer Rädleng (d. h. „schöner Wagen“)[1342]

Kutschenbauer, Rädlengpflanzer[1343]; vgl. Wagner

Kutte, Malfes[1344]

L.

lachen, schmol(l)en[1345]

Lager, Sauft[1346]

lahm, begerisch[1347]

lahm gehen, begerisch bosten[1348]

Lampe, Schein[1349]

Landesherr, grandicher Sins[1350]

Landgericht, grandige Schoflerei[1351]

Landhaus, Kitt[1352]

Landmann, Gadscho[1353], Kaffer, Ruch[1354]

lang, grandich[1355]

läppisch, ni(e)sich, nillich, nuschich[1356]

Larve, Ni(e)sichergiel, Nillichergiel[1357]; vgl. Fastnachtsmaske

Last (Traglast), Buklete[1358]

lasterhaft, schofel[1359]

lästern, stümpfen[1360]

Laterne, Schein[1349]

laufen, bosten[1348]

laufendes Wasser, bostender Flu(h)te[1361]

Läufer, Boster[1348]

Laus, Kenem[1362]

Lausbube, Lausejunge, Kenemebenges (-benk) od. -fi(e)sel[1363]

Lazarett, Lanenger-Begerkitt (d. h. „Soldaten-Krankenhaus“)[1364]

Leberkäse, Bosserträsling (d. h. eigtl. „Fleischkäse“)[1365]

Leberwurst, Rundling. (Damit wird aber auch jede andere Wurst bezeichnet)[1366]

Lebkuchen, Süslingbrandling (d. h. „Zuckerkuchen“)[1367]

leblos, begert (d. h. „gestorben, tot“)[1368]

lecken, bosen (bosme)[1369], jannen[1370]

leck mich ... (Einladung des Götz von Berlichingen), jann mei Bos[1370][1369]

ledig, nobis vergrönt (d. h. „nicht verheiratet“)[1371]

lediger Mann, nobis vergrönter Benges[1372]; vgl. Junggeselle

Legende, Kohl[1373]

Leghuhn, Bäzemagachne[1374], Bäzemastierer[1375]

Lehm, Schund[1376]

Lehrer, Galmeguffer (d. h. „Kinderprügler“)[1377], Plauderer[1378]

Lehrershaus, Plaudererskitt[1379]; vgl. Schule

Lehrersrock, Plauderersmalfes[1380]

Leibweh (-schmerz), Begerisch (subst. Adj.)[1381]

Leiche, Begert (d. h. „der Gestorbene, Tote“)[1381]

Leichenbeschauer, Begergadscho[1382], Begerkaffer[1383] (d. h. „der Totenmann“); letzteres auch = Totengräber

Leichenbett (Totenbett), Begersauft[1384]

Leichenfrau, Begermos(s)[1385]

Leichenhaus, Begerkitt[1379]; vgl. auch Krankenhaus

Leichenschmaus, Begerbikerei od. -bikus[1386]

Leichenstein, Begerkies[1387]

Leichentuch, Begerbochdam[1388]

leidend, begerisch[1381]

Leierkasten, Nikleschure[1389]

leihen; Bomma od. Keif pflanzen (d. h. „Schulden machen“)[1390]

Leihhaus, Bommerkitt, Keifkitt[1379]

Leine, Schlang (Spr.)[1391]

Leinenweber, Bochdampflanzer[1392]

Leinwand, Bochdam

Leiter, Rawine[1393]

Leute, Gadsche od. Gasche[1394], Ulma[1395]

leutselig, dof[1396]

Licht, Jak[1397], Schein[1398]

Lichtzieher, Scheinpflanzer[1399]

lieb, dof[1396] (mein lieber Bursche, mein dofer Fi[e]sel[1400], mein liebes Mädchen, meine dofe Model[1401])

liebenswürdig, dof[1396]

Liebhaber, Benges od. Benk[1402], Fi(e)sel[1400]

Liebhaberin, Model[1401]

lieblich, dof[1396]

liebreich, "

Liebste, dofe Model[1396][1401]

liegen, durmen[1403], schlaune[1404], schlummere[1405] (eigtl. „schlafen, schlafend daliegen“)

Linsen, Sore[1406]

Linsenschüssel, Soreschottel[1407]

Lippe, Giel[1408]

Liste, Kritzler[1409]

loben, dof diberen[1410] od. dof schmusen[1411] (d. h. „gut reden“).

Lockenkopf, Straubertskiebes[1412]

Löffel, Schnabel (plur. Schnäbel)[1413]

Lohn, Schenegelsbich, -kies, -lobe[1414]

Lohndiener, Schenegler[1414]

löschen, d’ Funk auspflanzen (d. h. „das Feuer ausmachen“)[1415]

Löwenzahn (Pflanze), Schmelemerllättling, d. h. „Zigeunersalat“.[1416] (Aus dieser Pflanze machen die Zigeuner für ihr Leben gern Salat und nennen ihn wegen der harntreibenden Eigenschaft des Saftes der Pflanze muterdo schach, d. h. „Urinkraut“)[1417]

Luder, mufiger Bossert[1418]

Lüge, Kohl (aufs Kohl, d. h. „es ist erlogen“)[1419]

Lügen (das), Kohlerei

Lügner, Kohler

M.

machen, pflanzen (Spr.)[1420]

mächtig, grandich (-dig)[1421]

machtlos, nobis grandich[1422]

Mädchen, Model[1423], Tschai[1424]

" , fahrendes, jenische Model[1425]

Magd, Scheneglere[1426]

Mahl, Mahlzeit, Achilerei[1427], Bikerei od. Bikus, Butterei[1428]

Mähre (Pferd), Trabert[1429]

Malz, g’funktes Gib (d. h. „gebranntes Getreide“)[1430]

Mangel, Dercherich (subst. Adj.)[1431]

Mann, Kaffer (plur.: Käffer [Spr.])[1432]

Männerrock, Gadschomalfes[1433] Kaffermalfes

männliches Glied, Betzam (Bezem)[1434], Dietz, Gari (od. Garo)[1435], Schure[1436]

Mannskleid, Kafferskluft[1437]

Mannskleider, Kaffersklufterei[1437]

Mannesschwester, Kaffersglied[1438]

Mark (das), Schmunk[1439]

Mark (die), Bet[1440], Flachs od. Flächsle[1441], Räp(p)le[1442] od. Schuk[1443]

Maske, ni(e)sicher, nillicher od. muschicher Giel[1444]

Mastochse, Schmunkhornikel (eigtl. „Fettochse“)[1445]

Mastpulver, Kuiete (Das Wort wird auch für Pulver jeder Art gebraucht; vgl. Pulver, Schießpulver)[1446]

Maßkrug, Blambnolle (eigtl. = „Bierkrug“)[1447]

Mätresse, Lubne[1448], schofle Model[1449]

Maul, Giel[1450] (halt’s Maul, schupf[1451] de Giel [od. schupf dich])

Meer, grandich Flu(h)te[1452]

Meergras, Flu(h)tekupfer[1453]

Meerschweinchen, Flu(h)tegroanikele[1454]

Mehl, Staubert[1455]

Mehlbeere, Staubertsäftling[1456]

Mehlbeerbaum, Staubertsäftlingstöber[1457]

Mehlschüssel, Staubertschottel[1458]

Mehlsack, Staubertrande[1459]

mehr, grandich[1460]

mehrfach, grandicher

Meilenstein (Meilenzeiger), Stradehertling[1461] od. Stradekies (d. h. „Straßenstein“)[1462]; vgl. Kilometerstein

Melkfaß, Gleisnolle (d. h. eigtl. „Milchnapf“)[1463]

Melkgefäß, Gleisschottel (d. h. eigtl. „Milchschüssel“)[1464]

Menge, grandich Ulma (d. h. „[sehr] viele Leute“)[1465]

merken, gneisen[1466]

Messer, Scharfling (od. Scharpfleng)[1467], Tschure[1468], auch öfter Hertling[1469]

Messerklinge, Messerschneide, Lomel[1470]

Messerschmied, Scharfling- (od. Scharpfleng-)pflanzer[1471]

Methodist, Blibelkaffer[1472]; femin.: Blibelmos(s)[1473], plur.: Blibelulme[1474]

Methodistenhaus, Blibelkitt[1475]

Metzelsuppe, Kaflereischnall[1476]

Metzger, Kafler[1476]

Metzgershaus, Kaflerskitt[1476][1475]

Miene (Gesicht), Giel (eigtl. „Mund, Maul“)[1477]

Milch, Gleis[1478]

Milchbrötchen, Gleiskechelte (Spr.)[1479]

Milchglas, Gleisglansert[1480]

Milchnapf (-hafen, -topf), Gleisnolle[1481]

Milchschüssel, Gleisschottel[1482]

Milchsuppe, Gleisschnall, (Dimin.: Gleisschnälle = Milchsüppchen [Spr.])[1476]

Militär, Lanengere (d. h. Soldaten)[1483]

Mist, Fuhl[1484], Schund[1485]

Mistgabel, Fuhlstichling, Schundfurschet[1486]

Mistkäfer, Schundflederling (d. h. eigtl. „Dreckvogel“)[1487]

Mißjahr, nobis dofs Ja(h)ne (d. h. „kein gutes Jahr“)[1488]

mitbringen, mitbukle[1489]

Mitternacht, Leile, Ratte (d. h. Nacht)[1490]

Möhren, Galgennägel[1491]

Monat, Frosch, plur. Frösche[1492]

Mond, Leileschein (d. h. „Nachtlicht“)[1493]

Montur, Lanengerkluft (d. h. „Soldatenanzug, -kleidung“)[1494]

morden, deisen[1495]

Mörder, Deiser; vgl. auch Totschläger

Most, Grabagautschert[1496]

Mostglas, Grabegautschertglansert[1497]

Mostkrug, Grabegautschertnolle[1498]

müde s. schläfrig

Mühle, Rolle[1499]

Mühlstein, Rollerhertling[1500], Rollerkies[1501]

Müller, Roller; Müllerin, Rollerin[1500]

Mund, Giel[1502]

Münzarbeiter, Bichschenegler[1503], Kies- od. Lobepflanzer (diese beiden eigtl. = „Geldmacher“)[1504]

Münze (= Geldstück), Bich[1503], Gore[1505], Kies, Lobe[1504]

Münze (= Münzwerkstätte), Bichpflanzerskitt (d. h. „Geldmacherhaus“)[1506] od. grandiche Lobekitt (d. h. „großes Geldhaus“)[1507]

Münzmeister, Bichsins[1508]; vgl. Bankier.

Musik, Nikelei[1509]

Musikant, Nikler

musizieren, nikle

Muskete (Gewehr), Klass[1510]

Mutter, Mamere[1511]

Mutterbruder (od. -Schwester), Mameresglied[1512]

Mutterschwein, Mameregroenikel[1513]

Mütze, Oberman(n)[1514]

Mützenmacher, Oberman(n)pflanzer[1515]

N.

nachbeten, nachblible[1516]

nachfahren, nachruadle[1517]

nachfallen, nachbohle[1518]

nachfolgen, nachbosten[1519]

Nachkommen (die), Galma, Schrawiner[1520]

nachschießen, nachschnelle[1521]

Nachschlüssel, nobes dofer Glitschin[1522]

nachschreiben, nachfebere[1523]

nachsehen, nachlinzen[1524]

nachsingen, nachschalle[1525]

nachsprechen, nachdiberen[1526], nachschmusen[1527]

Nacht, Leile, Ratte[1528]

Nachtarbeit, Leileschenagel[1529]

Nachtessen, Leileachilerei[1530], Leilebikus, Rattebutterei[1531]

Nachthafen, Fuhlnolle, Schmelznolle[1532]

Nachtlicht, Leileschein[1533]

Nachtstuhl, Leilesitzleng[1534], Schundsitzleng[1535]

Nachttopf, Flöselnolle[1536]

Nachtwächter, Leilekaffer[1537], Rattebenk[1538]

nachwerfen, nachplotzen[1539]

nackt, nobis ang’kluftet (d. h. „nicht angekleidet“) od. auskluftet (d. h. „ausgezogen“)[1540]

Nadel, Stichlere[1541]

nagen, näpfen[1542]

nähen, stichle[1541]

Napf, Nolle[567)

Narr, Hegel[1543], Ni(e)se, Nille, Nusche[1544]

Narrenhaus, Hegelkitt, Ni(e)sekitt, Nillekitt, Nuschekitt[1545]

närrisch, ni(e)sich, nillich, nuschich[1544]

närrischer Kerl, Mensch, Hegellauti[1543]

Nase, Muffer[1546]

Nashorn, Mufferhorboga (d. h. eigtl. „Nasenkuh“)[1547]

Nässe, Flu(h)tich[1548]

naß, flu(h)te[1549]

Neffe (von väterlicher Seite) Patrisglied[1550], (von mütterlicher Seite) Mamereglied[1551]; vgl. auch Oheim u. Tante

nehmen, schniffen[1552]

nein, nobis[1553], auch lore (Spr.)[1554]

Neujahr, Neujahne[1555]

nicht, nobis[1553]

nichts, Lore (Spr.)[1554]

nichtsnutzig, nobis dof[1556], nobis g’want[1557]

nichtswürdig, lenk, schofel[1558]

nie, nobis[1553]

niederblicken, niederlinzen[1559]

niederbrennen, niederfunken[1560]

niederfallen, niederbohle[1561]

niederkommen, Deislere werden (d. h. „Wöchnerin werden“)[1562] od. in Sauft bosten (d. h. „ins [Wochen-]Bett gehen“)[1563]

niederlegen (sich), niederdurme[1564], niederschlaune[1565]

niedermetzeln, niederkaflere[1566]

niederschießen, niederschnelle[1567]

niederschlagen, niederguffa[1568], niederstenze[1569]

niederschreiben, niederfebere[1570]

niedersitzen s. sitzen

niederträchtig, schofel[1571]

niederwerfen, niederplotzen[1572]

niemals s. nie

nobel, dof, duft[1573]

Not, Dercherich[1574], Schofel[1571] (beides subst. Adj.); vgl. Mangel

Nudeln, grandiche Hegesle (d. h. „große Spatzen“ od. „Knöpfle“ [Knödel])[1575]

Null, Nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[1576]

Nuß (Nüsse), Krächerle[1577]

Nußbaum, Krächerlestöber (in d. Spr: „Krächerstöber“)[1578]

Nußkern, Krächerlekies[1579]

nützlich, dof[1573], g’want[1580]

O.

Obdach, Kitt[1581]

oben, oberkünftig[1582]

Oberförster, grandich Grünwedel (d. h. „der größte Forstmann“)[1583]

Obergendarm, grandicher Schuker[1584]; vgl. Wachtmeister

Oberherr, grandicher Sins[1585]

Oberwachtmeister, grandich Schuker (d. h. „der größte Gendarm“)[1584]

Oberzahn, Obernäpfling[1586]

Obst, Stöberschure[1587] oder Stöbersore[1588]

Ochse, Hornikel[1589]

Ochsenfett, Hornikel-Schmunk[1590]

Ochsenfleisch, Hornikelbossert[1591]

Ochsenmaulsalat, Hornikelgielblättling[1592]

Ochsenmaulsalatbüchse, Hornikelgielblättlingschottel[1593]

Ochsenmetzger, Hornikelkafler[1594]

Ochsenstall, Hornikelstenkert[1595]

Ofen, Hitzling[1596]

Ofenruß, Hitzlingschwä(t)zling[1597]

Ofensetzer, Hitzlingpflanzer[1598], Hitzlingschenegler[1599]

Offizier, grandicher (od. auch dofer) Lanenger[1600]

oft, grandich[1601]

Oheim (von väterl. Seite), Patrisglied[1602], (von mütterl. Seite), Mamereglied[1603]; vgl. Neffe u. Tante

Ohr, Losling[1604]

Ohrring, Loslingschlang[1605]

Onanie treiben, Käfferle pflanzen[1606]

Onkel s. Oheim

Opfergeld, Duftbich[1607], Duftlobe oder -kies[1608] (d. h. „Kirchengeld“).

Orgel s. Leierkasten

Ortschaft, G’fahr[1609]

Ortsvorsteher, Kritsch, Schar(r)le[1610]

Ostern, Bäzemaweisling (d. h. „Eiersonntag“)[1611]

o weh!, o Laich![1612]

P.

Pallasch (Säbel), Latt[1613]

Papagei, Schmuserfläderling (d. h. „der sprechende Vogel“)[1614]

Papiergeld, Kritzlerbich[1615], Kritzlerlobe[1616]

Papiermacher, Kritzlerpflanzer[1617]

Papst, grandich Kolb (d. h. „der größte Pfarrer“)[1618]

Paß, Flebb(e)[1619]

Pastor, Gallach[1620], Kolb[1618]

penis s. Glied (männliches)

Pfad, Strade[1621]

Pfahl, Spraus[1622]

Pfanne, Russling[1623]

Pfarrer, Gallach[1620], Kolb[1618]

Pfarrhaus, Gallachekitt, Kolbekitt[1624]

Pfau, Dofefläderling (d. h. „der schöne Vogel“)[1625]

Pfeife, Dämpfe[1626] Toberich[1627] od. (genauer) Toberichschure[1628] (d. h. „Tabakspfeife“ [s. d.]); vgl. Tabak u. Zigarre

Pfeifenkopf, Toberichki(e)bes[1629]

Pfeffer, Sore[1630]

Pfefferbüchse, Soreschottel[1631]

Pfennig, Boschert[1632]

Pferd, Trabert od. Trapert[1633]

Pferdeeuter, Trabertschwächerle[1634]

Pferdefleisch, Trabertbossert od. Trabertmass[1635]

Pferdefuß, Trapertritt[1636]

Pferdehaar, Trabertstrauberts[1637]

Pferdehändler, Trabertgremer, Trabertkemerer[1638]

Pferdemetzger, Trabertkafler[1639]

Pferdestall, Trabertstenker[1640]

Pferdetränke, Trabertschwäche[1634]

Pfingsten, Schuberleweisling (d. h. „Geistsonntag“)[1641]

Pflastergeld, Kieslobe[1642]; Stradebich[1643]

Pflaume, Blauling od. Bloling [Spr.][1644]

Pflaumenbaum, Blaulingstöber[1645]

Pflaumenkern, Blaulingkies[1646]

Pflock, Spraus[1647]

Pfote, Tritt[1648]

Pisse (= Harn, Urin), Flösle, Flösslete, Flösselflu(h)te[1649]

pissen, flöslen[1649]

Pistole, Schneller[1650]

Plappermaul, Schmusichergiel[1651]

plaudern, diberen[1652], schmusen[1653]

Plauderer, Diberer, Schmuser

Pokal, Nolle[1654]

Pökelfleisch, eingespronkter Bossert (d. h. „eingesalzenes Fleisch“)[1655]

Polizei, Bu(t)zerei[1656]

Polizeiamt, Bu(t)zereikitt[1657]

Polizeidiener, Polizist, Bu(t)z[1656]

Polizeidirektor, grandich Bu(t)z (d. h. „der größte Polizist“)[1658]

Polizeihund, Bu(t)zekeiluf, Bu(t)zekibe[1659]

Polizeiwachtmeister, grandicher Bu(t)z[1658]

Porzellan, Sore[1660]

Porzellantasse, Soreschottel[1661]

Possenreißer, Hegellauti[1662]

Postbote, Kritzlerbukler[1663]

Postwagen, Kritzlerrädling[1664]

Pracht, Dof (= dof)[1665]

prächtig, dof[1665], grandich[1658]

predigen, blible[1666]

Prediger, Gallach[1667], Kolb[1668]

Priester s. Prediger

Priesterrock, Gallachmalfes, Kolbemalfes[1669]

Protestant, Gril(l)ischer[1670]

protestantisch, gril(l)isch od. kril(l)isch[1670]

Prügel (= Stock), Spraus[1671]

Prügel (= Hiebe), Gufes[1672], Stenz[1673]

Prügelei, Hamore, More[1674]

prügeln, guffen[1672], ste(c)ken[1675], stenzen[1673]; vgl. schlagen

Pudel, Keiluf, Kib[1659]

Pulle (Flasche), Glansert[1676]

Pulver (jeder Art), Kuiete[1677]

Pulvermühle, Kuiete-Rolle[1678]

Pulvermüller, Kuieteroller (fem.: -rollerin)[1678]

Punsch, gesicherter Johle[1679]; vgl. Glühwein

Puppe (Docke), Schure[1680]

putzen (reinigen), pfladere[1681]

Q.

Quacksalber, schofler Begersins (d. h. „schlechter Doktor [Arzt]“[1682]

Quaderstein, grandicher Kies[1683]

Quartier, Fehte[1684]

Quartierbursche, Fehtefi(e)sel od. -freier[1685]

Quartierherr, Fehtekaffer od. -sins[1686] vgl. Hauswirt

Quartierfrau, Fehtemos(s) od. -sinse[1687]

Quartiermädchen, Fehtemodel[1688]

Quelle, Flu(h)te[1689]

Quersack, Rande[1690]

R.

Rabbiner, Diboldegallach[1691] od. Kaimekolb[1692] (d. h. „Judengeistlicher od. -pfarrer“)[1693]

Rabe, Schofeleiflederling (d. h. „Unglücksvogel“)[1694]

Rahm, Gleisschund (d. h. eigtl. „Milchdreck“)[1695]

Ranzen, Rande[1690]

Rappe, Trabert[1696]. Für die verschiedene Farbe der Pferde gibt es keine nähere Bezeichnung (vgl. Schimmel); dagegen wird das Geschlecht der Tiere wohl kenntlich gemacht; vgl. Näh. unter „Hengst“ u. „Stute“

Rasiermesser, Scharfling[1697] od. Tschure[1698] (d. i. beides eigtl. nur „Messer“)

Rathaus, Sturmkitt[1699]

Rathausschlüssel, Sturmkittglitschin[1700]

Rathausuhr, Sturmkittgluber[1701]

Ratsherr, Sturmkittsins[1702], auch Kritsch od. Schar(r)le[1703]

rauben, schniffen[1704], schoren[1705]

Räuber, Schniffer[1704], Schorer od. Tschor[1705]

rauchen, dämpfen, toberiche[1706]

Rauchfleisch, Hitzlingbossert[1707]

räudig, näpfich[1708]

Rausch, Molum (subst. Adj.)[1709], Schwächer[1710], nach den Spr. auch Dambes[1709]

Rebe s. Weinrebe

Rebensaft, Johle[1711]

Rebhuhn, Jahrestierer od. Krachergachne[1712] (d. h. „Waldhuhn“)[1713]

reden, dibere[1714], schmuse[1715]

Regen, Flössle[1716]

Regenbogen, Flösselreifling (d. h. eigtl. „Regenring“)[1717]

Regenschirm s. Schirm

Regentag, Flösselschei[1718]

Regenwasser, Flösselflu(h)te[1719]

regnen, flössle od. flessle (Spr.)[1716]

reich, grandich[1720]

reicher Bauer, grandicher Ruch[1721]

reicher Herr, grandiger (sic) Sins[1722]

Reichtum, grandich Schure od. Sore (d. h. „[sehr] viele Sachen“)[1723]

reinigen, pfladere[1724]

reizend, dof, duft[1725]

Richter, grandicher Sins[1722] (d. h. eigtl. „großer Herr“)[1726]

Richterstuhl, Schoflereisitzling (d. h. eigtl. „Gerichtsstuhl“)[1727]

riechen, muffen[1728]

Riese, grandicher Kaffer (d. h. „großer Mann“)[1729]

Rind, Horboge[1730]

Rinderfett, Horbogeschmunk[1731]

Rinderstall, Horbogestenkert[1732]

Rindfleisch, Horbogebossert[1728]

Rindfleischbüchse, Horbogebossertschottel[1733]

Rindvieh s. Rind

Rindviehmetzger, Horbogekafler[1734]

Ring, Reifling[1735]

Rock, Malfes[1736]

Rocktasche, Malfesrande[1737]

Roggen, Kupfer[1738]

Rosenkranz, Blibelschlang (d. h. „Betkette“)[1739]

Roß s. Pferd

Roßmetzger s. Pferdemetzger

Rüben s. Möhren

ruchlos, lenk, schofel[1740]

Rucksack, Rande[1737]

ruhen, durme[1741], schlaune[1742]

ruhig sein s. schweigen; vgl. aufhören

Rüssel, Muffer[1728]

Ruß, Schwetzling[1743]

S.

Saal, grandiche Schrende (d. h. „große Stube“)[1744]

Säbel, Latt[1745]

Sache, Sore[1746]

Sack, Rande[1747]

Säckel, Kiesreiber[1748]

sagen s. reden; vgl. sprechen

Sahne, Gleisschund[1749]; vgl. Rahm

Salat, Blättling[1750]

Salz, Spronkert[1751]

Salzbüchse, Spronkertschottel[1752]

salzen, spronkere[1751]

salzig, g’spronkt

Salzfisch, Spronkertschwimmerling[1753]; vgl. Hering

Salzfleisch, Spronkertbossert[1754]

Salznapf, Spronkertnolle[1755]

sanft, dof[1756]

Sänger, Schaller; Sängerin, Schallerin[1757]

Sarg, Begerkittle (d. h. „Totenhäuschen“)[1758]

Satan, Koele[1759]; vgl. Teufel

satt, grandich bikt od. buttet (d. h. „viel gegessen“)[1760]

Sau, Balo, Groenikel[1761]

sauber, dof[1756]

säubern, pfladere[1762]

Sauerkraut, Groenert[1763]

saufen, schwächen[1764]

Sauferei, Schwächerei

Sauhirt, Groenikelbenk, Groenikelschure[1761][1765]

Saustall, Groenikelstenkert[1766]

Schädel, Ki(e)bes[1767]

Schaf, Jerusalemsfreund[1768]

Schafbock, grandich Jerusalemsfreund[1769]

Schäfer, Jerusalemsfreundschure[1770]

Schäferhund, Jerusalemsfreundkib[1771]

Schäferin, Jerusalemsfreundmos(s)[1772]

Schäferknecht, Jerusalemsfreundschenegler[1773]

Schafhirt s. Schäfer

Schafstall, Jerusalemsfreundstenkert[1766]

Schale (Schüssel), Schottel[1752]

Scham, (weibliche), Geschmu, G’schmui[1774]

schamhaft, dof[1756]

schamlos, schofel[1775]

schauen, linzen[1776]

Schauspieler s. Komödiant

Schauspielhaus, Schnurrantekitt[1777]; vgl. Komödienhaus

Scheit, Scheitholz, Spraus[1778]

schelten, stämpfen[1779]

Schemel, Sitzleng[1780]

Schenke, Beiz, Kober[1781]

Schenkel, Tritt[1782]

schenken s. beschenken

Schenkwirt, Beizerer, Koberer; Schenkwirtin, Beizere, Kobere[1781]

Scheune, Schaffel (Dimin.: Schaffelle [Spr.])[1783]

schießen, schnelle[1784]

Schießgewehr, Klass[1785], Schnelle[1784]

Schießhaus, Klasskitt[1786]

Schießpulver, Kuiete[1787]

Schilf, Flu(h)tekupfer (d. h. „Wassergras“)[1788]

Schimmel, Trabert[1789]; vgl. die Bemerkung unter „Rappe“

schimpfen, stämpfen[1779]

Schinken, Schwärzlingbossert (d. h. eigtl. „Ruß- [od. Rauch-] fleisch“)[1790]

Schirm (bes. Regenschirm), Dächle (Spr.)[1791], Flotscher od. Pflotscher(t) (Spr.)[1792]

Schirmflicker(in), Dächlespflanzer(in) od. Pflotscherpflanzer(in) (Spr.)[1793]

Schirmflickerleute, Dächlespflanzerulma (Spr.)[1794]

Schirmsack, Dächlesrande (Spr.)[1795]

schlachten, deisen[1796], kaflere[1797]

Schlächter, Kafler

Schlachthaus, grandich Kaflerskitt[1798]

schlafen, durme[1799], schlaune[1800]

schläfrig, durmerich[1799], schlaunerich[1800]

Schläge, Doge[1801], Guffe[1802], Stenze[1803]; vgl. Prügel

schlagen, dogen[1801], guffen[1802], koberen[1804], stenzen[1803]; vgl. prügeln

Schlägerei, Gufferei[1802], Hamore[1805], Stenzerei[1803]

Schlamm, Flu(h)tefu(h)l od. Flu(h)teschund (d. h. eigtl. „Wasserdreck“)[1806]

schlau, kochem[1807]

schlecht, schofel[1808]

schließen, beschrenken[1809]

Schließer, Beschrenker

Schlosser, Glitschinpflanzer[1810]

Schloß (Gebäude), dofe Kitt (d. h. „schönes Haus“)[1811]

schluchzen, glemsen[1812]

schlummern, durme[1813], schlaune[1814]

Schlüssel, Glitschin[1815]

Schmach, Lenk, Schofel (subst. Adj.)[1816]

schmähen, stämpfen od. stumpfen[1817]

Schmäher, Stämpfer

Schmalz, Schmunk[1818]

schmalzen, schmunken

Schmaus, Bikus, Butterei, Kahlerei[1819]

schmausen, achilen[1820], biken, butten[1819]

schmecken, (= riechen), muffen[1821]

schmeißen, plotzen[1822]

schmelzen (richtiger wohl: schmalzen), schmunken[1818]

Schmiere, Schmunk[1818]

schmierig, schundich[1823]

Schmutz, Schund[1823]

schmutzig, schundich od. schondich (Spr.)

Schnabel, Muffer[1821]

Schnaps s. Branntwein

Schnauze, Giel[1824]

Schneider, Stichler; Schneiderin, Stichlere[1825]

Schneidersfrau, Stichlersmos(s)[1826]

schnupfen, Toberich muffe (d. h. „Tabak riechen“)[1827]

schön, dof[1828]

Schoppen, Glansert[1829], Nolle[1830]

Schoppenglas, Blambglansert (d. h. „Bierglas“)[1829]

Schreck(en), Bauser[1831]

schreiben, feberen[1832]

Schreiben (= Schreiberei, Schrift), Feberei[1832], (= Brief), Kritzler[1833]

Schreiber, Feberer

Schreibtisch, Feberklettert[1834]

schreien, glemsen[1835]

Schrift, Feberei[1832], Kritzler[1833]

Schriftgelehrter, grandich Feberer[1836]

schriftlich, gefebert (d. h. „geschrieben“)[1832]

Schuh, Tritt[1837], Trittling[1838]

Schuhmacher, Trittlengspflanzer[1839]

Schulden, Bomma[1840], Keif[1841]

Schule, Plaudererskitt[1842], auch Plauderei (Spr.)

Schullehrer, Galmeguffer[1843], Plauderer[1842]

Schultheiß, Kritsch, Schar(r)le[1844]

Schuppen, Schaffel[1845]

Schürze, Fürflamme[1846]

Schüssel, Schottel[1847]

Schuster s. Schuhmacher

Schustersfrau, Trittlingpfanzersmos(s)[1848]

Schutzmann s. Polizeidiener

schwachsinnig, ni(e)sich, nillich[1849]

Schwalbe, Furschetefläderling (d. h. „Gabelvogel“, nach der gabelförmigen Gestalt des Schwanzes)[1850]

Schwan, grandich Babing od. Strohbutzer (d. h. etwa „[sehr] große Gans“)[1851]

schwanger, grandiche Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[1852]

schwanger gehen, grandiche Rande bosten[1853]

Schwarzbrot, Schoflelehm od. Schofellechem (Spr.) (d. h. „schlechtes Brot“)[1854]

Schwarzkünstler, Finkelkaffer[1855]

Schwätzer, Schmuser[1856]

schweigen, (sich) schupfen, sich aufschupfen (schweig still, schupfte [Spr.], schupf dich [auf])[1857]

Schwein, Balo, Groenikel[1858]

Schweinefleisch, Groenikelbossert[1859]

Schweinehändler, Groenikelkemerer[1860]

Schweinehirt s. Sauhirt

Schweinemetzger, Groenikelkafler[1861]

Schweinestall s. Saustall.

Schweinezitzen, Groenikelschwächerle[1862]

Schweinsborsten, Groenikelstrauberts[1863]

Schwert, Latt[1864]

Schwester, Glied[1865], Model[1866]; vgl. Geschwister

Schwiegersohn s. Tochtermann.

Schwindsucht, grandich Begerisch[1867]

schwitzen (ich schwitze, Flu[h]te bostet mer herab, d. h. „das Wasser läuft mir herab“)[1868]

See, Flu(h)te[1868]

Seehund, Flu(h)tekib[1869]

sehen, linzen[1870]

sei ruhig (still) s. schweigen

Seiltänzer, Schnurrant[1871]

Semmel (Weck), Kechelte[1872]

Sense, Kupfersore (d. h. etwa „Grasding“)[1873]

Sessel, Sitzleng[1874]

Seuche, Begerei[1875]

Siechenhaus s. Krankenhaus; vgl. Spital

Siechtum, Begerisch[1875]

Signalement, Giel (d. h. „Gesicht“)[1876]

singen, schallen[1877]

Singvogel, Schallerfläderling[1878]

sinnlos, ni(e)sich, nillich[1879]

sittsam, dof[1880]

sitzen (niedersitzen), hauren[1881], schef(f)ten[1882]

Socken, Kafferstreifling (d. h. „Männerstrümpfe“)[1883]

Sohn, Bengesle[1884], Fi(e)sele[1885], Freierle[1886], auch Glied[1887]

Sold, Bich[1888], Lobe[1889], Pfreimerei[1890]

Soldat, Lanenger[1891]

Soldaten, Lanengere

Soldatenfrau, Lanengermos(s)[1892]

Soldatenmütze, Lanengeroberman(n)[1893]

Soldatenwirtschaft, Lanengerbeiz od. -kober[1894]

Sonntag, Bossertschei (d. h. „Fleischtag“)[1895] od. Weisleng[1896]

Sorge, Bauser[1897]

spähen, linzen[1898]

Spätzle (schwäb. Mehlspeise), Hegesle (Spr.)[1899]

Spätzlessuppe, Hegesleschnall (Spr.)[1900]

spazieren (gehen), bosten[1901]

Speck, Schmunkbossert (d. h. „Fettfleisch“)[1902]

Speicher, Schaffel[1903]

Speise, Bikus[1904]

Speisen (das), Achilerei[1905], Bikerei, Butterei, Kahlerei[1904].

sperren (schließen), beschrenken[1906]

Spiegel, Linzer[1898]

Spiel (Musik), Niklerei[1907]

spielen (musizieren), niklen

Spieler (Musikant), Nikler

Spital, Begerkitt[1908]

Splitter, Spräusle[1909]

sprechen, dibere[1910], schmusen[1911]

Sprecher, Diberer, Schmuser

Spuk (Gespenst), Schuberle[1912]

Staar, Fläderling[1913]

Stab, Spraus[1909]

Stachel, Stupfle[1914]

Stadt, Steinhäufle[1915]

Städter, Steinhäuflesulme[1916]

Stall, Stenkert[1917]

Stamm, Stöberspraus[1918]

Stange, grandicher Spraus (d. h. etwa „langes Holz“)[1919]

starr, begert (d. h. „gestorben“, „tot“)[1920]

Starrkopf (Dickkopf), grandicher Ki(e)bes[1921]

stechen, dupfen[1922]

Steckbrief, lenker od. schofler Kritzler (d. h. „schlechter Brief“)[1923] oder auch Sprauskritzler (d. h. eigentl. „Holzbrief“)[1924]

Stecken s. Stock

Steg, Strade[1925]

stehlen, schniffen[1926], schoren od. z’schoren (Spr.)[1927]

Stein, Hertling[1928], Kies[1929]

steinern, kiesich[1929]

Steineule, Begerfläderling (d. h. „Totenvogel“)[1930]; vgl. Käuzchen

Steinhauer, Steinmetz, Hertlingsguffer oder Kiesguffer[1931]

Steinklopfer s. Steinhauer

Sterbebett, Begersauft[1932]

Sterbekleid, Begerkluft[1933]

sterben, begeren[1932]

Sterben (das), Begerei

sterblich, begerisch

Stern, Leileschei (d. h. „Nachtlicht“)[1934]; vgl. Mond

Sternschnuppe, Leileschei-Schund (d. h. „Nachtlichtschmutz“)[1935]

Steuern, Bleisgeren[1936], Pfreimen[1937]

Stich (= „das Stechen“), Dupfen[1938]

Stiefel, Trittleng[1939]

Stiefkind, Schoflergalm[1940]

Stiefmutter, Schoflemamere[1941]

Stiefvater, Schoflerpatris[1942]

Stier, Hornigel (sic)[1943]

still schweigen (still sein) s. schweigen

stinken, muffen[1944]

stinkend, muffich (mufig)

Stirn, Ki(e)bis (sic)[1945]

Stock (Stecken), Spraus[1946], Sprate, Stenz[1947]

Stockmacher, Sprauspflanzer[1948]

stolz sein, grandiche pflanzen (d. h. „den Großen machen“, „den großen Herrn spielen“)[1949]

Storch, grandich Flederling (wohl = „der größte Vogel“)[1950]

Strafe, Strupf[1951]; Strafe bezahlen, Strupf bereimen[1952]

strafen s. bestraft

Straße, Strade[1953]

Straßenarbeiter, Stradeschenegler[1954]

Straßenwärter, Stradebenk[1955]

Streichhölzer s. Zündhölzer

Streit, Hamore, More[1956]

Streiten (das), Morerei

streng, lenk, schofel[1957]

Streu, Rauschert[1958]

Streulager, Rauschertsauft[1959]

Stroh, Rauschert

Strohbett (Strohlager), Rauschertsauft

Strom, Flu(h)te[1960]

Strumpf, Streifling (plur.: Streiflinge)[1961]

Strumpfwirker, Streiflingpflanzer[1962]

Stube, Schrende[1963]

Stuhl, Sitzling[1964]

stumm sein, nobis dibere od. schmuse[1965] (d. h. „nicht[s] sprechen“)[1966]

Stundenfrau (Methodistin), Blibelmos(s)[1967]

Stundenhaus (Methodistenhaus), Blibelkitt[1968]

Stundenleute (Methodisten), Blibelulme[1969]

Stundenmann (Methodist), Blibelkaffer[1970]

Stute, Trabertmoss (d. h. eigtl. „Pferdefrau“, weibliches Pferd)[1971]; vgl. Hengst

Summe, Bich[1972], Lobe[1973]

Suppe, Schnall[1974]

Süßigkeit, Süs(s)ling[1975]

T.

Tabak, Toberich[1976]; Tabak rauchen, dämpfe oder toberiche[1976]; Tabak schnupfen, Toberich muffe (d. h. „Tabak riechen“)[1977]

Tabaksbeutel, Toberichrande[1978] od. Toberichreiber[1979]

Tabakspfeife, Toberichschure[1980] od. auch bloß Toberich

Tafel, Klettert[1981]

Tag, Schei[1982]; Tag und Nacht, Schei und Leile[1983]

Taler, drei Räp(p)le (d. h. „drei Mark“)[1984]

Tand, Nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[1985]

Tanne, Jahrestöber od. Kracherstöber (d. h. „Waldbaum“)[1986]

Tante (von väterl. Seite), Patrisglied[1987], (von mütterl. Seite), Mamereglied[1988]; vgl. Oheim u. Neffe

Tanz, Niklerei[1989]

tanzen, nikle

Tänzer, Nikler, fem.: Niklere

Tasche, Rande[1990]

Taschenspieler, Randeschnurrant[1991]

Tasse, Schottel[1992]

Taube, Fläderling[1993]

tauglich, dof od. duft[1994], g’want[1995]

Teich, Flu(h)te[1996]

Teller, Schottel[1992]

Tempel, Duft[1997]

Tenne, Schaffel[1998]

teuer, grandich[1993]

Teufel, Koele[1999]

Teufelsbraten, Koelebossert[2000]

Teufelstisch (?), Koeleklettert[2001]

teuflisch, koelich[1999]

Theater, Niklerei[1989]

Thee, Süs(s)ling[2002]

Tiegel, Nolle[2003], Russling[2004]

Tisch, Klettert[2001]

Tischler, Klettertpflanzer[2005]

Tochter, Model[2006], auch wohl Glied[2007]

Tochterkind, Modelgalm[2008]

Tochtermann, Modelkaffer[2009]

Tochtersohn, Modelfi(e)sel[2010]

Tollhaus, Ni(e)sekitt, Nilleskitt[2011]

Tollkopf, Ni(e)seki(e)bes, Nilleki(e)bes[2012]

Topf, Nolle[2003]

Töpfer, Nollepflanzer[2005]

Tor, Ni(e)se, Nille[2011]

töricht, ni(e)sich, nillich

Tornister, Rande[1990]

tot, begert (d. h. „gestorben“)[2013]

töten (totmachen, totschlagen [Spr.]), deisen[2014]

Totenbahre, Begersore[2015]

Totenbett, Begersauft[2016]

Totengeruch, begerische Mufferei[2017]

Totengräber, Begerkaffer[2018]; vgl. auch Leichenbeschauer

Totenschein, Begerkritzler[2019]

Totschläger, Deiser[2014]; vgl. Mörder

Tracht (Kleidung), Kluft[2020]

trächtig, grandiche Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[2021]; vgl. schwanger

tragen, buk(e)le(n) (Spr.)[2022]

Tränen, Glemsen (substantivierter Infinitiv)[2023]

Trank, Schwächerei[2024]

Tränke (Viehtränke), Schwäche[2024]

Traube, Säftling[2025]; vgl. Weintraube

traurig, schofel (Spr.)[2026]

treu, dof[2024]

treulos, lenk, schofel[2026] od. nobis dof[2027]

trinken, schwächen[2024]

Trinkgelage, Schwächerei

Trinkgeschirr, Schwächglansert (eigentl. „Trinkglas“)[2028], Schwächnolle (eigtl. „Trinktopf“)[2029] od. Schwächschottel (eigtl. „Trinkschüssel“)[2030]

Trinkglas, Schwächglansert

Trinkschale, Schwächschottel

Tropf, Ni(e)se, Nille[2031]

Trotz (Zorn) Stumpf[2032]

trotzig (zornig), stumpfich

trübe, schundich (d. h. eigtl. „schmutzig“)[2033]

Trübsal, nobis Dof (d. h. „nicht gut, nichts Gutes“)[2034][2027]; vgl. Übel

trunken (betrunken), geschwächt[2024]; vgl. berauscht

Trunkenheit, Schwächer

Truppen, Lanengere (d. h. „Soldaten“)[2035]

Tuch (Gewebe), Bochdam[2036]

Tuchmacher, Bochdampflanzer[2037]

tüchtig, duft[2038], g’want[2039]

tückisch, lenk, schofel[2026]

tugendhaft, dof[2038]

U.

übel (zum Übergeben, Erbrechen schlecht), gielerich (Spr.)[2040]

Übel (das), nobis Dofs (d. h. „nichts Gutes“)[2027][2034] vgl. Trübsal

Überfluß, grandich Schure od. Sore[2041]; vgl. Reichtum

übergeben (sich) (= sich erbrechen), giele[2040]

Übergeben (das) (= Erbrechen), Giele

übermütig sein, grandiche pflanzen[2042]; vgl. stolz sein

übernachten, auch das Übernachten erlauben (v. S. des Wirtes), fehten (Spr.)[2043]

übernachten, im Freien —, Blatt (blatt) pflanzen (Spr.)[2044]

Überrock, Malfes[2045]

überschreiben, überfeberen[2046]

übersehen, überlinzen[2047]

Uhr, Gluber (Gluper [Spr.]), Kluper (Spr.) od. Luber[2048], auch Gengle[2049]

Uhrgehäuse, Luberkitt[2050]

Uhrkette, Luberschlang, Gluperschlang (Spr.)[2051]

Uhrmacher, Genglespflanzer, Luberpflanzer[2037]

Uhrschlüssel, Luberglitschin[2052]

Uhrtasche, Luberrande[2053]

umblicken, umlinzen[2044]

umbringen (töten), deise[2054]

umfahren, umruadle[2055]

umfallen, umbohle[2056]

umhergehen, umherbosten[2057]

umhertanzen, umhernikle[2058]

umhertragen, umherbukle[2059]

umkommen (sterben), begere[2060]

umschauen, umlinzen[2047]

umsonst, nobis (eigtl. = „nichts“)[2061]

umwerfen, umbohle(n) (Spr.)[2056]

unanständig, schofel[2062]

unbedeckt, nobis ankluftet (d. h. „nicht angekleidet“)[2063]

unbekannt, gneis nobis (d. h. „[ich] kenne [es] nicht“)[2064]

unecht, nobis dof (d. h. „nicht gut“)[2065]

Unflat, Schund[2066]

unflätig, schundich

ungekocht, nobis gesichert[2067]

Ungeziefer, Keneme[2068]

ungläubig, nobis wo(h)nisch (d. h. „nicht katholisch“)[2069], nobis gril(l)isch (d. h. „nicht evangelisch“)[2070], nobis diboldisch (d. h. „nicht jüdisch“)[2071]

Unglück, Schofelei[2062]

Unglücksvogel, Schofeleifläderling[2072]; vgl. auch Rabe

ungültig, hauret nobis (d. h. „[es] ist nichts“)[2073]

unkeusch, nobis dof[2065]

unklug, ni(e)sich, nillich[2074]

Unkraut, Koelesgroenert (d. h. „Teufelskraut“)[2075]

unnütz, nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[2061]

unpäßlich, begerisch[2076]

Unrat, Schund[2077]

unrein, schundich[2077]

unrichtig, nobis dof[2075]

unsauber, schundich[2074]

Unschlitt, Horboge- od. Hornikelschmunk (d. h. „Rinds- od. Ochsenfett“)[2078]

unschuldig, dof[2065]

unsinnig, ni(e)sich, nillich[2074]

unsittlich, schofel[2062]

unsterblich, begert nobis (d. h. „stirbt nicht“)[2076][2079]

untauglich, nobis dof[2075]

unten, unterkünftig[2080]

untergehen, unterbosten[2081]

Unterkleid, unterkünftige Kluft[2082]

Unterrock, unterkünftiger Malfes[2083]

unterschreiben, unterfebere[2084]

Untersuchung, Diberei[2085] od. Schmuserei[2086] (d. h. [beides] etwa = „Fragerei“)[2087]

untreu, nobis dof[2065]

unverehelicht (unverheiratet), nobis vergrönt[2088]

unverletzt, nobis begerisch[2076]

unvernünftig, hegelich[2089], ni(e)sich, nillich od. nuschich[2074]

unverschämt, lenk, schofel[2062]

unverständig s. unvernünftig

unwillig, stumpfich[2090]

unwissend, nillich[2074]

unzüchtig, nobis dof[2065]

unzweckmäßig, hauret nobis (d. h. „[es] ist nichts“)[2091]; vgl. ungültig

Urin, Flösle, Flösslete[2092] od. Flösselflu(h)te[2093]

Uringlas, Flösselglansert[2094]

Urintopf, Flösselnolle[2095]

Urkunde, Kritzler[2096]

V.

Vater, Patris[2097]

Vaterhaus, Patriskitt[2098]

Vaterstadt, Patrissteinhäufle[2099]

verarmt, dercherich[2100]

verbluten, verratten[2101]

verbrennen, verfunken[2102]

Verdienst, Bereimerei[2103], Pfreimerei[2104] (d. h. „Bezahlung, [Lohn]“)[2105]

verdrießlich, stumpfich[2090]

verehelichen (sich) s. heiraten

verehelicht (verheiratet), vergrönt[2088]

verfault, vermuft[2106]

verfertigen, pflanzen[2107]

Verfertiger, Pflanzer (nur in Zus. gebräuchlich)

vergüten, bereimen[2103], pfreimen[2104]

verhauen, verguffe[2108], verkobere[2109], verstenze[2110]

Verhör, Diberei (eigentl. etwa „Fragerei“)[2111]; vgl. Untersuchung

verkaufen, verbaschen (Spr.), vergremen, verkemere[2112], verkitschen[2113]

Verkäufer, Verkemerer, Verkitscher

verkleiden, verkluften[2114]

verlachen, ausschmol(l)en[2115]

verlangen, derchen[2116]

verlängern, grandicher pflanzen (d. h. „größer machen“)[2117]

verlaufen, verbosten[2118]

verleugnen, kohlen (eigtl. „lügen“)[2119]

verlogen, Kohl[2120]

verlöschen, ausfunken[2121]

Vermögen, grandich Schure od. Sore[2122]; vgl. Reichtum

vermögend, grandich Schure[2120]

vernichten, deisen[2123]

vernünftig, kochem[2124]

verpfänden, vergondere[2125]

verprügeln s. verhauen

Verrat, Verdibert[2111][2126]

verraten, verdibern

Verräter, Verdiberer

verrucht, schofel[2127]

verrückt, ni(e)sich, nillich, nuschich[2128]

verschämt, dof[2129]

verschlagen s. verschmitzt

verschließen, beschrenken[2130]

verschlossen, beschrenkt

verschmitzt, kochem[2124]

versengen, verfunken[2121]

verspotten, ausschmol(l)en (d. h. „auslachen“)[2115]

verständig, kochem[2124]

verstimmt (ärgerlich), stumpfich[2131]

verstorben, begert[2132]

vertrinken, verschwächen[2133]

verwahrlost s. heruntergekommen

verzehren, achilen[2134], biken, butten, kahle[2135]

Vieh, Sore[2136]

Viehpulver, Kuiete[2137]

Viehtränke, Schwäche[2133]

viel, grandig[2138]

vielmals, grandicher (wohl Komparativ)

visieren (den Paß kontrollieren), flebben; visiert, geflebbt[2139]

Vogel, Fläderling[2138]

Vogelbauer (Käfig), Fläderlingskitt[2140] od. Fläderlingsstenkert[2141]

Vogeleier, Flederlingsbäzeme[2142]

Vogelnapf, Fläderlingsnolle[2143]

Vogelspießer, Fläderlingsschnellen[2144]

voll, grandig[2138]

vorbeten, vorblible[2145]

Vorderfuß, Vordertritt[2146]

Vorderkopf, Vorderki(e)bes[2147]

Vorderzahn, Vordernäpfling[2148]

vorjährig, voriges Ja(h)ne[2149]

vorlügen, vorkohlen[2150]

vorsagen, vordibere[2151], vorschmuse[2152]

vorschießen (leihen), vordogen (eigentl. „vorgeben“)[2153]

vorschreiben, vorfeberen[2154]

vorsingen, vorschallen[2155]

vorspielen, vornikle[2156]

Vorstadt, Vorsteinhäufle[2157]

vortanzen, vornikle[2156]

Vortänzer, Vornikler

vortrefflich, dof[2129]

vortrinken, vorschwächen[2133]

vorzüglich, dof[2129], grandich[2138]

W.

Wachsfackel (-kerze, -licht), Schein[2158]

Wachthaus (d. h. eigtl. „Nachthaus“), Leilekitt[2159]

Wachtmeister, grandicher Schuker (d. h. „großer“ oder [genauer] „größerer [od. Ober-] Gendarm“)[2160]; vgl. Oberwachtmeister

Wachtstube, Leileschrende[2161]

Waffenschmied, Lattepflanzer[2162]

Wagen, Rädling[2163], Ruedel[2164]

Wagner (Kutschenbauer), Rädlingpflanzer[2156][2155]

Wahnsinn, Ni(e)serei, Nillerei[2128]

wahnsinnig, ni(e)sich, nillich, nuschich

wahrhaft, dof[2129]

Wahrsagen (das), Kasperei[2165]

Wahrsager, Kasperer; Wahrsagerin, Kaspere

Wald (Waldung), Jahre, Kracher[2166]

Waldhüter s. Flurschütz.

Wallnuß, Krächerle[2167]

Wanne, Schottel[2168]

Wanst, Rande[2169]

Wanze, Mufkenem (d. h. „Stinklaus“)[2170]

Ware, Sore[2171]

Waschbecken, Pfladerschottel[2172][2168]

Wäsche, Pfladersore[2172][2171]

waschen, pfladeren

Wäscherin (Waschfrau), Pfladermoss[2173]

Waschhaus, Pfladerkitt[2174]

Waschwasser, Pfladerflu(h)te[2175]

Wasser, Flu(h)te[2176]

Wasserfaß, Flu(h)tesoe[2171]

Wasserhuhn, Flu(h)tegachne[2166] od. Flu(h)testierer[2177]

wässerig, flu(h)tich; vgl. feucht

Wasserkrug, Flu(h)tenolle[2178]

Wassermühle, Flu(h)terolle[2179]

Wasserstelze s. Bachstelze

Wassersuppe, Flu(h)teschnall[2180]

Wasservogel, Flu(h)tefläderling[2181]

Weck s. Semmel

weg (fort)!, schef(f)t’ schiebes (d. h. „geh weg [fort]!“)[2182]

Weg, Strade[2183]

Wegegeld, Stradebich[2184]

wegfahren, wegruadla[2185]

weglaufen, wegbosten[2186]

wegnagen, wegnäpfen[2187]

wegnehmen s. nehmen

wegsehen, weglinzen[2188]

wegstehlen, wegschniffen[2189], wegschoren[2190]

wegtragen, wegbukle[2191]

Wegweiser, Stradelinzer[2183][2188]

Weib, Goi[2192], Mokel[2193], Mos(s) (Dim.: Mös[s]le [Spr.])[2194]

Weiberbrust, Schwächerle[2195]

Weiberrock, Mos(s)malfes[2196]

weibisch, weiblich, mossich[2196]

weibliches Glied s. Glied; vgl. Scham

Weide (= Weidenbaum), Kupferstöber (d. h. eigtl. etwa „Grasbaum“)[2197]

Weidmann (Jäger), Grünling[2198]

Wein, Johle[2199]

Weinbeere, Säftling[2200]

Weinberg, Säftlingsore[2201]

weinen, glemsen[2202]

Weinfaß, Johlesore[2199][2201]

Weinflasche (-glas), Johleglansert[2203]

Weinhaus, Johlekitt[2204]

Weinkrug, Johlenolle[2205]

Weinrebe, Johlespraus[2206]

Weinstock, Johlestöber[2207]

Weintraube, Säftling[2200]

Weißbrot, Dofelehm (od. dofer Lehm [Spr.]) (d. h. „gutes [feines] Brot“)[2208]

Weizen, Gib, Kupfer[2209]

Wellfleisch, Bossert, Mass (d. h. [beides] eigtl. nur „Fleisch“)[2210]

wenig, nobis grandig (d. h. „nicht viel“)[2211]

werfen, plotzen[2212], auch bohlen (Spr.)[2213]

wertlos, nobis dof (d. h. „nicht gut“)[2129]

Wiege, Galmesauft (wörtlich „Kinderbett“)[2214]

willig, dof[2129]

winzig, nobis grandig (d. h. „nicht groß“)[2211]

Wirt, Beizer, Koberer[2215]

Wirtin, Beizere, Kobere

Wirtshaus, Wirtschaft, Beiz, Kober od. Koberei

wischen, pfladere[2216]

Witterung (= Geruch), Mufferei[2217]

Wöchnerin, Deislere[2218]

wohl (gesund), nobis begerisch (d. h. „nicht krank“)[2219]

wohlbeleibt, grandicher Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[2220]

wohlwollend, dof[2129]

Wohnung, Fehte (bes. Herberge)[2221], Kitt (bes. Haus)[2222]

Wolle, Jerusalemsfreundstrauberts (d. h. „Schafhaare“)[2223]

Wortwechsel (Zank), Stämpferei[2224]

Wundarzt, Begersins[2225] od. (genauer) Dupfsins (d. h. etwa „der Stechmann“)[2226]

Wurst, Rondling od. Rundling[2227]

Wurstessen, Rondlingachilerei[2228] od. Rondlingbikus[2229]

Wurstfleisch, Rondlingbossert[2230]

Wursthaus, Rondlingsore[2231]

Wurstsuppe, Rondlingschnall[2232]

wüst, lenk (Spr.)[2233]

wütend, grandich[2211], stumpfich[2224]

Z.

zahlen s. bezahlen.

zahlreich, grandich[2211]

Zahlung, Bereime[2234], Pfreimerei, Zeine[2235]

Zahn, Näpfling[2236]

Zahnarzt, Näpflingsins[2237]

Zahnfleisch, Näpflingbossert[2238]

Zank, Stämpferei[2224]

zanken, stämpfen

Zänker, Stämpfer

Zänkerei s. Zank

zänkisch, stämpfich

zärtlich, dof[2129]

Zauber, Finklerei[2239]

zaubern, kaspere (Spr.)[2240]

Zauberer, Finkler, Kasperer (Spr.); Zauberin, Finklere

Zeche, Schwächerei[2241]

zechen, schwächen

Zehe, Trittgriffling (d. h. „Fußfinger“)[2242]

Zehnpfennigstück („Zehner“), Schafnase[2243]

Zeigefinger, Linzgriffling[2244]

Zettel, Kritzler[2245]

Zichorie, Süs(s)ling[2246]

Zichorienbüchse, Süs(s)lingschottel[2247]

Ziegelstein, g’funkter Kies (d. h. „gebrannter Stein“)[2248]

zierlich, dof[2129]

Zigarre, Dämpfere od. Dämpfete (letzteres Spr.)[2249], Toberichschure (das jedoch auch „[Tabaks-]Pfeife“ bedeutet)[2250]

Zigarrenbeutel, Dämpferereiber[2251]

Zigarrentasche, Toberichschurerande[2252]

Zigeuner, Schmelemer[2253], Sende[2254]

zigeunerisch, schmelemerisch[2253]

Zigeunerbursche, Schmelemerfi(e)sel[2255]

Zigeunerhund, Schmelemerkib[2256]

Zigeunermädchen, Schmelemermodel[2257]

Zigeunerwagen, Schmelemerrädling[2258]

Zimmer, Schrende[2259]

Zimmermann, Schrendepflanzer[2260]

Zorn, Rochus[2261], Stumpf[2224]

zornig, massig[2262], stämpfich od. stumpfich[2224]

Zuchthaus, Lek[2263], Schofelkitt[2264]

züchtig, dof[2129]

Zucker, Süs(s)ling[2246]

Zuckerbrot, Süs(s)linglehm[2265]

Zuckerhut, Süs(s)lingoberman(n)[2266]

Zuckerwasser, Süs(s)lingflu(h)te[2267]

zünden, funken[2268]

Zündhölzer, Funkerle[2268], Funkspreisle[2269]

zurücklaufen, zurückbosten[2270]

zurücksehen, zurücklinzen[2271]

zuschauen (zusehen), zulinzen

zuschlagen, zudogen[2272], zuguffen[2273], zustenzen[2274]

zuschließen, zub’schrenken od. auch (einfach) beschrenken (Spr.)[2275]

Zwerg, nobis grandicher Kaffer (d. h. „kein großer Mann“)[2276]

Zwetschgen, Blauhanze (od. -hanse [Spr.])[2277]

Zwetschgenbaum, Blauhanzestöber[2278]

Zwetschgenkern (-stein), Blauhanzekies[2279]

Zwetschgenkuchen, Blauhanzebrandling[2280]

Zwetschgenwasser (Branntwein), Blauhanzeg’finkelter od. Blauhanzesoruf[2281]

Zwiebel, Sore[2282]

Zwiebelkuchen, Sorebrandling[2280]

Zwirn, Sore[2282]

Zwist, Stämpferei[2224]

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