V. Deutsch-jenisches Wörterbuch.
Reading edition
A.
Aas, mufiger Bossert oder mufiger Mass, d. h. stinkendes Fleisch[119]
abbeißen, abnäpfen[120]
abbiegen, abschurele[123]
abbinden, abschurele
abbitten, abderche[124]
abbrennen, abfunken[125]
abbrühen („abschäumen“), abflu(h)ten[126]
Abendbrot (Abendtisch) s. Abendessen
aberwitzig, nillich, auch ni(e)sich, nu(a)schich[132]
abessen, abbiken, abbutten, abkahla[133]
abfahren, abruadlen[134]
abfallen (abwerfen), abbohlen[135]
abgeben, abdogen (gib’s ab = dog’s ab)[136]
abgerahmte Milch, abgeschunde Gleis[139]
abgeschlossen s. abschließen
ablesen, abschurele[144]
abliefern, abdogen[145]
abmähen, abschurele[144]
abnagen, abnäpfen[146]
abpflücken, abschurele[144]
abputzen, abschurele
abreißen, abschurele
abschaffen, abschenegeln[150]
abschießen, abschnellen[151]
abschirren, abschurele[152]
abschließen, beschrenken (abgeschlossen, b’schrenkt)[153]
abschreiben, abfeberen[154]
absingen, abschallen[155]
absondern, abschurele[152]
abspringen, abbosten[156]
absterben, abbegeren[157]
Abt s. Priester,
abtragen, abbugle[158]
Abtritt s. Abort
abwaschen, abpfladeren[159]
abwerfen s. abfallen
abwischen, abschurele[161]
abziehen, abschurele[164]
Achsel, Schure[164]
Acker, Schure[164]
Adler, grandicher Flederling[165]
Affe, Schure[166]
Affengesicht (Fastnachtsmaske), Ni(e)sichegiel, auch Nilliche- od. Nuschichegiel (d. h. „närrisches Maul“)[167]
albern s. aberwitzig
alljährlich, jedes Ja(h)ne (d. h. jedes Jahr)[170]
alltäglich, jeden Schei (d. h. jeden Tag)[171]
Almosen, Dercherbich (d. h. „Bettelgeld)“[172]
Amme, Schwächerlemamere (d. h. „Brustmutter“)[173]
Ampel, Schei (d. h. mehr das Licht in der Ampel als diese selbst)[174]
Amsel, Schallerfläderling (d. h. eigtl. nur Singvogel; vgl. Kanarienvogel)[175]
Amtmann, grandicher Sins[176]
Amtsdiener, Bu(t)z[177]
Ananas, grandiche Jahresäftling od. gr. Krachersäftling (d. h. „die große Waldtraube“, abzuleiten von Säftling = Traube[178] und Jahre oder Kracher = Wald[179]). Mit Jahre- od. Krachersäftling werden fast alle beerenartigen Früchte bezeichnet (vgl. Anm. 178 im Anf.).
anbeten, anbliblen[180]
anbetteln, andalfen, anderchen[181]
anbinden, anschurele[182]
anblasen, anschurele
anbrennen, den Funk anpflanzen (d. h. das Feuer anmachen)[183]
anfangen, anschurele[184]
anfassen, anschniffen[185]
anfragen (fragen), butschen[186]
Angel, Schure[187]
angenehm, dof, duft[188]
Angesicht, Ki(e)bes (d. h. eigtl. Kopf)[189]
Angst, Bauser[190]
ängstlich, bauserich[190]
anhalten, anschurele[191]
ankaufen, anbaschen, angremen, ankemeren[192]
anklagen, anschurele[191]
ankleiden, a(n)kluften[193]
ankommen, anbosten, anpfichen[194]
anlachen, anschmol(l)en[195]
anmutig, g’want[196]
anpacken, schniffen (daher: schniff’ ihn = pack’ ihn)[197]
anreden, ansprechen, andiberen[198]
ansagen, anschmusen[199]
anschauen, anlinzen[200]
anschließen, anb’schrenke[201]
anschneiden, anschurele[202]
ansehen s. anschauen
ansprechen s. anreden
Antlitz s. Angesicht u. Gesicht
anwendbar, dof, duft[203]
anziehen s. ankleiden
Anzug, Kluft, Klufterei[209]
anzünden, anfunken[210]
Apfel, Bommerling[211]
Apfelbaum, Bommerlingstöber[212]
Apfelkern, Bommerlingkies[213]
Apfelkuchen, Bommerlingbrandling[214]
Apfelwein, Bommerlingjo(h)le[215]; s. auch Most
Äquilibrist (Seiltänzer), Schnurrand[219]
Arbeit, Schenagel[220]
arbeiten, sch(e)negle(n)[220]
Arbeiter, Schenegler[220]
Arbeitshaus, Schenagelskitt[221]
Arbeitslohn, Schenagelsbich[222], vgl. Lohn
Ärger, Stumpf[225]
ärgerlich, stumpfich[225]; s. auch zornig
arme Leute, Dercherulma (d. h. eigtl. „Bettelleute“)[229]
Armenhaus, Dercherkitt[230]
Armut, Vermuft[231]
Arrest, Dofes[232], Kittle[233], Lek[234]. Eigentlich soll mit Dofes das Gefängnis im e S., mit Kittle der Arrest (Haft) und mit Lek (od. Schofelkitt) das Zuchthaus bezeichnet werden.
Arzt, Begersins[237]
Asche, Schund[238]
Aschenbecher, Schundschottel[239]
Attest, Kritzler[242]
aufbewahren, aufschurela[243]
aufbrechen, aufschurela
aufdecken, aufschurela
aufessen, aufbiken, aufbutten, aufkahla[244]
auffallen, aufbohlen[245]
aufgeblasen sein s. hoffärtig (stolz) sein
aufhängen, aufschnüren[246]
aufheben, aufschurelen[243]
aufhenken s. aufhängen
aufhören, sich (auf)schupfen (bes. als Imperat.: hör’ auf, schupf dich [auf])[247]
aufladen, aufschurelen[248]
auflaufen, aufbosten (-tet)[249]
auflesen, aufschurela[248]
aufmachen, aufschurelen, aufpflanzen (Spr.)[250]
aufnähen, aufstichlen[251]
aufrichtig, dof[252]
aufsagen, aufschmusen[253]
aufschlagen, aufguffen[254]
aufschreiben, auffeberen[255]
aufsehen, auflinzen[256]
aufspielen (zum Tanz), aufnikla[257]
aufsuchen, aufschurele[258]
aufwachen, aufdurme[259]
aufwaschen, aufpfladeren[260]
aufzehren s. aufessen
Augapfel, Scheinlingbommerling[261]
Auge, Scheiling[261]
Augenbrauen, Scheinlingstrauberts[262]
Augenwasser, Scheinlingflu(h)te[263]
ausbeißen, ausnäpfen[264]
ausblasen, auspflanzen[265]
ausbrechen, auspfiche[266]
ausbrennen, ausfunken[267]
ausbürsten, ausschurele[268]
ausessen, ausbiken, ausbutten, auskahla[269]
ausfahren, ausruadlen[270]
ausfegen, ausschurele[268]
ausfragen, ausbutchen[271]
ausgeben, ausdogen[273]
ausgehen, ausbosten[274]
ausgekleidet, auskluftet[275]
ausgeschlafen, s. ausschlafen
auskleiden, auskluften[276]
auskochen, aussicheren[275]
auslachen, ausschmol(l)en[277]
auslaufen, ausbosten[280]
auslöschen s. löschen
ausrechnen, ausschurele[281]
aussagen, ausschmusen[282]
ausschalten, ausstämpfen[283]
ausschimpfen, ausstämpfen
ausschreiben, ausfeberen[286]
aussehen, auslenzen[287]
ausspotten, ausschmol(l)en[288]
aussprechen, ausschmusen[289]
ausspülen, auspfladera[290]
austreten (leicht), d. h. mingere, flösle[295]
austrinken, ausschwächen (trink aus, schwäch [a]uf)[296]
auswaschen s. ausspülen
ausweinen, ausglemsa[297]
auszanken, ausstämpfen[300]
ausziehen, ausklufta (-ten)[301]
Axt, Dober[302]
B.
Bach, Flu(h)te[303]
Bachstelze, Flu(h)tefläderling[304]. Häufiger ist indessen die Bezeichnung jenischer Fläderling, d. h. „der jenische Vogel“[305]. Dieser Name erklärt sich aus dem Aberglauben der fahrenden Leute, daß sie, wenn sie eine Bachstelze sehen, bald mit ihresgleichen zusammentreffen werden, und daß dies noch sicherer und früher (und mit vielen „Fahrenden“) geschehen werde, wenn es sich um mehrere solche Vögel handelt. Alle jenischen Leute halten felsenfest an diesem Glauben, den sie jedenfalls von den Zigeunern übernommen haben, bei denen die Bachstelze noch eine andere, besondere Bedeutung hat, so daß sie von ihnen ausschließlich als ihr romano tschirklo, d. h. „Zigeunervogel“ angesehen wird[306].
backen, schupfen[307]
Bäckerei, Schupferei[307]
Bäckerin, Schupferin[307]
Backofen, Lehmschupferhitzling[309]
Backstein, Kittleskies, d. h. „Hausstein“[310]
Bad, Flu(h)te[311]
baden, pfladeren[312]
Bahn, Rutsch[313]
Bank (zum Sitzen), Sitzleng[314]
bankerott vgl. Konkurs
Barchent, Bochdam[320]
Bauch, Rande[324]
Bauchgrimmen, Randeschure[325]
Bauerndorf, Rucheg’fahr[328]
Bauernfrau, Ruchamos(s)[329]
Bauernhaus, Ruchakitt (Dimin.: Ruchekittle [Spr.])[330]
Bauersleute, Rucheulme (Spr.)[331]
Baum, Stöber[332]
Bäumchen, Stöberle[332]
Baumholz, Stöberspraus[333]; vgl. auch Stamm
Baumkatze (d. h. Eichhörnchen), Stöberschmaler[334]
Beängstigung, Bauser[335]
bedanken, bederchen[338]
bedeutend, grandich[339]
Bedrängnis, Vermuft[340]; vgl. Armut und Konkurs
bedrohen, stämpfen[341]
befragen, lenzen[342]; vgl. fragen
befürchten, bauserich sein[343]
begehren, dalfen, derchen[348]
begütert, grandich[349]
behend, g’want[350]
behext, verfinkelt[351]
Beil, Doberle[352]
Beischlaf s. begatten
beißen, näpfen[357]
beiwohnen s. begatten
Bekleidung, Klufterei[358]
bekommen, bestieben (als Partiz. bestiebst)[359]
Bekümmernis haben s. befürchten
beleibt, grandicher Rande[360]
beleidigen s. bedrohen
beliebt, dof[361]
beloben, dof schmusen (d. h. „schön reden“)[362]; vgl. loben
belügen, ko(h)len[363]
bemittelt s. begütert
beobachten, linzen[364]
bequem, dof[365]
Beruf, Schenagel[372]
beschimpfen, stämpfen[375]
beschmutzt, schundich[376]
beschreiben, febera (d. h. eigtl. nur „schreiben“)[377]
besehen, linzen (d. h. eigtl. „sehen“)[378]
Besen s. Kehrbesen; vgl. Bürste
besichtigen, linzen[378]
besonnen, kochem[379]
besser, döfer[380]
bestehlen s. berauben
bestrafen s. schlagen; vgl. auch beschenken
bestraft (gerichtlich), g’strupft[381]
besudelt s. beschmutzt
beten, bliblen[382]
betrachten, linzen[383]
betrinken, beschwächen[384]
betrunken s. berauscht; vgl. trunken.
Bett, Sauft, plur. Sauften, Säufter oder Säuftlinge (letzteres Spr.)[388]
Bettelbrief, Dercherkritzler[389]
Bettelbrot, derchter Lehm (d. h. „gebetteltes Brot“)[390]
Bettelbube, Dercherfi(e)sel[391]
Bettelei, Dalferei, Dercherei[392]
Bettelfrau, Derchermoss[393]
bettelhaft s. arm; vgl. dürftig
Bettelleute, Dercherulma (-me)[394]
Bettelmädchen, Derchermodel[395]
Bettelmann, Dercherkaffer[396]
Bettelsack, Dercherrande[398]
Bettelstab, Dercherstenz[399]
Bettelweib s. Bettelfrau
Bettler, Dalfer, Dercher (fem. Derchere [Spr.])[392]
Bettschüssel, Sauftschottel[400]
Bettüberzug, Sauftschure[401]
Bettuch, " "
Bettzüge, " "
beunruhigen (sich), bauserich sein[402]
beweinen, glemsen[405]; vgl. weinen
bewerfen, plotzen[406]; vgl. werfen
bieder, dof[410]
Bier, Blamb[411]
Bierglas (-flasche), Blambglansert[412]
Bindfaden, Schure[413]
Binsen, "
Birke, Stöber (d. h. Baum). Damit werden — mit wenigen Ausnahmen — alle Bäume bezeichnet[414]
Birnbaum, Stielingstöber[415]
Birne, Stieling
Birnenkern, Stielingkies[416]
Bischof, grandicher Kolb, d. h. „der große Pfarrer“[417], während der Papst als grandich Kolb, d. h. „der größte Pfarrer“, bezeichnet wird[418]. Im Jenischen wird nämlich mit grandicher immer die nächste höhere Charge, Rangstufe usw. bezeichnet, mit grandich dagegen stets der höchste Rang usw.[419].
bissig, näpfich (-ig)[420]
bitten, derchen[421]
Bittschrift s. Bettelbrief
Bleistift, Feberschure[422]
Blick, Scheileng[423]
blicken, linzen[424]
Block s. Holz
blöde (blödsinnig) s. aberwitzig; vgl. albern
Blödigkeit (Blödsinn), Ni(e)sserei, Nillerei, Nuscherei[425]
Blume, Schure[426]
Blut, Rat[427]
blutig, ratich[427]
Bock, Schure[426]
Bohnen, "
Bohrer, "
borgen (leihen), Bomma od. Keif pflanzen (d. h. „Schulden machen“)[430]
Börse, Kiesreiber[431]
Borsten, Strauberts[432]
bösartig, lenk, schofel[433]
böse, lenk (link [Spr.]), schofel[433]
böse Sachen (Dinge) machen, lenke od. schofle Falla pflanzen[436]; vgl. huren
böser (Komporativ), lenker, schofler[433]
böses Kind, Gof, plur. Gofa[439]
böses kleines Kind, Göfle (Gefle [Spr.])[439]
Bouteille (Flasche), Glansert[440]
Brand, Funk[441]
Branntweinpulle (-flasche), Gefinkelterglansert od. Sorufglansert[445]
braten, sicheren[446]
Braten, Bossert, Mass, d. h. „Fleisch“[447]
Bratkartoffeln, Schmunkbolle (Spr.)[448]
brauchbare Frau, dufte Mos(s)[451]
brauchbarer Mann, dufter Kaffer[454]
brauchbares Mädchen, dufte Model[457]
Braut, Model[457]
brav, dof[460]
braves Kind, dofer Galm, plur.: dofe Galme oder Schrabiner[461]
Brecheisen, Schure[462]
Brei, "
Bremse, "
brennen; funken[463]
brennend, funkt (d. h. „es brennt“)
Brett, Schurele[462]
Brief, Kritzler[464]
Brieftasche, Kritzlerrande[465]
Briefträger, Kritzlerbuckler[466]
Brille, Linzere[467]
Brombeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[468]
Brotbäcker, Lehmschupfer[471]
Brotbüchse, Lehmschottel[472]
Brötchen s. Semmel (Weck)
Brotsack, Lehmrande[473]
Brotschrank, Lehmschure[474]
Bruder, Glied. Unter Glied versteht man die Kinder (den Sohn, die Tochter) einer Familie, aber auch sonstige Verwandte, z. B. einen Bruder oder eine Schwester (des Vaters oder der Mutter); vgl. Geschwister, Schwester, Sohn, Tochter, ferner Oheim, Tante u. Neffe[476]
Brühe, Flu(h)te[477]
Brust (weibliche), Schwächerle[478]
Buch, Schure[481]
Buche, Stöber[482]
Büchse (als Behältnis), Schottel[483]
Büchsenmacher, Klass- od. Schnellepflanzer[486]
Büchsenranzen, Rande[487]
Buhldirne, Lubne[488]
buhlerisch, lenk, schofel[489]
Bulle (= Ochse), Hornikel[490]
Bündel, Rande[487]
Bursche s. Bube; fahrender Bursche, jenischer Benges, Benk oder Fi(e)sel[493]
Bürstenbinder, Schurespflanzer oder Stiepenpflanzer (beides Spr.)[497]
Busen s. Brust
Büttel, Buz[498]; vgl. Polizeidiener
Butter, dofer Schmunk, d. h. „(gutes oder) besseres Fett (Schmalz)“[499]
Butterbrot, Schmunklehm[500]
Butterfaß (Schmalzfaß), Schmunkschure[501]
Buttermilch, Schmunkgleis[502]
C.
Charfreitag s. Karfreitag
Chaussee (Straße, Weg), Strade[503]
Chausseearbeiter (Straßenarbeiter), Stradeschenegler[504]
Cichorie s. Zichorie
Cigarre s. Zigarre
D.
Da (hier), da herum, her(r)les oder her(r)lem[508]
Dachziegel s. Backstein
daher (= hierher), her(r)les[508], komme daher (= hierher), bost’ her(r)lem, pfich’ her(r)les[509], schef(f)t’ her(r)les[510]
Dame, Sense, Sinsemos(s)[511]
dämlich s. aberwitzig; vgl. albern
Dämmerung, Leile, Ratte (eigtl. „Nacht“)[512]
daneben (danieder), her(r)les, her(r)lem[513]
danken (bedanken), bederchen[514]
darüberfahren, darüberruadla[515]
darübergehen (-springen), darüberbosten[516]
Daumen, Grif(f)leng[520]
davontragen, schiebes bukle[524]
Decke, Schure[525]
Deckel, "
Degen, Latt[526]
Deichsel, Schure[525]
Diamant, dofer Kies[527]
dick, grandich[528]
Dickbauch, grandicher Rande[529]
Dickkopf, grandicher Ki(e)bes[530]
Diebesbande, Schnifferulma, Schorerulma[533]
Diebesherberge, Zschorkitt[534]
diebisch, schniffich[531]
Dienstbote, Schenegler (Knecht), Scheneglere (Magd)[536]; vgl. Gesinde
dienstfertig, dof[537]
Dienstknecht s. Dienstbote
Dienstmagd " " " "
dienstwillig, dof[537]
Dietrich Glitschin[538] oder (genauer) nobes dofer Glitschin, d. h. „kein guter Schlüssel“[539]; vgl. Nachschlüssel
Dirne, Lubne[542], schofele Model[543] (bes. ersteres in der üblen Bedeutg. von „Hure“); vgl. Buhldirne.
Docht, Scheischure[544]
Docke s. Puppe
Dohle, Schure[540]
Doktor (Arzt), Begersins[545]
Dokument s. Attest; vgl. Brief
Dolch, Scharfling[546]
Dose, Schure[552]
Draht, "
dreckig, schundich[556]
Drehorgel s. Leierkasten
drohen, stämpfen[557]
duften, dof muffen (eigtl. „gut riechen“; herles muft’s dof, hier riecht es gut[558]
dumm, ni(e)sich, nillich, nuschich[559]
dummer Mensch s. Dummkopf
Dünger s. Dreck
dunkel, leile (= Leile), ratte (= Ratte, d. h. Nacht)[561]
dürftig, dercherich (eigtl. „bettelhaft“)[562]
Durst, Schwächerich (subst. Adj.; s. durstig)[563]
dursten, mich durstet, mich schwächert’s[563]
durstig, schwächerich (Spr.)[563]
E.
echt, dof[566]
Edelmann, Sins, femin. (Edeldame), Sense[568]
Edelstein s. Diamant
Ehe, Vergrönt (= vergrönt, d. h. eigtl. „in der Ehe“, „verheiratet“)[569]; vgl. Heirat u. Hochzeit
Ehefrau, Mos(s)[571]
ehelich s. Ehe
Ehemann, Kaffer[572]
ehrbar, dof[573]
ehrenhaft, ehrenwert, "
ehrlich, "
Ei, Bäzem, plur. Bäzema (od. -me)[574]
Eiche, Stöber[575]
Eichhörnchen s. Baumkatze
Eid, Schure[576]
Eierkuchen, Bäzemabrandleng[577]
eifersüchtig, lenk, schofel[578]
Eimer, Schure[576]
einblasen, einschurele[576]
einbrechen, "
einbrennen, einfunken[579]
einfahren, einruadla[580]
einfallen, einplotza[581]
einfältig, ni(e)sich, nillich, nuschich[582]
Einfaltspinsel, Hegel[583]
einfangen, einschurele[576]
einfüllen, "
eingeben, "
einhandeln s. einkaufen
einhauen, einguffen[584]
einheizen, einfunken[579]
einkaufen, einbaschen (Spr.), eingreme[585]
einkerkern, eindofema, einleken[586]
einlaufen, ei’bosten[587]
einnähen, ei’stichle[588]
einsalben, einschunde[589]
einsalzen, einspronken[590]
einschlagen s. einhauen
einschlummern s. einschlafen
einschmieren s. einsalben
einschneiden, einschurelen[593]
einschnüren, "
einschreiben, einfebera[594]
einschütten, einschurelen[593]
einspannen, "
einsperren s. einkerkern
einstecken " "
einstürzen, einbohla[595]
einwerfen, einplotza[596]
Eis, Schure[593]
Eisen, "
Eisenbahn, Rutsch[597]
Eisenbahnarbeiter, Rutschschenegler[598]
Eisenbahnwagen, Rutschrädling[599]
eisig, bib(e)risch (eigtl. „kalt“)[600]
Eiswasser, Biberischerflu(h)te (d. h. eigtl. „kaltes Wasser“)[601]
empfindlich, stumpfich[610]
emporblicken, linzen[611]
Ente, Lachapatscher[612]
Entenfuß, Lachepatscherstritt[613]
Entenstall, Lachepatschersstenkert[614]
entfernen (sich), schiebes bosten od. schef(f)ten, entferne dich, gehe fort, schef(f)te schiebes[615]
entkleiden, ausklufte[616]
entleibt, begeret (d. h. „gestorben“)[617]
entrinnen, schiebes pfichen[618]
entrüstet, stumpfich[619]
Entrüstung, Stumpf[619]
entschlafen s. entleibt
entseelt " "
Entsetzen, Bauser[620]
entspringen, entweichen, schiebes bosten[615]
entwischen s. entspringen
entzwei, schofel (Spr.)[623]
Epilepsie, Begerisch (subst. Adj.)[624]
erbitten s. bitten
erbittert s. entrüstet; vgl. auch zornig
erbrechen (sich), übergeben (sich), giela (Spr.), auch als Subst.: das Erbrechen, Übergeben, Giela (-le)[625]
Erbsen, Sore[626]
Erbsenschüssel, Soreschottel[627]
Erdbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[630]
erfassen, schniffen[631]
erflehen, derchen[632]
erforschen s. ausfragen
erfragen (fragen), lenzen[633]
ergrimmt s. entrüstet
erkaufen, grema[636]
erkennen, kneisen (gneis[s]en)[637]
erlogen, kohl (eigtl. Kohl = Lüge)[638]
ermorden, deisen (Partiz.: ermordet, deist)[639]
erschlagen, " "
erschießen, verschnellen (erschossen, verschnellt)[640]
Erschrecken (das), Bauser[641]
ersehen (sehen), linzen[642]
ersticken, begeren[643]
erwachsen, grandich (od. -dig)[644]
erwürgen, deisen[649]
Erzählung, Diberei, Schmuserei
Eule, Leile- od. Ratteflederling, d. h. „Nachtvogel“)[659]
Euter, Schwächerle[660]
evangelisch, gril(l)isch od. kril(l)isch (Spr.)[661]
F.
Fabel, Kohl[665]
Fackel, Schein[666]
Faden, Schure[667]
Fahne, "
fahren, ruadla[668]
Falle, Schure[667]
fallen, bohla[672]
fallende Sucht (Fallsucht), Begerisch (subst. Adj.)[673]; vgl. Epilepsie
falsch, lenk, schofel[674]
Falschmünzer, nobis dofer Bich-, Kies- od. Lobepflanzer (d. h. „kein guter Geldmacher“)[675]
fangen, bestieben[676]
Fastnacht, Ni(e)sicheschei od. Nillicheschei (d. h. der „närrische“ oder „Narrentag“)[677]
Fastnachtsküchle, Nillichescheibrandling[678]
Fastnachtsmaske, Ni(e)sichegiel, Nilliche- od. Nuschichegiel (d. h. „närrisches Maul“)[679]
faul s. falsch
faulenzen, nobis schenegla (d. h. „nicht[s] arbeiten“)[680]
Faust, Grif(f)leng[681]
Federbett, Sauft[685]
Federmesser, Scharfling od. Scharpfleng[686]
Feiertag, Festtag, Weisleng[689]. (Obgleich Weisleng eigentlich Sonntag bedeutet, wird doch auch jeder andere Feiertag damit bezeichnet)
Feigling, Buxeschmelzer (d. h. eigtl. „Hosenscheißer“)[690]
fein, dof, g’want[691]
feines Haus, dofe Kitt[692]; vgl. Schloß
Feldschütz s. Flurschütz
Felleisen, Rande[693]
Felsen, grandicher Kies (d. h. „großer Stein“)[694]
Fensterglas, Feneter- od. Scheiglansert[697]
Ferkel, Balo, Groanikel[698]
Fett, Schmunk[701]
Fettbüchse, Schmunkschottel[702]
feucht, flu(h)tich[703]
Feuer, Funk[704]
Feuersbrunst, grandicher Funk (d. h. „großes Feuer“)[705]
Feuerstein, Funkkies[706]
feurig, funkich[707]
Fichte, Stöber[708]
Fichtenwald, Jahre, Kracher (d. h. überhaupt „Wald“)[709]
Filzlaus, Kenem[710]
Finger, Grif(f)ling[711]
Fingerhut, Grif(f)lingoberman(n)[712]
Fingerring, Reifling[713]
finster, leile (eigtl. Leile = Nacht)[714]
Finsternis, Leile
Fischbein, Bogeia[719]
Fischbeinschirm, Bogeilepflotschert[720]
fischen, matschen[721]
Fischer, Matscher
Fischessen, Flösslingachilerei[722] od. -bikus[723], Flotscherkahlerei, Matschebutterei od. Schwimmerlingbikerei[724]
Fischreiher, Schwimmerlingsflederling[725]
Flamme, Funk[726]
Flasche, Glansert[727]
flehen, derchen[728]
Fleisch, Bossert, Mas(s)[729]
Fleischbüchse, Bossertschottel[730]
Fleischer, Kafler[731]
Fleischhafen, Bossertnolle[732]
fleißig, scheneglich[733]
flicken, pflanzen (Spr.)[734]
Flöhe, Hasa[743]
fluchen, stämpfen[744]
Flurschütz (Feldschütz), Grünleng[745]
Fluß, Flu(h)te[746]
Flut, "
Fohlen s. Füllen
folgsam, dof[739]
fordern, dalfen, derchen[747]
Forelle, dofer Schwimmerling (d. h. etwa „schöner [guter] Fisch“)[748]
Förster, grandicher Grünwedel, d. h. „der größere Forstmann“)[751]
Forstmann, Forstwart, Grünwedel
fortbringen, fortbugla[752]
fortfahren, abruadla[753]
fortgehen, schiebes bosten, — pfichen od. — schef(f)ten[754]
fortschleichen s. fortgehen
forttragen s. fortbringen
Frau, fahrende, jenische Mos(s) od. — Model[759]
Frau, junge, Mössle (das jedoch auch „kleines Mädchen“ u. „alte Frau“ bedeutet)[760]
Frauenkleid, Mos(s)klufterei[761]
Frauenrock, Mos(s)malfes[762]
Frauenschürze, Mos(s)fürflamme[763]
Frauenstube, Mos(s)schrende[768]
Fräulein, Sinsemodel[769]
frech, lenk, schofel[770]
Freien, im — übernachten s. übernachten
Fremder (d. h. ein Herr, Bursche, Mann, aber kein Bauer), Freier[771]
Freudenmädchen, Lubne, Schoflemodel[772]
freundlich, dof[775]
friedfertig, "
Friedhof s. Gottesacker
frieren, mich friert’s, mich bibert’s[776]
frisch, dof (Spr.)[775]
fromm, "
fromme Leute, Blibelulma[777]
Frost, Bib(e)risch (subst. Adj.)[778]
frostig, bib(e)risch[776]
Fuhrmann, Rädlingskaffer (d. h. „Fuhrwerksmann“)[783]
Füllen (Fohlen), Trabertle (d. h. „Pferdchen“)[784]
Füllenstall, Trabertstenkertle[785]
Furcht, Bauser[786]
fürchten, bausen[786]
furchtlos, nobis bauserich (d. h. „nicht furchtsam“)[787]
furchtsam, bauserich[786]
Fürst, grandicher Sins (d. h. „großer Herr“)[788]
Furz, Bremser[789]
Fußlappen, Trittlengstreifleng[793]; vgl. Socken
Fußsohle, unterkünftiger Tritt (d. h. „der untere Fuß“)[794]
Fußstapfe, Fußtritt, Tritt[791]
Fußzehe, Trittgrif(f)leng (d. h. eigtl. „Fußfinger“)[795]
Futter, Kupfer[796]
G.
Gänsebraten, gesicherter Babingermass od. gesicherter Strohbutzerbossert (d. h. „gekochtes [gebratenes] Gänsefleisch“)[803]
Gänseeier, Strohbutzersbäzeme[804]
Gänsefleisch, Babingerbossert od. -mass oder Strohbutzerbossert[805]
Gänsefuß, Babingerstritt[806]
Gansessen, Strohbutzerbikus[807]
Gänsestall, Strohbutzerstenkert[808]
Gartenhaus, Kittle[811]
Gastgeber s. Gastwirt
Gastmahl, Bikerei, Bikus, Butterei, Kahlerei[807]
Gatte, Kaffer[814]
Gattin, Mos(s)[815]
Gaukler, Schnurrant[816]
Gaul, Trapert[817]
Gaulfuß, Traperttritt[818]
Gaumen, oberkünftiger Giel (d. h. etwa „Obermaul“)[819]
gebären, Deislere werden (d. h. eigtl. „Wöchnerin werden“ od. „niederkommen“)[822]
Gebäude, Kitt[823]
Gebet, Bliblerei[826]
Gebieter, Sins[827]
Gebiß, Näpfling (d. h. „Zähne“)[828]
Geblüt, Rat[829]
Geburt, Deislerei[830]
gebratene Kartoffeln s. Bratkartoffeln
gebrechlich, begerisch[831]
geeignet, dof[834]
Gefahr, Lenk, Schofel[835]
gefällig, dof[834]
Gefangenwärter, Dofesbu(t)z, Kittlesbu(t)z, Lekbu(t)z[838]
Gefecht, Hamore[841]
gefühllos, lenk, schofel[842]
gefühlvoll, dof[834]
gehängt, g’schnürt[846]
gehässig, lenk, schofel[842]
geheilt, dof[834]
gehenkt s. gehängt
Gehölz, Jahre, Kracher[849]
Geist (Gespenst), Schuberle[850]
geistesarm, ni(e)sich, nillich, nuschich[851]
geistlos s. geistesarm.
geizig, bikerich[854]
Geldbeutel, Kiesreiber[856]
Geldkasse, Geldkasten, Bichschure, Kies- od. Lobeschure[857]
Geldsack, Bich-, Kies- od. Loberande[858]
Geldstück (Münze) s. Geld
Geldtasche s. Geldbeutel
gelehrt, kochem[859]
Geliebte, dofe Model oder (bloß) Model[860]
Gelte (Gefäß für Flüssigkeiten), Schottel[863]
Gemach, Schrende[864]
Gemahl, Kaffer[865]
Gemahlin, Mos(s)[866]
gemein, schofel[867]
Gemüse, Groanert[868]
gemütlich, dof[869]
gemütlos, lenk[867]
gemütskrank, ni(e)sich, nil(l)ich[870]
gemütvoll, dof[869]
Gendarm, Lolo od. Loli[871], Schuker[872], auch (humoristisch) August mit dem Ofenrohr[873] od. Lattenkarle[874]
genehm, dof[875]
Gerät s. Geschirr
gereizt, stumpfich[880]
Gericht (= Speise), Bikerei od. Bikus, Butterei, Kahlerei[877]
Gericht (bes. Amtsgericht), Schoflerei[881]
Gerichtsvollzieher, Schoffeleischure (Spr.)[882]
Gerste, wohl durch Gib auszudrücken[883]; vgl. Malz
Geruch, Muffen (d. h. eigtl. „das Riechen, Stinken“)[884]
gesalzen, g’spronkt, gesprunkt[885]
Gesang, Schallerei[886]
Geschäft, Schenagel[887]
gescheit, kochem[888]
geschickt, g’want[889]
Geschirr (als Gerät), Schottel[890]
Geschrei, Hamore, Morerei[891]
Geschwister, Glied[892]
Gesinde, Schenegler (Knecht) bezw. Scheneglere (Magd)[895]; vgl. Dienstboten
Gespenst, Schuberle[896]
Gestank, Mufferei[899]
gestorben, begert[902]
Gesuch, Dercherei[903]
gesund, dof[904]
Getränk, Schwächet[905]
Getreide, Gib, Kupfer[906]
getreu, dof[904]
Gewahrsam, Dofes, Lek[907]
Gewalt, Grandich[908]
gewalttätig, lenk, schofel[909]
Gewand, Kluft, Klufterei[910], Kaffermalfes (Gew. für Männer)[911], Mos(s)malfes (für Frauen)[912]; vgl. Männerrock, Frauenrock
Gewässer, Flu(h)te[915]
Gewerbe, Schenagel[918]; vgl. Arbeit, Beruf
Gewerbeschein, Flebbe[919]
gewichtig, grandich[920]
gewogen (= wohlgesinnt), dof[913]
Gezänk, Hamore, Morerei[921]
geziemend, dof[913]
Gier, Put(t)lak[922]
Gitarre, Schure[924]
Glas, Glansert[925]
Glaser, Glansertschenegler[918]
gläubig, bliblich[926]
Glied, männliches (penis), Betzam od. Bezem[927], Dietz[928], Garo od. Gari[929], auch Schure (letzteres in diesem Falle kräftig gesprochen)[924]
Glied, weibliches („Scham“), Geschmu od. G’schmui[930]
Glück, Dof[931]
Glühwein, gesicherter Johle[932]
Glut, Funk[933]
gnädig, dof[913]
Gold, Fuchs[934]
Goldfisch, Fuchsschwimmerling[935]
Goldstück, Füchsle od. Goldfüchsle[934]
Gottesacker, Begerschure[936]; vgl. Friedhof, Kirchhof
Gottesdienst (halten), Duft (halten)[937]
Gotteshaus, Duft[937]; vgl. Kirche
gottlos, lenk, schofel[938]
Grab, Begerschure[936]
Grabstein, Begerkies[939]
Gras, Kupfer[940]
gewaltsam, lenk, schofel[938]
Grausen (das), Bauserich[941]
Greis, Käfferle (d. h. eigtl. etwa „[altes] Männchen“)[942]
grimmig, lenk, schofel[938]
grob, " "
groß, grandich (-dig)[943]
große Arbeit, grandicher Schenagel[944]
große Augen, grandiche Scheiling[945]
große Dame, grandiche Sense[946]
große Kirche, grandiche Duft[937]
große Nase, grandicher Muffer[947]
große Schulden, grandich Bomme[948]
großer Bauer, grandicher Ruch[949]
großer Herr, grandicher Sins[946]
großer Kopf, grandicher Ki(e)bes[950]
großer Mann, grandicher Kaffer[951]
großer Mund, grandicher Giel[952]
großes Herrenhaus, grandiche Sinsekitt[953]
Großmaul, Grandichergiel[952]
Großmutter, Grandichemamere[954]; vgl. Mutter
großnasig; grandicher Muffer[947]
Großvater, Grandicher-Patres[955], vgl. Vater
Gruft s. Grab
Grummet, Kupfer[956]
Gulasch, Bossertblättling (d. h. eigtl. „Fleischsalat“)[959]
Gurke, Schure[960]
Gurkensalat, Schureblättling[959]
günstig, dof, duft[961]
günstiges Mädchen, dufte Model[965]
Gürtel, Schure[960]
gut, dof[961]
guter Mann, dofer Kaffer[951]
gutes Mädchen, dofe Model[965]
gütig, dof[961]
gutmütig, "
H.
Haar, Strauberts[968]
haarig, straubertsich[968]
Haarnadel, Straubertsschure[969]
Haaröl, "
Haber s. Hafer
habgierig, bikerich[970]
Hacke, Dogschure (d. h. eigtl. ein „Hauding“, zu dogen = hauen)[971]
Häckerling, Häcksel, Kupfer[972]
Hafen s. Toof
Häfner, Nollespflanzer[974]
Hahn, Grandiche-Gachne (d. h. „große Henne“ od. „großes Huhn“)[977]
Halbstiefel, Halbtrittleng[978]
halbtot, halbdeist[979]
halbtrunken, halbgeschwächt[980]
Hals, Ki(e)bes[981]
Halskette, Ki(e)besschlang[982]
halt das Maul!, schupf dich auf![983]
Hammel, Jerusalemsfreund[984]; vgl. Schaf
Handarbeit, Grif(f)lengsschenagel[987]
Hände, die — geben, Fehma od. Grif(f)leng ste(c)ken[988]
Handgemenge, Hamore[997]
Handschuh, Grif(f)lengstrittleng[998]
Handschuhmacher, Grif(f)lingstrittpflanzer[999]
Handwerksbursche, Konde od. Kunde[1000]
hängen (= aufhängen, henken), schnüren[1001]
Harfe, Niklengschure (d. h. etwa „Spielding“)[1002]
Harmonika, " " "
Harn (Urin), Flösle, Flösslete, Flösselflu(h)te[1003]
harnen, flössle[1003]; vgl. auch regnen
hartherzig, lenk, schofel[1004]
Hase, Langohr[1005]
Hasenessen, Langohrbikus[1006]
Haselnuß, Jahrekrächerle od. Kracherkrächerle (d. h. eigtl. „Waldnuß“)[1007]
haßartig, lenk, schofel[1004]
Haube, Oberman(n)[1008]
Hauer (wilder Eber), Balo, Groanikel[1012]
häufig, grandich[1013]
Haupt, Ki(e)bes[1014]
Haupthaar, Ki(e)besstrauberts[1015]
Hauptmann, Grandicher-Lanenger. Mit Lanenger werden alle Soldaten (ohne Unterschied der Waffengattung) bezeichnet, Offiziere nur unter Hinzufügung der Eigenschaftswörter dof od. grandich, also dofer Lanenger, d. h. eigtl. guter (od. besserer) Soldat, od. grandicher L., d. h. großer, hoher (od. höherer) Soldat[1016]
Haus, Kitt[1017]
Hausfrau, Kittmos(s)[1018]
Hausherr, Kittkaffer[1019]
hausieren (gehen), schenzieren (bosten od. pfichen) (Spr.)[1022]
Hausknecht, Kittschenegler[1023]
Hausmagd, Kittscheneglere
Hausmutter, Kittmamere[1024]
Hausschlüssel, Kittglitschin[1025]
Hausvater, Kittpatris[1026]
Hauswirt, Fehtekaffer (Dimin.: -käfferle [Spr.])[1027]; vgl. Herberge
Hebamme, Deiselmos(s) od. Disselmos(s)[1028]
Hebräer, Kaim[1029]; vgl. Juden
Heer, grandich Lanenger (d. h. „[sehr] viele Soldaten“)[1030]
heftig, lenk, schofel[1031]
Heidelbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[1032]
Heidelbeerkuchen, Krachersäftlingbrandling[1033]
heil, dof schef(f)t’s (d. h. „es ist [geht] gut“)[1034]
heilig, bliblich[1035]
heiliger Geist, bliblischer Schuberle[1036]
heilsam, dof[1037]
Heirat, Vergrönerei[1038]
heiraten, vergröneren[1038]
Heißhunger, grandich Bogelo od. grandich Put(t)lak[1039]
heizen, funken[1040]
Heizer, Funkpflanzer[1041]
hell, schei (= Schei)[1042]
Helle, Schei[1042]
Helm, Lanengeroberman(n), d. h. „Soldatenhut“)[1043]
Hengst, Trapert (-bert)[1046] od. (genauer) Trabert-Kaffer (d. h. eigtl. „Pferdemann“, „männliches Pferd“)[1047]
henken ([auf]hängen), schnüren[1048]
herabblicken, -schauen, herablinzen[1052]
herabgehen, -laufen, herabbosten, -pfichen[1053]
herabschießen, herabschnelle[1054]
herabwerfen, herabplotzen[1055]
herausfahren, herausruadla[1056]
herausgeben, herausdogen[1057]
herausschreiben, herausfeberen[1058]
heraustragen, herausbukla[1062]
Herberggeber, Herbergsvater, Fehtekaffer[1065]
Herbergsleute, Fehteulme (Spr.)[1066]
Herd, Hitzling[1067]
hergeben, dogen[1057]
Hering, Spronkert-Flössling, Spronkertflotscher od. -schwimmerling (d. h. „Salzfisch“)[1068] od. auch Begertflössling (d. h. „toter Fisch“)[1069]
Heringsbüchse, Flösslingschottel (d. h. eigtl. nur „Fischbüchse“)[1070]
Heringsalat, Spronkertflösslingblättling[1071]
Herrenhaus (Herrschaftshaus) Sinserkitt[1074]
Herrenzimmer, Sinseschrende[1075]
Herrscher, grandicher Sins (d. h. „großer Herr“)[1077]
herumblicken, herumlinzen[1078]
herumfahren, herumruadla[1079]
herumtanzen, herumnikla[1082]
herumtragen, herumbukla[1083]
Herz, Schwächerle[1086]
herzlich, dof[1087]
Heu, Kupfer[1088]
heulen, glemsen[1093]
Heulerei, Glemserei
Hexe, Finkelmos(s)[1096]
Hexenhaus, Finkelkitt[1097]
Hexenmeister, Finkelkaffer[1092]
Hexerei, Finklerei[1096]
Hieb(e), Guffes[1098]
Himbeere, Jahresäftling od. Krachersäftling[1101]
hinausgehen, hinausbosten[1102]
hinauskommen, hinauspfichen[1102]
hinfallen, hinbohla[1103]
hinken s. lahmgehen
Hinterkopf, Ki(e)bes[1106]
hinwerfen, hinplotzen[1107]
Hirsch, Jahreschure od. Kracherschure[1108]
Hirschfänger, Latt[1109]
Hirt, Jerusalemsfreundschure (d. h. zunächst bes. „Schafhirt, Schäfer“)[1110]
hoch, grandich[1111]
Hochzeit, Grönerei[1113]
Hochzeitsschmaus, Grönereibikus[1114]
Hoden, Bäzeme (d. h. eigtl. „Eier“)[1115]
Hodensack, Bäzemerande[1116]
Hof, grandiche Kitt (d. h. „großes Haus“)[1117]
hoffärtig sein, grandiche pflanzen (d. h. eigtl. etwa: „den Großen spielen“)[1118]
höflich, dof[1112]
hold, dof, duft[1112]
Holz, Spraus[1124]
hölzern, sprausich[1124]
Holzmacher, Sprauskaffer[1125]
Holzsack, Sprausrande[1126]
hör auf, schupf dich[1127]
Hose, Buxe, Kopel (plur.: Buxen, Kopla)[1128]
Hosensack(-tasche) Buxerande, Kopelrande[1126]
Hospital, grandiche Begerkitt[1129]
hübsch, dof, duft[1112]
Huf, Traperttrittleng[1130]; vgl. Gaulfuß
Hühnerfuß, Gachnetritt, Stenzel- od. Stierertritt[1133]
Hühnerhaus, Gachnekitt, Stenzel- oder Stiererkitt[1134]
Hühnerhund, Gachnekeiluf, Stenzel- od. Stiererkib[1135]
Hühnerstall, Gachne- od. Stiererstenkert[1136]
humpeln s. lahm gehen
Hundefleisch, Kibe(n)bossert, Tschuggelmass[1140]
Hundestätte, Keilufkitt od. Kibekitt[1134]
Hundemetzger, Kibekafler[1141]
Hundestall, Keiluf- od. Kibestenkert[1136]
Hundezitzen, Kibeschwächerle[1142]
Hunger, Bog(g)elo, Put(t)lack, Ruf[1143]
hungern, mich hungert’s, mich bikert’s[1144]
hungrig, bikerich (Spr.)[1144]
Hurenkind (uneheliches Kind), Stratz (plur.: Stratze). Dieses Wort ist aber auch für Kind im allgem. gebräuchlich[1152]
hurtig, g’want[1153]
Husar, Lanenger (d. h. eigtl. nur „Soldat“)[1154]
Hut, Oberman(n)[1155]
Hutmacher, Oberman(n)pflanzer[1156]
I.
Igel, Stupfel od. Stupfleng (plur.: Stupfling)[1157]
Igelessen, Stupfelbikus[1158]
Igelfleisch, Stupfelmass, Stupflengbossert od. Stupfelbossert (Spr.)[1159]
Igelhund, Stupfelkib (Spr.)[1160]
Igelmetzger, Stupfelkafler[1161]
Igelsack, Stupfel- od. Stupflengrande[1162]
Infanterist, Lanenger (d. h. „Soldat“)[1163]
ingrimmig, stumpfich[1164]
Insel, Flu(h)tekies (d. h. eigtl. „Wasserstein“, als Stein = Gebirge, das aus dem Wasser hervorragt[1165]
irr, irrsinnig, ni(e)sich, nillich, nuschich[1166]
Irrlicht, Schuberleschein (d. h. „Gespensterlicht“[1169]
Irrsinn s. Wahnsinn.
J (= Jod).
ja, kenn[1170]
Jacke, Malfes[1171]
jagen, Jahre od. Kracher bosten (d. h. eigtl. „[in den] Wald gehen [zum Jagen]“)[1172]
Jäger, Grünleng[1173]
Jahr, Ja(h)ne[1174]
Jahrestag, Ja(h)neschei[1175]
jammern, glemsen[1176]
jucken, näpfen[1177]
Jüdin, Kaime[1178]
jüdisch, diboldisch[1179]
junges (kleines) Mädchen, Mödele[1183]
Jungfrau, Mössle[1184]
Junggeselle, Käfferle (d. h. eigtl. „Männchen“)[1185] od. (genauer) nobis vergröntes Käfferle (d. h. „nicht verheiratetes Männchen“)[1186]
Junker, dofer Benk[1180] od. Fi(e)sel[1181] (d. h. etwa ein „guter [od. besserer] junger Mann“) od. Sinsle (d. h. „Herrchen“)[1187].
K.
Kadaver, mufiger Bossert od. — Maas[1188]
Kaffee, Süs(s)leng (-ling [Spr.])[1189]
Kaffekanne, Süs(s)lengnolle[1190]
Kaffeetasse, Süs(s)lengschottel[1191]
kahl, nobis Strauberts (d. h. „keine Haare“)[1194]
Kahlkopf, nobis Strauberts auf’m Ki(e)bes (d. h. „keine Haare auf dem Kopf“[1195]
Kalb, Horbögle[1196]
Kalk, näpfiger Schund (d. h. „beißender Dreck“)[1197]
kalt, biberisch (bibrisch [Spr.])[1198]
Kälte, Biberisch (subst. Adj.)[1198]
Kamm, Straubertsschure[1201]
Kammacher, Straubertsschurepflanzer[1202]
kämmen, Strauberts pflanzen (d. h. „die Haare machen“)[1202]
Kampf, Hamore[1203]
Kanapee, Sitzleng[1204]
Kanarienvogel, Schallerfläderling (d. h. „Singvogel“)[1205]; vgl. Amsel
Kaninchen, Langohr[1206]
Kanne, Nolle[1207]
Kapelle, Duft[1208]
Kappe, Oberman(n)[1209]
Kappenmacher, Oberman(n)pflanzer[1202]
Karfreitag, Bäzamaschei (d. h. „Eiertag“)[1210]; vgl. Ostern
Karpfen, Flössling, Matsche, Schwimmerling (d. h. eigentl. nur „Fisch“)[1211]
" , gebratene s. Bratkartoffeln.
Kartoffelsalat, Bolleblättling (Spr.)[1216]
Kartoffelschüssel, Bolleschottel (Spr.)[1217]
Käskuchen, Girall- od. Räslengbrandleng[1220]
Kater s. Katze
Katholik, Wo(h)nischer[1221]
katholisch, wo(h)nisch
Kätzchen, Schmalerle[1222]
Katze, Schmaleng (plur. Schmaling) od. Schmaler[1222]
Katzenfleisch, Schmalerbossert[1223]
Katzensack, Schmalerrande[1224]
kaufen, bascha, bikeren, gremen, kemere[1228]
Käufer, Bascher, Bikerer, Gremer, Kemerer[1228]
Kaufladen, Kemererskitt[1229]
Käuzchen, Begerflederling (d. h. „Totenvogel“)[1230]; vgl. Steineule
Kelch, Duftnolle[1235]
kennen, gneissen[1236]
Kern, Kies[1240]
Kerze, Schein[1241]
Kesselflicker, Nollepflanzer[1244]; vgl. Häfner
Kette, Schlang[1245]
keusch, dof[1246]
kichern, schmol(l)en[1247]
Kilometerstein, Stradehertling od. -kies (d. h. eigtl. „Straßenstein“)[1249]
Kindbetterin, Deislere[1253]
Kinderei, Ni(e)serei, Nillerei[1255]
Kindermädchen (-magd), Galmamodel od. Schrabinermodel[1256]
Kirche, Duft[1257]
Kirchenschlüssel, Duftglitschin[1258]
Kirchhof s. Gottesacker
Kirchweih, Brandlingschei (d. h. „Kuchentag“)[1259]
Kirchweihsonntag, Brandlengweisling (d. h. „Kuchensonntag“)[1260]
Kirschbaum, Scharriselestöber[1261]
Kirsche, Scharrisele
Kirsch(en)kern, Scharriselekies[1262]
Kirsch(en)kuchen, Scharriselebrandling[1263]
Kirschenstein s. Kirsch(en)kern
Kissen, Sauft[1264]
Kittel, Malfes[1265]
Klarinette, Nikelschure[1266]
Klavier, "
Klee, Kupfer[1267]
Kleid, Kluft[1268]
kleiden, a’klufte[1269]
Kleidung, Klufterei[1268]
Klepper, Trabert[1269]
Klinge, Lomel[1270]
Kloster, grandiche Kolbekitt[1271]
Kloß s. Knödel.
Klotz, Spraus[1272]
klug, kochem[1273]
knallen, schnelle[1277]
knauserig, bogelich[1278]
Knecht, Schenegler[1279]
Kneipe, Beiz, Kober[1280]
Kneipwirt s. Gastwirt; vgl. Wirt.
Knödel („Knöpfle“ [Spr.], „Spätzle“ [Spr.]), Hegesle (nicht zu verwechseln mit Heges = kleines Dorf)[1281]
Koch, Sicherbenk, Sicherfi(e)sel od. -kaffer[1282]
kochen, sichere[1282]
Kohl, Groanert[1283]
Kohle, a’gefunkter Spraus (d. h. „angebranntes Holz“)[1284]
Kohlenbrenner, Köhler, Funker[1284]
kommen, bosten[1287]
Komödiant, Schnurrant[1290]
Komödienzettel (Programm), Schnurrantekritzler[1293]
König, grandich Sins (d. h. „der größte Herr“)[1294]
Königin, grandich Sinse (d. h. „die größte Dame“)[1294]
können (verstehen, wissen), gneisen (daher z. B.: ich kann’s nicht, ich gneis es nobis)[1295]
Konkurs, Vergondert[1296]
Konkurs, Vermuft[1297] (d. h. eigentlich „im Konkurs“ oder „bankerott“)
kontrolliert, gefleppt[1298]
Kopf, Kie(b)es[1299]
Kopfhaar, Ki(e)besstrauberts[1300]
Korb, Schottel, plur. Schottle[1301]
Korbmacher, Schottel- od. Schottlepflanzer[1302]
Korn, Kupfer[1303]
kostbar, dof[1306]
kotig, schundich[1308]
Krämer, Kemerer[1309]
Krämerladen, Kemererskitt[1310]
krank, begerisch[1311]
Krankenbett, Begerischsauft[1312]
Krankheit, Begerei[1311]
krätzig, näpfich[1313]
Kraut, Groanert[1314]
Krautsalat, Groanertblättling[1315]
Kredit, auf —, auf den Bengel, auf Keif[1316]
Kreisgericht, grandiche Schoflerei[1317]
krepieren, begere[1311]
Krieger, Kriegsmann, Lanenger[1318]
Krone, grandicher Sins-Oberman(n) (d. h. „des Königs Hut“)[1320]
Kropf, Bellel[1321]
Krug, Nolle[1322]
Krüppel, schofler Benges od. Benk, schofler Fi(e)sel[1323]. (Das schofel soll hier soviel ausdrücken wie: „Der Mann [Bursche] ist übel, schlimm daran“).
Kübel, Schottel[1324]
Küche, Sichere[1325]
Kuchen, Brandleng[1326]
Küchenschlüssel, Sichereglitschin[1327]
Küchlein (als Tierbezeichng.), Gachnele (d. h. „Hühnchen“)[1328], Lachebatscherle (d. h. „Entlein“)[1329], Strohbutzerle (d. h. „Gänschen“)[1330]
Kuckuck, Flederling[1331]
Kuh, Horboga, auch Boga[1332]
Kuhbutter, Bogaschmunk[1333]
Kuheuter, Horbogaschwächerle[1334]
Kuhfleisch, Horbogebossert od. -mass[1335]
Kuhmetzger, Horbogekafler od. Bogakafler[1336]
Kuhstall, Horbogestenkert[1337]
kümmerlich, schofel[1338]
Kürschner, Oberman(n)pflanzer[1341]; vgl. Kappenmacher
Kutsche, dofer Rädleng (d. h. „schöner Wagen“)[1342]
Kutschenbauer, Rädlengpflanzer[1343]; vgl. Wagner
Kutte, Malfes[1344]
L.
lachen, schmol(l)en[1345]
Lager, Sauft[1346]
lahm, begerisch[1347]
lahm gehen, begerisch bosten[1348]
Lampe, Schein[1349]
Landesherr, grandicher Sins[1350]
Landgericht, grandige Schoflerei[1351]
Landhaus, Kitt[1352]
lang, grandich[1355]
läppisch, ni(e)sich, nillich, nuschich[1356]
Larve, Ni(e)sichergiel, Nillichergiel[1357]; vgl. Fastnachtsmaske
Last (Traglast), Buklete[1358]
lasterhaft, schofel[1359]
lästern, stümpfen[1360]
Laterne, Schein[1349]
laufen, bosten[1348]
laufendes Wasser, bostender Flu(h)te[1361]
Läufer, Boster[1348]
Laus, Kenem[1362]
Lausbube, Lausejunge, Kenemebenges (-benk) od. -fi(e)sel[1363]
Lazarett, Lanenger-Begerkitt (d. h. „Soldaten-Krankenhaus“)[1364]
Leberkäse, Bosserträsling (d. h. eigtl. „Fleischkäse“)[1365]
Leberwurst, Rundling. (Damit wird aber auch jede andere Wurst bezeichnet)[1366]
Lebkuchen, Süslingbrandling (d. h. „Zuckerkuchen“)[1367]
leblos, begert (d. h. „gestorben, tot“)[1368]
ledig, nobis vergrönt (d. h. „nicht verheiratet“)[1371]
lediger Mann, nobis vergrönter Benges[1372]; vgl. Junggeselle
Legende, Kohl[1373]
Lehm, Schund[1376]
Lehrershaus, Plaudererskitt[1379]; vgl. Schule
Lehrersrock, Plauderersmalfes[1380]
Leibweh (-schmerz), Begerisch (subst. Adj.)[1381]
Leiche, Begert (d. h. „der Gestorbene, Tote“)[1381]
Leichenbeschauer, Begergadscho[1382], Begerkaffer[1383] (d. h. „der Totenmann“); letzteres auch = Totengräber
Leichenbett (Totenbett), Begersauft[1384]
Leichenfrau, Begermos(s)[1385]
Leichenhaus, Begerkitt[1379]; vgl. auch Krankenhaus
Leichenschmaus, Begerbikerei od. -bikus[1386]
Leichenstein, Begerkies[1387]
Leichentuch, Begerbochdam[1388]
leidend, begerisch[1381]
Leierkasten, Nikleschure[1389]
leihen; Bomma od. Keif pflanzen (d. h. „Schulden machen“)[1390]
Leihhaus, Bommerkitt, Keifkitt[1379]
Leine, Schlang (Spr.)[1391]
Leinenweber, Bochdampflanzer[1392]
Leinwand, Bochdam
Leiter, Rawine[1393]
leutselig, dof[1396]
Lichtzieher, Scheinpflanzer[1399]
lieb, dof[1396] (mein lieber Bursche, mein dofer Fi[e]sel[1400], mein liebes Mädchen, meine dofe Model[1401])
liebenswürdig, dof[1396]
Liebhaberin, Model[1401]
lieblich, dof[1396]
liebreich, "
Linsen, Sore[1406]
Linsenschüssel, Soreschottel[1407]
Lippe, Giel[1408]
Liste, Kritzler[1409]
Lockenkopf, Straubertskiebes[1412]
Löffel, Schnabel (plur. Schnäbel)[1413]
Lohn, Schenegelsbich, -kies, -lobe[1414]
Lohndiener, Schenegler[1414]
löschen, d’ Funk auspflanzen (d. h. „das Feuer ausmachen“)[1415]
Löwenzahn (Pflanze), Schmelemerllättling, d. h. „Zigeunersalat“.[1416] (Aus dieser Pflanze machen die Zigeuner für ihr Leben gern Salat und nennen ihn wegen der harntreibenden Eigenschaft des Saftes der Pflanze muterdo schach, d. h. „Urinkraut“)[1417]
Luder, mufiger Bossert[1418]
Lüge, Kohl (aufs Kohl, d. h. „es ist erlogen“)[1419]
Lügen (das), Kohlerei
Lügner, Kohler
M.
machen, pflanzen (Spr.)[1420]
mächtig, grandich (-dig)[1421]
machtlos, nobis grandich[1422]
" , fahrendes, jenische Model[1425]
Magd, Scheneglere[1426]
Mähre (Pferd), Trabert[1429]
Malz, g’funktes Gib (d. h. „gebranntes Getreide“)[1430]
Mangel, Dercherich (subst. Adj.)[1431]
Mann, Kaffer (plur.: Käffer [Spr.])[1432]
Männerrock, Gadschomalfes[1433] Kaffermalfes
Mannskleid, Kafferskluft[1437]
Mannskleider, Kaffersklufterei[1437]
Mannesschwester, Kaffersglied[1438]
Mark (das), Schmunk[1439]
Maske, ni(e)sicher, nillicher od. muschicher Giel[1444]
Mastochse, Schmunkhornikel (eigtl. „Fettochse“)[1445]
Mastpulver, Kuiete (Das Wort wird auch für Pulver jeder Art gebraucht; vgl. Pulver, Schießpulver)[1446]
Maßkrug, Blambnolle (eigtl. = „Bierkrug“)[1447]
Meer, grandich Flu(h)te[1452]
Meergras, Flu(h)tekupfer[1453]
Meerschweinchen, Flu(h)tegroanikele[1454]
Mehl, Staubert[1455]
Mehlbeere, Staubertsäftling[1456]
Mehlbeerbaum, Staubertsäftlingstöber[1457]
Mehlschüssel, Staubertschottel[1458]
Mehlsack, Staubertrande[1459]
mehr, grandich[1460]
mehrfach, grandicher
Meilenstein (Meilenzeiger), Stradehertling[1461] od. Stradekies (d. h. „Straßenstein“)[1462]; vgl. Kilometerstein
Melkfaß, Gleisnolle (d. h. eigtl. „Milchnapf“)[1463]
Melkgefäß, Gleisschottel (d. h. eigtl. „Milchschüssel“)[1464]
Menge, grandich Ulma (d. h. „[sehr] viele Leute“)[1465]
merken, gneisen[1466]
Messerklinge, Messerschneide, Lomel[1470]
Messerschmied, Scharfling- (od. Scharpfleng-)pflanzer[1471]
Methodistenhaus, Blibelkitt[1475]
Metzelsuppe, Kaflereischnall[1476]
Metzger, Kafler[1476]
Miene (Gesicht), Giel (eigtl. „Mund, Maul“)[1477]
Milch, Gleis[1478]
Milchbrötchen, Gleiskechelte (Spr.)[1479]
Milchglas, Gleisglansert[1480]
Milchnapf (-hafen, -topf), Gleisnolle[1481]
Milchschüssel, Gleisschottel[1482]
Milchsuppe, Gleisschnall, (Dimin.: Gleisschnälle = Milchsüppchen [Spr.])[1476]
Militär, Lanengere (d. h. Soldaten)[1483]
Mistgabel, Fuhlstichling, Schundfurschet[1486]
Mistkäfer, Schundflederling (d. h. eigtl. „Dreckvogel“)[1487]
Mißjahr, nobis dofs Ja(h)ne (d. h. „kein gutes Jahr“)[1488]
mitbringen, mitbukle[1489]
Mitternacht, Leile, Ratte (d. h. Nacht)[1490]
Möhren, Galgennägel[1491]
Monat, Frosch, plur. Frösche[1492]
Mond, Leileschein (d. h. „Nachtlicht“)[1493]
Montur, Lanengerkluft (d. h. „Soldatenanzug, -kleidung“)[1494]
morden, deisen[1495]
Mörder, Deiser; vgl. auch Totschläger
Most, Grabagautschert[1496]
Mostglas, Grabegautschertglansert[1497]
Mostkrug, Grabegautschertnolle[1498]
müde s. schläfrig
Mühle, Rolle[1499]
Müller, Roller; Müllerin, Rollerin[1500]
Mund, Giel[1502]
Münzarbeiter, Bichschenegler[1503], Kies- od. Lobepflanzer (diese beiden eigtl. = „Geldmacher“)[1504]
Münze (= Münzwerkstätte), Bichpflanzerskitt (d. h. „Geldmacherhaus“)[1506] od. grandiche Lobekitt (d. h. „großes Geldhaus“)[1507]
Münzmeister, Bichsins[1508]; vgl. Bankier.
Musik, Nikelei[1509]
Musikant, Nikler
musizieren, nikle
Muskete (Gewehr), Klass[1510]
Mutter, Mamere[1511]
Mutterbruder (od. -Schwester), Mameresglied[1512]
Mutterschwein, Mameregroenikel[1513]
Mütze, Oberman(n)[1514]
Mützenmacher, Oberman(n)pflanzer[1515]
N.
nachbeten, nachblible[1516]
nachfahren, nachruadle[1517]
nachfallen, nachbohle[1518]
nachfolgen, nachbosten[1519]
Nachkommen (die), Galma, Schrawiner[1520]
nachschießen, nachschnelle[1521]
Nachschlüssel, nobes dofer Glitschin[1522]
nachschreiben, nachfebere[1523]
nachsehen, nachlinzen[1524]
nachsingen, nachschalle[1525]
Nacht, Leile, Ratte[1528]
Nachtarbeit, Leileschenagel[1529]
Nachthafen, Fuhlnolle, Schmelznolle[1532]
Nachtlicht, Leileschein[1533]
Nachttopf, Flöselnolle[1536]
nachwerfen, nachplotzen[1539]
nackt, nobis ang’kluftet (d. h. „nicht angekleidet“) od. auskluftet (d. h. „ausgezogen“)[1540]
Nadel, Stichlere[1541]
nagen, näpfen[1542]
nähen, stichle[1541]
Napf, Nolle[567)
Narrenhaus, Hegelkitt, Ni(e)sekitt, Nillekitt, Nuschekitt[1545]
närrisch, ni(e)sich, nillich, nuschich[1544]
närrischer Kerl, Mensch, Hegellauti[1543]
Nase, Muffer[1546]
Nashorn, Mufferhorboga (d. h. eigtl. „Nasenkuh“)[1547]
Nässe, Flu(h)tich[1548]
naß, flu(h)te[1549]
Neffe (von väterlicher Seite) Patrisglied[1550], (von mütterlicher Seite) Mamereglied[1551]; vgl. auch Oheim u. Tante
nehmen, schniffen[1552]
Neujahr, Neujahne[1555]
nicht, nobis[1553]
nichts, Lore (Spr.)[1554]
nichtswürdig, lenk, schofel[1558]
nie, nobis[1553]
niederblicken, niederlinzen[1559]
niederbrennen, niederfunken[1560]
niederfallen, niederbohle[1561]
niederkommen, Deislere werden (d. h. „Wöchnerin werden“)[1562] od. in Sauft bosten (d. h. „ins [Wochen-]Bett gehen“)[1563]
niedermetzeln, niederkaflere[1566]
niederschießen, niederschnelle[1567]
niederschreiben, niederfebere[1570]
niedersitzen s. sitzen
niederträchtig, schofel[1571]
niederwerfen, niederplotzen[1572]
niemals s. nie
nobel, dof, duft[1573]
Nudeln, grandiche Hegesle (d. h. „große Spatzen“ od. „Knöpfle“ [Knödel])[1575]
Null, Nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[1576]
Nuß (Nüsse), Krächerle[1577]
Nußbaum, Krächerlestöber (in d. Spr: „Krächerstöber“)[1578]
Nußkern, Krächerlekies[1579]
O.
Obdach, Kitt[1581]
oben, oberkünftig[1582]
Oberförster, grandich Grünwedel (d. h. „der größte Forstmann“)[1583]
Obergendarm, grandicher Schuker[1584]; vgl. Wachtmeister
Oberherr, grandicher Sins[1585]
Oberwachtmeister, grandich Schuker (d. h. „der größte Gendarm“)[1584]
Oberzahn, Obernäpfling[1586]
Ochse, Hornikel[1589]
Ochsenfett, Hornikel-Schmunk[1590]
Ochsenfleisch, Hornikelbossert[1591]
Ochsenmaulsalat, Hornikelgielblättling[1592]
Ochsenmaulsalatbüchse, Hornikelgielblättlingschottel[1593]
Ochsenmetzger, Hornikelkafler[1594]
Ochsenstall, Hornikelstenkert[1595]
Ofen, Hitzling[1596]
Ofenruß, Hitzlingschwä(t)zling[1597]
Offizier, grandicher (od. auch dofer) Lanenger[1600]
oft, grandich[1601]
Oheim (von väterl. Seite), Patrisglied[1602], (von mütterl. Seite), Mamereglied[1603]; vgl. Neffe u. Tante
Ohr, Losling[1604]
Ohrring, Loslingschlang[1605]
Onanie treiben, Käfferle pflanzen[1606]
Onkel s. Oheim
Orgel s. Leierkasten
Ortschaft, G’fahr[1609]
Ortsvorsteher, Kritsch, Schar(r)le[1610]
Ostern, Bäzemaweisling (d. h. „Eiersonntag“)[1611]
o weh!, o Laich![1612]
P.
Pallasch (Säbel), Latt[1613]
Papagei, Schmuserfläderling (d. h. „der sprechende Vogel“)[1614]
Papiermacher, Kritzlerpflanzer[1617]
Papst, grandich Kolb (d. h. „der größte Pfarrer“)[1618]
Paß, Flebb(e)[1619]
penis s. Glied (männliches)
Pfad, Strade[1621]
Pfahl, Spraus[1622]
Pfanne, Russling[1623]
Pfarrhaus, Gallachekitt, Kolbekitt[1624]
Pfau, Dofefläderling (d. h. „der schöne Vogel“)[1625]
Pfeife, Dämpfe[1626] Toberich[1627] od. (genauer) Toberichschure[1628] (d. h. „Tabakspfeife“ [s. d.]); vgl. Tabak u. Zigarre
Pfeifenkopf, Toberichki(e)bes[1629]
Pfeffer, Sore[1630]
Pfefferbüchse, Soreschottel[1631]
Pfennig, Boschert[1632]
Pferd, Trabert od. Trapert[1633]
Pferdeeuter, Trabertschwächerle[1634]
Pferdefleisch, Trabertbossert od. Trabertmass[1635]
Pferdefuß, Trapertritt[1636]
Pferdehaar, Trabertstrauberts[1637]
Pferdehändler, Trabertgremer, Trabertkemerer[1638]
Pferdemetzger, Trabertkafler[1639]
Pferdestall, Trabertstenker[1640]
Pferdetränke, Trabertschwäche[1634]
Pfingsten, Schuberleweisling (d. h. „Geistsonntag“)[1641]
Pflaume, Blauling od. Bloling [Spr.][1644]
Pflaumenbaum, Blaulingstöber[1645]
Pflaumenkern, Blaulingkies[1646]
Pflock, Spraus[1647]
Pfote, Tritt[1648]
Pisse (= Harn, Urin), Flösle, Flösslete, Flösselflu(h)te[1649]
pissen, flöslen[1649]
Pistole, Schneller[1650]
Plappermaul, Schmusichergiel[1651]
Plauderer, Diberer, Schmuser
Pokal, Nolle[1654]
Pökelfleisch, eingespronkter Bossert (d. h. „eingesalzenes Fleisch“)[1655]
Polizei, Bu(t)zerei[1656]
Polizeiamt, Bu(t)zereikitt[1657]
Polizeidiener, Polizist, Bu(t)z[1656]
Polizeidirektor, grandich Bu(t)z (d. h. „der größte Polizist“)[1658]
Polizeihund, Bu(t)zekeiluf, Bu(t)zekibe[1659]
Polizeiwachtmeister, grandicher Bu(t)z[1658]
Porzellan, Sore[1660]
Porzellantasse, Soreschottel[1661]
Possenreißer, Hegellauti[1662]
Postbote, Kritzlerbukler[1663]
Postwagen, Kritzlerrädling[1664]
Pracht, Dof (= dof)[1665]
predigen, blible[1666]
Priester s. Prediger
Priesterrock, Gallachmalfes, Kolbemalfes[1669]
Protestant, Gril(l)ischer[1670]
protestantisch, gril(l)isch od. kril(l)isch[1670]
Prügel (= Stock), Spraus[1671]
Prügelei, Hamore, More[1674]
Pudel, Keiluf, Kib[1659]
Pulle (Flasche), Glansert[1676]
Pulver (jeder Art), Kuiete[1677]
Pulvermühle, Kuiete-Rolle[1678]
Pulvermüller, Kuieteroller (fem.: -rollerin)[1678]
Punsch, gesicherter Johle[1679]; vgl. Glühwein
Puppe (Docke), Schure[1680]
putzen (reinigen), pfladere[1681]
Q.
Quacksalber, schofler Begersins (d. h. „schlechter Doktor [Arzt]“[1682]
Quaderstein, grandicher Kies[1683]
Quartier, Fehte[1684]
Quartierbursche, Fehtefi(e)sel od. -freier[1685]
Quartierherr, Fehtekaffer od. -sins[1686] vgl. Hauswirt
Quartierfrau, Fehtemos(s) od. -sinse[1687]
Quartiermädchen, Fehtemodel[1688]
Quelle, Flu(h)te[1689]
Quersack, Rande[1690]
R.
Rabe, Schofeleiflederling (d. h. „Unglücksvogel“)[1694]
Rahm, Gleisschund (d. h. eigtl. „Milchdreck“)[1695]
Ranzen, Rande[1690]
Rappe, Trabert[1696]. Für die verschiedene Farbe der Pferde gibt es keine nähere Bezeichnung (vgl. Schimmel); dagegen wird das Geschlecht der Tiere wohl kenntlich gemacht; vgl. Näh. unter „Hengst“ u. „Stute“
Rathaus, Sturmkitt[1699]
Rathausschlüssel, Sturmkittglitschin[1700]
Rathausuhr, Sturmkittgluber[1701]
rauchen, dämpfen, toberiche[1706]
Rauchfleisch, Hitzlingbossert[1707]
räudig, näpfich[1708]
Rebe s. Weinrebe
Rebensaft, Johle[1711]
Regen, Flössle[1716]
Regenbogen, Flösselreifling (d. h. eigtl. „Regenring“)[1717]
Regenschirm s. Schirm
Regentag, Flösselschei[1718]
Regenwasser, Flösselflu(h)te[1719]
regnen, flössle od. flessle (Spr.)[1716]
reich, grandich[1720]
reicher Bauer, grandicher Ruch[1721]
reicher Herr, grandiger (sic) Sins[1722]
Reichtum, grandich Schure od. Sore (d. h. „[sehr] viele Sachen“)[1723]
reinigen, pfladere[1724]
reizend, dof, duft[1725]
Richterstuhl, Schoflereisitzling (d. h. eigtl. „Gerichtsstuhl“)[1727]
riechen, muffen[1728]
Riese, grandicher Kaffer (d. h. „großer Mann“)[1729]
Rind, Horboge[1730]
Rinderfett, Horbogeschmunk[1731]
Rinderstall, Horbogestenkert[1732]
Rindfleisch, Horbogebossert[1728]
Rindfleischbüchse, Horbogebossertschottel[1733]
Rindvieh s. Rind
Rindviehmetzger, Horbogekafler[1734]
Ring, Reifling[1735]
Rock, Malfes[1736]
Rocktasche, Malfesrande[1737]
Roggen, Kupfer[1738]
Rosenkranz, Blibelschlang (d. h. „Betkette“)[1739]
Roß s. Pferd
Roßmetzger s. Pferdemetzger
Rüben s. Möhren
ruchlos, lenk, schofel[1740]
Rucksack, Rande[1737]
ruhig sein s. schweigen; vgl. aufhören
Rüssel, Muffer[1728]
Ruß, Schwetzling[1743]
S.
Saal, grandiche Schrende (d. h. „große Stube“)[1744]
Säbel, Latt[1745]
Sache, Sore[1746]
Sack, Rande[1747]
Säckel, Kiesreiber[1748]
sagen s. reden; vgl. sprechen
Sahne, Gleisschund[1749]; vgl. Rahm
Salat, Blättling[1750]
Salz, Spronkert[1751]
Salzbüchse, Spronkertschottel[1752]
salzen, spronkere[1751]
salzig, g’spronkt
Salzfisch, Spronkertschwimmerling[1753]; vgl. Hering
Salzfleisch, Spronkertbossert[1754]
Salznapf, Spronkertnolle[1755]
sanft, dof[1756]
Sänger, Schaller; Sängerin, Schallerin[1757]
Sarg, Begerkittle (d. h. „Totenhäuschen“)[1758]
Satan, Koele[1759]; vgl. Teufel
satt, grandich bikt od. buttet (d. h. „viel gegessen“)[1760]
Sau, Balo, Groenikel[1761]
sauber, dof[1756]
säubern, pfladere[1762]
Sauerkraut, Groenert[1763]
saufen, schwächen[1764]
Sauferei, Schwächerei
Saustall, Groenikelstenkert[1766]
Schädel, Ki(e)bes[1767]
Schaf, Jerusalemsfreund[1768]
Schafbock, grandich Jerusalemsfreund[1769]
Schäfer, Jerusalemsfreundschure[1770]
Schäferhund, Jerusalemsfreundkib[1771]
Schäferin, Jerusalemsfreundmos(s)[1772]
Schäferknecht, Jerusalemsfreundschenegler[1773]
Schafhirt s. Schäfer
Schafstall, Jerusalemsfreundstenkert[1766]
Schale (Schüssel), Schottel[1752]
Scham, (weibliche), Geschmu, G’schmui[1774]
schamhaft, dof[1756]
schamlos, schofel[1775]
schauen, linzen[1776]
Schauspieler s. Komödiant
Schauspielhaus, Schnurrantekitt[1777]; vgl. Komödienhaus
Scheit, Scheitholz, Spraus[1778]
schelten, stämpfen[1779]
Schemel, Sitzleng[1780]
Schenke, Beiz, Kober[1781]
Schenkel, Tritt[1782]
schenken s. beschenken
Schenkwirt, Beizerer, Koberer; Schenkwirtin, Beizere, Kobere[1781]
Scheune, Schaffel (Dimin.: Schaffelle [Spr.])[1783]
schießen, schnelle[1784]
Schießhaus, Klasskitt[1786]
Schießpulver, Kuiete[1787]
Schilf, Flu(h)tekupfer (d. h. „Wassergras“)[1788]
Schimmel, Trabert[1789]; vgl. die Bemerkung unter „Rappe“
schimpfen, stämpfen[1779]
Schinken, Schwärzlingbossert (d. h. eigtl. „Ruß- [od. Rauch-] fleisch“)[1790]
Schirmflicker(in), Dächlespflanzer(in) od. Pflotscherpflanzer(in) (Spr.)[1793]
Schirmflickerleute, Dächlespflanzerulma (Spr.)[1794]
Schirmsack, Dächlesrande (Spr.)[1795]
Schlächter, Kafler
Schlachthaus, grandich Kaflerskitt[1798]
Schlamm, Flu(h)tefu(h)l od. Flu(h)teschund (d. h. eigtl. „Wasserdreck“)[1806]
schlau, kochem[1807]
schlecht, schofel[1808]
schließen, beschrenken[1809]
Schließer, Beschrenker
Schlosser, Glitschinpflanzer[1810]
Schloß (Gebäude), dofe Kitt (d. h. „schönes Haus“)[1811]
schluchzen, glemsen[1812]
Schlüssel, Glitschin[1815]
Schmach, Lenk, Schofel (subst. Adj.)[1816]
schmähen, stämpfen od. stumpfen[1817]
Schmäher, Stämpfer
Schmalz, Schmunk[1818]
schmalzen, schmunken
Schmaus, Bikus, Butterei, Kahlerei[1819]
schmecken, (= riechen), muffen[1821]
schmeißen, plotzen[1822]
schmelzen (richtiger wohl: schmalzen), schmunken[1818]
Schmiere, Schmunk[1818]
schmierig, schundich[1823]
Schmutz, Schund[1823]
schmutzig, schundich od. schondich (Spr.)
Schnabel, Muffer[1821]
Schnaps s. Branntwein
Schnauze, Giel[1824]
Schneider, Stichler; Schneiderin, Stichlere[1825]
Schneidersfrau, Stichlersmos(s)[1826]
schnupfen, Toberich muffe (d. h. „Tabak riechen“)[1827]
schön, dof[1828]
Schoppenglas, Blambglansert (d. h. „Bierglas“)[1829]
Schreck(en), Bauser[1831]
schreiben, feberen[1832]
Schreiber, Feberer
Schreibtisch, Feberklettert[1834]
schreien, glemsen[1835]
Schriftgelehrter, grandich Feberer[1836]
schriftlich, gefebert (d. h. „geschrieben“)[1832]
Schuhmacher, Trittlengspflanzer[1839]
Schule, Plaudererskitt[1842], auch Plauderei (Spr.)
Schultheiß, Kritsch, Schar(r)le[1844]
Schuppen, Schaffel[1845]
Schürze, Fürflamme[1846]
Schüssel, Schottel[1847]
Schuster s. Schuhmacher
Schustersfrau, Trittlingpfanzersmos(s)[1848]
Schutzmann s. Polizeidiener
schwachsinnig, ni(e)sich, nillich[1849]
Schwalbe, Furschetefläderling (d. h. „Gabelvogel“, nach der gabelförmigen Gestalt des Schwanzes)[1850]
Schwan, grandich Babing od. Strohbutzer (d. h. etwa „[sehr] große Gans“)[1851]
schwanger, grandiche Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[1852]
schwanger gehen, grandiche Rande bosten[1853]
Schwarzbrot, Schoflelehm od. Schofellechem (Spr.) (d. h. „schlechtes Brot“)[1854]
Schwarzkünstler, Finkelkaffer[1855]
Schwätzer, Schmuser[1856]
schweigen, (sich) schupfen, sich aufschupfen (schweig still, schupfte [Spr.], schupf dich [auf])[1857]
Schwein, Balo, Groenikel[1858]
Schweinefleisch, Groenikelbossert[1859]
Schweinehändler, Groenikelkemerer[1860]
Schweinehirt s. Sauhirt
Schweinemetzger, Groenikelkafler[1861]
Schweinestall s. Saustall.
Schweinezitzen, Groenikelschwächerle[1862]
Schweinsborsten, Groenikelstrauberts[1863]
Schwert, Latt[1864]
Schwiegersohn s. Tochtermann.
Schwindsucht, grandich Begerisch[1867]
schwitzen (ich schwitze, Flu[h]te bostet mer herab, d. h. „das Wasser läuft mir herab“)[1868]
See, Flu(h)te[1868]
Seehund, Flu(h)tekib[1869]
sehen, linzen[1870]
sei ruhig (still) s. schweigen
Seiltänzer, Schnurrant[1871]
Semmel (Weck), Kechelte[1872]
Sense, Kupfersore (d. h. etwa „Grasding“)[1873]
Sessel, Sitzleng[1874]
Seuche, Begerei[1875]
Siechenhaus s. Krankenhaus; vgl. Spital
Siechtum, Begerisch[1875]
Signalement, Giel (d. h. „Gesicht“)[1876]
singen, schallen[1877]
Singvogel, Schallerfläderling[1878]
sinnlos, ni(e)sich, nillich[1879]
sittsam, dof[1880]
Socken, Kafferstreifling (d. h. „Männerstrümpfe“)[1883]
Soldat, Lanenger[1891]
Soldaten, Lanengere
Soldatenfrau, Lanengermos(s)[1892]
Soldatenmütze, Lanengeroberman(n)[1893]
Soldatenwirtschaft, Lanengerbeiz od. -kober[1894]
Sorge, Bauser[1897]
spähen, linzen[1898]
Spätzle (schwäb. Mehlspeise), Hegesle (Spr.)[1899]
Spätzlessuppe, Hegesleschnall (Spr.)[1900]
spazieren (gehen), bosten[1901]
Speck, Schmunkbossert (d. h. „Fettfleisch“)[1902]
Speicher, Schaffel[1903]
Speise, Bikus[1904]
sperren (schließen), beschrenken[1906]
Spiegel, Linzer[1898]
Spiel (Musik), Niklerei[1907]
spielen (musizieren), niklen
Spieler (Musikant), Nikler
Spital, Begerkitt[1908]
Splitter, Spräusle[1909]
Sprecher, Diberer, Schmuser
Spuk (Gespenst), Schuberle[1912]
Staar, Fläderling[1913]
Stab, Spraus[1909]
Stachel, Stupfle[1914]
Stadt, Steinhäufle[1915]
Städter, Steinhäuflesulme[1916]
Stall, Stenkert[1917]
Stamm, Stöberspraus[1918]
Stange, grandicher Spraus (d. h. etwa „langes Holz“)[1919]
starr, begert (d. h. „gestorben“, „tot“)[1920]
Starrkopf (Dickkopf), grandicher Ki(e)bes[1921]
stechen, dupfen[1922]
Steckbrief, lenker od. schofler Kritzler (d. h. „schlechter Brief“)[1923] oder auch Sprauskritzler (d. h. eigentl. „Holzbrief“)[1924]
Stecken s. Stock
Steg, Strade[1925]
steinern, kiesich[1929]
Steineule, Begerfläderling (d. h. „Totenvogel“)[1930]; vgl. Käuzchen
Steinhauer, Steinmetz, Hertlingsguffer oder Kiesguffer[1931]
Steinklopfer s. Steinhauer
Sterbebett, Begersauft[1932]
Sterbekleid, Begerkluft[1933]
sterben, begeren[1932]
Sterben (das), Begerei
sterblich, begerisch
Stern, Leileschei (d. h. „Nachtlicht“)[1934]; vgl. Mond
Sternschnuppe, Leileschei-Schund (d. h. „Nachtlichtschmutz“)[1935]
Stich (= „das Stechen“), Dupfen[1938]
Stiefel, Trittleng[1939]
Stiefkind, Schoflergalm[1940]
Stiefmutter, Schoflemamere[1941]
Stiefvater, Schoflerpatris[1942]
Stier, Hornigel (sic)[1943]
still schweigen (still sein) s. schweigen
stinken, muffen[1944]
stinkend, muffich (mufig)
Stirn, Ki(e)bis (sic)[1945]
Stockmacher, Sprauspflanzer[1948]
stolz sein, grandiche pflanzen (d. h. „den Großen machen“, „den großen Herrn spielen“)[1949]
Storch, grandich Flederling (wohl = „der größte Vogel“)[1950]
strafen s. bestraft
Straße, Strade[1953]
Straßenarbeiter, Stradeschenegler[1954]
Straßenwärter, Stradebenk[1955]
Streichhölzer s. Zündhölzer
Streit, Hamore, More[1956]
Streiten (das), Morerei
streng, lenk, schofel[1957]
Streu, Rauschert[1958]
Streulager, Rauschertsauft[1959]
Stroh, Rauschert
Strohbett (Strohlager), Rauschertsauft
Strom, Flu(h)te[1960]
Strumpf, Streifling (plur.: Streiflinge)[1961]
Strumpfwirker, Streiflingpflanzer[1962]
Stube, Schrende[1963]
Stuhl, Sitzling[1964]
Stundenfrau (Methodistin), Blibelmos(s)[1967]
Stundenhaus (Methodistenhaus), Blibelkitt[1968]
Stundenleute (Methodisten), Blibelulme[1969]
Stundenmann (Methodist), Blibelkaffer[1970]
Stute, Trabertmoss (d. h. eigtl. „Pferdefrau“, weibliches Pferd)[1971]; vgl. Hengst
Suppe, Schnall[1974]
Süßigkeit, Süs(s)ling[1975]
T.
Tabak, Toberich[1976]; Tabak rauchen, dämpfe oder toberiche[1976]; Tabak schnupfen, Toberich muffe (d. h. „Tabak riechen“)[1977]
Tabakspfeife, Toberichschure[1980] od. auch bloß Toberich
Tafel, Klettert[1981]
Taler, drei Räp(p)le (d. h. „drei Mark“)[1984]
Tand, Nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[1985]
Tanne, Jahrestöber od. Kracherstöber (d. h. „Waldbaum“)[1986]
Tante (von väterl. Seite), Patrisglied[1987], (von mütterl. Seite), Mamereglied[1988]; vgl. Oheim u. Neffe
Tanz, Niklerei[1989]
tanzen, nikle
Tänzer, Nikler, fem.: Niklere
Tasche, Rande[1990]
Taschenspieler, Randeschnurrant[1991]
Tasse, Schottel[1992]
Taube, Fläderling[1993]
Teich, Flu(h)te[1996]
Teller, Schottel[1992]
Tempel, Duft[1997]
Tenne, Schaffel[1998]
teuer, grandich[1993]
Teufel, Koele[1999]
Teufelsbraten, Koelebossert[2000]
Teufelstisch (?), Koeleklettert[2001]
teuflisch, koelich[1999]
Theater, Niklerei[1989]
Thee, Süs(s)ling[2002]
Tisch, Klettert[2001]
Tischler, Klettertpflanzer[2005]
Tochterkind, Modelgalm[2008]
Tochtermann, Modelkaffer[2009]
Tochtersohn, Modelfi(e)sel[2010]
Tollhaus, Ni(e)sekitt, Nilleskitt[2011]
Tollkopf, Ni(e)seki(e)bes, Nilleki(e)bes[2012]
Topf, Nolle[2003]
Töpfer, Nollepflanzer[2005]
Tor, Ni(e)se, Nille[2011]
töricht, ni(e)sich, nillich
Tornister, Rande[1990]
tot, begert (d. h. „gestorben“)[2013]
töten (totmachen, totschlagen [Spr.]), deisen[2014]
Totenbahre, Begersore[2015]
Totenbett, Begersauft[2016]
Totengeruch, begerische Mufferei[2017]
Totengräber, Begerkaffer[2018]; vgl. auch Leichenbeschauer
Totenschein, Begerkritzler[2019]
Totschläger, Deiser[2014]; vgl. Mörder
Tracht (Kleidung), Kluft[2020]
trächtig, grandiche Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[2021]; vgl. schwanger
tragen, buk(e)le(n) (Spr.)[2022]
Tränen, Glemsen (substantivierter Infinitiv)[2023]
Trank, Schwächerei[2024]
Tränke (Viehtränke), Schwäche[2024]
Traube, Säftling[2025]; vgl. Weintraube
traurig, schofel (Spr.)[2026]
treu, dof[2024]
trinken, schwächen[2024]
Trinkgelage, Schwächerei
Trinkgeschirr, Schwächglansert (eigentl. „Trinkglas“)[2028], Schwächnolle (eigtl. „Trinktopf“)[2029] od. Schwächschottel (eigtl. „Trinkschüssel“)[2030]
Trinkglas, Schwächglansert
Trinkschale, Schwächschottel
Tropf, Ni(e)se, Nille[2031]
Trotz (Zorn) Stumpf[2032]
trotzig (zornig), stumpfich
trübe, schundich (d. h. eigtl. „schmutzig“)[2033]
trunken (betrunken), geschwächt[2024]; vgl. berauscht
Trunkenheit, Schwächer
Truppen, Lanengere (d. h. „Soldaten“)[2035]
Tuch (Gewebe), Bochdam[2036]
Tuchmacher, Bochdampflanzer[2037]
tückisch, lenk, schofel[2026]
tugendhaft, dof[2038]
U.
übel (zum Übergeben, Erbrechen schlecht), gielerich (Spr.)[2040]
Überfluß, grandich Schure od. Sore[2041]; vgl. Reichtum
übergeben (sich) (= sich erbrechen), giele[2040]
Übergeben (das) (= Erbrechen), Giele
übermütig sein, grandiche pflanzen[2042]; vgl. stolz sein
übernachten, auch das Übernachten erlauben (v. S. des Wirtes), fehten (Spr.)[2043]
übernachten, im Freien —, Blatt (blatt) pflanzen (Spr.)[2044]
Überrock, Malfes[2045]
überschreiben, überfeberen[2046]
übersehen, überlinzen[2047]
Uhrgehäuse, Luberkitt[2050]
Uhrkette, Luberschlang, Gluperschlang (Spr.)[2051]
Uhrmacher, Genglespflanzer, Luberpflanzer[2037]
Uhrschlüssel, Luberglitschin[2052]
Uhrtasche, Luberrande[2053]
umblicken, umlinzen[2044]
umbringen (töten), deise[2054]
umfahren, umruadle[2055]
umfallen, umbohle[2056]
umhergehen, umherbosten[2057]
umhertanzen, umhernikle[2058]
umhertragen, umherbukle[2059]
umkommen (sterben), begere[2060]
umschauen, umlinzen[2047]
umsonst, nobis (eigtl. = „nichts“)[2061]
umwerfen, umbohle(n) (Spr.)[2056]
unanständig, schofel[2062]
unbedeckt, nobis ankluftet (d. h. „nicht angekleidet“)[2063]
unbekannt, gneis nobis (d. h. „[ich] kenne [es] nicht“)[2064]
unecht, nobis dof (d. h. „nicht gut“)[2065]
Unflat, Schund[2066]
unflätig, schundich
ungekocht, nobis gesichert[2067]
Ungeziefer, Keneme[2068]
ungläubig, nobis wo(h)nisch (d. h. „nicht katholisch“)[2069], nobis gril(l)isch (d. h. „nicht evangelisch“)[2070], nobis diboldisch (d. h. „nicht jüdisch“)[2071]
Unglück, Schofelei[2062]
Unglücksvogel, Schofeleifläderling[2072]; vgl. auch Rabe
ungültig, hauret nobis (d. h. „[es] ist nichts“)[2073]
unkeusch, nobis dof[2065]
unklug, ni(e)sich, nillich[2074]
Unkraut, Koelesgroenert (d. h. „Teufelskraut“)[2075]
unnütz, nobis (d. h. eigtl. „nichts“)[2061]
unpäßlich, begerisch[2076]
Unrat, Schund[2077]
unrein, schundich[2077]
unrichtig, nobis dof[2075]
unsauber, schundich[2074]
Unschlitt, Horboge- od. Hornikelschmunk (d. h. „Rinds- od. Ochsenfett“)[2078]
unschuldig, dof[2065]
unsinnig, ni(e)sich, nillich[2074]
unsittlich, schofel[2062]
untauglich, nobis dof[2075]
unten, unterkünftig[2080]
untergehen, unterbosten[2081]
Unterkleid, unterkünftige Kluft[2082]
Unterrock, unterkünftiger Malfes[2083]
unterschreiben, unterfebere[2084]
untreu, nobis dof[2065]
unverehelicht (unverheiratet), nobis vergrönt[2088]
unverletzt, nobis begerisch[2076]
unverschämt, lenk, schofel[2062]
unverständig s. unvernünftig
unwillig, stumpfich[2090]
unwissend, nillich[2074]
unzüchtig, nobis dof[2065]
unzweckmäßig, hauret nobis (d. h. „[es] ist nichts“)[2091]; vgl. ungültig
Uringlas, Flösselglansert[2094]
Urintopf, Flösselnolle[2095]
Urkunde, Kritzler[2096]
V.
Vater, Patris[2097]
Vaterhaus, Patriskitt[2098]
Vaterstadt, Patrissteinhäufle[2099]
verarmt, dercherich[2100]
verbluten, verratten[2101]
verbrennen, verfunken[2102]
verdrießlich, stumpfich[2090]
verehelichen (sich) s. heiraten
verehelicht (verheiratet), vergrönt[2088]
verfault, vermuft[2106]
verfertigen, pflanzen[2107]
Verfertiger, Pflanzer (nur in Zus. gebräuchlich)
Verhör, Diberei (eigentl. etwa „Fragerei“)[2111]; vgl. Untersuchung
Verkäufer, Verkemerer, Verkitscher
verkleiden, verkluften[2114]
verlachen, ausschmol(l)en[2115]
verlangen, derchen[2116]
verlängern, grandicher pflanzen (d. h. „größer machen“)[2117]
verlaufen, verbosten[2118]
verleugnen, kohlen (eigtl. „lügen“)[2119]
verlogen, Kohl[2120]
verlöschen, ausfunken[2121]
Vermögen, grandich Schure od. Sore[2122]; vgl. Reichtum
vermögend, grandich Schure[2120]
vernichten, deisen[2123]
vernünftig, kochem[2124]
verpfänden, vergondere[2125]
verprügeln s. verhauen
verraten, verdibern
Verräter, Verdiberer
verrucht, schofel[2127]
verrückt, ni(e)sich, nillich, nuschich[2128]
verschämt, dof[2129]
verschlagen s. verschmitzt
verschließen, beschrenken[2130]
verschlossen, beschrenkt
verschmitzt, kochem[2124]
versengen, verfunken[2121]
verspotten, ausschmol(l)en (d. h. „auslachen“)[2115]
verständig, kochem[2124]
verstimmt (ärgerlich), stumpfich[2131]
verstorben, begert[2132]
vertrinken, verschwächen[2133]
verwahrlost s. heruntergekommen
Vieh, Sore[2136]
Viehpulver, Kuiete[2137]
Viehtränke, Schwäche[2133]
viel, grandig[2138]
vielmals, grandicher (wohl Komparativ)
visieren (den Paß kontrollieren), flebben; visiert, geflebbt[2139]
Vogel, Fläderling[2138]
Vogeleier, Flederlingsbäzeme[2142]
Vogelnapf, Fläderlingsnolle[2143]
Vogelspießer, Fläderlingsschnellen[2144]
voll, grandig[2138]
vorbeten, vorblible[2145]
Vorderfuß, Vordertritt[2146]
Vorderkopf, Vorderki(e)bes[2147]
Vorderzahn, Vordernäpfling[2148]
vorjährig, voriges Ja(h)ne[2149]
vorlügen, vorkohlen[2150]
vorschießen (leihen), vordogen (eigentl. „vorgeben“)[2153]
vorschreiben, vorfeberen[2154]
vorsingen, vorschallen[2155]
vorspielen, vornikle[2156]
Vorstadt, Vorsteinhäufle[2157]
vortanzen, vornikle[2156]
Vortänzer, Vornikler
vortrefflich, dof[2129]
vortrinken, vorschwächen[2133]
W.
Wachsfackel (-kerze, -licht), Schein[2158]
Wachthaus (d. h. eigtl. „Nachthaus“), Leilekitt[2159]
Wachtmeister, grandicher Schuker (d. h. „großer“ oder [genauer] „größerer [od. Ober-] Gendarm“)[2160]; vgl. Oberwachtmeister
Wachtstube, Leileschrende[2161]
Waffenschmied, Lattepflanzer[2162]
Wahnsinn, Ni(e)serei, Nillerei[2128]
wahnsinnig, ni(e)sich, nillich, nuschich
wahrhaft, dof[2129]
Wahrsagen (das), Kasperei[2165]
Wahrsager, Kasperer; Wahrsagerin, Kaspere
Wald (Waldung), Jahre, Kracher[2166]
Waldhüter s. Flurschütz.
Wallnuß, Krächerle[2167]
Wanne, Schottel[2168]
Wanst, Rande[2169]
Wanze, Mufkenem (d. h. „Stinklaus“)[2170]
Ware, Sore[2171]
waschen, pfladeren
Wäscherin (Waschfrau), Pfladermoss[2173]
Waschhaus, Pfladerkitt[2174]
Waschwasser, Pfladerflu(h)te[2175]
Wasser, Flu(h)te[2176]
Wasserfaß, Flu(h)tesoe[2171]
wässerig, flu(h)tich; vgl. feucht
Wasserkrug, Flu(h)tenolle[2178]
Wassermühle, Flu(h)terolle[2179]
Wasserstelze s. Bachstelze
Wassersuppe, Flu(h)teschnall[2180]
Wasservogel, Flu(h)tefläderling[2181]
Weck s. Semmel
weg (fort)!, schef(f)t’ schiebes (d. h. „geh weg [fort]!“)[2182]
Weg, Strade[2183]
Wegegeld, Stradebich[2184]
wegfahren, wegruadla[2185]
weglaufen, wegbosten[2186]
wegnagen, wegnäpfen[2187]
wegnehmen s. nehmen
wegsehen, weglinzen[2188]
wegtragen, wegbukle[2191]
Weiberbrust, Schwächerle[2195]
Weiberrock, Mos(s)malfes[2196]
weibisch, weiblich, mossich[2196]
weibliches Glied s. Glied; vgl. Scham
Weide (= Weidenbaum), Kupferstöber (d. h. eigtl. etwa „Grasbaum“)[2197]
Weidmann (Jäger), Grünling[2198]
Wein, Johle[2199]
Weinbeere, Säftling[2200]
Weinberg, Säftlingsore[2201]
weinen, glemsen[2202]
Weinflasche (-glas), Johleglansert[2203]
Weinhaus, Johlekitt[2204]
Weinkrug, Johlenolle[2205]
Weinrebe, Johlespraus[2206]
Weinstock, Johlestöber[2207]
Weintraube, Säftling[2200]
Weißbrot, Dofelehm (od. dofer Lehm [Spr.]) (d. h. „gutes [feines] Brot“)[2208]
Weizen, Gib, Kupfer[2209]
Wellfleisch, Bossert, Mass (d. h. [beides] eigtl. nur „Fleisch“)[2210]
wenig, nobis grandig (d. h. „nicht viel“)[2211]
wertlos, nobis dof (d. h. „nicht gut“)[2129]
Wiege, Galmesauft (wörtlich „Kinderbett“)[2214]
willig, dof[2129]
winzig, nobis grandig (d. h. „nicht groß“)[2211]
Wirt, Beizer, Koberer[2215]
Wirtin, Beizere, Kobere
Wirtshaus, Wirtschaft, Beiz, Kober od. Koberei
wischen, pfladere[2216]
Witterung (= Geruch), Mufferei[2217]
Wöchnerin, Deislere[2218]
wohl (gesund), nobis begerisch (d. h. „nicht krank“)[2219]
wohlbeleibt, grandicher Rande (d. h. eigtl. „dicker Bauch“)[2220]
wohlwollend, dof[2129]
Wolle, Jerusalemsfreundstrauberts (d. h. „Schafhaare“)[2223]
Wortwechsel (Zank), Stämpferei[2224]
Wurst, Rondling od. Rundling[2227]
Wurstfleisch, Rondlingbossert[2230]
Wursthaus, Rondlingsore[2231]
Wurstsuppe, Rondlingschnall[2232]
wüst, lenk (Spr.)[2233]
Z.
zahlen s. bezahlen.
zahlreich, grandich[2211]
Zahn, Näpfling[2236]
Zahnarzt, Näpflingsins[2237]
Zahnfleisch, Näpflingbossert[2238]
Zank, Stämpferei[2224]
zanken, stämpfen
Zänker, Stämpfer
Zänkerei s. Zank
zänkisch, stämpfich
zärtlich, dof[2129]
Zauber, Finklerei[2239]
zaubern, kaspere (Spr.)[2240]
Zauberer, Finkler, Kasperer (Spr.); Zauberin, Finklere
Zeche, Schwächerei[2241]
zechen, schwächen
Zehe, Trittgriffling (d. h. „Fußfinger“)[2242]
Zehnpfennigstück („Zehner“), Schafnase[2243]
Zeigefinger, Linzgriffling[2244]
Zettel, Kritzler[2245]
Zichorie, Süs(s)ling[2246]
Zichorienbüchse, Süs(s)lingschottel[2247]
Ziegelstein, g’funkter Kies (d. h. „gebrannter Stein“)[2248]
zierlich, dof[2129]
Zigarre, Dämpfere od. Dämpfete (letzteres Spr.)[2249], Toberichschure (das jedoch auch „[Tabaks-]Pfeife“ bedeutet)[2250]
Zigarrenbeutel, Dämpferereiber[2251]
Zigarrentasche, Toberichschurerande[2252]
zigeunerisch, schmelemerisch[2253]
Zigeunerbursche, Schmelemerfi(e)sel[2255]
Zigeunerhund, Schmelemerkib[2256]
Zigeunermädchen, Schmelemermodel[2257]
Zigeunerwagen, Schmelemerrädling[2258]
Zimmer, Schrende[2259]
Zimmermann, Schrendepflanzer[2260]
züchtig, dof[2129]
Zucker, Süs(s)ling[2246]
Zuckerbrot, Süs(s)linglehm[2265]
Zuckerhut, Süs(s)lingoberman(n)[2266]
Zuckerwasser, Süs(s)lingflu(h)te[2267]
zünden, funken[2268]
zurücklaufen, zurückbosten[2270]
zurücksehen, zurücklinzen[2271]
zuschauen (zusehen), zulinzen
zuschließen, zub’schrenken od. auch (einfach) beschrenken (Spr.)[2275]
Zwerg, nobis grandicher Kaffer (d. h. „kein großer Mann“)[2276]
Zwetschgen, Blauhanze (od. -hanse [Spr.])[2277]
Zwetschgenbaum, Blauhanzestöber[2278]
Zwetschgenkern (-stein), Blauhanzekies[2279]
Zwetschgenkuchen, Blauhanzebrandling[2280]
Zwetschgenwasser (Branntwein), Blauhanzeg’finkelter od. Blauhanzesoruf[2281]
Zwiebel, Sore[2282]
Zwiebelkuchen, Sorebrandling[2280]
Zwirn, Sore[2282]
Zwist, Stämpferei[2224]