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Die jenische Sprache

Note 120 — Anmerkungen.

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Das Zeitw. näpfen bedeutet: beißen, kauen, nagen (daher abnäpfen auch = abnagen), auch jucken. Weitere Zusammensetzgn. damit sind (außer abnäpfen) noch ausnäpfen = ausbeißen und wegnäpfen = wegnagen, Ableitungen davon: das Adj. näpfich (-ig) = bissig (beißend), krätzig, räudig (vgl. die Verbdg. näpfiger Schund [eigtl. „beißender Dreck“] = Kalk [s. d. betr. Übereinstmg. mit d. Zigeun.; vgl. auch „Vorbemerkg.“ S. 17]) u. das Subst. Näpfling = Zahn, Gebiß (vgl. die Zus. Ober- und Vordernäpfling = Ober- und Vorderzahn sowie Näpflingsins = Zahnarzt u. Näpflingbossert = Zahnfleisch). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkreise): nur Schwäb. Händlerspr. 479 (näpfen = beißen, in Pfedelb. [209] = coire, in Lütz. [215]: Näpfling = Zahn). Die Etymologie bleibt unklar. Auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV., Sp. 1941 hat näpfen = beißen nicht bestimmt erklärt. Über die Bedeutg. coire s. ebds. vbd. mit Sp. 1914 unter „naffze(n)“ u. „Naffke“ (wozu zu vgl. Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 233).

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