Note 328 — Anmerkungen.
Reading edition
Für G’fahr (Gefahr) = Dorf (Ortschaft) war früher im Jenischen Palar gebräuchlich (s. „Einleitung“, S. 27); über d. Synon. Mochum (-am) bzw. Hegesle (= kleines Dorf) s. unter „Dorf“. Außer Rucheg’fahr finden sich keine Zus. mit dem Worte. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91 (G’far = Dorf); Pfulld. J.-W.-B. 339 (Gfart); Schwäb. Händlerspr. 480 (Gefar); s. auch Metzer Jenisch 216 (G’fār), u. Pfälz. Händlerspr. 438 (Kfâr). Dagegen hat die Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 68 die stammverwandte Form Kaff; ähnlich bei den schwäb. Händlern in Lütz. 214 (Khāf). Über sonstige Belege im Rotwelsch u. die Etymologie (vom hebr. kâfâr = Dorf [vgl. oben Anmerkung 326 (zu Kaffer)]) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 48, S. 328 u. Anm. 3; vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 135 (unter „G[e]fahr“ II); insbs. noch über die Form Kaff s. Archiv, Bd. 48, S. 329, Anm. 2 u. dazu noch Fischer, a. a. O., Bd. IV, Sp. 143 (unter „Kaf[f]“, Nr. 1) vbd. mit Bd. III, Sp. 2 (betr. Gab = Dorf, das nach ihm zum zigeun. gāw = Dorf [s. Finck, S. 58; vgl. Jühling, S. 221] zu stellen ist).