Note 134 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. ruadle(n) (-la, ruedle) = fahren ist auch noch enthalten in den Zus. aus-, darüber-, ein-, heraus-, nach-, um- u. wegruadle(n). Es gehört zu dem Subst. Ruadel (od. Ruedel) = Wagen, bes. Fahrzeug auf dem Lande, Karren. Zu vergl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Händlerspr. 488 (Rudel = Wagen). Das in älteren rotw. Quellen vorkommende Zeitw. rodeln (s. z. B. auch W.-B. des Konst. Hans 259 u. Schöll 272) dürfte wegen seiner Bedeutung („führen, mit sich führen“) nicht ohne weiteres zum Vergleiche herangezogen werden, jedenfalls dagegen aber gradeln od. radeln = fahren, das z. B. Schintermicherl 1807 (288) u. Karmayer 63 u. 129 haben. Denn seiner Etymologie nach ist das Zeitw. ruadle(n) wohl nur aufzufassen als eine dialektische Färbung von „radeln“ (s. dazu Günther, Rotw., S. 98, 99, Anm. 118), ebenso wie Ruadel (Ruedel) eine solche von „Radel“, Dim. von „Rad“, sein dürfte. Über das Symn. Rädling (-leng) s. Näh. unter „Eisenbahnwagen“.