Note 292 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. schoren (z’schore [Spr.]) = stehlen (entwenden), (be)rauben), findet sich noch in d. Zus.: herausschoren = herausstehlen u. wegschoren = wegstehlen. Ableitungen: Schorer = Dieb, Räuber (vgl. dazu Schorerulma = Diebesbande) u. Schorerei = Diebstahl. Mit dem stammverw. Hauptw. Zschor = Dieb, Räuber, dagegen ist zusammenges. Zschor-Kitt = Diebesherberge. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 253, 255, 257, 260 (schornen = stehlen, T’schor od. Schorne = Dieb, T’schorr-Kitt = Diebesherberge, T’schor-Bais = Diebeswirtshaus, T’schor-Kaffer, -Gaya = Mann [bzw. Frau], der [die] gestohlene Sachen kauft); Schöll 268, 271-73 (dschornen = stehlen, Dschorn = Raub, Tschor = Dieb, „Jauner“); Pfulld. J.-W.-B. 337-39, 343, 345 (schornen = stehlen, ausplündern, Schornen = Diebstahl, Gschor = Dieb, Schelm, Spitzbube); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 75 (tschornen = stehlen); Schwäb. Händlerspr. 486 (schôren [in U. (214): tschōren] = stehlen). Zur Etymologie der (auch sonst im Rotwelsch [seit Anf. des 18. Jahrh.] bekannten) Vokabeln — aus der Zigeunersprache (vgl. Einltg., S. 30) — s. die Angaben in Groß’ Archiv, Bd. 48, S. 326, Anm. 1 u. dazu noch Jühling, S. 227 (Tschoraben = das Stehlen, Tschormasskäro = Dieb) u. Finck, S. 92 (tšōr = „Dieb, Räuber“, tšōr[d]- = „stehlen, rauben“); vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 432 (unter „Tschor[n]“ bzw. „tschor[n]e[n]“).