Note 977 — Anmerkungen.
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Diese Bezeichnung ist den Zigeunern (die sonst ja ähnliche Umschreibungen wohl kennen [s. z. B. bāri pāpin (jen.: grandich Babing), d. h. „(sehr) große Gans“ = Schwan]) nicht bekannt; vgl. auch, „Vorbemerkung“, S. 19, Anm. 49. — Mit Gachne = Henne, Huhn (Dimin. Gachnele = „Küchlein“) ist auch eine Reihe von Zusammensetzgn. gebildet worden, nämlich: a) am Anfang: Gachnekitt = Hühnerhaus, Gachnetritt = Hühnerfuß, Gachnekeiluf = Hühnerhund, Gachnestenkert = Hühnerstall; b) am Ende: Bäzemegachne (d. h. eigtl „Eierhuhn“) = Legehuhn, Krachergachne (d. h. eigtl. „Waldhuhn“) = Rebhuhn (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.), Flu(h)tegachne = Wasserhuhn. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 94 (Kachine = Huhn); Sulzer, Zigeunerliste 1787 (251: Gachene = Hennen); W.-B. des Konst. Hans 254 (Gachene [sing.] = Henne); Schöll 271 (ebenso); Pfulld. J.-W.-B. 340 (Gachem = Henne); Schwäb. Händlerspr. 482 (Kachum = Henne [in Pfedelb. (210): dafür Gagak]). Zur Etymologie des Wortes — aus der Zigeunersprache (vgl. „Einleitung“, S. 30) — s. Näh. bei Pott II, S. 16, Günther, Rotwelsch, S. 31 u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 142 (unter „Kachine“) vbd. mit Pott II, S. 91 (unter „Kachni“), Liebich, S. 141, 208 u. 211 (kachní[n] = Huhn, Henne), Miklosich Beitr. I/II, S. 29, III, S. 11 u. Denkschriften, Bd. 26, S. 228 (unter „kahni“: bei d. deutsch. Zigeun.: kachni[n]), Jühling, S. 223 (Kachni = Huhn, plur.: -ia) u. Finck, S. 62 (káxni, káxnin od. káxli = „Huhn, Henne“). Bei der Form Gagak — bei den schwäb. Händlern in Pfedelbach (s. oben) — liegt wohl eine — ev. zugleich mit Anlehnung an das zigeun. Stammwort vorgenommene — lautnachahmende Bildung (mit Bez. auf das „Gackern“ der Hennen) vor, wie sie bes. die Kindersprache liebt. S. auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 16.