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Die jenische Sprache

Note 689 — Anmerkungen.

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Mit Weisleng (-ling) = Sonntag (Feier-, Festtag) sind folgende Zus. gebildet worden: Brandlingweisling (d. h. eigtl. „Kuchensonntag“ = Kirchweihsonntag (der durch Kuchenessen gefeiert zu werden pflegt), Bäzemaweisling (d. h. eigtl. „Eiersonntag“) = Ostern (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.), Schuberleweisling (d. h. eigtl. „Geistsonntag“ [mit Bez. auf die Ausgießung des heiligen Geistes]) = Pfingsten (s. d. betr. Analogie in d. Zigeunerspr.). Aus dem verw. Quellenkr. kennt nur die schwäb. Händlerspr. in Deggingen (215) Weissling in der Bedeutg. „Sonntag“. Im Rotw. kommt dagegen die Vokabel in diesem Sinne nicht, dagegen für sehr verschiedene Dinge (mit weißer od. glänzender Farbe) vor, so z. B. für Ei (so auch in der schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 68), für Milch (so auch in der schwäb. Händlerspr. 484), für Schnee (s. z. B. schon Schintermicherl 1807 [288]), für den „Silbergnanziger“ (s. Fröhlich 1851 [419]; vgl. in der neueren Kundenspr. die Bdtg. „Zwanzig- od. Fünfpfennigstück“) usw. Vgl. Pott II, S. 8, A.-L. 621, Günther, Rotwelsch, S. 62 u. in Groß’ Archiv, Bd. 33, S. 296 u. Anm. 3. Der Etymologie nach nimmt Weissling = Sonntag usw. jedenfalls wohl Bezug auf das Weiße als „Farbe des Tages, Lichtes .. und der festlichen Freude“ (vgl. Näh. dazu bei H. Schrader, Wundergarten, S. 70).

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