Note 356 — Anmerkungen.
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Über schofel s. unter „arg“. — Schof(e)le Model (auch Schoflemodel) ist im W.-B. auch noch durch „Dirne“, „Freudenmädchen“ u. „Hure“ wiedergegeben. Mit Model = Mädchen (Frauensperson, Frauenzimmer), auch Braut, Schwester und Tochter (dazu d. Dimin. Mödele = junges [kleines] Mädchen) sind noch gebildet: a) die Verbindgn.: dofe Model = Geliebte (Liebhaberin, Liebste [wogegen dufte Model nur allgemeiner ein „brauchbares Mädchen“ bedeuten soll]) u. jenische Model = „fahrendes Mädchen“; b) mehrere Zusammensetzgn., näml. α) am Anfang: Modelgalm = Tochterkind, Modelkaffer = Tochtermann (Schwiegersohn), Modelfiesel = Tochtersohn; β) am Ende (bes. für Stände u. Berufe [vgl. „Vorbemerkung“, S. 12, Anm. 29]): Derchermodel = Bettelmädchen, Sinsemodel = Fräulein, Verkemeresmodel = Handelsmädchen, Galma- od. Schrabinermodel = Kindermädchen, Fehtemodel = Quartiermädchen, Jerusalemsfreundmodel = Schäferin, Schmelemermodel = Zigeunermädchen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 342 (Model = Mädchen); Schwäb. Händlerspr. 481, 483 (Môdel = Mädchen, Frau [in Pfedelb. (209): auch Fräulein u. Tochter]). Über die Belege im sonst. Rotwelsch usw. sowie die (nicht ganz sichere) Etymologie s. ausführl. Groß’ Archiv, Bd. 50, S. 344 ff.; vgl. auch „Anthropophyteia“, Bd. IX, S. 27 sowie Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1725 (nach dem Model „vielleicht einfach“ aus „Modell“ entstanden ist).