Note 436 — Anmerkungen.
Reading edition
Um was für „böse Sachen“ es sich bei dieser Redensart wohl speziell handelt, dürfte daraus zu entnehmen sein, daß sie auch gleichbedeutend mit „huren“ gebraucht wird, so daß das Wort Falla (Falle) hier vielleicht in der Bedeutg. von „Bett“ zu nehmen ist, die es in volkstüml. Redeweise in manchen Gegenden hat (s. H. Meyer, Richt. Berliner, S. 39 u. Horn, Soldatensprache, S. 9 u. 100). Die rotw. Wendg. Falle machen u. ä. (für „zum [betrüglichen] Spiel verlocken“ [s. A.-L. 538]) wird man dagegen — wegen ihres engeren Begriffs — wohl kaum damit in Zusammenhang bringen dürfen. — Erwähnt sei übrigens noch der Ausdruck Falbais = „Hurenschenke“ bei Castelli 1847 (391), Fröhlich 1851 (397) u. in der Wiener Dirnenspr. 1886 (417).