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Die jenische Sprache

Note 569 — Anmerkungen.

Reading edition

Es liegt hier wohl vor der Fall des Gebrauchs eines Partizips (vergrönt = verheiratet [ehelich], von dem Zeitw. vergrönen od. vergröneren = [ver]heiraten, verehelichen) als Substantiv (s. „Vorbemerkung“, S. 15, Anm. 36); vgl. als Gegensatz: nobis vergrönt = ledig (unverehelicht, unverheiratet) u. daher nobis vergrönter Benges od. Käfferle = lediger Mann, Junggeselle. Eine Ableitg. von vergröne(re)n ist Vergrönerei = Heirat, während Groenerei = Hochzeit (nebst d. Zus. Groenereibikus od. -kahlerei = Hochzeitsschmaus) ein einfaches groenen = heiraten voraussetzt, das aber im W.-B. nicht angeführt ist. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91, 93, 94 (Grunerej = Hochzeit, Kocheme Grunerej = Diebshochzeit, Grünt’schaj od. -Mos = Ehefrau, Grün-Kaffer = Ehemann); Schöll 271 (Grunerey = Hochzeit); Pfulld. J.-W.-B. 339, 340 (Gränerei = Ehe, Hochzeit, Kränerei = Heirat, Grenzgasch = Ehe, Grängoi = Eheweib); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 68-70 (krönern = heiraten, Krönerin = Ehefrau, Kroner = Ehemann, Krone = Frau); Schwäb. Händlerspr. 482 (krönen od. krö[h]nern = heiraten, dazu [in Pfedelb. (209): Krönerei = Hochzeit, Kröner, Krönerin = Ehemann, -frau, ferner vergrünt [in Pfedelb. (213): verkrönert] = verheiratet). Zur (nicht sicheren) Etymologie des Wortes (das vermutlich mit dem Aufsetzen einer Krone als Hochzeitszeremonie zusammenhängt) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 56 u. Anm. 1 u. S. 57 u. Anm. 2 (unter „Krönerin“) sowie Bd. 56, S. 69 (unter „Krone“).

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