Note 167 — Anmerkungen.
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Über die Adj. ni(e)sich, nillich od. nuschich s. d. Näh. schon oben unter „aberwitzig“. Giel bedeutet: Maul (Schnauze), Mund (Lippe), dann auch allgemeiner (gleichsam als pars pro toto) Gesicht, Miene, Signalement (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeunerspr.). Andere Zus. bzw. Verbdgn. mit Giel sind noch Grandichergiel = Großmaul (s. dazu schon oben S. 100, Anm. 165), Schmusichergiel = Plappermaul sowie oberkünftiger Giel (d. h. eigtl. etwa „Obermaul“) = Gaumen (s. d. betr. Übereinstimmg. m. d. Zig., vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 17). Vielleicht dürften als Ableitungen von Giel auch das Zeitw. giele(n) (-la) = (sich) erbrechen, übergeben (auch als Subst. gebr.) u. das Adj. gielerich = übel („zum Übergeben [Erbrechen] schlecht“ [Spr.]) betrachtet werden. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 338, 342, 345 (Giel = Maul, gillen = erbrechen, speien); Schwäb. Händlerspr. 4841 (Gîl = Mund). Der Etymologie nach gehört das (als rotw. schon im Lib. Vagat. [54] bekannte) Wort zu dem bereits mhd. giel = „Maul, Rachen, Schlund“ (s. Lexer, Mhd. Hand-W.-B. I, Sp. 1011; vgl. auch Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 892), bildet also „einen der nicht häufigen Fälle der Erhaltung von Archaismen im Rotwelsch“ (so: Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 651; vgl. auch schon Wagner bei Herrig, S. 207 u. Behaghel in d. Z. der Allg. Deutsch. Sprachver. Jahrg. 1905, Sp. 158). Das Zeitw. gil(l)en = erbrechen usw. hat Fischer, a. a. O., Sp. 658 — freilich nur mit einen Fragezeichen — zu dem hebr. gilla = „enthüllen“ in Beziehung gesetzt.