Note 128 — Anmerkungen.
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Ratte, für dieselben Bedeutungen wie Leile (also z. B. auch als Adj. für „dunkel“) gebraucht, kommt in Zusammensetzgn. seltener vor, doch findet sich Rattekahla = Abendessen, Rattebutterei = Nachtessen u. die Umschreibg. Rattefläderling = Eule (s. Anm. 127). Zu vergl. (aus d. verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Ratte = Nacht); W.-B. des Konst. Hans 255, 256, 257, 258 (Ratiginger = Nachtdiebe, Ratte = Nacht, zwei Rattene = zwei Nächte); Schöll 272 (Ratte); Pfulld. J.-W.-B. 342 (ebenso); Schwäb. Gaun.-u. Kundenspr. 73 (desgl.); Schwäb. Händlerspr. 480 (ratt[e] = dunkel, in Pfedelb. [214] auch Ratte = Nacht. in U. [214]: Rattebutte[n] = Nachtessen). Zur Etymologie (vom gleichbed. zigeun. rat oder [in Deutschl.] ratt, schon altind. ratri) s. die Angaben in Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 212, Anm. 1, u. dazu noch Finck, S. 82.