Note 196 — Anmerkungen.
Reading edition
Das Adj. g’want hat in Wittichs W.-B. noch folgende Bedeutungen: anständig, artig, behend, brauchbar, fein, flink, geschickt, geschmeidig, gewandt, nützlich, tauglich, tüchtig; dazu die Verneinung nobis g’want = nichtsnutzig. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 257, 258 (e Gwandter = „ein Handfester“ u. der gwandtste = der Beste); Schwäb. Händlerspr. 481 (gwant = gut [in Pfedelb. (210, 212): quant = geschickt, gut, schön; ebendas. (212) Quantheit = Schönheit, in Eningen (206, Anm. 1): Gwanderpenk = Schultheiß]); vgl. auch Pleißlen der Killertaler 435, 436 (gwant = gut, schön, gwanter Jôle od. Plempel = Wein) u. Metzer Jenisch 216 (gewandt = gut). Über die sonstigen Belege im Rotw. (s. z. B. schon Ndd. Lib. Vaget [77: quant = „vel eft grot“) u. den Geheimspr. sowie über die Etymologie s. Weber-Günther, S. 172 (unter „gewahnd“). Der Ableitung des Wortes vom latein. quantum (s. A.-L. IV, S. 70; Günther, Rotwelsch S. 34; Stumme, S. 22, 23) steht gegenüber die Auffassung, die darin nichts anderes als unser deutsches „gewandt“ erblickt. So u. a. auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 607, der jedoch ausdrückl. bemerkt, daß in Schwaben das Wort (das z. B. auch die Tübinger Studenten gebrauchen) aus der Schriftsprache aufgenommen sein müßte, da das Partiz. zu „wenden“ schwäb. g(e)wend(e)t heißt.