Note 214 — Anmerkungen.
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Brandling (-leng) = Kuchen erscheint noch in d. folgenden Zus. a) am Anfang stehend: Brandlingschei (= eigtl. „Kuchentag“) = Kirchweihe u. Brandlingweisleng (eigtl. „Kuchensonntag“) = Kirchweihsonntag; b) ans Ende gesetzt: (außer Bommerlingbr. noch): Bäzemebrandling = Eierkuchen, Niesichescheibrandling = Fastnachtskuchen, Krachersäftlingbr. = Heidelbeerkuchen, Girall- od. Räslingbr. = Käsekuchen, Scharriselebr. = Kirschkuchen, Süßlingbr. = Lebkuchen, Blauhanzebr. = Zwetschenkuchen, Sorebrandling = Zwiebelkuchen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 342 (Brandling = Küchlein); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 73 (Form ebenso, Bedtg.: Pfannkuchen); Schwäb. Händlerspr. 483 (Bedtg.: Kuchen, in Pfedelb. [212] = Pfannkuchen). Vielleicht ist auch statt Bundling = Kuchen im Dolm. der Gaunerspr. 35 zu lesen: Brandling. Etymologie: Das Wort, das sonst im Rotwelsch, wenigstens in der Form Brändling (od. Brendling), für „Kaffee“ (s. z. B. auch schon Dolm. der Gaunerspr. 94 [Brendling]) oder „Schnaps“ (vgl. A.-L. 526) u. dergl. m. (s. z. B. schon Körners Zus. zur Rotw.-Gramm. v. 1755 [209: Brandling = „Kofent“]) vorkommt, gehört wohl zu unserem Zeitw. brennen.