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Die jenische Sprache

Note 223 — Anmerkungen.

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Das Adj. lenk (mundartl. = link [so bei Wittich nur in d. Spr. u. vereinzelt in einer Zus.] = arg (Grundbed.: falsch) umfaßt (ähnlich wie sein Gegenstück dof od. duft) noch eine große Zahl mehr od. weniger ähnlicher Begriffe, nämlich: bösartig, böse (vgl. dazu d. Komparat.: lenker = böser), böswillig, buhlerisch, eifersüchtig, elend, erzürnt, frech, garstig, gefährlich, gehässig, gefühllos, gemütlos, gewalttätig, gottlos, grausam, grimmig, grob, hartherzig, haßartig, heftig, nichtswürdig, ruchlos, streng, tückisch, unverschämt, wüst; als Subst. gebr.: = Gefahr od. Schmach. Dazu die Verbdg. lenker Kritzler (eigtl. „böser Brief“) = Steckbrief (s. d. betr. Analogie im Zigeuner., vgl. auch „Vorbemerkung“, S. 18, Anm. 47) u. d. Zus. Linkfi(e)sel = böser Mann (Syn.: lenker Kaffer). Zu vgl. (aus d. verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 92, 97 (link = falsch, linke Fleppe = falscher Paß); Pfulld. J.-W.-B. 339 (link = falsch); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 74 (link = falsch, schlecht, Linkmichel = falscher Mensch, linker Schenagel = nicht passende Arbeit); Schwäb. Händlerspr. 486 (lenk = schlecht [in Pfedelb. (209): auch = bös, falsch]; in Degg. [215]: Linkmichel = schlechter Kerl). Über sonstige rotw. Belege (seit d. 17. Jahrh.) s. Schütze 78; betr. Linkmichel s. auch Groß’ Archiv, Bd. 51, S. 152, Anm. 2 u. Bd. 59, S. 266. Zur Etymologie (Erweiterng. des gemeinspr. link als Gegensatz zu recht, nach der Hand genommen [Weigand, W.-B. II, Sp. 70]) s. Pott II, S. 15, 16; A.-L. 567, vgl. auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1254 (betr. lenk).

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