Note 359 — Anmerkungen.
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Bestieben heißt auch noch spezieller: erwischen od. fangen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 89, 90, 92 (bestieben = bekommen, bestiebt werden = arretiert od. erwischt werden); W.-B. des Konst. Hans 256, 257 ff. (bestieben [Partiz.: bestiebt] = bekommen); Schöll 272 (ebenso); Pfulld. J.-W.-B. 338, 339 (bestieben = bekommen, ertappen, fangen); Schwäb. Händlerspr. 479 (auch Lütz. [214]: besti[e]be[n] = bekommen [in Pfedelb. (209, 210, 212) auch = ertappen, fangen, geben u. schenken; in Eningen (S. 206, Anm. 1): stieben = geben u. die merkwürd. Subst. Beistieber(in) = Knecht, Magd u. Käppelesstieber = Pfarrer (zu Käppele = Kirche [vgl. Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 349]), wozu vielleicht stieben = laufen im Pleißlen der Killertaler 436 herangezogen werden dürfte]). Die Etymologie bleibt unsicher. A.-L. 524 hat das Wort zu dem gemeinspr. „stöbern“ gestellt, Stumme, S. 19 denkt an einen Zusammenhang mit „stibitzen“ (wofür bestieben = bestehlen im Hildburgh. W.-B. 1753 ff. [226] sprechen würde) od. auch an das latein. stipare = stopfen („in die Tasche stopfen?“), Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 941 (zu „bestieben“, Nr. 2) bemerkt nur negativ: „vielleicht ein anderes Wort“ als „bestäuben“.