Note 195 — Anmerkungen.
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Als Zus. mit schmol(l)en = lachen (kichern) findet sich noch ausschmol(l)en = auslachen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schöll 272 (schmollen = scherzen); Pfulld. J.-W.-B. 342 u. Schwäb. Händlerspr. 483 (= lachen). Zur Etymologie: Da wir heute unter schmollen meist soviel wie „mit mürrischem Stillschweigen unfreundlich sein“ verstehen (s. Weigand, W.-B. II, Sp. 751), erscheint die in den Geheimsprachen begegnende — fast entgegengesetzte — Bedeutung zunächst auffällig; jedoch handelt es sich hier nicht etwa um eine sog. Enantiosemie, d. h. Umkehrung des Sinnes in das Gegenteil (s. Behaghel in d. Z. des Allg. Deutsch. Sprachv., Jahrg. 1905, Sp. 158 gegen Günther, Rotwelsch, S. 21, Anm. 14), vielmehr hat schmollen (mhd. smollen) anfangs nur die gleichsam „neutrale“ Bedeutg. „das Gesicht verziehen“ gehabt, aus der sich dann sowohl der Begriff „das Gesicht zum Lächeln verziehen“ od. „lächeln“ (so z. B. noch bei Schiller u. Uhland) entwickeln konnte (vgl. d. engl. to smile) als auch der uns jetzt geläufige des mürrischen Stillschweigens. Vgl. (außer Weigand, a. a. O.) noch v. Schmid, Schwäb. W.-B., S. 472 u. Grimm, D. W.-B. IX, Sp. 1105/6, Nr. 1.