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Die jenische Sprache

Note 308 — Anmerkungen.

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Lehm (od. [seltener] Lechem) = Brot kommt auch noch in folgenden Zusammensetzgn. vor: a) im Anfang stehend: Lehmschottel = Brotbüchse, Lehmrande = Brotsack, Lehmschure = Brotschrank; b) ans Ende gesetzt: Dercherlehm = Bettelbrot, Schmunklehm = Butterbrot, Lanengerlehm od. -lechem (d. h. „Soldatenbrot“) = Kommißbrot (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.), Schoflelehm od. Schofellechem (Spr.) = Schwarzbrot, Dofelehm od. dofer Lehm (Spr.) = Weißbrot, Süßlinglehm = Zuckerbrot. Betr. die Vermutung, daß auch Boslem = Exkremente zu Lehm zu ziehen s. schon oben unter „After“. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91 (Lechem od. Lehm = Brot, schofel —, gehechelter — (= schwarzes, weißes Brot); W.-B. des Konst. Hans 254 (Leham = Brot, Lehmschlupfer [sic] = Bäcker); Schöll 271 (Lehem = Brot); Pfulld. J.-W.-B. 337, 338 (Lächum = Brot, Lächumschupfer od. Lemer = Bäcker, Lächumrande = Brotsack); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 67 (Lechum od. Lehm = Brot, Kafferlechum = Bauernbrot); Schwäb. Händlerspr. 479, 480 (Lêm [in Pfedelb. (209): Lehm] od. Lechem = Brot, Lêmschupfer = Bäcker, in Pfedelb. [208]: Kafferlehm = Bauernbrot). S. auch noch Pfälz. Händlerspr. 436, 437 (Lêchem od. Leachem = Brot, Finne Lêchum = Stück Brot) u. Metzer Jenisch 216 (Lēm). Zur Etymologie (vom gleichbed. hebr. lĕchĕm) s. Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 25, 26 (dort in den Anmerkgn. auch über die sonst. Belege im Rotw.); vgl. auch Weber-Günther, S. 157/58 (unter „Legem“) u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1081 u. 1082 (unter „Lechem“ u. „Lehm“).

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