Note 780 — Anmerkungen.
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Auch Kupfer = Frucht, dann Getreide (Korn), auch Futter kommt (gleich Gib) noch spezieller für einzelne Getreidearten vor, nämlich für Hafer, Roggen, Weizen, und endlich noch für Gras, Heu (Grummet), Klee und Häcksel (Häckerling). Auch sind damit (im Gegens. zu Gib) verschiedene Zusammensetzgn. gebildet worden, nämlich a) am Anfang: Kupfertrapert = Heupferd, Kupferflederling (eigtl. „Heuvogel“) = Heuschrecke, Kupfersore (eigtl. etwa „Gras- od. Heuding“) = Sense (s. d. betr. Analogie in d. Zigeunerspr.), Kupferstöber (eigtl. „Grasbaum“) = Weidenbaum; b) am Ende: Flu(h)tekupfer = Meergras, Schilf. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93 (Kupfer = Heu); Schöll 271 (ebenso); Pfulld. J.-W.-B. 340 (desgl.); Schwäb. Händlerspr. 481, 482 (Kupfer = Futter [für Vieh], Heu). Auch im sonstigen Rotw. kommt die Vokabel (für „Heu“) wohl (seit d. 18. Jahrh.) vor (s. z. B. schon Hildburgh. W.-B. 1753 ff. [271: Kuffert (sic) = Heu] u. dann [i. d. Form Kupfer] öfter; merkwürdig die Umkehrung Heu [als rotw. Vok.] = Kupfer im W.-B. von St. Georgen 1750 [217], die aber vielleicht bloß auf einem Irrtum beruht). Die Etymologie ist ungewiß, auch von Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 854 nicht erläutert worden; es bleibt daher fraglich, ob wirklich eine Gleichsetzung mit unserem deutsch. (Lehn-)Worte „Kupfer“ — als Metallbezeichnung — (vgl. Günther, Rotwelsch, S. 66) anzunehmen ist.