Note 345 — Anmerkungen.
Reading edition
Das Zeitw. kirme(n) (mit gleicher Bedeutg. u. Verwendung wie bodera) kommt für „Unzucht treiben“ auch in der schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. (76) vor, desgl. (noch etwas allgemeiner) für „coire“ in der schwäb. Händlerspr. (in U. [213]). Es scheint sich auch hier zunächst um ein schwäb. (bzw. überhaupt südd.) Dialektwort (mit ursprüngl. wohl allgemeinerer Bedeutg.) zu handeln; s. Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 213 (unter „g[e]hirme[n]“) mit weitern Angaben über südd. Mundarten.