Note 193 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. kluften scheint in Wittichs Jenisch nur im Zus. üblich zu sein, wie (außer ankluften [wozu nobis ankluftet, d. h. „nicht angekleidet“, „unbekleidet“ = nackt] noch): auskluften = ausziehen, entkleiden (daher auskluftet ebenfalls = nackt) u. verkluften = verkleiden. Es gehört zu den Subst. Kluft = Kleid (Anzug, Gewand, Tracht), womit auch einige Zusammensetzgn. (so: Kafferskluft = Manneskleid, Lanengerkluft = „Montur“, Begerkluft = Sterbekleid) sowie die Verbdg. unterkünftige Kluft = Unterkleid gebildet sind. Eine weitere Ableitg. (von Kluft, bzw. kluften) ist dann Klufterei = Kleidung, Bekleidung (Anzug, Gewand), womit ebenfalls wieder zwei Zus. vorhanden sind, näml. Mossklufterei = Frauenkleid u. Kafferklufterei = Männerkleider. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 (eine ganze Klufterei = „Kleidung von Kopf bis Fuß“); W.-B. des Konst. Hans 253 (Klufterey = die Kleider); Pfulld. J.-W.-B. 341 (Klufterei = Kleid, vgl. [337] Klufting usmalochen od. abketschen = auskleiden); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 66, 71 (Kluft od. Klufterei = Kleid, ankluften = anziehen); Schwab. Händlerspr. 483 Kluft = Kleid, u. dazu noch in Pfedelb. [208, 212]: Kluftenpflanzer = Schneider u. ankluften = anziehen); vgl. auch Pleißlen der Killertaler 435 (Kliftle = Kleid, Anzug) sowie noch Metzer Jenisch 216 (Klăft = Rock). Über die sonstigen Belege u. Formen im Rotw. sowie die Etymologie (vom hebr. chălîfôt = „Kleider, insbes. Feier- od. Ehrenkleider“) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 273/74 (unter „Kluftier“) u. d. Anm. verbd. mit Bd. 46, S. 10, Anm. 1. Vgl. auch noch Seiler, Lehnwort IV, S. 491 u. Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 508 (unter „Kluft“ II) vbd. mit Sp. 435 (unter „Klaffot“).