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Die jenische Sprache

Note 476 — Anmerkungen.

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Glied bedeutet demnach: Bruder, Schwester (Geschwister) bzw. Sohn, Tochter. Dazu die Zusammensetzgn.: Kafferglied = Mannesschwester (Schwägerin), Patrisglied = a) Oheim väterlicherseits („Vatersbruder“), b) Tante väterlicherseits („Vatersschwester“), c) Neffe (väterlicherseits), Mamereglied = a) Oheim mütterlicherseits („Mutterbruder“), b) Tante mütterlicherseits („Mutterschwester“), c) Neffe (mütterlichereits). S. dazu betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeunerspr. unter „Oheim“ u. „Tante“. — Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Pfulld. J.-W.-B. 338, 344 (Glied = Bruder, Schwester); Schwäb. Händlerspr. (U. [214]: Glied = Schwester). Etymologie: Ein Zusammenhang mit dem rotw. Gli(e)d = Hure (worüber Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 13, 14 u. „Anthropophyteia“, Bd. IX, S. 22 ff.) wird kaum vorliegen, vielmehr dürfte der Ausdruck wohl — wie im wes. auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 692 (unter „Glid“ II) anzunehmen scheint — schlechthin mit unserem gemeinsprachl. „Glied“ (hier im Sinne etwa von „Familienglied“) gleichbedeutend sein.

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