Note 547 — Anmerkungen.
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Duft = Kirche (Gotteshaus, Kapelle, Tempel) erscheint auch noch in der Verbindg. Duft halten = Gottesdienst halten sowie in den Zus.: Duftnolle = Kelch, Duftglitschin = Kirchenschlüssel, Duftkies = Opfergeld. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 (Duft = Kirche); ebenso übereinstimmend auch W.-B. des Konst. Hans 254 u. Pfulld. J.-W.-B. 341 (hier [345] auch: grandiche Duft = Tempel); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 71 (Duft = Kirche, Duftreiter = Kirchenräuber); Schwäb. Händlerspr. 483 (Duft, Bedg. ebenso, Dufter od. Duftschaller = Lehrer), s. auch noch Metzer Jenisch 216 (Duft = Kirche) u. Eifler Hausiererspr. 490 (Doft). Über weitere Belege im Rotw. sowie die (unsichere) Etymologie des Wortes (vielleicht vom hebr. tefillâ[h] = „Gebet“ od. zu duft [heb. Tôb] = gut) s. Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 70 u. Anm. 2 u. S. 71 (unter „Duftschaller“); vgl. auch Weber-Günther, S. 169. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 445 hat der Ausdr. — allerdings nur mit einem Fragezeichen — zu dem Weihrauchduft in den katholischen Kirchen in Beziehung gesetzt.