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Die jenische Sprache

Note 247 — Anmerkungen.

Reading edition

Die Aufforderung schupf dich (od. schupf dich auf) ist auch wiedergegeben durch „sei ruhig“, „schweig still“ od. „halts Maul“ (für letzteres auch: schupf’ de’ Giel [s. unter „Maul“]). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Schwäb. Händlerspr. 487 (schupf dich auf = still). Etymologie: Die auch schon dem älteren Rotwelsch bekannte Wendung (s. schon A. Hempel 1687 [169: schuff dich = pack dich]) braucht nicht erst mit A.-L. 599 auf hebr. Ursprung zurückgeleitet zu werden, sondern gehört wohl (wie das schles. schupf dich = „setz’ dich nieder“ [s. Grimm, D. W.-B. IX, Sp. 2010, Nr. 4, d] u. das schwäb. verschupfen, ab-, wegschupfen = wegschieben, -stoßen [s. v. Schmid, Schwäb. W.-B., S. 481 u. Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 1322]) einfach zu unserem mundartl. Zeitwort schupfen (od. schuppen) = schieben; vgl. dazu auch Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 145, 146. Dort insbes. auch Näh. über schupfen = backen, eine Bedeutung, die ebenfalls in Wittichs Jenisch bekannt ist. Dazu die Ableitungen: Schupfer = Bäcker, jedoch nur in der Zus. Lehmschupfer, fem. -ere (d. h. eigtl. „Brotbäcker[in]“; vgl. dazu die weitere Zus. Lehmschupferhitzling = Backofen) u. Schupferei = Bäckerei. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 254 (Leemschlupfer [sic] = „Beck“); Pfulld. J.-W.-B. 337 (Lächumschupfer); Schwäb. Händlerspr. 479 (schupfen = backen, Schupferei = Bäckerei, Lêmschupfer [in Pfedelb. (208): auch Schupferbink] = Bäcker).

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