Note 173 — Anmerkungen.
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Auch hiermit (wie schon in der „Vorbemerkung“ S. 18 erwähnt) sachlich übereinstimmend die Zigeunerspr.; s. Liebich, S. 174 (tschutschĭnéngĕri dai, d. h. „die Brustmutter“ = Amme; doch wird dai dabei auch wohl weggelassen [s. S. 166, vgl. auch Finck, S. 93]). Das jenische Wort Schwächerle = Brust (bes. Weiberbrust), bei Tieren = Euter (daher Horbogen-, Trabert-, Groenikelsschwächerle = Kuh-, Pferdeeuter, Schweinezitzen), dann auch = Herz, geht zurück auf das Zeitw. schwächen = trinken (saufen, zechen), aber auch = dursten (in der Wendg. mich schwächert’s). Zu ersterer Bedtg.: geschwächt = betrunken, berauscht, halbgeschwächt = halbtrunken sowie die Zus.: ausschwächen = austrinken (aber schwäch’ [a]uf = trink’ aus), beschwächen = betrinken, ver- u. vorschwächen = ver-, vortrinken. Zu beachten ist, daß das (unverkleinerte) Subst. Schwächer nur so viel wie „Rausch, Trunkenheit“ (auch wohl „berauscht, betrunken“) bedeutet (vgl. „Vorbemerkg.“, S. 13, Anm. 33). Weitere Ableitungen (von schwächen) sind dann noch: d. Adj. schwächerich = durstig (Spr.), als Subst. = Durst, u. d. Subst. Schwäche = Tränke, Viehtränke (daher Trabertschwäche = Pferdetränke), Schwächet = Getränk, Schwächerei = Sauferei, Trank, Trinkgelage, Zeche. Zusammensetzgn. mit dem Stamm schwäch- (des Zeitworts schwächen) sind endlich: Schwächglansert, -nolle, -schottel = Trinkglas, -schale, -schüssel, alle drei aber auch (allgemeiner) = Trinkgefäß. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 91 u. 100 (schwächen = trinken, Dobrisch schwächen = Tabak rauchen; es schwächet mich = es dürstet mich); W.-B. des Konst. Hans 255, 256, 258, 259 (schwäche[n] = trinken, z’ Schwächet steken = zu trinken geben, Dow’re schwäche = Tabak rauchen; es schwächert mi = es durstet mich); Schöll 271 (schwächen = trinken, Schwächer = Durst); Pfulld. J.-W.-B. 337, 339, 343, 345 (schwächen = trinken, saufen, aussaufen, verschwächen = versaufen [verdr.: erlaufen], Schwäche od. Schwächer = Rausch, Schwächerei = Trunkenheit); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 67, 68, 76 (schwächen, ausschwächen, Schwäche = Trunk; Schwächem = Durst); Schwäb. Händlerspr. 487 (schwächen, in Pfedelb. [208, 209, 212-14]: ausschwächen, ferner Schwäche = Trank, Schwächem = Durst, Schwächere = Wirtshaus, schwecherisch = durstig, Schwächbruder = Saufbruder, in Lütz. [215] Schwächer = Rausch). Vgl. noch Metzer Jenisch 216, 217 (schwäche = trinken, beschwächt = betrunken). Zur (nicht sicheren, aber vermutl. auf das Hebr. zurückzuführenden) Etymologie s. ausführl. Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 42 ff. (unter „Schwächer“); vgl. auch Weber-Günther, S. 169 (unter „Schwäche“). —