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Die jenische Sprache

Note 600 — Anmerkungen.

Reading edition

Das Adj. biberisch (bibrisch [Spr.]) = kalt (eisig, frostig), das auch als Subst. (= Kälte, Frost) gebracht wird, ist eine Ableitung von dem Zeitw. biberen = frieren (mich biberts’ = mich friert’s). Eine Zus. mit biberisch ist Biberischerflu(h)te = Eiswasser. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 94 (biberisch = kalt); Pfulld. J.-W.-B. 339, 341 (biberisch = kalt, biberen = frieren, verbibern = erfrieren); Schwäb. Händlerspr. 482 (biberisch = kalt, in Pfedelb. [209, 210]: biberen = frieren [z. B. mi bibert’s an d’ Grifling = mich friert’s an den Händen] u. verbiberen = erfrieren). Sowohl das Adj. wie das Zeitw. sind auch sonst im Rotw. bekannt (letzteres auch mit den Nebenbedeutgn. „beten“ u. „lesen“; s. A.-L. 524). Der Etymologie nach erscheint biberen (wie auch das gemeinspr. bebern = „heftig beben“ u. d. mundartl. bibbern od. bebbern = „zittern“ [s. z. B. H. Meyer, Richt. Berliner, 7. Aufl. (1911), S. 19]) wohl als „Iteritivbildung“ von „beben“. S. Pott II, S. 17 vbd. mit Weigand, W.-B. I, Sp. 173; vgl. auch Günther, Rotwelsch, S. 79, Anm. 81 u. S. 98, Anm. 118 sowie Groß’ Archiv, Bd. 49, S. 338, Anm. 1 (zu S. 336).

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