Note 125 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. funken bedeutet brennen (vgl. funkt = brennend, d. h. eigtl. „[es] brennt“), heizen, zünden; vgl. die Verbindg. g’funktes Gib = Malz (eigtl. „gebranntes Getreide“, in Übereinstimmung mit der Zigeunerspr. [vgl. schon „Vorbemerkung“, S. 17 sowie unter „Malz“]). Weitere Zus. sind: anfunken = anzünden (vgl. dazu a’gefunkter Spraus = Kohle), ausfunken = ausbrennen, verlöschen, einfunken = einbrennen, einheizen, niederfunken = niederbrennen, verfunken = verbrennen, versengen. Das Verbum gehört zu dem Stamme Funk = Feuer (Brand, Flamme, Glut); vgl. die Verbindgn. und Zusammensetzgn.: Funk anpflanzen und auspflanzen = anbrennen und (aus)löschen, grandicher Funk = Feuersbrunst (s. d. betr. d. Übereinstimmung mit der Zigeunerspr.; vgl. auch schon „Vorbemerkung“, S. 17); Funkkies = Feuerstein, Funkspreisle = Zündhölzer. Ableitungen: das Subst. Funker = Köhler, Kohlenbrenner (aber das Dimin. Funkerle = Zündhölzer) und das Adj. funkich = feurig. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 90, 100 (funken = brandmarken, gefunkt werden = gebrandmarkt werden, verfunkt werden = verbrannt werden); Schöll 274 (Funkbruder = Brandbettler); Pfulld. J.-W.-B. 336, 337, 339, 345 (Funk = Feuer, funken = brennen, feuern, ab-, verfunken = ab-, verbrennen); Schwäb. Gauner- und Kundenspr. 68 (funken = brennen; Funkerer = Brandstifter); Schwäb. Händlerspr. 480, 483, 488 (Funk [in Pfedelb. (209, 211): [Funkert] = Feuer, Licht, Funker [in Pfedelb. (214): Funkert] oder Funkerle = Zündholz; in Degg. [215]: Funkspraus = Zigarre; in Pfedelb. 208, 213]: funken = brennen, abfunken = abbrennen, anfunke[l]n = anbrennen [dieses auch in Lütz. (214)], verfunken = verbrennen). Vgl. noch Pfälz. Händlerspr. 437 (Funkert = Feuerzeug); Metzer Jenisch 216, 217 (Funkert = Feuer, funke = kochen, sieden). Zur Etymologie der Vokabeln (die sämtl. deutsch. Ursprungs sind) s. das Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 42, S. 48 unter „Funker“; vgl. auch Weber-Günther, S. 187 (unter „Funkert“), sowie Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 1832 (unter „Funk“ Nr. 3) und Sp. 1833 (unter „Funker“).