Note 198 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. dibere(n) (-ra) = reden, sprechen (erzählen, plaudern, auch spezieller antworten, beantworten) kommt noch vor in den Zus.: nachdiberen = nachsagen, verdiberen = verraten (dazu das subst. Partiz. Verdibert = Verrat) u. vordiberen = vorsagen sowie in d. Verbdgn. dof diberen = loben (vgl. oben S. 111, Anm. 188) u. nobis diberen = stumm sein (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeunerspr.). Dazu die Ableitungen: Diberer = Plauderer, Sprecher, Verdiberer = Verräter, Diberei = Erzählung, Gerede, Gespräch, Geschwätz, dann auch spezieller Untersuchung od. Verhör u. das Adj. diberich = gesprächig. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. d. Gaunerspr. 49 97, 99 (tiebern od. madiebern = reden, schwatzen, Madiberei = „Jaunersprache“); Pfulld. J.-W.-B. 337, 340, 343-45 (diberen = aussagen, sprechen, schwatzen, gedibert = abgeredet, Dib(l)erei = Sprache, Geständnis); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 70, 74, 75 diberen = reden, sprechen, Gediwer = Geschwätz); Schwäb. Händlerspr. 486 (diberen = sprechen, in Pfedelb. [210]: Gediewer = Geschwätz); vgl. auch Pleißlen der Killertaler 435 (debere[n] = schimpfen) u. Pfälz. Händlerspr. 437 (dîbere = sprechen). Über weitere Belege im Rotw. sowie die Etymologie (vom hebr. dibbêr = „reden, sprechen“, Partiz. mĕdabbêr) s. Näh. bes. bei Weber-Günther, S. 162 (unter „dewern“); vgl. auch Wagner bei Herrig, S. 236; Günther, Rotwelsch, S. 27; Seiler, Lehnwort IV, S. 489/90; Fischer, Schwäb. W.-B. II, Sp. 186.