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Die jenische Sprache

Note 551 — Anmerkungen.

Reading edition

Die Vokabel ist im obigen Sinne sonst nirgends bekannt; herangezogen werden könnten ja allenfalls (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 99 (Hegis = Spital, Bettelhaus), Pfulld. J.-W.-B. 337 (Heges = Armenhaus) u. Schwäb. Händlerspr. 482 (Hêges = kleines Haus), wenn man nämlich eine Bedeutungsveränderung von „kleines Haus“ (Bettel- oder Armenhaus usw.) zu „kleines Dorf“ für möglich hält. Auch für Hegis (-es) usw. in jenem Sinne, das auch z. B. schon im Lib. Vagat, 54 (Hegiß = Spital) vorkommt, ist die Etymologie übrigens zweifelhaft; A.-L.s Hypothesen (548 unter „Heckdisch“) erscheinen zu gesucht. Dagegen könnte das jüd. hekdisch = „Siechenhaus, Bettlerherberge“, vom neuhebr. hekdêsch = „was dem Heiligtum geweiht ist“, „Geheiligtes“ (zu hâkdasch = „abgesondert sein“) als Quelle herangezogen werden (nach Dr. A. Landau). Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 1351 (unter „Hegis“) hat keine Erklärung gegeben. — Vielleicht könnte Heges = Dörflein auch einfach aus unserm deutsch. Hege (= „Umhegung, Umzäunung“ [vgl. Weigand, W.-B. I, Sp. 831]) weiter gebildet worden sein.

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