Note 715 — Anmerkungen.
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Flössling wird (ähnlich wie Flederling = Vogel für bestimmte Vogelarten) auch für einzelne Fischarten verwendet, so z. B. für den Karpfen und (wie wohl auch in der Gaunerspr. [s. A.-L. 541]) für den Hering (s. in letzterer Bdtg. als argum.: Flösslingschottel = „Heringbüchse“), der übrigens auch genauer durch Spronkertsflössling (d. h. „Salzfisch“) oder Begertflössling (d. h. „toter Fisch“) wiedergegeben wird (s. hierzu auch betr. Übereinstimmg. mit der Zigeunerspr. Näh. unter „Hering“; vgl. auch schon „Vorbemerkg.“, S. 18, Anm. 45). Für andere Fischsorten erscheinen Verbdgn. od. Zus. mit den Synon. Schwimmerling (s. unten Anm. 4) gebräuchlicher. Zusammensetzgn. mit Flössling am Anfang sind noch Flösslingachilerei od. -bikus = Fischessen. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 92 (Flösling); Schöll 271 (Flößling); Pfulld. J.-W.-B. 339 (Fleßling, vgl. fleßlinge = fischen); Schwäb. Händlerspr. 480 (Flößling [plur.] = Fische). Etymologie: Nach Stumme, S. 24 ist der — im Rotwelsch schon im 15. Jahrb. (s. z. B. Basl. Betrügnisse um 1450 [15]) auftretende — Ausdruck „weniger von der Flosse des Fisches (s. dazu Weigand, W.-B. I, Sp. 559) als von Floß = ‚Wasser‘ (s. dazu Weigand, a. a. O., Sp. 559 unter „Floß“ Nr. 2; vgl. für d. Rotw. z. B. Schintermicherl 1807 [289: Flos = Wasser]) ausgehend zu deuten“. S. auch A.-L. 541 (unter „Floß“). — Vgl. oben flösle(n) usw. unter „austreten (leicht)“.