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Die jenische Sprache

Note 1069 — Anmerkungen.

Reading edition

S. (betr. Begert-) absterben. — Während die Umschreibung „salziger (od. gesalzener) Fisch“ (lon̄do mādscho [od. lon̄di mādschin]) für den Hering auch den Zigeunern bekannt ist (s. Liebich, S. 144 u. 209 und Finck, S. 73 [lon̄do mātšo]; vgl. auch schon „Vorbemerkg.“, S. 18, Anm. 45), bedeutet dagegen bei ihnen „toter Fisch“ (mūlo mādscho [matšo]) die Forelle (für die aber auch lolo mādscho, d. h. „roter [bunter] Fisch“, vorkommt); s. Liebich, S. 147 u. 198 sowie Finck, S. 73. Zur Erklärung des ersteren Ausdrucks bemerkt Liebich, S. 32, 33 (gegen Zweifel bei Pott II, S. 437): „(Der) Ängstlichkeit (mit dem der Zigeuner den Namen Verstorbener auszusprechen vermeidet) verdankt der unter dem Namen Forelle bekannte Fisch seine jetzt übliche zigeunerische Bezeichnung als mulo madscho, mulĕno madscho, d. h. der tote Fisch. Als nämlich eine Zigeunerin mit Namen Forella gestorben war, wollte man auch die gleichlautende Bezeichnung des Fisches aufgeben, um nicht bei dem Anblick des Fisches an die Verstorbene direkt erinnert zu werden, deshalb hieß von da an der Fisch Forelle der tote Fisch, und dieser Ausdruck ist (neben lolo madscho [s. oben]) jedem Zigeuner geläufig, jedem verständlich.“ Wie nun aber die gleiche Umschreibung in der jenischen Sprache für den Hering zu deuten ist, vermag ich nicht zu sagen.

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