Note 150 — Anmerkungen.
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Richtiger dürfte die Bedeutg. wohl durch „sich abschaffen“, volkstüml. für „sich abarbeiten“, wiederzugeben sein, da schenegeln = arbeiten ist; vgl. dazu als Gegensatz: nobis schenegla = faulenzen (eigtl. „nichts arbeiten“). Das Zeitw. stammt her von dem Subst. Schenagel = Arbeit (auch Beruf, Geschäft, Gewerbe). Weitere Ableitungen davon sind: das Subst. Schenegler = Arbeiter (Dienstbote, Dienstknecht, Gesinde, Knecht. Lohndiener), fem.: Scheneglere = Magd u. das Adj. scheneglich = fleißig. Mit den Hauptw. Schenagel u. (bes.) Schenegler sind mancherlei Zus. gebildet worden, so a) mit Schenagel: α) am Anfang: Schenagelskitt = Arbeitshaus, Schenagelsbich, -lobe od. -kies = Lohn (eigtl. „Arbeitsgeld“); β) am Ende: Griflingschenagel = Handarbeit, Leileschenagel = Nachtarbeit; b) mit Schenegler (nur am Ende u. bes. für Gewerbe od. Berufe beliebt): Stradeschenegler = Chausseearbeiter, Straßenarbeiter, Rutschenegler = Eisenbahnarbeiter, Glansertschenegler = Glaser, Kittschenegler = Hausknecht (fem.: -ere = Hausmagd), Bichschenegler = Münzarbeiter, Hitzlingschenegler = Ofensetzer, Trabertschenegler = Pferdeknecht, Jerusalemsfreundschenegler = Schäferknecht (zur Erklärg. s. d. Näh. unter „Hammel“). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 89 (schinnageln = arbeiten); Schöll 271 (schönegle); Pfulld. J.-W.-B. 337-348 (schinepeln [sic] u. Schineplerei = Arbeit, aber [richtig] Schinegglerei = Handwerk; vgl. auch Schiankterei = Kanzlei; für: „Manobisch, schinegeln“ = „Faulenzer“ [339] ist wohl zu lesen: „[ma] nobisch schinegeln“ = „faulenzen“; vgl. noch Schineller[in] = [Bauern] Knecht [bzw. -Magd], Fuchsschineller = Goldarbeiter); Schwäb. Gaun. u. -Kundenspr. 66, 67 (schenägeln, Schenagel = Arbeit, Schenagelswinde = Arbeitshaus); Schwäb. Händlerspr. 479 (schenig[e]len oder [seltener] schineg[e]len [in Pfedelb. (208): auch schenegln], Schenachel = Arbeit, auch Handwerkszeug, vgl. dazu in Degg. [215]: de[n] Schenagel reiße[n] = arbeiten; in U. [214]: Schenal-penk u. -mŏs = Knecht u. Magd). Vgl. auch noch Pleißlen der Killertaler 416 (schenēge[n]), Pfälz. Händlerspr. 438 (Schineggel = Arbeit, schenigle = arbeiten) u. Metzer Jenisch 216 (schinnegle = arbeiten). Zur Etymologie (vom rotw. Schinagole = Schubkarren, Zus. vom Schin = hebr. schîn, dem Anfangsbuchstaben des Wortes „Schub“ und Agole = „Karren, Wagen“, vom gleichbed. hebr. agâlâ[h], jüd. agôlô) s. das Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 46, S. 304 ff. vbd. mit Bd. 38, S. 22 (unter „Aglon“) u. 283 (unter „Schien“); vgl. auch Weber-Günther, S. 164 (unter „schenägeln“).