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Die jenische Sprache

Note 190 — Anmerkungen.

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Bauser = Angst (Beängstigung), Entsetzen, Erschrecken, Furcht, Schreck ist vielleicht — ebenso wie das Adj. bauserich = ängstlich, furchtsam, auch als Subst. (für „das Grauen“) gebraucht (vgl. dazu bauserich sein = befürchten, [sich] beunruhigen sowie die Verneinung nobis bauserich = furchtlos) erst eine Ableitung von dem Zeitw. bausen = fürchten. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 92 (bausen = fürchten); W.-B. des Konst. Hans 257 (ebenso, auch: es baust ihm = er fürchtet sich, ferner noch: Bauser = Angst); Schöll 271, 273 (bausen = fürchten, Bauser = Angst); Pfulld. J.-W.-B. 337, 343, 344 (Bauser = Angst, Schauer, bauserich = ängstlich, scheu); Schwäb. Händlerspr. 479 (Baußer u. Baußam [in Pfedelb. (208): Bausam] = Angst). Die Etymologie ist unsicher, denn die Hypothesen A.-L.’s (523: Ableitg. vom deutsch. Zeitw. bauschen [pauschen], mhd. bûschen, biuschen, = „schwellen machen“ bzw. spätmhd. u. älternhd. bûsen, bausen = „aufschwellen“; s. Näh. bei Weigand, W.-B. I, Sp. 171) erscheinen doch wohl zu gewagt. Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 733 gibt keine Erklärung. Nach gefl. Mitteilgn. von Dr. A. Landau (Wien) soll vor etwa 50 Jahren Boitsi haben = „Furcht haben“ in der galizisch-jüdischen Schülersprache gebräuchlich gewesen sein, das wahrscheinlich auf das kleinruss. bojati sja = „sich fürchten“, poln. bać sie (3 Pers. Sing. Praes.: boi sie) zurückgeht, doch wagt L. keinen unmittelbaren Zusammenhang dieser Ausdrücke mit dem rotw. bausen anzunehmen.

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