Note 1022 — Anmerkungen.
Reading edition
Betr. bosten u. pfichen s. abgehen. — Zu schenzieren = hausieren finde ich keinen Beleg in anderen Quellen. Dagegen kennt das Metzer Jenisch 216 schranze in gleicher Bedeutung, während schon Schöll 269 ein Subst. Schrenzierer als Synon. für die sonst als Scheinspringer bezeichneten Gauner (die sich bei Tage in Wohnungen einschleichen, um zu stehlen) anführt, das auch A.-L. 604 neben der Form Schranzierer (zu dem Zeitw. schranzieren od. schrenzieren = „sich [unter irgendeinem Vorwande] in Häuser [bes. Gasthöfe] einschleichen, um zu stehlen [oder zu baldowern]“) erwähnt u. vom ahd. schranz = List hergeleitet hat. Indessen liegt es wohl mindestens ebenso nahe, das rotw. Schrende (Schrantz, Schren[t]z[e] u. ä. = Stube (vgl. Groß’ Archiv, Bd. 54, S. 165/66, Anm. 3) als Quelle dafür heranzuziehen, das zugleich auch für schranze = hausieren passen würde. Danach aber dürfte dann vielleicht auch in Wittichs Jenisch statt schenzieren richtiger schrenzieren zu lesen sein.