Note 189 — Anmerkungen.
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Ki(e)bes (-bis), eigtl. = Haupt, Kopf, Schädel, auch bes. Hinterkopf, ferner noch = Stirn u. Hals findet sich in der Verbindg. grandicher Ki(e)bes = Dickkopf od. Starrkopf (s. dazu schon oben S. 100, Anm. 165), in der längeren Umschreibung nobis Strauberts auf’m Ki(e)bes (d. h. eigtl. „keine Haare auf dem Kopfe“) = Kahlkopf sowie in den folgenden Zus.: a) am Anfang: in Ki(e)besschlang = Halskette, Ki(e)besstrauberts = Haupthaare, Kopfhaare; b) am Ende: in Straubertski(e)bes = Lockenkopf, Vorderki(e)bes = Vorderkopf sowie (in übertrag. Sinne) in Nille- od. Ni(e)seki(e)bes = Tollkopf u. Toberichki(e)bes = Pfeifenkopf. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 (Kiebes = Kopf); W.-B. des Konst. Hans 254 (Kibes); Schöll 272 (ebenso; vgl. kibesen = enthaupten); Pfulld. J.-W.-B. 341 (desgl.); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 72 (Gîbes); Schwäb. Händlerspr. 483 (Kibes od. -bis; vgl. dazu in Pfedelb. [210]: Kahlkibes = Kahlkopf). Vgl. auch Pfälz. Händlerspr. 438 (Kiwes = Kopf) u. Metzer Jenisch 216 (Kibes [Kibes] = Kopf). Im Pleißlen der Killertaler 435 ist Kîvis = Verständnis. — Über die sonstigen verschiedenen Formen im Rotwelsch s. Groß’ Archiv, Bd. 56, S. 55 u. Anm. 1. Zur (nicht sicheren) Etymologie vgl. Pott II, S. 16, Günther, Rotwelsch, S. 36 u. Anm. 1 u. bes. jetzt noch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 360/61 („wenn nicht etwa zu zigeun. chīw = „Deckel“ [s. Finck, S. 68: xīw] ... nur zu Kabas, rotw. = Kopf [s. schon Lib. Vagat. (54)] zu stellen“, wozu mhd. kabez, aus lat. caput [Haupt], heranzuziehen, vielleicht mit ablaut. Form Kibes, Kabes wie piff, paff).