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Die jenische Sprache

Note 812 — Anmerkungen.

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Zu Beiz oder (seltener) Beizerei = Gasthaus, Wirtshaus (Kneipe, Schenke) gehört die Zusammensetzg. Lanengerbeiz = Soldatenwirtschaft und die Ableitung Beizer (in früherer Zeit: Baiser [vgl. „Einleitung“, S. 25]) od. (seltner) Beizerer = Wirt (Gast-, Schenkwirt), femin.: Beizere. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 93, 101 (Beis = Haus, Beisskitt od. Koberbeis = Wirtshaus, Baiser = Wirt, Baiserin = Wirtin); W.-B. des Konst. Hans 254, 256, 258 (Bais od. Baiser-Kitt = Wirtshaus, T’schorbais = Diebswirtshaus, Baiser = Wirt); Schöll 271, 272 (Bais = Haus, plur. Baiser = Wirtshäuser); Pfulld. J.-W.-B. 338, 339, 346 (Kochemer-Baies = Diebsherberge, Baiser = Wirt, Gastwirt, Baiserkitt = Wirtshaus); Schwäb. Gaun.- u. Kundenspr. 77 (Baiz = Wirtshaus, Baizer[in] = Wirt[in]); Schwäb. Händlerspr. 482, 488 (Baiß = Haus, aber — sowohl in dieser Form wie in den Nebenformen Baitz, Boitz, Beitzg [Beitzle] — auch = Wirtschaft; Baiser, Baitzer od. Beitz[g]er = Wirt); s. auch noch Pleißlen der Killertaler 434 (Baitze = Wirtshaus), während die Pfälz. Händlerspr. (437) Bais od. Bôies nur in dem allgem. Sinne von „Haus“ kennt. Über weitere Belege aus dem Rotw. (wo schon in den Basl. Betrügnissen um 1450 [15] das Wort in der Form Pöse = Herberge auftritt, während es in der Form Bais zunächst für „Haus“ [s. W.-B. v. St. Georgen 1750 (216)], für „Wirtshaus“ dagegen zuerst im W.-B. des Konst. Hans [s. oben] vorkommt) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 43, S. 15 (u. Amn. 2) u. 16 (unter „Baiser“) vbd. m. Bd. 38, S. 221, Anm. 1 u. Weber-Günther, S. 153. Ebds. auch über die Etymologie (vom hebr. bajit = „Haus“); vgl. auch A.-L. 524 (unter „Bes“); Günther, Rotwelsch, S. 27; Stumme, S. 27; Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 580/81.

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