Note 257 — Anmerkungen.
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Das einfache nikle(n) (-la) hat die doppelte Bedeutung von a) = tanzen u. b) = „spielen“, d. h. musizieren (daher auch vornikle = a) vortanzen u. b) vorspielen), während nur die erstere (u. wohl jedenfalls ursprünglichere [vgl. die rotw. Belege u. die Etymologie]) festgelegt ist in herum- (od. umher-) nikla (-le) = herum- (od. umher-) tanzen. Ableitungen: Nikler = a) Tänzer, b) Musikant, Spieler (Zus.: Vornikler = Vortänzer); fem.: Niklere = Tänzerin; Niklerei = Tanz, Theater, Nikelei (besser wohl gleichfalls Niklerei[?]) = Musik, Spiel. Mit dem Stamm des Zeitw. (nikel-) sind gebildet die Zus.: Nikelkitt = Komödienhaus u. Nikelschure = Klarinette od. Klavier (vgl. auch Nikleschure = Leierkasten, während für „Harfe“ und „Harmonika“ das vollere Niklengschure angeführt ist). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 255 (nikle = tanzen [wohl zugleich der früheste Beleg]); Schöll 272 (niklen = tanzen); Pfulld. J.-W.-B. 345 (nikeln, Bedeutg. ebenso); Schwäb. Händlerspr. (Lütz. [215]: nickle[n] = tanzen). Die Etymologie des Wortes ist zwar nicht ganz sicher, doch liegt es jedenfalls viel näher, es mit Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 2028 (wie d. schwäb. nickle(n) = „Kopf und Nacken hin- und herbewegen“) zu unserem Zeitw. nicken zu stellen, als es mit Stumme, S. 20 mit dem hebr. niggên = „Musik machen“ in Zusammenhang zu bringen, zumal ja die ursprünglichere Bedeutg. doch wohl zweifelsohne „tanzen“ gewesen ist.