Note 716 — Anmerkungen.
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Flotscher (od. Pflotscher) erscheint weniger gebräuchlich als die Synon. Flössling u. Schwimmerling, auch in Zus., von denen nur Spronkertflotscher = Hering (vgl. Anm. 715) u. Flotscherkahlerei = Fischessen zu nennen sind. Außerdem hat aber Flotscher od. Pflotscher[t] auch noch die Bedeutung: Schirm, bes. Regenschirm. (Zus.: Bogeiepflotschert[t] = Fischbeinschirm [vgl. dazu unten Anm. 719] u. Pflotscherpflanzer[in] = Schirmflicker[in]). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 92 (Flotschen = Fisch, Flotschenkitt = Fischkasten; Schwäb. Händlerspr. 480 (Flotscher = Fisch; vgl. auch [488]: pflötsche = [sich] waschen). Zur Etymologie: In der Bedeutg. „Fisch“ dürfte Flotscher doch wohl in letzter Linie mit fließen (im Sinne von „schwimmen“ [s. Weigand, W.-B. I, Sp. 554 unter „fließen“, Nr. 2 u. 559 unter „Flosse“ a. E.]) als Stammwort irgendwie zusammenhängen. Zu der zweiten Bedeutg. (Regenschirm) gibt Fischer, Schwäb. W.-B. I, Sp. 1068 (unter „Pflotsch“) vbd. mit Sp. 1057 (unter „Pflatsch“) u. 1058 (unter „pflatsche[n]“) einigen Aufschluß. Danach bedeutet im Schwäb. pflatsche(n) „mit klatschendem Laut (eigtl. mit dem Laut: „pflatsch“) auf den Boden fallen“, was besonders vom Wasser und Regen gebraucht wird, daher Pflatschregen od. auch bloß Pflatsch (Pflatscher) od. Pflotsch = Regenguß (vgl. „Platzregen“). Das Wort geht (nach Fischer) „etwa parallel mit patschen“ (worüber zu vgl. Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 215), „nur daß es sich weit mehr auf das Wasser bezieht“ (vgl. auch v. Schmid, Schwäb. W.-B., S. 406). Übrigens läßt Fischer (a. a. O.) es noch dahingestellt sein, ob pflotsche[n] (das auch für „im Wasser waten“ vorkommt) nicht „ein Wort für sich“ sein könnte.