Note 455 — Anmerkungen.
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Galm = Kind, plur. Galme (od. -ma) = Kinder (Nachkommen), Dimin. Gälmle (Kindlein [Spr.]) findet sich noch in der Verbdg. dofer Galm = braves Kind sowie in den folgenden Zusammenstzgn.: a) am Anfang: Galmamodel = Kindermädchen (-magd), Galmeguffer (d. h. eigtl. „Kinderprügler“) = Lehrer, Schullehrer, Galmesauft (eigtl. „Kinderbett“) = Wiege; b) am Ende: Schoflergalm = Stiefkind. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 (Gallme = Kind); Pfulld. J.-W.-B. 341 (Galma = Kind); Schwäb. Händlerspr. 483 (Galme = Kinder [sowohl kleinere wie auch größere], Galmeguffer = Lehrer [in Pfedelb. (211, 213): Galmen = Kind (sic), Galmenguffer = Oberlehrer [im Gegensatze zu dem Schrazeskneppler = Unterlehrer; vgl. dazu schon oben unter „aufschlagen“] u. Galmegufferei = Schule]): s. auch Metzer Jenisch 216 (Galmes [neben Galster u. Gambes] = Kind). Über noch weitere rotw. Belege sowie die (nicht ganz sichere) Etymologie (vielleicht in erster Linie zu hebr. gôlem = „Leibesfrucht, Embryo“ u. dergl.) s. Groß’ Archiv, Bd. 47, S. 138 (womit im wes. übereinstimmt auch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 34); vgl. jedoch auch Archiv Bd. 48, S. 350 (Nachtr. u. Berichtigungen: Galme zu mhd. galmen = „schallen“?)