Note 637 — Anmerkungen.
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Das Zeitw. kneisen od. gneis(s)en bedeutet: erkennen (kennen), merken, aber auch: können (wissen, verstehen); dazu die Umschreibung gneis nobis = unbekannt (vgl. schon oben unter „Dietrich“). Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 95 ([einen] kneisen = [einen] kennen); Schöll 272 (kneissen — „inne werden“); Pfulld. J.-W.-B. 338, 339 (begneist = bekannt, verkneissen = erkennen); Schwäb. Händlerspr. 479, 484, 488 (kneißen od. kneißen = bemerken, merken, verstehen, in Pfedelb. [213]: kneissen, auch = sehen). Über weitere Belege im Rotw. (schon seit dem 17. Jahrh.) sowie die Etymologie s. Näh. bei Weber-Günther, S. 178 (unter, „kneisen“). Zu den dortigen Zitaten (A.-L. 559 vbd. mit Schmeller, Bayer. W.-B. I, Sp. 980 u. 1759 [g’neißen = „(etwas) in die Nase bekommen, wittern, merken, wahrnehmen, ahnen“]) s. auch noch Fischer, Schwäb. W.-B. III, Sp. 357 (unter „g[e]neisse[n]“); zu vgl. ferner H. Meyer, Richt. Berliner (7. Aufl.), S. 72 (wonach auch in Berlin kneißen für „scharf hinsehen“ bekannt ist).