Note 127 — Anmerkungen.
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Leile hat die Grundbedeutg. „Nacht“, kommt aber auch spezieller für Mitternacht, sowie ferner (außer für Abend) noch für Dämmerung oder Finsternis vor, sodann als Adj. gebraucht für dunkel oder finster. Auch sind damit ziemlich viele Zusammensetzgn. gebildet (und zwar sämtl. so, daß das Wort am Anfange steht), nämlich: Leilebiken = Abendessen (während Nachtessen durch Leilebikus u. -achilerei wiedergegeben), Leileschenagel = Nachtarbeit, Leileschei(n) = Nachtlicht, Leilesitzling = Nachtstuhl, Leilekaffer = Nachtwächter, Leilekitt = Wachthaus, Leileschrende = Wachtstube; bes. interessant sind noch die Umschreibungen Leilefläderling = (eigtl. „Nachtvogel“) = Eule (s. d. betr. Übereinstimmg. mit d. Zigeun.; vgl. auch „Vorbemrkg.“, S. 18), Leileschei(n) (eigtl. „Nachtlicht“ [s. oben]) = Mond (s. d. betr. Analogie im Zigeun.; vgl. auch „Vorbemerkg.“, S. 18, Anm. 47) oder auch Stern (daher Leilescheischund [eigtl. „Nachtlichtschmutz“] = Sternschnuppe). Zu vergl. (aus dem verw. Quellenkr.): Dolm. der Gaunerspr. 96 (Leile = Nacht); W.-B. des Konst. Hans 258 (z’ leili schefte = „logieren“, heute leile = heut’ Nacht); Schöll 271 (Leile); Pfulld. J.-W.-B. 342 (Beily [vedr. für Leily]); Schwäb. Händlerspr. 484 (Laile od. [in Pfedelb. (211) Leile). Vgl. auch Pfälz. Händlerspr. 438 (Laile). Zur Etymologie (vom hebr. lailâ[h] = „Nacht“) s. Näh. in Groß’ Archiv, Bd. 38, S. 229 (unter „Leilest“); vgl. auch noch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 1148/49.