Note 1021 — Anmerkungen.
Reading edition
Mit Kip oder (häufiger) Kib (plur. Kibe, Dimin. Kible [Spr.]), Synon. zu Keiluf (daher auch = Pudel), sind noch mehr Zusammensetzgn. gebildet als mit letzteren, nämlich: a) im Anfang: Kibe(n)bossert = Hundefleisch, Kibekitt (= Keilufkitt), Kibekafler = Hundemetzger, Kibestenkert (= Keilufstenkert), Kibeschwächerle = Hundezitzen; b) am Ende: Stierer- od. Stenzelkib (= Gachnekeiluf), Stupfelkib = Igelhund (Spr.), Bu(t)zekib (= Bu(t)zekeiluf), Jerusalemsfreundkib = Schäferhund, Flu(h)tekib = Seehund, Schmelemerkib = Zigeunerhund. Zu vgl. (aus dem verw. Quellenkr.): W.-B. des Konst. Hans 254 (Kipp = Hund [wohl zugleich erster Beleg im Rotw. überhaupt]); Pfulld. J.-W.-B. 340 (Kib); Schwäb. Händlerspr. 482 (Kipp); s. auch Metzer Jenisch 216 (ebenso). Die Etymologie des (auch in sonst. rotw. Quellen des 19. Jahrh. noch vereinzelt anzutreffenden) Wortes bleibt dunkel; auch Fischer, Schwäb. W.-B. IV, Sp. 388 gibt keinen Aufschluß darüber.